• 7-Jährige hat laut Mutter angeblich psychische Störungen

    Die Eltern des 7jährigen Mädchens leben schon seit Jahren getrennt, seit 4 Jahren können die Eltern nur noch über das Jugendamt korrespondieren. Die Mutter (alleiniges Sorgerecht) geht seit Jahren zu verschiedenen Ärzten/Psychologen/Beratungsstellen (wurde jetzt aber erst bekannt), da die Tochter angeblich psychische Probleme hat. Sie wäre dominant…
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    PepperWutz, ich finde das ganz traurig ehrlich gesagt und mir das tut das Mädchen schrecklich leid.

    Zitat

    Umgang vor 3 Wochen samstags war super. Kind hatte super gutes Verhältnis zum Vater, wollte aber auch zu uns nach Hause. Sie war wie ausgewechselt, total entspannt, hat erzählt. Am meisten hat uns gefreut, dass sie im Turnverein anfangen möchte. Sie hat sich da schon richtig drauf gefreut. Keine Anspannung mehr zwischen mir und ihr. Abends rief sie an und meinte, dass sie am nächsten Tag nicht kommen wolle. Sie hätte keine Lust.

    Versuch nochmal auf sie einzugehen und vereinbare mit ihr ein Codewort oder einen Codesatz den sie zu dir/ euch vor ihrer Mutter sagen kann ohne, dass sie Angst haben muss, dass ihre Mutter weiß was es bedeutet. Beispiel: sie sagt euch am Telefon "Das Essen bei euch war sehr gut" oder "Das Spielen hat mir gefallen" und es bedeutet aber "ich kann nicht reden weil die Mama hier steht und ich sie nicht verletzen möchte" oder "ich mag das eigentlich gar nicht sagen und meine das nicht so". Das nimmt ihr die Angst und den Druck euch gegenüber zurückweisend, bockig oder gar undankbar zu erscheinen und sie kann sich mit euch trotzdem ein bißchen verständigen.

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    Ich überlege wirklich, ob ich beim nächsten mal mit dem Kind alleine sprechen soll. Was denn wäre, was wir ihr getan hätten, dass sie sich uns gegenüber so verhalten würde.

    Mach das auf gar keinen Fall, du bringst das Mädchen in eine schreckliche Zwickmühle, gib ihr lieber das Gefühl, dass du sie verstehst und sag ihr das auch. Versuch mal vorsichtig zu formulieren was sie denken könnte und warte ab ob sie es dir bestätigt und mach die Mutter dabei vor allem nicht schlecht. Versuche dich in sie hineinzuversetzen und denk mal dran wie du warst in ihrem Alter, da gabs noch keine Selbstreflexion, sie ist ein Kind und muss diese schwierige Situation mit sich selbst ausmachen.

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    Aber so wie es aussieht, muss das Kind in die Psychiatrie, wird also stationär aufgenommen.

    :-o :-o :-o das kind ist "normal" und soll in eine psychiatrie weil die mutter spinnt und klammert??? was ist das denn? okay, wahrscheinlich um die beiden voneinander zu entwöhnen umdann langfristig zu trenenn... gab es keinen familienhelfer in der familie?

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    das kind ist "normal" und soll in eine psychiatrie weil die mutter spinnt und klammert ??? was ist das denn?

    Ja irgendwie verstehe ich das auch nicht... Aber daß die sogenannten "Experten" auf unverständliche Sachen kommen ist auch nichts ungewöhnliches.


    Das ist immer umständlich für ein Kind mit der Trennung der Eltern und dann noch neue Partner/Geschwister. Ist etwas sehr viel was da passiert und auch ein einnässen wäre verständlich, das sehe ich nicht als etwas "unnormales", sondern eher als eine Reaktion auf das ganze Geschehen.


    Inwiefern da aber das Kind als Spielball benutzt wird oder ob da jemand als Erwachsene garnicht realistische Sichtweisen hat kann man so im Internet nicht näher einschätzen.


