Vitamin D bei 30nmol/l bzw. 12ng/ml

    Hallo zusammen :)


    Ich habe einen Vitamin D Test machen lassen und bekam heute das Ergebnis.


    Allerdings unterscheiden sich die Therapieempfehlungen erheblich.


    Empfehlung vom Labor: 1x täglich 5000IE


    Hausarzt: Soll mir Calcivit D besorgen (400IE)


    Apotheker: Eine Woche 3x täglich 4000IE, danach 1x wöchentlich


    ???


    Hat jemand Tipps und Erfahrungen?


    Danke :) Gruß Charly

  • 16 Antworten

    1 und 3 klingen realistisch. Das vom Hausarzt ist eine Mistempfehlung - so wird man keinen Mangel los.


    Ich würde täglich 5000 nehmen solang Winter ist und dann 2 Wochen pausieren und Werte checken. Womöglich machen auch in den Sommermonaten 10 bis 20.000 IE wöchentlich sinn.

    Die Fachgesellschaft "Endocrine Society" empfiehlt zur Behandlung des Mangels sogar eine Tagesdosis von 6000 IE Vitamin D für 8 Wochen. Ich habe das mal in diesem Faden verlinkt.


    Wer einigermaßen schlank ist (normalgewichtig), wird in vielen Fällen aber auch mit ca. der Hälfte einen recht guten Blutwert erreichen können.


    Für ein Calciumpräparat wie z.B. Calcivit D sehe ich bei Dir eher keine Notwendigkeit. Eine gute ausgewogene Ernährung enthält schon recht viel Calcium, bei Vit.-D-Mangel kann aber dessen Aufnahme in den Körper vermindert sein. (Bei Bedarf kann der Organismus zwar Calcium aus den Knochen entnehmen, um den Blutspiegel im notwendigen Bereich zu halten. Wenn diese Maßnahme aber sehr oft erforderlich ist, werden irgendwann die Knochen geschädigt (Osteomalazie, Osteoporose).)

    Danke für eure Tipps :)


    Die Empfehlung fand ich auch ein wenig merkwürdig, deswegen auch meine Nachfrage.


    Ich denke, ich nehme die nächsten Wochen 6000IE täglich, pausiere Anfang März und lasse es dann noch einmal testen.


    Irgendwie so :-D

    Hinweis

    Bei einem nachgewiesenem Vitamin D Mangel sind die Tabletten in der Dosierung einzunehmen wie sie vom Arzt verordnet wurden. Die Weiterbehandlung mit dem Medikament und die weitere Anpassung der Dosis muss ebenfalls von einem Arzt festgelegt werden.


    Wenn man sich gezielt mit einem bestimmten Nährstoff oder Vitaminen ect versorgen möchte, sollte vorher unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden. Der Arzt kann durch eine Untersuchung klären, ob überhaupt ein Mangel vorliegt der behandelt werden muss. Durch weitere ärztliche Kontrollen kann auch angezeigt werden wann eine Behandlung weiter fortgeführt oder auch wieder beendet werden kann.


    Eine Selbstmedikamentation mit Vitaminen und Co ist nicht empfehlenswert. Eine unkontrollierte und nicht ärztlich begleitete Einnahme von Vitamin D kann zu ernsten gesundheitlichen Schäden führen. Ich bitte dieses zu berücksichtigen.

    Hyperion, hast du dazu einen Link? Soweit ich überall gelesen habe, soll die Einnahme von Vitamin D recht unproblematisch ohne NW sein, wenn man sich nicht grad 50.000 IE täglich rein pfeift.


    Also meine Hausärztin verschrieb mir bei einem Wert von 18 ng/ml Dekristol 20.000 IE, die ich in den ersten beiden Wochen 2 mal wöchentlich nehmen sollte und seit dem einmal wöchentlich.


    Besser fühlte ich mich mit 2 mal wöchentlich. (bei einmal wöchentlich hab ich dann ein Totales Hoch 2-3 Tage nach Einnahme, es geht mir super, nur um dann total tief zu fallen und den Rest der Woche total erschöpft zu sein. Trotzdem nehme ich es momentan einmal wöchentlich, eben wegen Empfehlung meines Arztes)


    Allerdings habe ich gelesen, dass der Vitamin D Bedarf auch stark vom Gewicht abhängig ist.

    Xirain


    Ärztezeitung


    Wiki-Klick

    Netdoktor

    Zitat

    Man kann selbst sehr schwer beurteilen, ob der Körper ausreichend mit Vitamin D versorgt ist. Wer unsicher ist und es genau wissen will, kann eine entsprechende Untersuchung durchführen lassen. Auch wenn das Risiko einer Überdosierung mit diesem Vitamin eher gering ist, sollte man erst mit seinem Arzt Rücksprache halten, bevor ein Vitamin-D-Präparat eingenommen wird.

    Die 800 ie sind zur dauerhaften Einnahme wenn man kaum Sonnenbestrahlung erhält. Einen Mangel behebt man nicht.


    Der Arzt hat den Mangel diagnostisch festgestellt aber hat scheinbar keinen Plan von der Behandlung. Und nun? ":/


    Der TE hat mit seinen Blutwerten genug in der Hand um Vit D zuzuführen und will den Wert auch kontrollieren lassen. Die Präparate dazu sind nicht rezeptpflichtig.

