Ich habe 2 ganz tolle Töchter!!! :)z :)z


    Ich kann es schon verstehen, man fovorisiert sehr oft ein Gesclecht (bei mir waren es Mädchen) und ich war auch immer froh, als mir mein Doc sagte, es werden Mädchen.


    Ich kann deine Ängste und Bedenken verstehen, aber glaube mir, alles wird anders,wenn die Mausi erst da ist. Du wirst sie lieben, mit Haut und Haaren und von der ersten Minute an. :)_


    Was hatte ich "Schiß" vor dem 2.Kind! Kann ich das überhaupt so lieben wie das erste? Das geht doch gar nicht, immerhin ist die Erstgeborene unser Ein- und Alles!


    Aber alle Bedenken waren weg, als die Maus endlich da war!!!

    Ich kann mir gut vorstellen, dass du dich sobald die Kleine auf der Welt ist unsterblich verlieben wirst x:) und wenn sie erstmal älter wird und du lernst ihre Flausen und ihren Humor kennen, dann kannst du gar nicht anders als froh zu sein, sie zu haben. Und ich denke, dass du da automatisch keinen einzigen Gedanken mehr daran verschwenden würdest, dir vorzustellen, dass sie jemals einen Jungen hätte werden sollen.

    Ich habe beides und finde beides toll. Jedes der drei Kinder ist so unterschiedlich. Obwohl ich muß schon sagen das meine Tochter doch sehr meinem Mann ähnelt, also optisch wie Charakterlich.


    Und es kommt echt nur auf die Erziehung an, man muß keinem Mädchen ein Pinkes Zimmer streichen (ihres ist lavendelblau) und die Jungs mögen nicht immer alles in Blau (meine haben ein grünes Zimmer).


    Meine Jungs mögen kein Fußball (das macht meinen Mann traurig) und so spielt unsere Tochter mit ihrem Papa im Park Ball (sie weint auch nicht so doll wenn sie hinfällt).


    Wobei meine Söhne schon nach einem Notarzt verlangen wenn es ein wenig blutet.


    Ich finde man sollte erst das Kind sehen, so wie es ist, so einzigartig wie es ist und das Geschlecht ist zweitrangig.

    Bevor es untergeht, möchte ich es in anderer Form nochmal wiederholen: ich halte es für wichtig, dass Du Dich mit Dir und Deinem Mädchen- und Frausein aussöhnst. Lerne Dich als Mädchen und Dich als Frau zu lieben.

    Zitat

    ich habe Angst, einem Mädchen gegenüber nicht ich selbst, nicht gerecht sein zu können, weil ich sie so viel kritischer sehe. Ich habe Angst, sie mit mir zu vergleichen, Erwartungen zu haben, die sie gar nicht erfüllen kann (und auch nicht soll!), einfach nicht so unbelastet wie bei einem Jungen an diese ganze Geschichte gehen zu können.

    Wenn ich deine weiteren Beiträge lese, frage ich mich zunehmend "So ungewöhnlich ist diese Angst doch gar nicht?!" . Bei dir mag die Angst aus den verkorksten Beziehungen mit weiblichen Vorbildern entstanden sein und bezieht sich jetzt eben auf das weibliche Geschlecht deines Kindes. Andere Mütter haben aus ähnlichen Gründen Angst vor einem Jungen, wieder andere hatten Probleme mit dem Kindesvater und machen sich die gleichen Sorgen unabhängig vom Geschlecht des Kindes, einfach nur weil ja auch ein Teil Papa im Kind ist..usw. Ich glaube, ich hätte ähnliche Ängste, obwohl ich nicht die gleichen Erfahrungen machen musste wie du. Dass du an deinen Sohn so entspannt und unbelastet hergehen konntest, finde ich schon außergewöhnlich. Vielleicht hilft es dir, deine jetzigen Ängste als "normal" anzusehen.

    studentin

    Ich habe auch deinen ersten Beitrag gelesen und darüber nachgedacht. Es wäre schön, wenn mir das gelänge, aber ich bin nicht sicher, ob das für mich ein erreichbares Ziel darstellt. Danke dir trotzdem. @:)

    Krähe

    Zitat

    Dass du an deinen Sohn so entspannt und unbelastet hergehen konntest, finde ich schon außergewöhnlich.

    Ehrlich? Ich bin ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass das der Normalfall ist.


    Also denkst du, dass die Ängste rein gar nichts mit der Realität zu tun haben?

    Zitat

    Ehrlich? Ich bin ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass das der Normalfall ist.


    Also denkst du, dass die Ängste rein gar nichts mit der Realität zu tun haben?

    Jetzt fällt es mir wieder ein! Das wollte ich vorhin noch schreiben, bin dann aber bei meinem Wundern um deine komplette Ausblendung, dass es ein Mädchen sein könnte, davon abgekommen ;-) :


    Ich hatte zwar eine völlig normale Kindheit, hätte aber mit beiden Geschlechtern Problempunkte, mit denen ich hadern würde.


    Meine Mutter war so toll und so geduldig, dass ich immer Angst hätte, ich könnte das bei einer eventuellen Tochter nicht.


