Vegane Ernährung Probleme?

    Hallo zusammen,


    ich überlege seit längerem auf die Vegane Ernährung umzusteigen, da mir die Tiere sehr leid tun. Unsere konsumorientierte Gesellschaft hat komplett den Faden verloren und das möchte ich nicht mehr unterstürzen.

    Was hätte ich für Probleme wenn ich von heute auf morgen keine tierischen Produkte essen würde(Gesundheitlich).

    Bin für alles offen :-)

  • 155 Antworten

    Der Mensch ist aber evolutions-technisch an Fleisch gewöhnt. Ist es nur der breit diskutierter Vitamin B12 oder auch was anders.

    Mich würde mal die Meinung eines Veganers mit 5-10 Jahren veganer Ernährung interessieren :O

    Von heute auf morgen hätest du wohl erstmal keine Probleme, soweit deine Blutwerte ok sind. Es ist wichtig ausreichend eisenhaltige Produkte zu dir zu nehmen und Vitamin B12 wirst du auf Dauer supplementieren müssen (entweder über Tabletten oder vegane Produkte denen B12 zugesetzt ist). Auch mit Vitamin D könnte es zu Problemen kommen (muss es aber nicht).

    Zitat

    Der Mensch ist aber evolutions-technisch an Fleisch gewöhnt.

    Blödsinn. Menschen brauchen kein Fleisch. Die Nährstoffe kann man locker auch woanders herbekommen.

    Zitat

    Ist es nur der breit diskutierter Vitamin B12 oder auch was anders.

    Nur B12. Alles andere gibt es auch in pflanzlichen Produkten. Man muss aber wie gesagt sehr ausgewogen essen.


    Verstehe ich das richtig und du bist nichtmal Vegetarier? Dann wirst du es vermutlich nicht schaffen, von heute auf morgen gar keine tierischen Produkte mehr zu essen. Vielleicht versuchst du erstmal, auf Fleisch und Fisch zu verzichten und dann nach und nach auch auf andere tierische Produkte zu verzichten? Z. B. Kuhmilch durch Pflanzenmilch ersetzen etc.

    Eule2 schrieb:

    Blödsinn. Menschen brauchen kein Fleisch.

    Warum hat der Mensch dann damit angefangen? ]:D

    Zur Sache: Vegetarisch/Vegan sollte nicht mit Rohkost verwechselt werden. Es kann vieles gekocht, gebraten und gebacken werden.

    Ich würde auch für einen sanften Übergang sprechen und nicht gleich auf Butter, Käse und Eier verzichten.

    *:)

    Die Nährstoffe in der Veganen Ernährung sind schon vorhanden, keine Frage. Aber die Frage ist: wie viel muss man davon essen, um genau so viel an Nährstoffen zu bekommen wie z.B aus 100gr Fleisch. Und ich denke genau da liegen die meisten Probleme. Alle reden wie einfach es ist auf Fleisch zu verzichten und man sollte sich doch ausgewogen ernähren.

    Der Ansatz mit der Ersatzprodukten - da gebe ich dir Recht. Die meisten Produkte, wo drauf steht - Als Veganer musst du das Essen #Soja sind von der Selben Industrie hergestellt - weil nach wie vor Konsumgesellschaft ob Vegan oder nicht.

    Ich finde Vegetarisch ist überhaupt keine Option. Das ist wie: "ich möchte auf Zucker verzichten, esse aber ab und an einen Kuchen - ist ja aber alles halb so schlimm". Ich kenne so viele "vegetarier", die essen kein Fleisch und sagen wie schlimm es den Tieren doch geht und dass die Tiere ihnen leid tun - laufen aber anschließend in den Discounter und holen sich Eier fürn Euro + Milch für 70 Cent.

    petrphai22 schrieb:

    Ich finde Vegetarisch ist überhaupt keine Option. Das ist wie: "ich möchte auf Zucker verzichten, esse aber ab und an einen Kuchen - ist ja aber alles halb so schlimm". Ich kenne so viele "vegetarier", die essen kein Fleisch und sagen wie schlimm es den Tieren doch geht und dass die Tiere ihnen leid tun - laufen aber anschließend in den Discounter und holen sich Eier fürn Euro + Milch für 70 Cent.

    Die Frage ist ja, ob du vegane Ernährung so von jetzt auf gleich durchhältst - und du kannst ja auch Milch und Eier beim Bauern kaufen, wenn es dir darum geht.":/

    petrphai22 schrieb:

    Ich finde Vegetarisch ist überhaupt keine Option. Das ist wie: "ich möchte auf Zucker verzichten, esse aber ab und an einen Kuchen - ist ja aber alles halb so schlimm"

    Ich verstehe nicht, warum es immer auf "entweder / oder" hinauslaufen muss. Es wäre doch schon einmal ein guter Anfang, wenn man zuerst die Mengenverhältnisse ändert. Aber wahrscheinlich ist das so, wenn man das als ethische Entscheidung betrachtet, ähnlich, wie wenn man auf Alkohol oder Tabak verzichten will.

    Ich glaube z.B., wenn alle zu den "alten" Ernährungsregeln zurückkehren würden (1x die Woche Fleisch), dann hätten wir die ganze Tierwohl-Problematik überhaupt nicht. Eine Freundin, die die Möglichkeit dazu hat, hält sich Hühner, Enten und Schafe. Sie isst - übers Jahr! - nur das Fleisch, was sie selbst erzeugt und gibt sogar noch etwas ab.

