3. Klasse NRW Erfahrungen ?

    Hallo ,


    mein Sohn kommt im Sommer in die 3 Klasse hier in NRW. Momentan ist soweit alles gut. Allerdings habe ich Sorge wie es dann in der 3 Klasse weiter geht. Die Schule wo er hin geht zielt darauf hab das die allermeisten Kinder den Gymnasialübertritt schaffen. Was habt ihr für Erfahrungen mit der 3 Klasse am besten aus NRW?


    Kann man das schaffen , was kommt auf uns zu etc. ? Wird das wirklich so extrem schlimm wie viele das schildern ?!

  • 42 Antworten

    Warum macht dir denn die dritte Klasse so eine Angst? Da entscheider sich ja noch gar nichts.


    Sicher, der Anspruch steigt, bei uns hat der Lernstoff deutlich angezogen aber im schaffbaren Ausmaß.


    Für meinen Sohn war es ehrlich sogar eine Erleichterung, weil die Themen interessanter wurden, das konzentrieren damit leichter fiel und ihm die Schule endlich richtig Spaß machte - für ihn war es ein Segen, die ewige Anmalerei, Bastelei "zur Belohnung" im ersten und teilweise zweiten Schuljahr war echt schlimm (Ach ja, auch NRW)


    Jetzt ist er kurz vor Ende der Vierten und alles soweit ok :-) Nur Mut!


    LG


    Paritu :-)

    @ dumal

    mir ging es darum wie stark der Unterschied zwischen 2 und 3 Klasse ist. Auch speziell aus NRW weil Schule Ländersache ist und daher nicht unbedingt vergleichbar. Hier hört man überall nur schlimme Geschichten wie sehr sich alles in der 3 Klasse steigert. Habe halt Sorge das mein Kleiner da nicht so mit zieht und wir hier zu Hause noch mehr Stress wegen der Schule bekommen.

    @ Paritu

    Sorgen machen mir halt vor allem die Horrorgeschichten die hier von der 3 Klasse erzählt werden. Zudem hatte ich selber eine ziemlich traumatische Grundschulzeit und das kommt jetzt mit der Schule bei meinem Sohn wieder hoch.


    Ich würde gerne Erfahrungen von anderen Eltern lesen damit ich weiß was mich nach den Sommerferien erwartet.


    Überlege was ich mit ihm noch üben sollte für die 3 Klasse , dann auch in den Sommerferien damit der Übergang nicht so gravierend wird.


    Hoffe das war so verständlich.

    Lass deinem Kind doch um Himmels Willen die Ferien und lern da nicht mit ihm nur weil DU Angst hast. Du hast Panik vor der 3. Klasse und nicht dein Sohn. Selbst wenn er sich schwer tut, er muss doch nicht aufs Gymnasium, dann wird's halt nur Realschule oder nur die Hauptschule. Ist doch scheiß egal, kann man doch alles nach machen. Ich war auch erst auf der Hauptschule und dann hab ich meine mittlere Reife gemacht. Wieso setzt man Kinder in der Grundschule schon so unter Leistungsdruck. Ich find es echt schlimm.

    Ich kann auch nur raten, nicht in den Ferien zu pauken!


    Das kann schnell in Sachen Motivation nachhinten losgehen!


    Auch hier gab es die Horrorstorys. Nichts davon hat sich bewahrheitet (!!!)


    Du solltest versuchen deine Angst nicht auf dein Kind zu übertragen,und wenn du quasi vorpaukst wird dein Kind mit Sicherheit merken was los ist.


    Ich sage das nicht so einfach.Mein Sohn war in den ersten Schuljahren erst gar nicht gut, mir hat der angedrohte Drittklasshorror auch keinen Mut gemacht.


    Es ist nicht so schlimm. Und: lerne bitte nur mit deinem Kind was die Lehrer fordern! Nicht die Ferien kaputtmachen durch deine Angst.

    Wir wohnen zwar nicht in NRW, aber hier gibt es auch diese Horrorgeschichten. So in etwa: "Die erste Klasse ist noch larifari, die zweite ok, aber die dritte! Da wird angezogen, da gibt es stundenlange Hausaufgaben, und die Kinder müssen vor den Arbeiten tagelang lernen, weil sie sonst nicht schaffbar sind!"


