Re: Trotz gesunder Ernährung werde ich immer dicke

    Zitat

    ich habe Anfang März 2002 mit dem rauchen aufgehört und nehme seit dem stetig zu

    tja, das ist natürlich unangenehm, leider kann ich hier im moment keinen rat geben. aber etwas anderes zeigt deine erfahrung - und das finde ich sehr interessant: sie zeigt, dass gewichtszunahme- bzw. abnahme mit der eigentlichen ernährung offensichtlich doch nur sehr wenig zu tun hat...

    über "Kausalität"

    Zitat

    dass gewichtszunahme- bzw. abnahme mit der eigentlichen ernährung offensichtlich doch nur sehr wenig zu tun hat...

    Was MIR wiederum zeigt, dass Logik nicht jedermanns Sache ist. ;-)

    Re: Kausalität

    hi terraner,


    da hast du sogar ein wenig recht :-) hab mich verkehrt ausgedrückt, stimmt. also hier nochmal:


    aber etwas anderes zeigt deine erfahrung - und das finde ich sehr interessant: sie zeigt, dass gewichtszunahme- bzw. abnahme mit der art der verkonsumierten lebensmittel (woraus ja gerne ganze philosophien gestrickt werden) offensichtlich doch nur wenig zu tun hat...

    Verzögerungseffekt

    Hallo Chengh Li!


    Der Stoffwechselprozess passt sich im Laufe der Zeit "bestimmten Bedingungen" an. Wäre das nicht der Fall, würden (etwas überspitzt gesagt ;-)) die meisten Raucher nach dem "Genuss" (?!) ihrer zwölften Zigarette der Intoxikation erliegen. Der Metabolismus eines Gewohnheitsrauchers unterscheidet sich aber signifikant von dem eines Nichtrauchers (von individuellen Besonderheiten einmal abgesehen).


    Mit jedem "Glimmzug" nehmen wir (neben Nikotin) noch über 400 Kanzerogene zu uns. Der Körper schaltet auf "Alarmbereitschaft" und setzt eine Kausalkette in Gang, die sich auf Grund ihrer Komplexität nur schwer beleuchten lässt. Das "große Orchester", bestehend aus einer Heerschar von Enzymen, Hormonen, Transmittern, Antikörpern, Phagozyten usw., muss neu aufeinander "abgestimmt" werden. Bestimmte Regionen (Teilsysteme) des Körpers legen einen Gang zu -andere wiederum werden vorübergehend still gelegt oder agieren nur mit halber Kraft. Insgesamt benötigt der gestresste Körper (und Rauchen impliziert so einen Zustand) mehr Energie, um seine Homöostase aufrecht zu halten, als dies unter "gesunden Bedingungen" der Fall wäre. Wenn sich diese Umstände nun ändern (z.B. man hört auf zu Rauchen), behält der Körper sein metabolisches Muster noch eine gewisse Zeit bei. Dies kann im Einzelfall mehrere Jahre dauern. Deshalb nehmen Raucher nach der Abstinenz ihres Lasters in der Regel zu. Daraus aber den Schluss zu ziehen, dass ein intelligentes Ernährungskonzept de facto keinen nachhaltigen Einfluss auf das Körpergewicht hätte, ist meiner Meinung nach nicht haltbar.

    Re: Verzögerungseffekt

    Zitat

    ... dass ein intelligentes Ernährungskonzept de facto keinen nachhaltigen Einfluss auf das Körpergewicht hätte, ist meiner Meinung nach nicht haltbar

    tja.... das kommt eben ganz auf den einzelfall an. wenn jemand z.b. zur fettleibigkeit tendiert, dann sollte die person natürlich ihren fettkonsum reduzieren - aber eben nur *diese* person. ich glaube nach wie vor, dass die speise selbst nicht automatisch das spätere körpergewicht des essers impliziert.


    gruß


    chengh li

    @ Chengh Li

    Es kommt selbstverständlich auf den Einzelfall an. Insofern gebe ich dir Recht. Wenn ich von einen "intelligenten Ernährungskonzept" spreche, dann bezieht sich ein solches automatisch auf die individuelle Situation des Konsumenten.

