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    Es gibt reichlich Gesellschaften die sich bis auf kleine Mengen von Eiern seit Jahrtausenden vegan ernähren

    Unsinn. Es gibt keine Gesellschaft, deren Ernährungsgewohnheiten "seit Jahrtausenden" bekannt sind.

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    Große Teile der indischen Brahmanen-Kaste ernähren sich beispielsweise schon sehr lange vegetarisch.

    Vegetarisch ja, vegan nein.

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    Es gibt reichlich Gesellschaften die sich bis auf kleine Mengen von Eiern seit Jahrtausenden vegan ernähren

    Ja, die "kleinen" Mengen Eier machen eben den Unterschied.

    Zitat

    Wieso müssen in einem Thread über vegane Ernährung, wo die TE nach Tipps für ihre eigene Ernährung fragt eigentlich immer Leute aufschlagen, die sagen: "ich ess Fleisch und das ist auch gut so"? In einem Thread wo jemand nach abnehmtipps fragt kommt doch auch keiner und sagt "also ich ess jeden Tag 2 kg Chips und das ist auch gut so".

    Wenn in einem Thread in dem jemand nach Abnehmtipps fragt, proana auftauchen würde würde ich aber auch was sagen

    Namja

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    Ein Kalb ist deutlich intelligenter als eine Ameise. Und wenn Intelligenz nicht das Thema ist, dann könnten wir auch Menschen essen.

    Ameisen funktionieren in extrem komplexen Strukturen und sind sogar in der Lage, Brücken über Wasserläufe zu bilden. Ein Kalb steht auf der Wiese und kaut. Bist du sicher, dass es intelligenter ist? ;-D


    Dass die Intelligenz nicht das Unterscheidungskriterium sein kann, hast du ja selbst gemerkt (obwohl ich mir vorstellen kann, dass in einer faschistischen Dystopie mit einhergehender Hungersnot bestimmt nochmal jemand auf die Idee käme, "unwertes Leben" zu essen).


    Worauf ich aber hinauswollte: viele verlagern die Argumentation auf die logische Schiene. Das ist in meinen Augen Quatsch, und das wollte ich mit meinem Vergleich klarmachen. Man kann nicht logisch argumentieren, dass man verteilt auf die eigene Lebensspanne 10 Rinder und 50 Hühnchen schont, aber dann im Wald joggen geht und in einer Stunde 100 Tiere plattmacht, nur weil es im Wald so schön ist und auf dem Asphalt langweilig.


    Man sollte es gar nicht begründen. Weder warum man Fleisch isst, noch warum man keins ist. Es ist eine Entscheidung, die man individuell trifft. Eine moralische Allgemeininstanz lässt sich daraus nicht herausarbeiten, das geht immer nach hinten los.

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    Man sollte es gar nicht begründen. Weder warum man Fleisch isst, noch warum man keins ist. Es ist eine Entscheidung, die man individuell trifft. Eine moralische Allgemeininstanz lässt sich daraus nicht herausarbeiten, das geht immer nach hinten los.

    Das bietet uns eine großartige Möglichkeit die ganze Debatte die sich sowieso nur im Kreis dreht zu beenden.

    Ich verstehe nur nicht wieso Omnis in einen vegane Ernährung Thread kommen um dann zu erzählen wie moralisch unzureichend doch vegane Ernährung wäre. Sinn? Und dann danach ankommen die Diskussion wäre doch sinnlos. Wer hat denn damit angefangen?

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    Obwohl mir die Tiere ebenfalls leid tun, auch wie sie gequält werden, nur damit homo sapiens genug zu fressen hat. Ich hatte auch schonmal mit dem Gedanken gespielt, aber letztendlich wird das Ernähren dann hochkompliziert und es fehlem einen dann doch noch Nährstoffe, die wichtig sind.

    "Die Tiere tun mir leid, ich könnte was dagegen tun, aber letztendlich bin ich zu faul". Wie armselig

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    Genau DArüber habe ich auch schon nachgedacht, dass mir nicht vielleicht auch die Kartoffeln beim Essen leid tun sollten, oder das Gras, über das ich drüberlatsche. Tut das dem Gras weh? Oder wenn es gemäht wird. ":/


    Es gibt irgendwie keine Grenze. Man wird es wohl nie schaffen, die Dinge bzw. Lebewesen komplett unverletzt zu lassen. :-(

    Egal was du nimmst, bitte nimm weniger. Das ist ja nicht auszuhalten, was für einen Schwachsinn du von dir gibst. Haben Pflanzen ein Nervensystem? Nein, also wie sollen sie bitte Schmerzen empfinden? Das sind alles mal wieder nur feige Ausreden von Omis. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und versucht sein Verhalten zu rechtfertigen, egal wie unlogisch seine Erklärungsversuche sind...

