• Vitamin D bei 30nmol/l bzw. 12ng/ml

    Hallo zusammen :) Ich habe einen Vitamin D Test machen lassen und bekam heute das Ergebnis. Allerdings unterscheiden sich die Therapieempfehlungen erheblich. Empfehlung vom Labor: 1x täglich 5000IE Hausarzt: Soll mir Calcivit D besorgen (400IE) Apotheker: Eine Woche 3x täglich 4000IE, danach 1x wöchentlich (Versteckter Text) ??? Hat jemand Tipps und…
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    Hallo! Du kannst keinen Mangel ausgleichen oder einen "Speicher" auffüllen! Die geschluckten Vit D Tabs kann der Körper nicht verwerten, sondern lagert sie in den Fettzellen ab. Von dort bedient sich die Leber in winzigen Häppchen von 200 I.E. pro Tag, um dies in bioverwertbares Vit D umzuwandeln. Der Rest zerfällt nach 28 Tagen völlig ungenützt in den Fettzellen und macht nur den Hersteller reich. So steht das auch in den zitierten Fundstellen! Aber NIRGENDS steht etwas von 4-stelligen Vit D Mengen über 1000 I.E., die man einnehmen soll.

    Zitat

    So steht das auch in den zitierten Fundstellen!

    Da haben Sie wohl einiges nicht ganz richtig verstanden.... %-|


    Die biologisch hauptsächlich aktive Form des Vitamin D, das Calcitriol, wird nicht in der Leber hergestellt, sondern hauptsächlich in den Nieren. (In geringerem Maße auch in anderen Geweben des Körpers.)


    Als hauptsächlicher Maßstab dafür, ob jemand ausreichend mit Vitamin D versorgt ist, gilt der Serumspiegel von 25(OH)D, auch Calcidiol genannt. Es besteht unter den Experten weitgehende Einigkeit darüber, daß ein Wert unter 20 ng/ml (50 nmol/l) als Vit.-D-Mangel zu werten ist, und daß der gesundheitlich optimale Bereich bei ca. 30 oder 40 ng/ml beginnt. Ein anhaltend hoher Spiegel über 60 ng/ml (aber unterhalb der Toxizitätsschwelle) ist möglicherweise mit gewissen Nachteilen verbunden, das Forumsmitglied the-caver wies auf entsprechende Forschungsergebnisse hin.


    Die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten führt, wenn die Dosis nicht zu niedrig ist, mit schöner Regelmäßigkeit zu einem Anstieg des Calcidiolspiegels. Wie stark der Anstieg ausfällt, ist individuell jedoch verschieden. Pauschale Empfehlungen zur Vitamin-D-Dosierung sind schon deshalb nicht ganz einfach zu formulieren.


    Die WHO-Empfehlung (200 IE pro Tag für 19- bis 50-jährige) ist aber eindeutig veraltet und lässt viele Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte völlig außer Acht. Es ist längst klar, daß selbst ein Calcidiolspiegel von 20 ng/ml mit dieser Mini-Dosierung weder erreicht noch gehalten werden kann (sofern keine größeren Vitamin-D-Mengen aus endogener Synthese (Sonnenbestrahlung) oder aus bestimmten Nahrungsmitteln hinzukommen). Eine ausführliche Darstellung zu solch niedrigen Zufuhrempfehlungen findet sich im Buch "Heilkraft D" von Nicolai Worm.


    Die DGE hat lange Zeit an der Empfehlung 200 IE festgehalten, sich jedoch vor ca. 5 Jahren unter dem Druck der Faktenlage entschlossen, die Empfehlung auf 800 IE anzuheben.