• 7-Jährige hat laut Mutter angeblich psychische Störungen

    Die Eltern des 7jährigen Mädchens leben schon seit Jahren getrennt, seit 4 Jahren können die Eltern nur noch über das Jugendamt korrespondieren. Die Mutter (alleiniges Sorgerecht) geht seit Jahren zu verschiedenen Ärzten/Psychologen/Beratungsstellen (wurde jetzt aber erst bekannt), da die Tochter angeblich psychische Probleme hat. Sie wäre dominant…
  • 59 Antworten

    chi


    Ja, gibt sicher so gruselige Orte, aber bestimmt auch ganz vernünftige und ich habe Kinder an einem wesentlich weniger einladenden Ort gesehen als du ihn beschreibst und dennoch wollte keines der Kinder da wieder weg. Die haben sich alle endlich mal sicher gefühlt und konnten ausspannen von ihren irren Eltern.

    chi


    Ich nehme an, sie hat auch meine Aussage mit einbezogen von wegen "gruselige Orte" ;-).


    danae

    Zitat

    Die haben sich alle endlich mal sicher gefühlt und konnten ausspannen von ihren irren Eltern.

    Da wir jetzt ein weniger allgemein halten doch nochmal was dazu: Stimmt schon, so grundsätzlich.


    Aber man sollte die emotionale Seite der Kinder mit berücksichtigen. Ich meine damit, nur weil für "Außenstehende" ganz klar und deutlich zu sehen ist, dass das Kind bei bestimmten Eltern eher Schaden nimmt als dass sie ihm gut tun – so hat aber das Kind selber eine ganz andere Wahrnehmung. Bzw. eben nicht die Fähigkeit das Ganze so komplex zu sehen. Es weiß zwar, dass es leidet unter bestimmten Verhaltenweisen der Eltern, dennoch ist es selten so, dass ein 7-jähriges Kind sagt "Meine Mutter (oder mein Vater oder Beide) tun mir nicht gut, ich will weg". In den meisten Fällen lieben sie ihre Eltern ja trotzdem, vor allem weil Eltern so gut wie nie durch und durch "böse" sind. Das ist ja auch der Grund, warum selten Kinder von alleine zu einer außenstehenden Person (Lehrer, Nachbarn, Jugendamt....) gehen und sich über ihre Eltern beschweren. Das kommt (immer) anders raus.


    Deshalb stimme ich Dir zwar absolut zu, dass ein Aufenthalt woanders diesen Kindern sicher (auf Dauer) gut tut, sie aus dem (Leidens)Druck raus sind – aber nicht darin, dass sie wirklich "bewußt froh sind von ihren irren Eltern weg zu sein".


    Falls Du das allerdings so oder so ähnlich gemeint hast und ich nur falsch interpretiert habe – vergiss' meinen Beitrag einfach ;-)

    Isabell


    Stimmt natürlich obwohl eigentich alle Kinder ganze rbärmlich weinten wenn sie entlassen wurden und nach Hause zurück sollten. Das war aber auch eine Station für schwer auffällige Kinder die sich bereits im Kindergartenalter selbst verletzten. Ein Prachtexemplar von Mutter hatte ihr vierjährige Tochter da mit den Worten abgegeben:"Reparieren sie das." und dann nur auf drängen der Ärzte mal wieder da aufgetaucht. %:| %:|

    Danke für Eure Antworten. Ich fühle mich mit der Situation wirklich überfordert und bin mit meiner Geduld am Ende. Ich bin froh über Euren Gedankenaustausch und Eure Erfahrungen auf diesem Gebiet.

    @ Brummbiene:

    mit dem Codewort oder Satz können wir leider nicht machen, da sie ihrer Mutter alles erzählt. Aber Du hast wohl Recht, wenn ich besser Verständnis zeige, als dass ich sie auch noch unter Druck setze (möchte ich nicht).

    @ soprahin:

    da hast Du sicher etwas missverstanden. Tochter erzählte freudestrahlend, dass sie in den Turnverein gehen wird. Sie hat sich total darauf gefreut. Beim nächsten Umgang erzählt sie dann, dass Turnen wohl doch nichts für sie sei (hat aber noch an keiner Turnstunde teilgenommen), sie würde wohl eher Judo machen.