    Zitat

    wenn jemand z.b. zur fettleibigkeit tendiert, dann sollte die person natürlich ihren fettkonsum reduzieren

    Erkläre mir bitte, was dich zu einer solchen Annahme bewegt? Fettleibigkeit ist nur in den seltensten Fällen auf einen "Lipid- Überkonsum" zurückzuführen. Dieses allgemein kursierende Missverständnis ist übrigens einer von vielen Gründen, warum die meisten Diätsysteme praktisch nicht (zufriedenstellend) funktionieren. Der überwiegende Anteil des Speicherfettes, mit dem sich Übergewichtige zu plagen haben, wurde erwiesenermaßen NICHT aus Nahrungsfetten, sondern aus nicht verwerteten Kohlenhydraten gewonnen. Der Einfluss des Nahrungsfettes auf das Körpergewicht hängt -wenn überhaupt- eher mit den Qualitätsmerkmalen zugeführter Fette zusammen (Grad der Denaturierung, Anteil an schädlichen Transfettsäuren, Anteil an nützlichen Omega3- Fettsäuren usw.)


    Eine Schlüsselrolle zur Regulierung des Körpergewichtes kommt eher dem Glukagon zu. Der Insulin- Antagonist verhindert nachhaltig die Speicherung von Depotfett und katalysiert gleichzeitig dessen energetische Verwertung. Ein Überangebot von Kohlenhydraten (besonders in Form von Disacchariden) lässt auf Grund metabolischer Kausalwirkungen Glukagon nicht "zum Zuge" kommen. Insulin dominiert, obgleich in seiner Funtionalität sehr eingeschränkt. Dies ist auch ein Grund dafür, dass die Mehrzahl aller Typ-2 - Diabetiker übergewichtig ist. "Ursache" und "Wirkung" schaukeln sich hier gegenseitig hoch.


    Mit freundlichsten Grüßen

    Noch ein Fall

    Hallo Terraner,


    meiner Freundin hat auch vor über einem Jahr das


    Rauchen aufgehört und nimmt seitdem stetig zu.


    (bis jetzt sind es 13 kg).


    Was du über den Verzögerungseffekt geschrieben hast, ist sehr pausibel - aber was kann man


    dagegen tun??


    Es kann doch nicht sein, dass man unendlich zunimmt bis sich das alles wieder einspielt!


    Meine Freundin ist sehr verzweifelt und ich möchte Ihr helfen.


    Was das Essen bei Ihr betrifft - sie ist sehr


    gesund und treibt bis zu 5 x in der Woche Sport.


    An dem kann es bei ihr nicht liegen.


    Bitte um Antwort


    Angelika

    Meine eigene Erfahrung ist

    Meine eigene Erfahrung ist die, daß man soviel essen kann wie man will, vorausgesetzt man hält sich an folgende grobe Orientierung.


    - Sämtliche Drogen meiden, dazu gehört Kaffee, schwarzer Tee, Nikotin und Alkohol.


    - Zucker, Auszugsmehle, tierisches Eiweiß in jeglicher Form meiden.


    - Viel Gemüse und Obst essen (mind. 30-50% Anteil) und das mind. 3 mal am Tag


    - Viel Bewegung in frischer Luft (täglich 1-3 Stunden).


    Ansonsten hat Terraner recht.


    Grüsse

    Re: Meine eigene Erfahrung ist...

    Hallo Termi,


    Deine Erfahrung mag ja für dich richtig sein, aber wieso Kaffee, schwarzer Tee zu den Drogen gehören soll, kannst du mir vielleicht mal erklären. Kaffee in Maßen schadet nie, wichtig ist, daß man halt auch genügend Wasser trinkt.


    - Tierische Eiweiße ganz weglassen.


    Wo hast denn du diese Weisheiten her? Eiweiße, und die sind nun mal hauptsächlich in tierischen Produkten enthalten, sind lebenswichtig für den menschlichen Organismus, denn Eiweiß ist der wichtigste Grundbaustein des Körpers. Ohne Eiweiß könnten wir nicht überleben. Sicher ist auch in Hülsenfrüchten und Getreideprodukten Eiweiß enthalten, aber nicht in der Konzentration wie in tierischen Produkten. Neganer, die ja ganz auf tierische Produkte verzichten, haben oft große Mangelerscheinungen zu beklagen. Die Ernährungsmedizin propagiert, daß auf keinen Fall auf tierisches Eiweiß verzichtet werden soll.


