• Vegane Ernährung bei Kleinkindern/ Kindern

    Hallo ihr lieben! Wie ihr gelesen habt geht es um vegane ernährung bei kindern. Nun mein "problem": Eine freundin von mir ernährt sich und ihre kinder vegan, wäre für mich kein problem, allerding muss ich nun seit den letzten 2 jahren beobachten das die kinder extrem krank aussehen und auch den eindruckt machen. Für mich zumindest, vielleicht sehe…
  • 62 Antworten
    Zitat

    Ich lebe selbst fast vegan und halte es auch für möglich Kinder mit dem nötigen Wissen ohne Mangel vegan zu ernähren.

    In den ersten zwei Lebensjahren ist das nahezu ausgeschlossen, da der Eiweißbedarf bei Kleinkindern zu hoch ist.

    ich finde das entscheidende ist nicht, dass die kinder vegan ernährt werden, sondern dass sie mangelernährt werden. ich kann mir sogar vorstellen, dass das unterm schnitt in nicht-vegetarier/veganer-haushalten öfter vorkommt, da eine besondere ernährungsweise meistens einen sehr bewußten umgang mit der nahrung voraus setzt, was eigentlich dazu führt, dass sich beser ernährt wird. ich halte also die generelle verteufelung besonderer ernährungsformen für falsch und die argumente leuchten mir da nicht sonderlich ein.


    fakt ist aber, dass im vorliegenden fall die kinder höchstwarscheinlich fehlernährt werden und da halte ich es auch durchaus für angemessen, in irgend einer form nachzuhaken. ich weiß alerdings auch nichr wirklich, wie. kann man da nicht mal anonym beim jugendamt nachfragen, was die empfehlen, wie man in einem solchen fall handeln sollte?

    Zitat

    In den ersten zwei Lebensjahren ist das nahezu ausgeschlossen, da der Eiweißbedarf bei Kleinkindern zu hoch ist.

    Vegane Mütter können Babys und Kleinkinder doch stillen, wo ist das Problem?

    @ DoRo27

    Vegane Ernährung von Kindern wird häufig (z.B. von der DGE) sehr kritisch betrachtet, ich persönlich gehe davon aus, dass dies zwar ohne negative gesundheitliche Folgen möglich ist, jedoch eine große Sachkenntnis und auch Verantwortung voraussetzt.


    Nach den Informationen die man deinen Postings entnehmen kann, ist sowohl die Sachkenntnis als auch die nötige Verantwortung bei der erwähnten Mutter nicht erkennbar. Durch die ungenaue Kenntnis des gesamten Sachverhalts wäre eine Empfehlung das Jugendamt einzuschalten sicher überzogen, doch ignorieren solltest du die Situation auf gar keinen Fall.


    Sprich dich unbedingt mit fachkundigen Personen (z.B. einem Kinderarzt) und mit Menschen aus eurem gemeinsamen Umfeld über deine Befürchtungen aus, denn wenn sie sich bewahrheiten, wäre das Ignorieren der Anzeichen unverantwortlich.

    Zitat

    muttermilch ist doch nicht vegan :-o

    Kann man so sehen, aber für die meisten Veganer ist die Milch von der Mutter des Kindes wohl kaum ein ethisches Problem und vereinbar mit ihrer Lebensweise.

    Zitat

    Vegane Mütter können Babys und Kleinkinder doch stillen, wo ist das Problem?

    Aber sie werden sie kaum zwei Jahre lang voll stillen.

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    Nein? ]:D

    Nicht das wir uns falsch verstehen-zwei Jahre stillen ist kein Problem ;-) Aber nur die wenigsten Kinder werden sich zwei Jahre vollstillen lassen-die wollen irgendwann essen. Und wenn dann die einzige eiweißreiche Nahrung die "Einschlafbrust" ist, dann reicht es eben nicht.

    ich sehe es so wie Marika Stern – Stichwort Fehlernährung...


    vor Kurzem gab es etwas ähnliches im Bekanntenkreis. Das Kind, 18 Monate alt, sah schlecht aus, hatte wenig Energie, zeigte körperliche Entwicklungsrückstände und so etwas wie geistige Stumpfheit – teilnahmslos, öfter wie apathisch.


    Die Mutter ging schußendlich zum Arzt – wo das Kind ein Jahr lang nicht gewesen war.


    Es stellte sich heraus, daß das Kind massive Mangelerscheinungen hatte an allen B- Vitaminen.


    Die Versorgung damit hatte bei der veganen Ernährung in dieser Familie nicht hin und nicht her gereicht. Das heißt jetzt nicht, daß das immer so ist – aber man sollte das schon in Betracht ziehen.


    Das Kind gehört dringend genau untersucht!!!

    Da muss ich dir recht geben. War auch mehr provozierend gemeint, das muss ich zugeben. ;-)


    Zur Ausgangsproblematik wurde ja schon so ziemlich alles gesagt. Ich denke, dass es durchaus möglich ist, ein Kind vegan zu ernähren – das erfordert jedoch eine enorme Sachkenntnis und auch den Willen, das Kind regelmäßig auf Mangelerscheinungen unterschuchen zu lassen. Da weder das eine noch das andere bei der betreffenden Mutter der Fall zu sein scheint, würde ich auch (so blöd es klingt) dem Jugendamt eventuell einen anonymen Hinweis auf die fehlenden U-Untersuchungen geben.


    Mein Sohn (1 Jahr alt) lebt bislang übrigens vegetarisch, allerdings ist das einzige Milchprodukt, was er bekommt, etwas Butter.

    Zitat

    Mein Sohn (1 Jahr alt) lebt bislang übrigens vegetarisch, allerdings ist das einzige Milchprodukt, was er bekommt, etwas Butter. [Ganz abgesehen davon stillt er ohnehin noch nahezu voll, insofern stellt sich die Frage nach Fleisch ja oder nein gar nicht] Ganz

    Bei ausgewogener, vegetarischer Ernährung sehe ich auch keinerlei Probleme (meine Tochter hat selbst mit über 12 Monaten erst Fleisch bekommen, obwohl wir "Karnivoren" sind ;-)).

    Zitat

    Aber sie werden sie kaum zwei Jahre lang voll stillen.

    Warum sollten sie? Dem Kind zusätzlich anderes zu füttern ändert doch nichts daran, dass die ausreichende Eiweißversorgung von Kleinkindern durch das Stillen gesichert werden kann. Ich kenne übrigens eine carnivore Familie, deren Tochter im Alter von 4 Jahren zusätzlich zu den normalen Mahlzeiten noch gerne und regelmäßig gestillt hat.

    Die ausreichende Versorgung kann aber nur durch mehrmaliges Stillen gesichert werden-und das kommt in den allermeisten Fällen eben nicht vor. Dein Beispiel ist zwar sehr schön, aber doch eher die Ausnahme.