Zusammenhang Kohlenhydratreduzierter Ernährung und Schwindel?

    Hallo Leute,


    ich hoffe ich bin hier richtig, habe da mal eine Frage.


    Seit 1 1/2 Wochen ernähre ich mich KH reduziert, sprich keine, 'Nudeln, Reis, Zucker, Obst und Getreide, sondern Fleisch, Gemüse und Eier und viele Hülsenfrüchte.


    Nur 1x die Woche wird gescheit gegessen.


    Mein Probhlem ist, dass mir seit ich damit angefangen habe, aber ständig schwindelig ist. An zu wenig essen kann es nicht liegen, da ich mich mit dem was ich essen darf, richtig vollhaue.Letzte Woche dachte ich noch, es liege an meiner Migräne, weil ich immer auf Hochnebel reagiere. Diese Woche wäre der andere Fall gegeben was auf Migräne schliessen lassen würde, und zwar Föhn. Aber so schwindelig war es mir bei Migräne bisher nicht.


    Ich habe auch schon nach dem Zusammenhang "Low Carb" und Schwindel gegoogelt, aber leider nichts gefunden.


    Meint ihr, dass es hier einen Zusammenhang gibt? Fände ich schade, weil die Diät auch gegen die bei mir häufig auftretenden Blähungen hilft.


    Achja und zum Arzt werde ich schon noch gehen, wenn es nicht aufhört, aber dennoch wäre ich um jede Info dankbar

  • 41 Antworten

    Das hatte ich für ca.2 – 3 Wochen auch. Habe mir mit Vertigoheel geholfen, bei Bedarf eine Tablette gelutscht.


    Danach ging es mir super, ich habe sogar festgestellt, dass meine Merkfähigkeit sich verbesserte und ich weniger müde bin als früher.


    Einfach durchhalten, das vergeht schon wieder. Der Körper muß sich wirklich erst umstellen.

    Ja, kann bei Umstellung und vor allem bei eintretender Ketose auftreten, sogar grippeähnliche Symptome können vorkommen.

    Zitat

    Nur 1x die Woche wird gescheit gegessen.

    Bist Du sicher, dass diese Ernährungsumstellung überhaupt etwas für Dich ist? Warum machst Du das überhaupt? Ich meine, wenn Du das nicht "gescheit gegessen" nennst, wundert es mich ...

    Unterzucker...


    Was isst du denn noch, wenn du dein Essen nur 1x in der Woche als gescheit empfindest?

    Zitat

    Ich habe auch schon nach dem Zusammenhang "Low Carb" und Schwindel gegoogelt, aber leider nichts gefunden.

    ??? Es gibt tausende Treffer die auch genau zu den Suchbegriffen passen

    Super danke das mit dem vertigoheel werd i mal probieren.


    Ok gescheites Essen war vllt. blöd ausgedrückt, aber da ich ein Schleckermaul bin freut mich dieser Tag :)


    Ich würde halt gerne noch 10kg abnehmen, aber im Moment bin ich da etwas am zweifeln, weil wenn es mir nicht gut tut, ob es überhaupt Sinn macht

    Vielleicht funktioniert die starke KH-Reduktion für Dich nicht. Was spricht dagegen, weiter kalorienreduziert zu essen, aber halt auch komplexe Kohlenhydrate (Vollkornbrot, Müsli) in entsprechenden Mengen zu essen?


    Ich darf kein Getreide essen wg. Glutenunverträglichkeit. Die wurde vor 3 Jahren festgetellt, weil mir die Ersatzprodukte nicht schmeckten. Das Ergebnis: Schwäche, Schwindel – und Heißhungerattacken auf Süßes.


    Das ging über Wochen so, bis ich mich an die Ersatzprodukte gewöhnt hatte. Aber da das nicht so komplexe Kohlenhydrate sind wie ich früher mit Müsli & Vollkornbrot gegessen habe, gerate ich relativ schnell in solche Unterzuckerzustände mit Schwindel und allgemeinem Bla-Gefühl.


    Und da helfen auch den Magen absolut füllende Massen von Rohkost, Obst etc. einfach nicht, selbst wenn die mich subjektiv ja satt machen.

    ok müsste bei Unterzuckerung nicht dann Zucker helfen?