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    Nicht nur Pflanzen. Mit jedem dritten Schritt durch Fauna und Straße zertritt man Spinnen, Ameisen, Käfer und sonstiges Kleingetier. Massentötung, nur weil wir unbedingt von A nach B wollen. Ließe sich vermeiden, wenn wir uns sichere Wege über die Natur bauten


    Moralisch fragwürdig fände ich jetzt die Argumentation, dass das Leben eines Kalbs mehr wert ist, nur weil es hübscher aussieht als ein Insekt. Oder dass Insekten eh so zahlreich sind, dass es auf ein paar nicht ankommt. Oder dass unser Fußweg viel wichtiger sei als unsere Ernährung.

    Es geht darum, so wenig Leid wie möglich zu verursachen. Dass man das Leid nicht komplett auf 0 fahren kann, ist klar. Aber durch Ernährungsumstellung kann man sein bestes geben. Nur sind dazu die meisten zu faul.

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    Nein aber ich finde wir müssten da ansetzen. Die Leute die kein Fleisch mehr kaufen haben keinen Einfluss auf die Fleischindustrie. Wenn aber mehr Nachfrage nach Fleisch von Weideschweinen da wäre würde sich vielleicht schrittweise was ändern. Und was gibt es schöneres als Schweinen auf der Wiese zuzusehen. Meiner Meinung nach ist es für das Tierwohl viel sinnvoller gezielt solches Fleisch zu kaufen als aus Protest gar kein Fleisch mehr zu kaufen.

    Oh mann... Veganer haben keinen Einfluss auf die Fleischindustrie? Schonmal was von Angebot und Nachfrage gehört? Wenn 50% der Leute Veganer wären, wäre 50% weniger Bedarf da und es würden 50% weniger Tiere gequält. So einfach ist das. Veganer und Vegetarier haben einen RIESEIGEN Einfluss!

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    Und was für Fleisch kaufst du? Isst du im Restaurant Fleisch? Wenn du tatsächlich nur Tiere aus extensiver Weidehaltung isst, würde es mich doch sehr interessieren wo du das Fleisch herbekommst.

    Würde mich auch brennend interessieren

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    Das bietet uns eine großartige Möglichkeit die ganze Debatte die sich sowieso nur im Kreis dreht zu beenden.

    Dann kannst Du uns ja jetzt mit deiner "Argumentation" verschonen.

    Es ist doch so: Selbst wenn Pflanzen tatsächlich Schmerzen und Leid empfinden könn(t)en ist eine vegane Ernährung besser, weil dafür auch deutlich weniger Pflanzen leiden/sterben als für eine omnivore oder vegetarische Ernährung.


    Die Nährstoffe sind, außer ganz zu Anfang, eigentlich auch nicht so kompliziert und daher eine schlechte Ausrede. Und wie schon gesagt, der einzige Nährstoff der bei Veganern tatsächlich mit normaler Ernährung nicht abdeckbar ist, wird den Tieren die der typische Omni isst auch künstlich zugeführt - abgesehen davon dass es auch reichlich Omnis mit B12 Mangel gibt, da wird das nur üblicherweise nicht diagnostiziert.

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    Wieso müssen in einem Thread über vegane Ernährung, wo die TE nach Tipps für ihre eigene Ernährung fragt eigentlich immer Leute aufschlagen, die sagen: "ich ess Fleisch und das ist auch gut so"? In einem Thread wo jemand nach abnehmtipps fragt kommt doch auch keiner und sagt "also ich ess jeden Tag 2 kg Chips und das ist auch gut so".

    Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, aus dem in einem Thread über Fragen zur Tierhaltung meistens innerhalb der ersten paar Posts Leute eine Grundsatzdiskussion zum Thema Haustiere anzetteln ... oder in einem Ernährungsthread von "Omnis" ( %-| ) ihrerseits die militanten Veganer und Vegetarier aus allen Ritzen kommen und die pösen, pösen Fleischkonsumenten abstrafen.

    Ehrlich gesagt seh ich das selten, mit den militanten Veganern. Es gibt hier im Forum unendlich viele Threads in denen es unter anderem um Fleisch geht. Für jeden in dem militante Veganer zu finden sind, kann ich dir 10 zeigen in denen in Ruhe diskutiert wird.


