Ich finde, dass ich sehr viel erreicht habe in den letzten Monaten. Und ich denke nicht, dass es besser voran geht, wenn ich mich wahllos mit Kalorien vollstopfe.


    Ich habe ja nicht vor, bei dem Gewicht zu bleiben. Mich interessiert mein Gewicht überhaupt nicht. Ich will einfach nur wieder normal essen können.

    Das kann ich noch immer nicht mit Sicherheit sagen. Meine ehemalige Therapeutin nannte es eine "Rebellion gegen die Welt an sich". Das klingt zwar furchtbar theatralisch, könnte aber irgendwie hinhauen. Wenn man sich nicht zu helfen weiß, seine Gefühle nicht ausdrücken kann, dann bleibt einem oft nur der Weg der Selbstzerstörung.

    Wie kommst du darauf, dass ich so denke? Soll ich wirklich erzählen, wie mein Essverhalten noch vor ein paar Monaten aussah? Mir ist heute selbst bewusst, dass es so nicht geht. Und ich will gesund werden. Ich kämpfe dafür, jeden Tag. Aber je mehr ich mich anstrenge, umso stärker wird das Gefühl, jeden Augenblick wieder abstürzen zu können. Und das macht mir Angst.

    @ crash

    Zitat

    Ich denke, es ist wichtiger, dass ich überhaupt wieder halbwegs esse..

    dann mach es auch ;-)


    nur gemüse & sahnejoghurts/ toast ist nun mal nicht besonders toll.

    Zitat

    Und das macht mir Angst.

    such dir nen therapeuten, der sich mit essstörungen auskennt.

    Ich komme gerade erst aus einer Klinik. Und einen ambulanten Therapeuten zu finden, ist nicht so einfach. Wenn ich Glück habe, klappt es noch dieses Jahr. Aber bis dahin muss ich irgendwie alleine zurechtkommen.

    Ich habe hier doch erst zweimal was geschrieben. So unabwechslungsreich esse ich gar nicht. :-/


    So klein sind meine Portionen gar nicht, zumindest beim Mittagessen versuche ich, eine normal große Portion zu essen.


    Ich habe auch nie gesagt, dass ich normal esse. Ich habe gesagt, dass ich erreichen möchte, wieder normal essen zu können. Das geht nicht von einem Tag auf den anderen. Ich sitze hier jeden Tag und muss mich zu jedem Bissen zwingen. Und ich habe das Gefühl, dass es immer schlimmer wird, weil ich das Essen inzwischen einfach nur noch als Qual empfinde. Aber wenn ich nicht weitermache, kann ich nicht gesund werden.


    Das ist ziemlich beschissenes Gefühl.

    du musst nicht in so ne verteidigungshaltung gehen, ich hab dich nicht angegriffen :-)


    dass du unabwechslungsreich isst, hab ich ausserdem nicht gesagt ;-)


    & wie groß/ klein deine portionen sind, kann man nun mal nicht beurteilen. ich gehe, erfahrungsgemäß, nun mal eher von kleinen portionen aus. kann natürlich sein, dass du 500g schokopudding isst, glaube ich aber einfach nicht ;-) (& selbst wenn, find ich das nicht gut. ist zwar gut, dass du auch süßes isst, aber es wäre einfach besser, wenn du stattdessen 2 scheiben brot mit käse/wurst/gemüse isst)

    Ich habe einfach das Gefühl, dass mich hier keiner verseht... vielleicht drücke ich mich auch nicht gerade verständlich aus, ich weiß es nicht. Ich habe das Gefühl, dass ihr mir nicht glaubt, dass ich mir Mühe gebe. Und das tue ich.


    Ich wünschte, es wäre so. Natürlich weiß ich es, aber gegen meine Gefühle kann ich ja nichts machen. Ich kann mir tausendmal sagen, dass Essen wichtig ist - dadurch tue ich es trotzdem nicht lieber. :-(