    Bei mir war das heute so: in der Früh ging es mir super, erst als Mittags leichter Hunger kam, wurde es mir total schwindelig, trotz Mittagessen (Kindeybohnensalat) ging das nicht weg, also habe ich mir was Süßes besorgt, aber auch damit ging es nicht weg, mir ist im Mom immer noch schwindlig.

    Okay, also 10 kg – das dürfte aber einige Monate dauern ...


    Ich meine, man muss schon von der Umstellung auf kohlenhydratreduzierte Ernährung überzeugt sein, also richtig dahinterstehen, um damit Erfolg zu haben. Denn für eine kurzfristige Diät ist das Ganze nicht geeignet.


    Wenn man es nur mehr oder weniger nur widerwillig hinter sich bringt, denn dann wird man nicht dabei bleiben. Und dann endet es wie bei jeder Diät: Isst man "danach" wieder wie gehabt, kommen die Kilos zurück.

    Naja, Süßes läst eine kurze Zuckerspitze aus. Führt zu Insulinausschüttung – und wenn man dann keine KH nachisst, hat man dieselbe Situation wie vorher. Iss' doch mal 24-48 mehr Kohlenhydrate und achte trotzdem auf Deine Kalorienmenge.


    Und dann warte ab.

    Zitat

    [...] also habe ich mir was Süßes besorgt [...]

    Lass mich raten: das war bestimmt nix "gesundes", oder? ;-)


    Also ich halte mittlerweile von einer KH-reduzierten Ernährung gar nichts mehr. Klar ist: man kann damit letztendlich etwas schneller Gewicht verlieren (dazu gehört allerdings auch Wasser) als mit einer KH-reichen Ernährung. Allerdings gibt es ja auch den Jojo-Effekt und auf Dauer halte ich eine low carb Ernährung nicht für gesund.


    Seit ich mich gesund ernähre, habe ich das Problem, dass ich es sehr schwer habe zuzunehmen. Und das, obwohl ich sehr viele Kohlenhydrate esse: ca. 70-80% meiner Gesamtkalorien.


    Du schreibst, dass du folgende Lebensmittel gestrichen hast:

    Zitat

    Nudeln, Reis, Zucker, Obst und Getreide

    Davon würde ich auf jeden Fall Zucker, verarbeitetes Getreide: vor allem Weißmehl, helle Nudeln und weißen Reis ebenfalls streichen.


    Gegen viel Obst in allen Variationen spricht allerdings nichts. Der Zucker im Obst, der in Verbindung mit Ballaststoffen, Wasser, Enzymen, sekundären Pflanzenstoffen und vielen Mikronährstoffen kommt, ist absolut nicht schlecht für deinen Körper (ganz im Gegenteil). Viele Leute sagen mir, dass ich zuviel Obst esse und dort ja so viel Zucker drin sei. Sie selbst knabbern dabei genüsslich an ihren leeren Kalorien mit Zucker in Form von Kaffeestückchen o.ä. und sehen auch dementsprechend aus. ]:D


    Ansonsten sind z.B. Kartoffeln, Quinoa oder Amaranth sehr gute Kohlenhydratquellen. Wenn es Reis oder Nudeln sein sollen, dann würde ich auf jeden Fall auf Naturreis und Vollkornnudeln zurückgreifen.


    Hülsenfrüchte sind natürlich auch gute Quellen für Kohlenhydrate.


    Mit einer Ernährung die so aufgebaut ist (zum größten Teil naturbelassene Kohlenhydrate), wirst du garantiert langfristig und gesund abnehmen.


    Der Fettanteil sollte dabei natürlich auch gering bleiben (vor allem aus tierischen Produkten). Das ist er aber automatisch, wenn man so viele Kohlenhydrate isst. Bei mir sind es maximal 10-15% Fett der Gesamtkalorien.

    Auch wenn das Deine Überzeugung ist, gilt es einfach nicht für alle. Wir verdauen auch Kohlenhydrate unterschiedlich.

    Zitat

    wirst du garantiert langfristig und gesund

    Das behauptet schließlich jeder von seinem Konzept, so gegensätzlich diese auch sind. Man muss einfach das für sich Richtige herausfinden. Und das geht nicht mit einer Ruck-Zuck-Diät, insofern gebe ich Dir Recht.