    Bei einem Sohn habe ich den Gedanken im Hinterkopf, dass ich gar nicht weiß, wie ein Vater eigentlich zu sein hat, was für Ansprüche ich an meinen Partner diesbezüglich hätte und wie ich dann mit ihm umgehen würde, weil mein Vater in meiner Kindheit beruflich bedingt wenig präsent war.


    Ich finde deine Ängste auch nicht unnormal.

    KMoody

    Zitat

    Das wollte ich vorhin noch schreiben, bin dann aber bei meinem Wundern um deine komplette Ausblendung, dass es ein Mädchen sein könnte, davon abgekommen

    Ich hoffe, das mit der Ausblendung konnte ich inzwischen klarstellen. ;-)

    Zitat

    Ehrlich? Ich bin ehrlich gesagt davon ausgegangen, dass das der Normalfall ist.

    Mhh, also du bist nicht die erste, von der ich solche Ängste erfahre. Ich habe mir auch schon Gedanke um diese Thematik gemacht.

    Zitat

    Also denkst du, dass die Ängste rein gar nichts mit der Realität zu tun haben?

    Doch, ich denke schon, dass deine Ängste etwas mit der Realität zutun haben, aber eben das finde ich nicht so ungewöhnlich. Vielleicht wirst du in bestimmten Dingen ungerechter zu deiner Tochter sein, als zu deinem Sohn, vielleicht wirst du mit einigen Ecken ihrer Persönlichkeit mehr Probleme haben. Dass du überhaupt keinen Zugang zu ihr findest, wäre ja der absolute worst case, hänge dich nicht daran auf. Hier gab (gibt?) es vor kurzem einen Thread zu dem Thema, ob Eltern ihre Kinder unterschiedlich gern hatten und unglaublich viele haben (selbstverständlich, wie ich finde) von unterschiedlichen Beziehungsebenen/Qualitäten berichtet. Du stehst nicht nur vor der Herausforderung, ein Mädchen zu bekommen, sondern vorallem vor der Herausvorderung eines zweiten Kindes. Auch wenn es ein Junge würde, könntest du nicht mehr so unbefangen agieren, eben weil du nicht mehr unbefangen bist...es ist ja dein zweites Kind. Ich denke, es ist unmöglich, total gerecht, total unvoreingenommen und unabhängig von der eigenen Vergangenheit zu seinen Kindern zu finden, aber vllt gelingt es dir sogar besser als anderen, wenn du dir deine Problem bewusst bist. Auch das ist eine Möglichkeit.

    Ich hab früher auch mit Barbies gespielt und rosa war toll – heute bin ich Elektronikerin, arbeite in einem Männerjob und komm gut zurecht. Meine Mum ist unglaublich stolz auf mich und hat mir das immer gezeigt – auch, wenn ich mal versagt hab, hat sie mich nie aufgegeben.


    Ich kann dich, ehrlich gesagt, gut verstehen. Auch wenn es bei mir andersherum ist. Ich habe schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht, ich wünsche mir also eher eine Tochter, statt einen Jungen. Aber ob mir der Wunsch erfüllt wird, weiss ich natürlich nicht. Also versuch ich mich von Anfang an nicht darauf zu versteifen. Wenns irgendwie geht – ist ja noch nicht so weit.

    Zitat

    Meine Mutter war so toll und so geduldig, dass ich immer Angst hätte, ich könnte das bei einer eventuellen Tochter nicht.

    Dieses Gefühl kenne ich auch - wie könnte ich jemals so eine tolle Mutter werden wie meine - oder wie auch einige meiner Schwestern es sind? Die Messlatte ist verflixt hoch gelegt in meiner Umgebung... Und das sitzt tief. Aber nicht nur in Bezug auf eine Tochter sondern auch auf einen Sohn... ganz generell.

    Zitat

    Bei einem Sohn habe ich den Gedanken im Hinterkopf, dass ich gar nicht weiß, wie ein Vater eigentlich zu sein hat, was für Ansprüche ich an meinen Partner diesbezüglich hätte und wie ich dann mit ihm umgehen würde, weil mein Vater in meiner Kindheit beruflich bedingt wenig präsent war.

    Tja, und ich habe dazu das Problem dass mein Vater gestorben ist als ich noch ein Teenager war, und ihn nur als schon immer schwer krank erlebt habe - aber als sehr dominante Persönlichkeit.


    Ich bin alleinerziehend und kann mir oft gar nicht vorstellen wie sich das Leben *ohne* eine dominante Vater-Persönlichkeit für meinen Sohn anfühlen muss. Das ist so meine Baustelle - wie ich da irgendwas ausgleichen kann. Fakt ist, dass ich schon deutlich "dominanter" gegenüber meinem Sohn bin als es meine Mutter mir gegenüber je war.


    Einfach weil ich merke, ihm fehlt sonst der Halt. Den Rahmen, den strengen Part hat mein Vater ja früher übernommen, heute *muss* ich beides in einem sein. Und das fühlt sich manchmal wie ein Spagat an der nicht zu schaffen ist.

    Zitat

    Ich finde deine Ängste auch nicht unnormal.

    Ich auch nicht. Im Gegenteil, ich glaube sogar, solche Ängste sind einfach typisch Mama (oder auch Papa) - typisch für Menschen die sich eben viele Gedanken darum machen ob sie "gute" Eltern sind. Oft sind das dann die besten Eltern *lach*