    Außerdem hätten die Veganer sogar noch eher einen Grund. Aus ihrer Sicht tun Omnis etwas moralisch falsches. Aus Sicht der Omnis wird eine vegane Ernährung wohl kaum verwerflich sein. Höchstens unbequem.

    Ich finde eine vegane Lebensweise an sich gut. Aber erachte den Aufwand zu hoch, weswegen ich nicht vegan lebe, aber einige Dinge beachte. So ersetze ich z.B. Milch. Ich esse wild (bis zum Tod natürlich gelebt, wobei die Frage natürlich=glücklich?) und auch Eier.


    Ich stecke meine Energie in andere Projekte. Wäre das auch was für dich? Du hättest weniger Aufwand bezüglich Ernährung und dadurch weniger (potentielle) Konflikte mit deinen Eltern; du würdest dennoch etwas "gutes" für die Tiere tun, denn nicht nur Verzicht hilft, sondern auch Reduzierung und bewusste Kaufentscheidung (in diesem Zusammenhang stellt sich auch die Frage, ob es nicht klug wäre die Nachfrage auf diese Weise zu erhöhen, anstatt zu verzichten. Wobei man ja auch durch das Kaufen von veganen Kram Nachfrage schaffen würde. Da stellt sich nur die Frage, ob es auch massentauglich ist); und du würdest etwas gutes tun: in den anderen Projekten.

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    Ich würde vegane Ernährung höchstens für Erwachsene empfehlen.

    Weil?

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    Ehrlich gesagt seh ich das selten, mit den militanten Veganern.

    Ich auch. Ich erlebe viel öfter, wie man als Veganer komisch von der Seite angemacht wird, wie abartig man doch ist. Und wie extrem ungesund man sich ernährt. Ich erlebe es sehr oft, dass man mich zum Fleischkonsum bewegen will. Ich habe noch nie versucht, jemandem den Fleischkonsum zu verbieten. Ich informiere die Leute nur über das, was sie da essen und rege zum selber nachdenken an. Die wenigsten interessiert das

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    Außerdem hätten die Veganer sogar noch eher einen Grund. Aus ihrer Sicht tun Omnis etwas moralisch falsches. Aus Sicht der Omnis wird eine vegane Ernährung wohl kaum verwerflich sein. Höchstens unbequem.

    Vollste Zustimmung! Das ist genau das, was ich den Leuten immer klar machen will. Dann heißt es immer "Du hältst dich wohl für den besseren Menschen". Tja, in diesen Aspekt sind Veganer wohl tatsächlich die besseren Menschen. Sie haben Respekt vor dem Leben


    Live and let live!

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    Ehrlich gesagt seh ich das selten, mit den militanten Veganern. Es gibt hier im Forum unendlich viele Threads in denen es unter anderem um Fleisch geht. Für jeden in dem militante Veganer zu finden sind, kann ich dir 10 zeigen in denen in Ruhe diskutiert wird.

    Nehme ich anders war - ich muss allerdings dazusagen, dass sich meine Erfahrungen auf dem Gebiet weniger auf Erlebnisse hier im Forum stützen, als eher auf Erfahrungen, die ich im "echten" Leben gemacht habe. Letzten Endes beruhen wohl sowohl deine als auch meine Meinung dazu auf selektiver bzw individueller Wahrnehmung und was nun tatsächlich wahr ist, wird sich nicht so ohne weiteres feststellen lassen.


    Aber generell lässt sich wohl festhalten, dass solche Fäden - egal um was es nun geht, sei es Ernährung, Tierhaltung, Beziehungen, Erkrankungen oder Politik - in erster Linie wohl die Aufmerksamkeit von Leuten auf sich ziehen, die sich vom Thema in irgendeiner Form, und sei sie noch so nichtig, berührt sehen. So natürlich auch Leute mit extremen Ansichten zu dem Thema. Wie erwähnt, finde ich nicht weiter überraschend, damit ist zu rechnen.

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    Außerdem hätten die Veganer sogar noch eher einen Grund. Aus ihrer Sicht tun Omnis etwas moralisch falsches. Aus Sicht der Omnis wird eine vegane Ernährung wohl kaum verwerflich sein. Höchstens unbequem.

