Zwanghaftes Erbrechen

    Ich erbreche seit zwei Jahren mehr oder weniger regelmäßig, was nicht das eigentliche Problem ist. Das eigentliche Problem aktuell ist die Steigerung der Häufigkeit. Dass ich nicht ganz aufhören kann, das ist mir erst mal egal. Ich möchte es nur wenigstens wieder reduzieren.

    Ich sollte das wahrscheinlich nicht fragen, weil es dann heißt, dass ein Forum nicht helfen kann. Einen Therapeuten habe ich aber (noch) nicht und eine Alternative fällt mir nicht ein.

    Daher dennoch meine Frage: wie schaffe ich es, damit aufzuhören oder es zumindest auf ein unbedenkliches Maß zu reduzieren?

    Es muss einfach diesen Kreislauf unterbrechen, dann sollte es wieder gehen. Wie aber schaffe ich das?

  • 12 Antworten

    Was genau hindert dich, damit du dich in fachkundige therapeutischen Behandlung begibst?

    Der das überwunden hat, wird genau das getan haben: vermutlich hat er monatelang in einer Klinik neue Strategien erlernt.

    Willst du natürlich sicherlich nicht hören. Müßtest ja wirksam handeln....

    Fakt ist, alle deine eigenen Maßnahmen waren nicht erfolgreich.

    Ein Zitat von dir aus einem anderen Faden:

    Zitat

    Leider habe ich in den letzten Monaten (Jahren?) Schritt für Schritt die Kontrolle über mein Essverhalten verloren.


    Ich denke, dir kann nur noch eine Therapie helfen. Sicher kein Laienforum. Begib dich in Therapie und arbeite hart an dir.

    Die Antwort wäre ganz einfach:


    Kotze eben nicht.

    Aber genau das wird nicht wirken, weil der Grund für das, was du him Kotzen findest, damit nicht gekillt wird.

    Führ dir mal vor Augen, was chronisches Erbrechen mit der Speiseröhre und den Zähnen anrichten kann...


    "Was hilft bei Zwangserkrankungen?

    Der erste Schritt besteht darin, die Störung überhaupt als solche wahrzunehmen. Da die meisten Zwangsstörungen langsam anfangen und chronisch werden, denken Betroffene oft gar nicht an eine Krankheit. Sie gehen davon aus, dass einzig noch mehr Kontrolle hilft – alles andere führt zu mehr Angst. Zwangserkrankungen sind behandelbar. Bei den meisten ist eine Kombination von Psychotherapie, Medikamenteneinnahme und Angehörigenberatung am wirksamsten. Bei Zwangsstörungen kommen vor allem kognitiv-verhaltenstherapeutische Ansätze zum Einsatz. Es gilt die Zwangsgedanken zu akzeptieren und die damit verbundene Angst auszuhalten. Anfänglich ist es den Betroffenen fast unmöglich, die Zwangshandlung nicht auszuführen. In der Therapie lernen sie, sich aktiv zu entspannen, sich abzulenken, der Zwangshandlung zunehmend Widerstand zu bieten."

    Über die Krankenkasse versuchen, einen Termin bei einem Therapeuten zu bekommen. Verkürzt die Wartezeit.

    Jeder Tag des Nichthandelns ist ein vergeudeter Tag.

    Finnick schrieb:

    Einen Therapeuten habe ich aber (noch) nicht und eine Alternative fällt mir nicht ein.

    Warum eigentlich? Habe ich dir ja von Anfang an gesagt!

    Immer wieder erstaunlich, wieviel Threads eröffnet und soviel verschwiegen wird.

    Dir wurde doch gestern erst die letzte Antwort gegeben in Bezug auf deine Psychiaterin und der Hinweis, eine Verhaltenstherapie anzustreben.

    Finnick schrieb:

    Einen Therapeuten habe ich aber (noch) nicht und eine Alternative fällt mir nicht ein.

    Wenn Du extreme Probleme hast, solltest Du es mal über eine medikamentöse Behandlung angehen. Dafür brauchst Du nur deine Psychiaterin anzusprechen.

    Eine Bulimie ist keine Zwangserkrankung...


    Therapie. STATIONÄR, denn ambulant rumzudoktorn hilft wenig, wenn man die Kontrolle verliert.


    Ansonsten:

    1. Regelmäßig essen, damit kein Heißhunger entsteht.

    2. Lebensmittel, die Essanfälle & Erbrechen auslösen, gar nicht erst kaufen.

    3. Strategien ausprobieren, die verzehrte Menge zu reduzieren.

    4. Dem Erbrechen widerstehen. Es ist allerdings nur ein Symptom für tieferliegende Probleme. Solange da dafür keine bessere Bewältigungsstrategie gibt, wird es schwierig, das Erbrechen dauerhaft zu unterbinden. Es ist ein Ventil.

    5. Protokoll führen: Uhrzeit, Situation, Stimmung/Gedanke, echter Hunger vs. emotionaler Hunger inkl. Stärke, verzehrte Menge, Sättigung hinterher.


    Außerdem: Sich nicht auf ein Laienforum verlassen, sondern sich überlegen, wie man sich bzgl. seiner Symptome weiterinformiert. Da gibt es hilfreiche Websiten und auch gute Ratgeber für Betroffene. Z.B.

    1. https://www.thalia.de/shop/hom…eldetails/ID16542060.html

    2. https://www.thalia.de/shop/hom…keldetails/ID6337181.html




    Und allgemein: Es wäre hilfreich, nicht für jedes Symptom und Problem einen neuen Faden zu eröffnen.