Zuckerfreie Ernährung - wie geht das?

    Hallo,


    laut einigen Beiträgen im Forum schädigt Zucker die Gesundheit und soll sogar Panikattacken auslösen können.


    Das war mir bisher nicht bewusst und nachdem ich das gelesen habe, bin ich neugierig geworden, wie das mit zuckerfreier Ernährung so ist.


    Mich interessiert, wie ihr, die ihr euch zuckerfrei ernährt, das macht?

    Zucker ist doch fast überall drin im Grunde? Ernährt ihr euch dann wie bei low carb oder was esst ihr dabei?

  • 55 Antworten

    hallo, sich völlig zuckerfrei zu ernähren schlägt (zumindest bei mir) auf‘s gemüt.


    ich habe mal eine diät von detlef d. sonst für 10 wochen durchgezogen, ich war danach 20kg leichter aber auch depressiv :°( dort gibt es nicht mal früchte.


    also ich wäre vorsichtig mit „zuckerfreier“ ernährung. ich bin dafür ein gesundes mittelmaß zu finden

    Ich kann es auch nicht. Funktionieren kann es nur, wenn man alles selbst kocht und auf die Definition von zuckerfrei. Auf was willst du verzichten?

    Saccharose kann man einfach ersetzen, zum Beispiel mit Honig. Wenn man auf alle Einfachzucker verzichten will, wird es aber schon schwierig, dann kann nicht mal mehr Obst gegessen werden. Mehrfachzucker? Dann muss man auf fast alles verzichten, das ist dann super einseitig und sicher nicht mehr gesund.

    Hatschepsut_ schrieb:

    Wie schon geschrieben, die Frage ist, wie streng lebst du es?

    Ich? Ich lebe das gar nicht. Mich interessiert wie gesagt, wie die, die es leben, sich ernähren.


    Honig würde für mich bspw. eindeutig unter zuckerhaltig fallen. Obst natürlich auch.

    Ich hätte gedacht, dass man einfach möglichst vieles mit Stevia oder Süßstoffen ersetzt und sich vermutlich nach low carb ernährt.

    Ich ernähre mich fabrikzuckerfrei, d.h. ich esse keinen Zucker, der zu solchem verarbeitet wurde, wie Haushaltszucker, Traubenzucker, Rohrzucker, diverse Dicksäfte und Sirupe, und alles was damit gesüßt wurde. Also Früchte und Getreide schon, meistens als Frischkornbrei, manchmal auch getrocknete rohe Früchte wie Datteln oder Aprikosen. Ansonsten viel Gemüse, meistens roh, aber auch Gekochtes wie Suppen, Kartoffeln mit Gemüsegerichten, gegartes Getreide mit Gemüse etc. täglich Nüsse und Ölsaaten, hochwertige native Öle, Sahne. Ab und zu auch mal ne Scheibe Brot, aber nicht jeden Tag. Nudeln selten, ab und zu ein Ei, ab und zu ein bisschen Käse. Ganz selten (vielleicht alle 2 Monate mal) ein bisschen Fleisch.

    Nun ja, ist die Frage, wie gesund es für den Körper ist, wenn man zwar auf Fructose aus Obst verzichtet, sich dann aber die Süßstoffe reinzieht.


    Ich muss mal eine Antipilzdiät machen, auch jetzt gerade wieder, allerdings verzichte ich "nur" auf Süßes. Es fällt mir schon sehr schwer und ich muss gucken, wie ich die Kalorien wieder reinbekomme.

    kardamom

    Danke für dein anschauliches Beispiel, wie das bei dir ist.


    Hatschepsut_

    Meines Wissens nach sind Süßstoffe unbedenklich. Um eine krebsfördernde Wirkung zu erzielen, müsste man Süßstoffe in Mengen zu sich nehmen, die niemand in seinem Leben schaffen wird. Nicht einmal bei exzessiven Süßstoffkonsum.


    Persönlich bevorzuge ich auch für gewöhnlich zuckerfreie Getränke, weil ich seitdem nur erfreuliche Zahnarztroutinekontrollbesuche erlebe. ;-D

    TimFaber schrieb:

    hallo, sich völlig zuckerfrei zu ernähren schlägt (zumindest bei mir) auf‘s gemüt.


    ich habe mal eine diät von detlef d. sonst für 10 wochen durchgezogen, ich war danach 20kg leichter aber auch depressiv :°( dort gibt es nicht mal früchte.