    Was ich aber auch bedenklich finde ist wenn das Kind in einem Turnverein geht ist das erfreulich will es aber statt dessen lieber Judo machen fragt man sich warum das Kind "einem das antut"....


    Auf jedenfall kann einem das Kind leid tun, wie verwirrt muß das Kind bitte sein...

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    das kind ist "normal" und soll in eine psychiatrie weil die mutter spinnt und klammert ??? was ist das denn?

    Ich finde das total nachvollziebar. Damit ist das Jugendamt auf der sicheren Seite. Bestimmte Verhaltensweisen zeigen Menschen egal welchen Alters nunmal erst nach einer Weile des Kontaktes oder in bestimmten Situationen die sich auch nicht ad hoc provozieren lassen darum kann eine längere Beobachtung sinnvoll sein um den bisherigen Eindruck des Fachpersonals zu bestätigen oder zu entkräften. Dann kann man dementsprechend handeln. Andernfalls würde sie Kind und Mutter vielleicht trennen obwohl das Kind entsprechende Auffälligkeiten wirkich zeigt, aber eben erst in einem wochenlangen oder dauerhaftem Kontakt.

    PepperWutz

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    Aber so wie es aussieht, muss das Kind in die Psychiatrie, wird also stationär aufgenommen. Der Mitarbeiter vom JA hat in seinem Bericht geschrieben, dass das ganze Helfersystem (die Mutter war ja schon bei x-Beratungsstellen und Psychologen) keine Auffälligkeiten feststellen konnten, außer dass die Mutter eine falsche Wahrnehmung von sich hätte. Er würde es begrüssen, wenn das Kind stationär aufgenommen wird, dann hätte man es länger unter Beobachtung und evtl. würden sich dann die von der Mutter beschriebenen Auffälligkeiten zeigen.

    Das finde ich sehr dubios.


    Das Kind selbst zeigt keine Auffälligkeiten (weder so, also in der Schule und Co. – noch die von der Mutter genannten) soll aber trotzdem stationär in eine Klinik? Und wenn der Verdacht besteht, dass die Mutter da irgendwelche starken Wahrnehmungsverzerrungen oder Verhaltensweisen hat, wird nicht erst mal geschaut, dass das Kind irgendwo anders – also z.B. beim Vater – unterkommen kann? Wo gibt's denn sowas? Mal ganz von den sowieso schon sehr rar gesäten Plätzen in Kinder- und Jugendpsychiatrien abgesehen?


    danae


    Das sehe ich grundsätzlich ja auch so. Egal ob nun Mutter oder Kind .... ein räumlicher Abstand ist manchmal das Beste. Aber warum das Kind, welches sich weder beim Vater noch sonstwo im psychischen Sinne auffällig verhält, sondern -laut Aussage des JA-Sachbearbeiters eher die Mutter auffällt? Hier wäre es doch wirklich absolut eher angebracht das Kind zum Vater (sonstigen Verwandten) zu geben oder in eine weniger "krasse" Einrichtung, um nach einer gewissen Zeit dann feststellen zu können ob nun die Mutter sich was zurecht spinnt (für das Kind unzumutbare Probleme hat) oder wirklich das Kind diverse Probleme hat (oder eventuell Beide(s)).

    Ich denke, es soll eher eine neutrale Institution ins Spiel, eben nicht der Vater, der ja auch "Partei" im Verfahren ist. Die Spezialisten dort werden hoffentlich eine Verbindung zu der Kleinen aufbauen können, und wenn sie einmal Vertrauen gefaßt hat (und vor allem nicht ständig die Mutter im Nacken sitzen hat!), dann werden auch Dinge zum Vorschein kommen, "Die Mama sagt aber immer...", "Die Mama will das nicht, dann ist sie immer ganz traurig..." und ähnliches!

    Darf die Kleine da Besuch bekommen?