    Alles Quatsch. Meine Söhne sind jetzt beide über die dritte Klasse raus. Klar wurde der Stoff schwieriger, aber das muss er ja auch. Die Kinder müssen ja weiterlernen. Und weder in der dritten, noch in der vierten Klasse gab es nennenswerte Probleme.


    Klar, es gibt immer Eltern die sich aufregen. Warum es vor Arbeiten nicht noch mehr Übungsblätter gibt, waurm es nicht mindestens drei Wochen vor einer Arbeit Blätter gibt, usw..

    Lass deinem Sohn doch bitte die Sommerferien und zwinge ihn nicht immer wieder zu üben, weil angeblich die 3. Klasse sooooo schwer ist.


    Ich bin damals in Bayern in der Grundschule gewesen und damals waren die Anforderungen ehrlich gesagt höher als heute. Damals wurde schon von Beginn an auf korrekte Schreibweise geachtet, Diktate wurden benotet und Fehler darin "rot" angestrichen und man musste die Wörter dann als zusätzliche Hausaufgabe jeweils 20 mal schreiben. Es wurden ständig irgendwelche "Tests" geschrieben und in der 3. Klasse mussten wir schon Aufsätze (z.B. Beschreibung eines Brettspiels oder eine Nacherzählung) schreiben. In Mathe (je Woche "Kopfrechen-Wettbewerbe" in der Klasse) und Heimat- und Sachkunde sah es ähnlich aus und in der 4. Klasse hat man dazu dann noch die ersten Englischstunden bekommen (spielerische, aber trotzdem mit Noten).


    Heute wird ja immer darauf geachtet, dass die Kinder auch ja nicht überfordert werden oder ihr Selbstbewusstsein durch Fehler anstreichen gemindert wird. Ich habe Jahre in NRW gelebt und auch da war es nicht viel anders. Dabei finde ich nicht, dass man uns Kinder damals überfordert hat. Im Gegenteil: man lernt es alles direkt richtig als dann nach ein paar Jahren Schule plötzlich von heute auf morgen hohe Anforderungen erfüllen zu müssen.


    Wenn du einen ganz normalen Jungen hast, dann wird er die 3. Klasse schon schaffen! Und du musst es mal so sehen: mit jedem Jahr steigt das Niveau und steigen die Anforderungen in der Schule. Willst du deshalb jedes Jahr aufs Neue in Panik geraten? Unterstützung ist wichtig und ich finde es toll, dass du dich so um deinen Sohn und seine schulischen Leistungen kümmerst (ist auch nicht selbstverständlich!), aber bitte übertreibe es nicht! Ein bisschen üben in den Ferien ist sicherlich okay, aber der wesentliche Teil der Ferien sollte für deinen Sohn die Erholung sein.

    Zitat

    Heute wird ja immer darauf geachtet, dass die Kinder auch ja nicht überfordert werden oder ihr Selbstbewusstsein durch Fehler anstreichen gemindert wird.

    Na, da sagen die Studien aber was anderes. Das Schreib-Lern-System wird stark kritisiert, ja. Aber dass Kinder heute weniger gefordert würden in den Schulen, das halte ich für ein Gerücht.

    Moosglöckchen

    Zitat

    Habe halt Sorge das mein Kleiner da nicht so mit zieht und wir hier zu Hause noch mehr Stress wegen der Schule bekommen.

    Wieso und was heißt mehr?

    Zitat

    Hier hört man überall nur schlimme Geschichten wie sehr sich alles in der 3 Klasse steigert.

    Von wem? Den Kindern? Lehrern? Eltern? Wenn Eltern; was für welchen?

    Zitat

    Überlege was ich mit ihm noch üben sollte für die 3 Klasse , dann auch in den Sommerferien damit der Übergang nicht so gravierend wird.

    Was heißt denn noch? Es geht doch um die dritte Klasse??!!!

    @ bambi91

    ich lasse meinem Kind schon die Ferien , aber hier wird erwartet das man etwas in den Ferien tut. Kognitiv ist er sehr fit das ist nicht das Problem.

    @ Paritu

    hoffe auch das es besser wird als ich denke. Lerne auch nicht mehr als das was gerade dran ist oder gefordert wird. Aber an dieser Schule haben die etliche Freiarbeitshefte die auch in den Ferien bearbeitet werden müssen.

    @ Tory80

    das der Stoff schwieriger wird ist ja normal denke ich. Habe nur Sorge wegen stundenlangen HA und der Notendruck das macht mir Sorge.