    Finden wir auch nicht wirklich schlimm, wenn sie sich eher für Judo entscheidet (hätte auch jedes andere Hobby sein können). Was wir nicht verstehen können ist, dass sie sagt, dass sie in den Turnverein kommt und beim nächsten Umgang doch nicht. Ich kann da auch nur für meine Kinder sprechen und wie wir das handhaben: wenn sie ein bestimmtes Hobby möchten, dann gehe ich mit ihnen zu Schnupperstunden. Wenn sie dann sagen, dass es wohl doch nichts wäre, ist es O.K. Und nein, wir haben nicht hinterfragt, warum sie denn auf einmal doch nicht zum Turnen geht...

    @ Kadhydia:

    sie darf wohl dort keinen Besuch bekommen, allerdings am WE nach Hause, sprich zu ihrer Mutter und der Umgang zum Vater wird in der Zeit komplett ausgesetzt.

    @ Cornelia59:

    Tochter wird (nach unserer Einschätzung) sich in der ersten Zeit nicht komplett zurück ziehen, weil Mama ihr ja gesagt hat, dass sie dort wegen ihrer Bauchschmerzen ist und dort kann man ihr helfen. Und am WE darf sie ja nach Hause. Schwierig werden sicher die Nächte werden, weil sie dann nicht abgelenkt ist.

    @ Isabell:

    ich kann Euch hier nur unsere Sicht der Dinge schildern. Warum die Mutter so etwas macht, will mir auch nicht in den Kopf. Die einzige Erklärung die ich habe: sie möchte darauf hinaus, dass dem Kind der Umgang mit dem Vater nicht gut tut und es deshalb besser wäre, wenn es gar keinen Kontakt mehr zum Vater hätte bzw. so wenig wie möglich.


    Das Kind leidet unter der Situation, dass die Eltern getrennt sind (ich war nicht der Grund, die Mutter hat den Vater schon vor längerer Zeit verlassen) und dass sie sich nicht mehr unterhalten können (es gibt keine richtige Übergabe, der Vater wartet draußen vor der Tür, bis Tochter runter kommt...). Die Mutter versucht dem Kind ein gestörtes Bild vom Vater zu vermitteln (er sei Schuld, dass sie ausgezogen ist, er sei Schuld, dass sie nicht mehr miteinander reden können, er sei Schuld, dass sie jetzt so viel Geld für das Gericht/Anwalt zahlen muss, er sei unzuverlässig, kann sich nicht richtig um sie kümmern...), Kind stellt aber für sich fest, dass nicht alles so stimmt, wie Mama ihr das sagt, traut sich aber nicht, in Gegenwart ihrer Mama zu sagen, dass sie gerne beim Papa ist...


    Das Kind zeigt ein normales Verhalten in der Schule, es zeigt ein normales Verhalten beim Vater und auch beim Umgang mit anderen Kindern (wenn wir sie beobachten). Wenn ich die Mutter wäre, ich würde mein Kind doch nicht in die stationäre Psychiatrie geben, nur weil es alle paar Wochen mal "Auffälligkeiten" hat. Da gibt es doch andere Möglichkeiten.


    Vom Gericht hat mein Partner noch nichts gehört, ist schon fast 1 Monat her. Es soll ja ein Gutachten erstellt werden, dachte eigententlich das ganze würde schneller gehen %-|

    Zitat

    sie darf wohl dort keinen Besuch bekommen, allerdings am WE nach Hause, sprich zu ihrer Mutter und der Umgang zum Vater wird in der Zeit komplett ausgesetzt.

    Und das soll zum Wohl des Kindes sein ? Was bekommt das Kind dann wohl erzählt warum es momentan gar nicht mehr zum Papa darf ?


    Und wenn der Umgang mit dem Vater ausgesetzt wird: das ist doch nicht neutral !


    Aber leider habe ich keine Tipps - blöd dass der Vater kein Sorgerecht hat :(

    Na ja, aber zusätzlich zu der Umstellung zur Klinik dann auch noch alle zwei Wochen zwischen den Eltern hin und her wäre wohl auch ein wenig viel des Guten. Ich würde an Stelle des Vaters anfragen ob es eine Möglichkeit gäbe sie doch mal zu besuchen und akzeptieren was die Fachleute da für sinnvoll erachten. Immer schön kooperativ zeigen.

