• Artikel: ADHS gibt es nicht

    Howdy, ich habe gerade einen interessanten Artikel bezüglich ADHS gefunden. Ich misstraue dem Kram schon länger gerade auch weil ich in meinem Umfeld immer häufiger überlastete Eltern mit Kindern sehe die plötzlich daran leiden sollen. Vielleicht interessiert es den einen oder anderen. Siehe: Click
  • 168 Antworten

    Der Beitrag von Aprikosenjoghurt hat mich veranlasst nun auch mal was zu diesem Thema beizusteuern.


    In einer anderen ADS-Diskussion vor ein paar Jahren hat mich mal folgender Sachverhalt sehr erschreckt, dass zunehmend auch sogenannte "Träumer" in die AD(H)S-"Mangel" geraten - und das ließ mich dann auch kritisch aufhorchen.


    Ich war auch so ein Träumer-Kind, ständig mit meinen eigenen Gedanken beschäftigt und oft konnte ich alles um mich herum vergessen. - Glücklicherweise hat man damals noch nicht so ein Augenmerk darauf gehabt wie heute. Denn ich wäre damals mit Sicherheit auch "dran" gewesen. - Aber ich habe kein AD(H)S - sondern bin ganz einfach "nur" hochsensibel. Immer schon - und auch meine "Träumerei" ist der Hochsensibilität entsprungen.


    Hier mal ein Link, wie schnell Träumerei in den Sog der AD(HS)-Diagnose gerät/geraten kann:


    http://www.opti-mind.de/ads-be…-typ-kinder-traeumer.html


    Und hier ein Link für die Abgrenzung AD(H)S - Hochsensibilität:


    http://www.zartbesaitet.net/di…e-menschen/hsp-oder-adhs/


    Ich persönlich finde es hochgefährlich, ein Kind vorschnell mit dieser Diagnose zu belasten - und denke daher, dass es enorm wichtig ist, dass Ärzte, Lehrer, Kita-und Kiga-Leiter/Betreuer mit äußerster Vorsicht an dieses Thema herangehen und lieber noch ein Weilchen länger beobachten - denn eine fälschliche AD(H)S-Diagnose obwohl "nur" hochsensibel finde ich für ein Kind und die Folgen für das spätere Leben äußerst fatal.


    Gerade dadurch, dass sich AD(H)S und Hochsensibilität auch überschneiden können, und eben auch beides zutreffen KANN (aber nicht muss), kann man m.E. nicht vorsichtig genug sein, um ja keine vorschnelle Diagnose zu stellen und dann das Kind darauf festzulegen.

    @ Aprikosenjoghurt:

    Es tut mir sehr leid für Dich, was Du da durchmachen musstest, denn wie Du schreibst, warst Du ja auch verträumt.


    Könnte es vielleicht sein, dass Du ebenfalls hochsensibel bist? - Depressionen sind bei Hochsensibilität gar nicht so selten, und auch ich selbst hatte schon eine handfeste Depression - wobei ich "es" beinahe getan hätte - was mich abgehalten hat, war ganz einfach die Angst, meinen Eltern sowas anzutun und außerdem noch ein Buch von einem sehr einfühlsamen Therapeuten, der Briefe von Betroffenen anonymisiert beantwortete - diese feine Einfühlung des Buchautors hat mich letztendlich wieder da rausgeholt, ich hab mich so angenommen, bedingungslos wertgeschätzt gefühlt. - Und nicht immer sind Medikamente nötig, um da wieder herauszukommen - so jedenfalls meine persönliche Erfahrung.


    Ich wünsche Dir von Herzen, dass Dir diese jahrelange Odyssee keinen Schaden zugefügt hat und Du nun Deinen Weg findest und gehen kannst, und dass Dir die jetzige Therapie hilft! :)* :)* @:)

    Nur gaaanz vorsichtig:


    Fehldiagnosen sind immer Mist; können (leider!) aber nun mal vorkommen. Darum ist eine richtig umfassende Diagnostik ja so wichtig und nicht nur der nächstbeste Kinderarzt. Leider gibt es im psychologischen Bereich auch immer Überschneidungen von Symptomen, wo die Einordnung dann Interpretationssache ist. Laborwerte und Röntgenbilder sind dann doch zuverlässiger.


    Aber:


    Auch die Diagnose "Hochsensibilität" ist nicht unumstritten. Oder es wird behauptet, dass man dem zu viel beimisst. Das ist jetzt nicht meine Meinung ??ich trage selber einige Züge??, sondern eine Meinung (von mehreren) in der Fachwelt...

    Wobei ich aber auch ganz ehrlich gestehen muss: Ich persönlich habe sehr starke Zweifel daran, ob das Verhaltensbild des "Träumers" überhaupt in die Diagnose ADS passt ":/":/ :-/


    Und darüber komme ich dann auch stark über die zweite Frage ins Grübeln - nämlich die, wann man wohl die Hochsensibilität samt sämtlicher "Träumer" ins "Land der Krankheit" verbannt - dann gibt es noch mehr "Kranke"..........


    Die einen Experten wollen - wie Du schreibst - die HS gar nicht sehen, also im Sinne von - gibt es nicht - die anderen wollen es vielleicht irgendwann als Krankheit erklären - alles was nicht der "Norm" entspricht (die "Norm" der Experten und Fachleute) wird mal schnell ins Reich der "Krankheit" verbannt - was bleibt dann noch übrig von der NORM - was ist dann überhaupt noch Norm

    ":/ :-/ :-/ :-/


    Ich bin mir auch ehrlich gesagt nicht sicher, ob man ADS / ADHS als "Krankheit" bezeichnen sollte oder darf - im Sinne von du bist krank, du entsprichst nicht der Norm, du musst ins System passend therapiert werden.


    Könnte man das nicht auch - so wie die Hochsensibilität - zwar beim Namen nennen als "Besonderheit" - aber eben nicht ins Reich der "Krankheit" abschieben - um so dem ADS /ADHS-Betroffenen noch mehr das Gefühl der Wertschätzung und des Angenommen-Seins zu vermitteln und ihm trotzdem durch ganzheitliche Programme - und wenn es halt gar nicht anders geht - kurzzeitig mit Ritalin (natürlich vom Arzt verschrieben, ist ja logisch) aushelfen - ohne dass gleich das ganze Verhaltensbild der ADS-Persönlichkeit ins Reich der "Krankheit" abrutscht??? Nur mal so ein Gedanke.


    Allen ADS-Betroffenen und den Eltern von ADS-Kindern wünsch ich an dieser Stelle alle Kraft der Welt, ihren ganz eigenen persönlichen Weg zu finden und die Stärken und Gaben entfalten zu können. :)* @:) *:)