    Naja, aber ein Konzept, das einem z.B. Obst "verbietet", kann ich nicht ganz ernst nehmen.


    Wenn man etwas logisch an die Sache ran geht, kommt man doch einfach zu dem Schluss, dass Obst und Gemüse die geeignetste und gesündeste Nahrung für den Menschen darstellt. Man erfährt ja so langsam auch immer mehr darüber, wie wichtig gerade Enzyme und sekundäre Pflanzenstoffe (neben Vitaminen und Mineralien) aus der naturbelassenen pflanzlichen Nahrung für uns sind. Da kann man zu dem Schluss kommen, dass weit verarbeitete "Lebensmittel" den Namen eigentlich nicht verdienen, da dort viele wichtige Stoffe entfernt oder zerstört wurden.


    Ich würde eine möglichst naturbelassene, zum größten Teil pflanzliche und von Früchten dominierte Ernährung nicht als Konzept, sondern als artgerechte Ernährung bezeichnen.


    Da sich die Masse in Deutschland alles andere als artgerecht ernährt (und lebt) bieten sich natürlich viele Diätkonzepte an, mit denen viel Geld verdient wird. Was davon wirklich nachhaltig und gesund ist, darüber kann man ganz sicher streiten.

    Zitat

    Wir verdauen auch Kohlenhydrate unterschiedlich

    Ja, wird bei jedem anders verstoffwechselt. Kohlenhydrate braucht der Körper auch nicht (Ketonkörper), KH sind aber natürlich lecker. ;-D

    Zitat

    Der Fettanteil sollte dabei natürlich auch gering bleiben (vor allem aus tierischen Produkten)

    Nein, muss überhaupt nicht, Fett ist wichtig. Es ist wie immer, nichts Genaues weiß man nicht. Man muss einfach ausprobieren, womit der Körper am Besten fährt.


    Ick komm mit lowcarb bestens klar, bekommt mir viel besser als "Kohlenhydratemast". Muss man eben einfach ausprobieren. Andere kommen super zurecht mit LCHF oder eben vielen Kohlenhydraten.


    Bei der Umstellung sind Schwindel und Co. ganz normal. Hatte ich auch.

    Zitat

    Kohlenhydrate braucht der Körper auch nicht (Ketonkörper)

    Braucht er wohl. Bei best. extremen Diätformen kann der komplette Verzicht auf Kohlenhydrate sogar zu echten Stoffwechselproblemen führen.

    Zitat

    Wir verdauen auch Kohlenhydrate unterschiedlich

    Klar, wir haben alle andere Enzyme und so. :|N

    Zitat
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    Wir verdauen auch Kohlenhydrate unterschiedlich

    Klar, wir haben alle andere Enzyme und so.


    Sunflower_73

    Da Du Dich hier auf einen Satz von mir beziehst: Hatte ich wohl etwas missverständlich ausgedrückt. Korrekter wäre, unser Organismus reagiert unterschiedlich auf Kohlenhydrate, auch auf gemeinhin als gesund geltende.


    Letzteres kann wohl kaum abgestritten werden; z. B. gibt es viele Menschen, die von dem "guten" Vollkornbrot heftige Verdauungsbeschwerden bekommen. Oder von Kartoffeln seltsame "Hungergefühle". Die Verträglichkeit ist individuell, deshalb sind alle Pauschalaussagen eben – Pauschalisierungen.

    Zitat

    Nur 1x die Woche wird gescheit gegessen

    wenn man schon sowas denkt, dann will der Körper einem damit was sagen ... :-o %:| :-X


    Ich habe es schon einmal woanders geschrieben:


    Es gibt Süße Typen, die "leben" quasi von leichten Kohlehydraten und Zucker und Eiweiß und wenig Fett, dafür von süßen Früchten und Obst.


    Und dann gibt es die Herzhaften Typen, für die sind die leichtverdauilchen KH nix, die brauchen was herzhaftes, Roggenbrot, Kartoffeln, Speck, Fett, Butter etc. genauso wie saures Obst und Gemüse.


