Hallo Emma *:)


    Ich hatte kürzlich mit einer Freundin das Thema, dass negative Dinge aus der Kindheit sich beim eigenen Kind widerholen könnten.


    Auf meine ängstliche Frage hin, ob mir das dann auch so ergehen würde meinte sie nur:


    Du hast dich damit auseinandergesetzt, du bist dir dessen bewusst, du machst dir Gedanken, du reflektierst!


    Nein, das wird bei dir ganz sicher nicht so laufen!


    Ich denke dieser Satz passt auch auf dich :)*


    Glückwunsch von einer Jungenmama, die schon jetzt keine Lust auf Ritterspiele und Drachensteigen hat, ihren Kleinen aber trotzdem niemals eintauschen würde @:)

    Emma


    Ich habe jetzt den Faden nur schnell quergelesen (deinen Anfang aber ausfuehrlich), von daher gibt's jetzt eventuell Wiederholungen oder Missverstaendnisse. Wie dem auch sei.


    Ich finde, dass du auf der ersten Seite sehr klar und einleuchtend erklaert hast, woher deine Probleme bei der Vorstellung, ein Maedchen zu bekommen, kommen. Das ist deine Geschichte, das bist du. So fuehlst du. Daran ist nichts falsch. Du darfst so fuehlen. Wie auch andere denke ich, der beste Schluessel ist, dass du dich genauso mit der Sache auseinandersetzt, wie du es anscheinend tust. Du bist ehrlich zu dir. Du erkennst deine Gefuehle an, auch wenn sie dir auf Anhieb "unpassend" oder "unpraktisch" vorkommen. Und du hast den Vorsatz, deine Tochter zu lieben und so gut es geht mit ihr umzugehen trotz dieser Gefuehle.


    Ich sehe es so wie glaube ich auch andere schon geschrieben haben, dass es wegen deiner Vergangenheit eine Aufgabe an dich ist, eine Art Herausforderung. Es steckt auch ein grosses Potenzial da drin, dass es dich an einen "wunden Punkt" fuehlt, aber auch auf laengere Sicht vielleicht dahin, besser mit dir selber ins Reine zu kommen. Das hiesse nicht, dass du deine Tochter fuer deine eigenen Probleme "benutzt", denn es ist ja gar kein Widerspruch darin, deine Tochter zu lieben und gut fuer sie zu sorgen, und sie bzw. euer Verhaeltnis auch als Anlass zu nehmen, dich zu entwickeln und etwas ueber dich selber zu lernen.


    Du musst fuer deinen Sohn und deine Tochter nichtb gleich fuehlen.


    Du koenntest deine Tochter willkommen heissen in anderer Weise als deinen Sohn, als besondere Herausforderung, und als Abenteuer, wobei Teil des Abenteuers eben auch aus deiner Vergangenheit und deinen Gefuehlen besteht, und wie du dies steuern kannst.


    Du machst das schon! :)*

    Zunächst: Ich verstehe, warum du dir Gedanken machst, nachdem dich die Gefühle nach dem Outing dermaßen überfallen haben.


    Aber: Vielleicht, Emma, vielleicht ist deine Tochter eine große Chance für dich - die Chance, dich unbefangen einem weiblichen Wesen zu nähern. Denn zunächst einmal bekommst du ein Baby. Und da ist es nicht anders, als bei deinem Sohn - abgesehen vom kleinen Unterschied beim Windelwechseln ;-) . Und natürlich abgesehen von ihrer Persönlichkeit.


    Und dann entwickelt sie sich in ihrer eigenen Persönlichkeit weiter, spielt vielleicht mit Barbies und will möglichst alles in Rosa, geht aber vielleicht auch lieber mit dem Bruder kicken - wer weiß das schon? Aber IMMER wird sie dein Kind bleiben. Das Kind, das du kennst, seit es auf der Welt ist. Und das du staunend dabei beobachtest, wie es seinen eigenen Weg geht.


    Vielleicht wirst du zu deiner Tochter auch eine ganz besondere Beziehung haben, eben WEIL sie ein Mädchen ist. Und weil sie dir zeigen wird, wie unbeschwert ein Mädchen aufwachsen kann, wenn es so eine wunderbare Mutter hat, wie du es bist.

    Mae, Lewian und viele andere... Ich bin ziemlich sprachlos. Daher einfach erstmal nur ein großes Dankeschön. @:)


    In mir arbeite gerade eine ganze Menge, aber ich bin schon sehr viel zuversichtlicher als noch vor wenigen Tagen und eine zaghafte Freude stellt sich langsam ein. Und als wüsste sie das, hat sie mich gestern zum ersten Mal spürbar getreten. x:)

    Ich hätte so gerne ein Mädchen gehabt :-/


    Leider sind es nur 2 Jungs geworden.


    Ich finde, eine Frau ist mit einem Mädchen komplett.


    Wenn ich meine 2 Nichten anfasse, rieche, ihre weibliche, ruhige (sie können auch anders) Ausstrahlung verspüre, beobachte wie sie sich über die langen Haare streichen etc. bin ich immer neidisch auf meine Schwester.


    Und mit dem Argument "Hauptsache gesund" braucht mir auch niemand kommen, denn das sind meine Jungs auch nicht :°(


    Sorry, aber jetzt musste ich meinen Frust mit den Monstern ;-D mal rauslassen....


    Der Rivalitätskonflikt unter Brüdern ist meiner Erfahrung nach kathastrophal.


    Was mich dieser schon Kräfte gekostet hat, läßt sich nicht beschreiben.


    TROTZDEM, ich liebe meine Burschen!