    Wenn nicht (weil das beeinflussen und die Beobachtung verzerren könnte), halte ich es für bedenklich, dass ein introvertiertes Kind genau dann, ohne alle gewohnten Bezugspersonen, Auffälligkeiten zeigt – wegen dieser Beobachtung (doofes Wort, klingt nach Zoo oder Tierversuch) und das dann aber auf das Ganze projiziert wird.

    Ganz so blöd werden die Leute der Einrichtung hoffentlich nicht sein, daß sie das nicht unterscheiden können! Klar ist ein Kind in der Situation erstmal eingeschüchtert und wird sich zurückziehen. Sie werden sie schön langsam aus der Reserve locken müssen.

    Isabell


    Wenn die wirklich darüber nachdenken der Mutter das Kind zu entziehen wollen sie vermutlich eine Meinung von Experten haben um auf der sicheren Seite zu sein. Beim Vater oder anderen Verwandten kann man ja Eigeninteressen nie ausschließen. wer garantiert das die nicht lügen um der Mutter eine reinzuwürgen? Bevor ich so einen krassen Schritt einleite würde ich mir als Sachbearbeiter auch sehr sicher sein wollen und ich finde das Vorgehen besonnen und wünschte mir sie wären in allen Fällen so umsichtig.

    danae


    Ich rede ja auch nicht davon der Mutter das Kind zu "entziehen". Und oder dann den Aussagen des Vaters etc. mehr Glauben zu schenken als der Mutter :-o :|N


    Sondern vor einem stationären Aufenthalt in einer Klinik erst mal andere Alternativen in Erwägung zu ziehen bezüglich eines vorrübergehenden Aufenthalts.


    Ich finde eben einfach für ein Kind, welches von allen Bezugspersonen getrennt wird und einen längeren Aufenthalt in einer Klinik vor sich hat (mit 7 ist man schon clever genug zu erkennen, dass es in gewisser Weise eben ein "Kranken"haus ist) nicht unbedingt konstruktiv bevor man nicht andere Alternativen probiert hat.


    Aber:


    Ich finde die ganze Situation bezüglich des Blickwinkels den wir hier bekommen haben einfach sehr skurril und einseitig. Deswegen ist es im Grunde auch sehr schwer was zu sagen.

    ...und wieder wird ein Kind bestraft :(


    Wenn die Mutter meint, dass das Kind Auffälligkeiten zeigt, die beim Vater nicht sind, warum kann es dann nicht zum Vater ???


    Warum erst Psychiatrie und dann sowieso Pflegefamilie ?


    Ich habe den Eindruck, dass die Mitarbeiter vom Jugendamt jetzt uuuunbedingt irgendwelche Verhaltensweisen finden wollen, nur damit die Mutter gut dasteht.


    Und dann braucht bloß hinterher "herauszukommen" dass das Mädel mal in der Psychiatrie war, die hat möglicherweise den Stempel "verrückt" dann weg.

    Isabell


    Am Ende wäre das aber alles in einem Verfahren ja doch nicht zugebrauchen und dann müsste das Mädel doch in die Klinik und so ein Hin und Her wäre noch schlimmer.

    Ich war vor vielen, vielen Jahren mal in einer "kinderkurklinik" und es sah dort kaum nach Klinik oder gar Psychiatrie aus. Es wurde gespielt, es gab Ausflüge, Bezugspersonen, natürlich auch Therapeuten, Sport und jede menge Blödsinn. Ich würde so einen Aufenthalt nicht als Strafe ansehen. Eher als Chance, ohne druck von den Eltern zu sein und schauen zu können, was man selbst mag oder nicht mag. Die kleine kann endlich mal raus aus der Kampfzone und muss keine Rücksicht mehr auf Mutter oder Vater nehmen. Sie wird dort garantiert in ihrem Selbstbewusstsein und ihrem freien willen gestärkt. Das Jugendamt handelt hier ganz im Sinne des Kindes.

    Ok, ich gebe mich geschlagen ;-) @:) ....vielleicht habe ich da auch zu impulsiv ein falsches Bild bezüglich einer Kinderpsychiatrie vor mir gesehen.....