    *:)

    Ich finde, was das Tierwohl angeht, ist Vegetarismus tatsächlich nicht so hilfreich, wie viele denken. Aber ein Anfang ist es auf jeden Fall, und wie schon vorgeschlagen wurde kann man ja z. B. zusätzlich noch darauf achten, Milch und Eier aus verantwortungsvollen Quellen zu bekommen. Alles besser als nichts

    Mmmm Milch... Also ein gesunder Menschenverstand muss ja schon sagen, dass Milch alles andere als gesund ist. Kuhmilch (genau so wie die Giraffen- ,Elefanten- ,Hunden- und Muttermilch) sind für kleine Baby'S gedacht, welche innerhalb in kürzester Zeit viel Gewicht zunehmen und "Erwachsener" werden. Was ist also in der Milch drinnen? Richtig viele Hormone und anderes Zeug(Wachstumshormone/Stresshormone/Eiter, jaja Eiter) was ein Erwachsener Mensch nicht braucht. Das zeigt auch die Anzahl an Menschen welche Laktoseintolerant sind (überwiegend Asiaten und Afrikaner, da dort die Milch nicht verbreitet ist.) Also nächstes mal wenn man zu Milchprodukten greift, mal nachfragen ob der Mensch das wirklich braucht oder ob die Industrie (Mehrere Mrd. Euronen schwer) dir sagt, dass du es konsumieren musst (hallo Marketing)

    Lactoseintoleranz ist schlichtweg Enzymmangel...


    @ Kulturschaffender:

    :)z:)^:)=

    Ich war jahrelang Vegetarierin (über 20 Jahre her, als es noch nicht so "hip" war wie Veganismus jetzt). Auslöser war ein Schlachthofbesuch - und Auslöser für das Ende meines Vegetarierdaseins war mein damaliger Chef (Nebenjob auf Wochenmarkt). Naturland-Ökobauer durch und durch, Haupteinkommen Kartoffeln und Eier und Milch. Aber auch er hat gelegentlich geschlachtet und deutlich gemacht, dass respektvoller Umgang möglich ist. Und dass auch Tiere wichtig sind im Kreislauf.


    Für mich würde Veganismus gar nicht funktionieren, da ich viele Stoffe nicht reinbekommen würde. Ich kann nicht täglich Unmengen ans Hülsenfrüchten verzehren etc. - und meine Gesundheit ist mir einfach wichtig (auch langfristig, Osteoporose und so). Manche Schäden merkt man nicht sofort - aber wenn, dann z.T. halt auch zu spät, weil irreversibel. Und trotz aller bewussten Ernährung, Nahrungsmittelkombination etc.bin ich meinen chronischen Eisenmangel erst mit 2-3x Fleisch pro Woche losgeworden.


    Schauen wir doch mal in 20 Jahren, welche Krankheiten sich dann unter Veganern häufen. Es gibt ja jetzt schon ein neues Zahnphänomen bei Kindern, was man noch gar nicht einordnen kann.

    Ich ernähre mich nicht ausschließlich vegetarisch, aber doch sehr bewusst und konsumiere wenig Fleisch, häufig auch im Wechsel einen Tag vegetarisch, eine Tag bisschen Fleisch.


    In jedem Falle kann ich die Produkte von Like Meat empfehlen - die haben wenig Fett und einen hohen Porteinanteil und schmecken einfach am besten. Ich wollte auch mal Insektenmehl probieren, aber da liegt der Fettanteil bei über 20% ... das wäre für mich keine Alternative zu Fleisch. Eher dann schon Bohnen, Tofu und eben Like Meat, o.ä. - generell wird es aber nicht schaden mögliche Mangelsituationen durch Pillen vorzubeugen. Ich mache das auch so, schon wegen des Sports.

    Klar, das Thema spaltet immer. Der Verdauungstrakt ist auf Mischkost ausgelegt (wie zB auch beim Schwein), aber man kann natürlich auf Fleisch aus ethischen Gründen verzichten. Ich habe meinen Konsum reduziert - aber sowas wirkt sich erst aus, wenn es denn alle machen. Bin auch der Meinung, dass wir nicht diese Mengen an Milchprodukten brauchen - diese endlosen Regale mit Puddings, Cremes, Joghurts, usw. - das ist alles total übertrieben.

    @ Dimple:

    Nennt sich Molar-Inzisivus-Hypomineralisation, kurz MIH: Dabei schädigt ein Mangel an Mineralien die Zähne schon während des Wachstums - und sie bröseln dann nach dem Durchbrechen früher oder später einfach weg.


    Wie gesagt, wissenschaftlich alles noch im Untersuchungsstadium. Aber wenn man überlegt, ab wann bei Kindern die ersten und dann die bleibenden Zähne durchbrechen und dass der Mangel VOR diesem Zeitpunkt erfolgt und dann noch überlegt, seit wann Veganismus etc. im Trend liegt, werde ich erstmal einfach nur hellhörig.

    V.a. Mineralienmangel in unserer westlichen Welt, das ist doch sehr ungewöhnlich. Und es geht NICHT um Bröselzähne wg. Dauernuckeln an Säften und süßen Tees.

    Sunflower_73

    Interessant, war mir nicht bekannt. Ich war bis gerade von den Milchzähnen ausgegangen, sehe aber beim Recherchieren, das es sich um die permanenten Zähne handelt. Wenn man nicht genügend Kalzium zur Verfügung stellt (und ggf. zusätzlich noch mit F substituiert) kann der Zahn sich natürlich nicht entwickeln. Gleiches gilt für die Knochen, die sieht man aber nicht. Man kann sein Kalziumdepot im Knochen bis ca. 25 aufstocken, danach geht es wieder bergab, man kann diesen Verlust nur verlangsamen (z.B. über Ernährung).