    Und das gibt ihnen inwiefern das fragwürdige Recht, "Omnis" zu kritisieren ? Weil sie dem persönlichen Moralempfinden der Veganer nach etwas falsches tun ? Ich halte es in der Frage, welche Ernährungsweise die bessere ist wie mit allen anderen Glaubensfragen - sachlich diskutieren ist okay und erwünscht, aber das missionieren ist bitteschön zu unterlassen.

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    Und das gibt ihnen inwiefern das fragwürdige Recht, "Omnis" zu kritisieren ? Weil sie dem persönlichen Moralempfinden der Veganer nach etwas falsches tun ?

    Wenn du siehst, wie jemanden einen Hund schlägt, was machst du? Wegsehen und nichts tun? Dem Hund helfen?


    Warum solltest du dann also die Omnis nicht kritisieren, wo sie doch offensichtlich für die Qualen von Millionen von Tieren verantwortlich sind?

    Du musst das so sehen. Es gibt Dinge die du scheiße und inakzeptabel findest, die aber trotzdem erlaubt sind. Vielleicht sein Kind zusammenzubrüllen.


    Bist du der Meinung, das Recht zu haben, jemanden der das tut zu kritisieren? Oder ist das seine Sache?

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    Ich auch. Ich erlebe viel öfter, wie man als Veganer komisch von der Seite angemacht wird, wie abartig man doch ist. Und wie extrem ungesund man sich ernährt. Ich erlebe es sehr oft, dass man mich zum Fleischkonsum bewegen will. Ich habe noch nie versucht, jemandem den Fleischkonsum zu verbieten. Ich informiere die Leute nur über das, was sie da essen und rege zum selber nachdenken an. Die wenigsten interessiert das

    Und ich glaube, dass den meisten Leuten - zumindest denen, die ein gewisses Mindestmaß an Verstand besitzen (okay, inwiefern das wiederrum gegeben ist, darüber lässt sich streiten, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein ;-) ) - durchaus klar ist, wo das herkommt, was sie da auf dem Teller liegen haben und unter welchen Bedingungen das teilweise produziert wird. Und ja, das kann man schlecht finden und persönlich nicht unterstützen wollen - ich als "Omni" halte zB auch wenig von Käfig- und Massenhaltung und kaufe auch dementsprechend ein - aber man muss halt auch akzeptieren, dass es Leute gibt, denen das eventuell gepflegt am Allerwertesten vorbeigeht.


    Ich könnte an der Stelle auch darauf hinweisen, dass die meisten Veganer und Vegetarierer, die ich kenne, weltfremde Städter sind, die ein Huhn oder ein Schwein noch nie aus nächster Nähe gesehen haben und auch glauben, dass es tatsächlich lila Kühe gibt und dabei vollkommen verkennen, dass es eben durchaus auch anders produziertes Fleisch gibt als das, dass man in der Peta-Propaganda sieht.


    Hat aber wenig Sinn - wie schon in meinem letzten Post geschrieben: Selektive Wahrnehmung.

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    Vollste Zustimmung! Das ist genau das, was ich den Leuten immer klar machen will. Dann heißt es immer "Du hältst dich wohl für den besseren Menschen". Tja, in diesen Aspekt sind Veganer wohl tatsächlich die besseren Menschen. Sie haben Respekt vor dem Leben

    In dem Fall dann wohl nur kein Respekt vor der Lebensführung anderer Menschen, was ?

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    Live and let live!

    Jau, toller Grundsatz - wenn man ihn nur selbst beherzigen würde. Aber sorry, wer andere Leute per se direkt mal als schlechte Menschen abtut, macht das mMn nicht.

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    Wenn du siehst, wie jemanden einen Hund schlägt, was machst du? Wegsehen und nichts tun? Dem Hund helfen?


    Warum solltest du dann also die Omnis nicht kritisieren, wo sie doch offensichtlich für die Qualen von Millionen von Tieren verantwortlich sind?

    Schlechter Vergleich. Bei dem Hunde-Schläger handelt es sich um eine konkrete Person, die anscheinend unnötig Gewalt anwendet.


    Bei den Omnis spricht du von einer Gruppe, die für die "Qualen von Millionen von Tieren verantwortlich" seien.


    1) gibt es nicht die Omnis, nämlich genauso wenig wie die Veganer


    2) muss ein konkreter Omni nicht Fleisch aus Massentierhaltung zu sich nehmen. Es gibt auch welche die wirklich selten Fleisch essen und dann z.B. Wild, das im Idealfall kaum gelitten hat, da Schuß und tot.