    Zitat

    Eine unkontrollierte (...) Einnahme von Vitamin D kann zu ernsten gesundheitlichen Schäden führen.

    Das ist richtig, gilt aber nur für mehr oder weniger exzessive Dosierungen - noch deutlich über jenen, die in diesem Faden genannt wurden.


    Link: Bewertung der "Behörde für Lebensmittelsicherheit"


    Gleichwohl, bzw. nochmals zur Verdeutlichung: Um bei Erwachsenen mit nachgewiesenem Vit.-D-Mangel einen Anstieg des Vitamin-D-Serumspiegels zu erreichen, ist in vielen Fällen eine Tagesdosis von 5000 IE oder mehr nicht erforderlich. Auch mit deutlich geringerer täglicher Dosis (z.B. 1500 bis 2000 IE täglich) steigt oftmals der Serumspiegel - nur halt langsamer; und der Bereich, in dem sich der Spiegel nach 2 bis 3 Monaten einpendelt (d.h. nicht mehr weiter steigt), wird in der Regel tiefer liegen, also z.B. 20 bis 30 ng/ml statt 40 bis 60.


    Relativ hohe Dosen sind vor allem bei sehr schweren (fettleibigen) Personen nötig, oder wenn die Resorption gestört ist.

    Schätzwerte für eine angemessene Vitamin-D-Zufuhr bei fehlender endogener Synthese


    Säuglinge (0 bis unter 12 Monate) 10µg =400 I.E.


    Kinder (1 bis unter 15 Jahre) 20µg =800 I.E.


    Jugendliche und Erwachsene


    (15 bis unter 65 Jahre) 20µg =800 I.E.


    Erwachsene (ab 65 Jahre) 20µg =800 I.E.


    Schwangere 20µg =800 I.E


    Stillende 20µg =800 I.E.


    1 µg = 40 Internationale Einheiten (IE); 1 IE = 0,025 µg


    Die Vitamin-D-Zufuhr über die Ernährung mit den üblichen Lebensmitteln (1 bis 2 µg pro Tag bei Kindern, 2 bis 4 µg pro Tag bei Jugendlichen und Erwachsenen) reicht nicht aus, um die gewünschte Versorgung (25(OH)D-Serumkonzentration von mindestens 50 nmol/l) bei fehlender endogener Synthese sicherzustellen. Hierfür werden 20 µg=800 I.E. /Tag benötigt. D. h., die Versorgung muss zusätzlich zur Zufuhr über die Ernährung über die endogene Synthese und/oder über die Einnahme eines Vitamin-D-Präparats sichergestellt werden. Bei häufiger Sonnenbestrahlung kann die gewünschte Vitamin-D-Versorgung ohne die Einnahme eines Vitamin-D-Präparats erreicht werden.


    Quelle: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/


    Für frei verkäufliche Nahrungsergänzungsmittel existieren derzeit weder auf nationaler noch auf europäischer Ebene verbindliche Höchstmengen für den Vitamin D-Gehalt. Als Arzneimittel z. B. zur Behandlung von Osteoporose werden Vitamin D-Präparate mit Tagesdosen von über 10 µg (> 400 IE) verwendet. Dabei sind Präparate mit einer Tagesdosis von über 10 bis 25 µg (> 400 bis 1000 IE) apothekenpflichtig und solche mit einer Tagesdosis von über 25 µg (> 1000 IE) verschreibungspflichtig. Quelle: https://www.dge.de/presse/pm/n…renzwerte-fuer-vitamin-d/


    Nebenwirkungen und Nutzen gründlich abwägen


    Daher gilt: Nehmen Sie weder Kalzium noch Vitamin D ohne ärztlichen Rat oder über längere Zeit in großen Mengen ein. Andernfalls besteht die Gefahr von Nebenwirkungen in Form von Hautabschuppungen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Haarausfall, Kopf- und Bauchschmerzen bis hin zu Knochen- und Gelenkschmerzen. Mediziner warnen in diesem Zusammengang ferner vor Nierensteinen und Herzinfarkten, die bei einer zu hohen Einnahmemenge von Vitamin D die Folge sein können.


    Quelle: http://www.t-online.de/ratgebe…oporose-vorzubeugen-.html

    © World Health Organization WHO and Food and Agriculture Organization of the United Nations


    TABLE 3.3 page 53


    Recommended nutrient intakes (RNIs) for vitamin D,


    by group


    Infants and children


    0–6 months 5µg=200 I.E /day


    7–12 months5µg=200 I.E /day


    1–3 years 5µg=200 I.E /day


    4–6 years5µg=200 I.E /day


    7–9 years 5µg=200 I.E /day


    Adolescents


    10–18 years 5µg=200 I.E /day


    Adults


    19–50 years 5µg=200 I.E /day


    51–65 years 10µg=400 I.E. /day


    65+ years 15µg=600 I.E. /day


    Pregnant women 5µg=200 I.E /day


    Lactating women 5µg=200 I.E /day


    Quelle:[[http://apps.who.int/iris/bitstream/10665/42716/1/9241546123.pdf?ua=1


    ]]

    Das sind Empfehlungen zur TÄGLICHEN DAUERHAFTEN Einnahme und nicht um einen Mangel zu beheben.


    Wie oft postet jetzt noch wer genau den selben Absatz ohne auf die Eingangsfrage einzugehen?