    Wenn jetzt ein Herzhafter Typ auf KH verzichtet, dann sollte es ihm nicht sooo schlecht gehen, an Schwindel denke ich da nicht. Und wenn er sich noch Kartoffeln und Mais oder Maisnudeln erlaubt, ist er auf dem richtigen Weg


    Wenn jetzt der Süße Typ auf seine "leichtverdaulichen Leckerli" verzichtet, und sich den "herzhaften Sachen" zuwendet, dann kommt der Körper total durcheinander ... von daher Schwindel ... kann ich mir gut vorstellen.


    Das Problem in unserer modernen "verpseudowissenschaftlichten" Apothekenzeitungswelt ist, dass in allen Zeitungen und Medien Tipps angeboten werden, die für ALLE gelten sollen, Dabei weiß jeder, dass ziemlich genau 50% der Tipps nichts für einen selbst sind.


    Von daher kann ich nur empfehlen, sich mal mit Süß vs. Herzhaft auseinanderzusetzen.


    Man muss dann nur versuchen mal mit der "zuträglichen" Auswahl an Nahrungsmitteln auszukommen ... aber das ist nicht soo extrem, wie bei LOW Carb oder NUR Obst oder KEIN Obst.


    Die Herzhaften brauchen schon nach wenigen Tagen keinen Zucker und keinen Kaffe mehr, die Süßen kannst Du mit Butter und Sahne nicht locken ...


    lg.

    crono

    Zitat

    ein Konzept, das einem z.B. Obst "verbietet", kann ich nicht ganz ernst nehmen.

    Könnte ich auch nicht. Ich ernähre mich selbst Low Carb – heißt, ich schränke insgesamt die Kohlenhydrate ein – aber ich esse viele Beeren, Äpfel, Mandarinen, sogar Kakifrüchte ...


    Es gibt sehr unterschiedliche Low-Carb-Konzepte und ich würde mir ebenfalls keines aussuchen, das Obst "verbietet". Alle Extreme sind auf Dauer nichts.

    Doch, ich streite es ab. ;-)


    Also die Verdauungsbeschwerden beim Vollkornbrot kommen ja nicht von den Kohlenhydraten, sondern fast immer vom Gluten. Getreide kann man ohnehin kritisch sehen, da es in seiner natürlichen Form eben nicht verträglich ist.


    Von seltsame Hungergefühlen von Kartoffeln habe ich noch nie etwas gehört.


    Man muss sich allerdings auch mal die Frage stellen, woher die immer häufigeren Unverträglichkeiten und Allergien kommen. Der immer schlechter werdende Lebensstil der letzten Generationen trägt sicherlich seinen Teil dazu bei.

    Zitat

    Man muss sich allerdings auch mal die Frage stellen, woher die immer häufigeren Unverträglichkeiten und Allergien kommen.

    ich glaube, dass es auch davon kommt, dass man verlernt, auf seinen Körper zu hören.


    Ich bleibe mal bei der Theorie Süß/Herzhaft, dann hat ein Kind entweder den Drang nach Süßigkeiten/Obst oder eben nicht, lieber war herzaftes oder sogar saures.


    Wenn jetzt aber der Mainstream, die Mutter, die Oma oder sonstwer, dem Herzhaften Kind das süße Zeug einfach aufdrängt, das Mittagessen mit leichen Kohlehydraten zubereitet, überall Zucker dran macht, Margarine, low-Fat Joghurt und Quark oder Magermilch auf den Tisch bringt ... dann nimmt das Kind das natürlich zu sich (man will ja schließlich Liebe und Zuneigung), und schon fängt der Körper an, sich "vordergründig" daran zu gewöhnen (muss er ja auch, wenn er nicht verhungern will).


    Und innerlich läuft das ganze System ständig ein oder zwei Touren zu hoch, weil es ja mit Sachen fertig werden muss, die ihm eigentlich nicht soooo zuträglich sind ... und dann kann es schon mal zu kleineren Ausfällen kommen ;-)


    Umgekehrt geht es wohl dem Süßen Kind, wenn es mit Butter, fettem Quark, Sahne, schwerem Brot oder stark gebratenen Speisen ernährt wird.


    So in etwas stelle ich mir das vor.