    Sich raushalten, vielleicht in dem irrigen Gedanken damit am wenigsten zu stören.


    Ich seh das es für den Vater doof ist, aber ein Besuchswochenende dann auch noch woanders zu besuch zu verbringen fände ich für ein Kind des Alters verdammt viel.

    Aber das wäre eine Möglichkeit, vielleicht könnte er samstags oder sonntags mal 2-3 Stunden mit ihr verbringen. Mal schauen, was die Ärzte sagen, falls er überhaupt Auskunft bekommt, da er kei Sorgerecht hat.


    Ich kann mir aber vorstellen, dass Tochter wütend auf ihren Vater ist, denn er ist ja Schuld, dass sie Bauchweh hat (weil sich ja mit der Mutter streitet) und somit ist er auch Schuld, dass sie in der Psychiatrie ist. Und da könnte ich mir auch vorstellen, dass sie ihn überhaupt nicht sehen möchte...

    Zitat

    Ich kann mir aber vorstellen, dass Tochter wütend auf ihren Vater ist, denn er ist ja Schuld, dass sie Bauchweh hat (weil sich ja mit der Mutter streitet) und somit ist er auch Schuld, dass sie in der Psychiatrie ist. Und da könnte ich mir auch vorstellen, dass sie ihn überhaupt nicht sehen möchte...

    Hier überträgst Du eine erwachsene Denkweise auf Kinder.


    Kinder neigen selten zu einer Schuldzuweisung, wenn, dann fragen sie sich was sie selbst falsch gemacht haben/falsch machen. Auch wenn die Mutter da stark nachhelfen sollte, sie beeinflusst, so wird der Grund des Kindes den Vater nicht sehen zu wollen weit weniger darin liegen weil sie wirklich wütend auf ihn ist oder ihm die Schuld gibt, sondern aus der Befürchtung heraus, dass die Mutter dann böse auf sie ist.


    Und Sorgerecht hin- oder her: Der Vater hat trotzdem Rechte. Und ohne wirkliche gute, nachvollziehbare Gründe kann auch eine Klinik den Vater nicht mal einfach so ausschließen nur weil die Mutter da interveniert. Im Gegenteil. Sie werden wissen wollen was genau los ist und da gehört der Vater nun mal unbedingt dazu. Sie hatte ja bisher einen recht regelmäßigen Umgang mit ihm und mindestens zu Gesprächen mit den Ärzten wird er eingeladen werden.


    Sicher schließt das nicht aus, dass die Kleine aus den diversesten Gründen den Vater erst mal ablehnt. Das muß aber nichts dauerhaftes sein, sondern rein bedingt durch die Situation. Da heißt es dann Geduld zu haben und bei der Stange zu bleiben (regelmäßige Anrufe in der Klinik z.B.).

    Ich würde mal nicht zu schwarz sehen. Vielleicht braucht das Kind mal ein wenig mehr Optimismus in ihrem leben. Während meines Aufenthaltes, immerhin 8 Wochen, gab es, soweit ich mich erinnern kann, keinen Besuch und auch keine Wochenenden daheim. War auch viel besser so, als jedes mal wieder abschiedsschmerz zu spüren. Telefonate gab es regelmäßig und das allerbeste waren die Pakete. Naschkram, Kuscheltiere und sehr lange, liebe Briefe haben mich wahnsinnig gefreut und mir die Zeit verschönert. Aber Achtung, auch bei Paketen gibt es no-go's, das sollte man vorher abklären.

    Zitat

    Tochter erzählte freudestrahlend, dass sie in den Turnverein gehen wird. Sie hat sich total darauf gefreut. Beim nächsten Umgang erzählt sie dann, dass Turnen wohl doch nichts für sie sei (hat aber noch an keiner Turnstunde teilgenommen), sie würde wohl eher Judo machen.

    Ja, aber daran ist doch nichts ungewöhnliches. Kinder wollen heute dies und morgen wollen sie schon wieder was ganz anderes....