    @ Magnolia1112

    ich lasse meinem Sohn ja die Ferien. Aber in fast jeden Ferien gibt es irgendwelche Hefte die noch bearbeitet werden müssen und meist klappt das nur in den Ferien. Jetzt haben wir auch schon für die Pfingstferien ein Heft bekommen was bearbeitet werden muss.


    Nicht zu vergessen die Ferientagebücher die jedes Jahr ab erster Klasse in den Sommerferien bearbeitet werden müssen. Befürchte die werden beim nächsten Mal auch benotet.


    Bei mir war das noch nicht so da waren Ferien nur Ferien.

    @ hikleines

    ja , ich schreibe dazu nur Schreiben lernen nach Gehör , einfach nur grausam.

    @ dumal

    mein Kleiner ist clever aber auch eher minimalist und daher macht er eigentlich nur das was er muss und selten mehr. Denke das könnte dann stressig werden wenn er dann doch mal lernen muss, bisher musste er sich nicht sonderlich anstrengen.


    Von Kindern und Eltern die schon Kinder an der Schule hatten in höheren Klassenstufen.


    Üben außer dem was er schon muss. Lesen und Rechtschreibung , denke 6 Wochen sind lang da vergisst man.

    Es gibt eine Obergrenze die eingehalten werden muss - mehr als eine Stunde Hausaufgaben sind im Durchschnitt in Klasse 3/4 nicht erlaubt, steht in NRW im Schulgesetz. Über die Ferien darf es keine regulären Hausaufgaben geben, nur ein Nachholen wenn ein Defizit da ist. Dass sich nicht alle Lehrer dran halten ist klar, aber es gibt gesetzliche Vorgaben an die sich jede Schule halten muss.


    Und ja, bei uns hätten die Lehrer gerne die Ferienzeit auch ~~"genutzt" - das war klar.


    Ich würde höchstens so etwas machen wenn da Defizite sind. Da den Kindern die Ferien zu schmälern, nur weil die Lehrer einplanen, dass das ja eine tolle Zeit zum Heftefüllen ist - das mache ich als Mutter so nicht.mit, solange es eben nicht um Nacharbeiten geht.

    @ TE

    Wenn er kognitiv "sehr fit ist", mach Dir mal keine Sorgen. Wir reden hier ueber die 3. Klasse, nicht ueber die Oberstufe!!!


    Du hast nur einen Teil der Verantwortung und es ist wichtig, dass er selbst auch (langsam) immer mehr Verantwortung fuer die Schule uebernimmt. Das ist uebrigens die beste Motivation.

    Hat die Lehrerin deines Sohnes Kinder?


    Ich bin selber Lehrerin (allerdings BW). Ferienhausaufgaben gab es bei mir noch nie. Und eine Kollegin sagt, dass sie, seit sie selber Mutter ist, weiß, dass sowas nicht sinnvoll ist.


    Üben würde ich nur, wenn dein Sohn in einem Bereich wirklich Schwierigkeiten hat, z.B. ab und zu etwas (ab-)schreiben, Einmaleins wiederholen (geht gut bei Autofahrten) oder so. Alles andere geht nebenbei: Der Oma eine Postkarte schreiben, beim Einkaufen ausrechnen, wie viel zu bezahlen ist, ob das mitgenommene Geld noch für ein Eis reicht, wie lange es noch dauert, bis das Schwimmbad öffnet etc. Das reicht, um nicht alles zu vergessen. ;-)


    Und natürlich ist der Sprung in die dritte Klasse ein Schritt, so, wie der von der ersten zur zweiten Klasse auch ein Schritt war, oder der vom Kindergarten in die Schule. Das ist so, und das ist gut so. Die Kinder schaffen das normalerweise gut. Schlimm sind Eltern, die Druck machen und ihre Goldkinder bereits dann fürs Gymnasium trimmen wollen.


    Ich sage den Eltern immer (und habe es bei meinen Dreien auch so gehalten), dass die Kinder die Grundschule ohne Nachhilfe oder großes zusätzliches Üben schaffen sollten. Klar, dass man vor Klassenarbeiten nochmal übt, ist selbstverständlich. Aber viel mehr sollte es nicht sein.


    Versuch, loszulassen. Tausende Kinder gehen zur Schule. Und die packen das. Trau es deinem Sohn auch zu. Das ist das beste Rüstzeug, das du ihm geben kannst. :)*