    Von allem etwas, von Obst und Gemüse mehr, das ist die richtige Formel einer gesunden und nicht dickmachenden Ernährung.

    Liebe Elly,

    die Menschen, die auf tierische Produkte verzichten, heißen Veganer.


    Über Mangelerscheinungen wegen fehlendem tierischen Eiweiß klagen sie in der Regel nicht, da tierisches Eiweiß nicht unbedingt notwendig ist. Man kann seinen Bedarf an essentiellen Aminosäuren auch fleischlos decken (Nüsse, Getreide).


    Das Haupt-Problem, das Veganer haben, ist die Versorgung mit Cobalamin (B12).


    Gruß,

    RE: Das wichtigste ist Sport

    Der Schlüssel zum Abnehmen ist immer noch Sport.


    Z.b. würde schon 2-3 mal die Woche Schwimmen reichen um relativ schnell Erfolge zu sehen.


    Wenn man einigermaßen auf die Ernährung achtet und von Süßigkeiten, Chips etd. Abstand hält und dabei noch Sport treibt geht alles ganz von alleine.

    Terraner hat Recht.


    Ich empfehle das Buch "die Montignac-Methode" gibt es auch speziell für Frauen.


    Ich halte mich zwar nicht sklavisch dran, lebe aber einigermassen danach. Resultat: 33 kg in 6 Monaten. Und es geht immer noch abwärts, wenn auch nicht so schnell. Aber das ist ja sowieso ungesund.


    mfg

    Jojoeffekt vermeiden!

    Übergewicht haben meistens Menschen, die ständig Heißhunger haben. Und zwar nicht ohne Grund!


    Der Körper meldet Bedarf an wichtigen Mineralien - und die braucht er.


    Schokolade und CO. sind´aber leere Kalorienträger und somit eine echte Mogelpackung!


    Der Körper braucht Mineralstoffe, die Richtigen. Unbedingt auf Bioverfügbarkeit achten!


    Gebe Dir gerne noch ein paar Tipps!


    viele Grüße

    Ich kann ononi nur zustimmen. Das Wichtigste neben fettarmer Kost ist der größtmögliche Verzicht auf Kohlenhydrate. Andere Methode: Sport treiben. Verhindert die Umwandlung von Kohlenhydraten in Fett. Angeblich sollen Pflaumen dies auch bewirken. Ob da was dran ist???

    @ononi

    Fettreich bedeutet auch Kalorienreich.


    Und wenn man mehr Kalorien einnimmt als verbraucht wird man fett, egal ob die Kalorien aus Gemüse, fettigem Fleisch oder Joghurt kommen.


    Fett macht nicht fett, das stimmt aber es sind mehr Kalorien drin und bei einer Diät sollte man darauf verzichten.


    Um wirklich abzunehmen ist ein Termin beim Spezialisten der beste Anfang. Ein Arzt für gesunde Ernährung zB. kann gut einschätzen wie viele Kalorien am Tag man braucht um das momentane Gewicht zu halten, hält man sich unter dieser Grenze nimmt man zwangsläufig ab. Auch ohne Sport und ganz egal was man isst, bleibt man unter dieser Grenze... geht es abwärts. Hat men dann sein Wunschgewicht, wieder erkundigen wie viele Kalorien man braucht und gucken das man immer ungefähr in diesem Bereich bleibt. Man muss nicht seib Leben lang zählen, wenn man einmal so eine Diät gemacht hat hat man die Kalorienzahl der meisten Produkte im Kopf. Und man kann auch ruhig mal mehr oder weniger essenohne das es Auswirkungen hat.


    Mit dem Sport ist das ganze zu beschleunigen und vor allem läuft man nicht Gefahr Muskeln anstatt Fettpolster abzubauen, das tut der Körper nämlich wenn man beim Abnehmen keinen Sport treibt. Für den Körper haben die Fettpolster die höchste Priorität, bei einer Diät, das sollte man immer im Kopf haben ! Also auch hier wieder einen Spezialisten im Bereich Sport zu Rate ziehen und ihn fragen wie viel Sport richtig ist, denn zu viel ist genauso falsch wie zu wenig.