    Diese Diät sagt mir nichts, aber ich werde mal googeln gehen. Hört sich so an, als ob es dabei um eine tatsächlich zuckerfreie Ernährungsweise gehen würde. Zumindest ist der Ausschluss von Obst schon mal konsequent. ... Ernährung, die aufs Gemüt schlägt, ist aber natürlich nix. Da stimme ich dir zu.

    Detlefs Diät ist ganz klar Low Carb und damit ziemlich Zuckerfrei.


    Low Carb Vertrag ich auch gar nicht gut. Ich hab es mal ausprobiert, war schlapp und hatte vor allem morgens ne unangenehme Übelkeit.

    |BeQuiet| schrieb:

    Honig würde für mich bspw. eindeutig unter zuckerhaltig fallen. Obst natürlich auch.

    Ich hätte gedacht, dass man einfach möglichst vieles mit Stevia oder Süßstoffen ersetzt und sich vermutlich nach low carb ernährt.

    Honig hat aber viele Vitalstoffe, genauso wie Ahornsirup oder Birnendicksaft.

    Den verwende ich zum Süßen von Quarkspeisen usw.


    Süßstoffe sind künstlich und ohne Vitalstoffe.

    Sie stehen schon lange im Verdacht, div. Krankheiten zu begünstigen:

    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=410424


    Der Fruchtzucker im Obst hat nicht die gleichen Auswirkungen wie der Industriezucker.

    Man nimmt mit dem Obst ja noch viele gesunde Begleitstoffe auf.


    Ich ernähre mich überwiegend zuckerfrei und esse wenig Auszugsmehl (Kekse, Kuchen, Brötchen, Brot). Ich trinke Wasser, Kaffee, Milch - nix Süßes.


    Eine überwiegend natürliche Ernährung mit Obst, Gemüse, Kräutern, Vollkorngetreide, Hirse, Amaranth, Fleisch, Fisch, Eiern, Nüssen usw. macht sich sehr deutlich bemerkbar.

    Man fühlt sich nicht müde nach dem Essen und insgesamt fitter.

    Übergewicht verliert sich fast von selbst, weil natürliche Lebensmittel lange satt machen.


    Ich mache aber keine Religion aus der natürlichen Ernährung.

    Ich esse auch hin und wieder mal ein Fertiggericht oder kaufe mir einen Kuchen.

    Hanca schrieb:

    Süßstoffe sind künstlich und ohne Vitalstoffe.

    Sie stehen schon lange im Verdacht, div. Krankheiten zu begünstigen:

    In dem Link wird sich auf den höchst unseriösen Ernährungspseudoguru Herrn Pollmer berufen. Sorry, ich bleibe daher bei meiner bisherigen Ansicht über Süßstoffe.


    Aber auch Danke an dich, Hanca , für dein Ernährungsbeispiel.


    Hanca schrieb:

    Man fühlt sich nicht müde nach dem Essen und insgesamt fitter.

    Klingt gut. Essen, das einen müde macht, erscheint mir nun auch nicht sinnvoll.

    |BeQuiet| schrieb:

    In dem Link wird sich auf den höchst unseriösen Ernährungspseudoguru Herrn Pollmer berufen. Sorry, ich bleibe daher bei meiner bisherigen Ansicht über Süßstoffe.

    Der Herr Pollmer hat die Ergebnisse von Studien zusammengefasst.

    Die Quellen findest du unter dem Artikel. Man kann sich die Ergebnisse selbst anschauen.

    Hanca schrieb:

    Der Herr Pollmer hat die Ergebnisse von Studien zusammengefasst.

    Sein Beitrag wird auch selbst als Quelle genannt. "Pollmer U: Kalorienfreie Süßstoffe: Light-Produkte als Dickmacher. Deutschlandfunk Kultur, Mahlzeit Beitrag vom 3. Juni 2016"


    Rein zufällig tingelt Herr Pollmer seit Jahren durch die Medienlandschaft und vertritt einseitig die These, dass Süßstoffe ungesund und Dickmacher wären. Darüber hat er auch ein Buch geschrieben, das dort als Quelle genannt wird. Der Herr möchte seine Bücher verkaufen, mehr steckt da nicht hinter meiner Meinung nach. Es kann sich ja jeder mal anschauen, was der für Bücher verkauft und für Thesen vertritt.


    Was die Studien angeht: Es gibt auch Studien, die keine Gefährlichkeit von Süßstoffen ergeben haben.


    Letztlich kommt es immer auf das Studiendesign an, ob eine Studie seriös ist und wirklich das belegt, wofür sie als Quelle herangezogen wird, oder entweder eine Gefälligkeitsstudie ist oder sich zumindest nicht die angeblich mit ihr belegte Aussage aus der Studie schlussfolgern lässt.