    Emma, du hast bereits ein Kind geboren. Versuche dich mal daran zu erinnern, was du direkt nach der Geburt empfunden hast. War das nicht einfach nur Glück, ein unbeschreibliches Glücksgefühl über dieses wunderbare Wesen? Und ich prophezeie dir, das wird bei deinem zweiten Kind genauso sein.


    Du hast Angst vor einem Mädchen, weil dir das positive Beispiel fehlt, weil du keinen schönen Umgang einer Mutter mit ihrer Tochter erlebt hast. Aber genau darin liegt auch deine Chance: Du kannst (und wirst!) es anders, besser machen. Zu den Vorteilen von unterschiedlichen Geschlechtern bei Geschwistern wurde schon einiges geschrieben; ich möchte die geringere Konkurrenz noch mal hervorheben: Die beiden werden sich nicht so stark aneinander messen (und auch von anderen nicht so stark verglichen werden), da sie dem anderen Geschlecht angehören.


    Ich bin mir ziemlich sicher, dass du in die Rolle der (Auch-)Tochter-Mutter gut reinwachsen wirst! @:)

    Meine Mutter war immer meine engste und beste Freundin...


    Ich hatte sehr gehofft, dies selbst mit meiner Tochter erfahren zu können....


    Klar, ist mein subjektives Empfinden.


    Manchmal steh ich neben meinen energiegeladenen Jungen und habe das Gefühl, sie sind so ganz anders als ich... Das habe ich mit meinen Nichten nicht, da fühle ich eine (weibliche?) Verbundenheit...

    Lila

    Zitat

    Emma, du hast bereits ein Kind geboren. Versuche dich mal daran zu erinnern, was du direkt nach der Geburt empfunden hast. War das nicht einfach nur Glück, ein unbeschreibliches Glücksgefühl über dieses wunderbare Wesen?

    Puh, schlag mich jetzt bitte nicht, aber nein, so ein allumfassendes Glücksgefühl hatte ich nicht unbedingt. Ich war in erster Linie erschöpft und von dem Wesen fasziniert, aber Liebe und Glück kamen später und das auch nicht gewaltig, sondern eher langsam und stetig.

    manon

    Siehst du, das ist das, was ich wohl nicht nachvollziehen kann. ":/ "Weibliche Verbundenheit" - das klingt schon ganz eigenartig in meinen Ohren.


    Bitte nicht als Angriff werten, ich will dich nicht verletzen oder abwerten. Es ist einfach nur eigenartig, wie unterschiedlich man so etwas sehen kann. @:)

    In der Apothekenumschau stand schon öfter mal "eine Schwester schützt die männlichen Geschwister vor Depressionen".


    Fand ich immer interessant, da meine Schwester schon tot ist. Ob da was dran ist? Keine Ahnung.

    Zitat

    Meine Mutter war immer meine engste und beste Freundin...


    Ich hatte sehr gehofft, dies selbst mit meiner Tochter erfahren zu können....

    Halt, nein, Protest. ;-D


    Meine Mutter war noch nie meine beste Freundin. Meine Freundinnen suche ich mir selber aus, vielen Dank, ich verstehe mich blendend mit meiner Mutter - aber nicht auf dieser Ebene. - Und genauso halte ich es mit meinen Töchtern. Meine eigene Weiblichkeit empfinde ich für mich ganz alleine, dazu brauche ich ganz bestimmt nicht meine Kinder!


    Klar tauscht man sich im Badezimmer mal über die korrekte Verwendung von Tampons, Verhütungsmitteln oder Langhaarspülungen aus, aber immer auf der Basis Mutter-Tochter. Ich bin die Große, die beiden sind die Kleinen.

    Zitat

    "Weibliche Verbundenheit" - das klingt schon ganz eigenartig in meinen Ohren.

    Ja, nicht nur in deinen. Das klingt wieder nach wir zwei gegen die bösen Männer. Und das mag ich nicht.

    Zitat

    "Weibliche Verbundenheit" – das klingt schon ganz eigenartig in meinen Ohren.

    Finde ich auch seltsam..vor allem wenn man dabei an seine eigene Mutter denkt ":/


    Ich habe eine echt super Beziehung zu meiner Mutter – wir wohnen ja sogar in einem Haus (wenn auch verschiedenen Wohnungen) – aber ich würde nie auf die Idee kommen das so zu definieren.


    Wir sind nicht "weiblich verbunden" sondern wir sind Mutter und Tochter...


    Aber ich bin ihr nicht "verbundener" oder auch nicht weniger verbunden als meine Brüder...


    Ich finde das etwas seltsam. Worin soll diese spezielle Verbundenheit bestehen? Darin, dass man als Teenager normalerweise zur Mama rennt wen man Fragen zu Menstruation und Co hat?


    Eine gute Beziehung zur Mutter oder zum Vater ist garantiert nicht geschlechtabhängig....

    Zitat

    Meine Mutter war noch nie meine beste Freundin. Meine Freundinnen suche ich mir selber aus, vielen Dank, ich verstehe mich blendend mit meiner Mutter - aber nicht auf dieser Ebene. - Und genauso halte ich es mit meinen Töchtern. Meine eigene Weiblichkeit empfinde ich für mich ganz alleine, dazu brauche ich ganz bestimmt nicht meine Kinder!


    Klar tauscht man sich im Badezimmer mal über die korrekte Verwendung von Tampons, Verhütungsmitteln oder Langhaarspülungen aus, aber immer auf der Basis Mutter-Tochter. Ich bin die Große, die beiden sind die Kleinen.

    So sollte das auch sein, oder? Mutter-Tochter-Freundschaften verstören mich regelrecht und ich weiß nicht warum.