Dem Kind die Nacht-Windel abgewöhnen

    Hallo zusammen *:)


    Ich möchte hier einige Tipps und Anregungen bekommen, wie wir unserem Sohn (4 1/2 Jahre) die Windel für die Nacht abgewöhnen können. Er ist tagsüber schon lange trocken und es kommt (immer häufiger) vor, dass er nachts gegen 2-3 Uhr wach wird und selbständig auf die Toilette geht. Dabei nimmt er sich die Windel alleine ab, erledigt sein kleines Geschäft und legt sich wieder in´s Bettchen. Jetzt suchen wir nach einer Strategie die Windel völlig weg zu lassen.


    Ich bin dabei mit meiner Frau nicht völlig einig. Sie meint es reicht, wenn er zum letzten Mal für die Nacht um 19:30 Uhr etwas zu Trinken bekommt und danach nicht mehr. Hierbei sei erwähnt, dass unser Sohn etwa zwischen 20:30 Uhr – 21:00 Uhr einschläft und spätestens 7:30 Uhr morgens aufwacht – von alleine.


    Ich sehe das etwas anders. Wenn ich Durst habe in der Nacht gehe ich doch auch etwas trinken. Warum sollte ich dieses meinem Kind verwehren? Sie würde gerne die Windel zum Einschlafen schon weg lassen und ihn dann 2 Stunden nach dem Einschlafen nochmal wecken um mit ihm auf die Toilette zu gehen. Auch das passt mir garnicht. Warum ein schlafendes Kind wecken???


    Meine Frau hat sich das jetzt so in den Kopf gesetzt (warum auch immer?) und ich suche jetzt nach Argumenten gegen ihre Variante oder einige Vorschläge.


    Lieben Gruß . . .

  • 26 Antworten
    Zitat

    Jetzt suchen wir nach einer Strategie die Windel völlig weg zu lassen.

    Naja, Du mußt da schon ein wenig flexibler sein ;-)


    Es passt Dir nicht das Trinken zu reduzieren – das Kind zu wecken passt Dir auch nicht....wobei Euer Kind ja schon jetzt von alleine nachts wach wird wenn er muss...


    Ich habe das übrigens mit dem Wecken gemacht – immer bevor ich selbst ins Bett gegangen bin, was in der Regel so zwei-drei Stunden nachdem das Kind eingeschlafen war, gewesen ist.


    Zudem habe ich das Bett "pipimäßig" vorbereitet, sprich, eine entsprechende Matte unter das Laken. Wenn da mal doch noch eingepieselt wurde, was durchaus die erste Zeit vorkam – war kein Thema außer ein wenig Wäsche mehr.


    Aber erinnerlich war diese Phase recht kurz.


    Davon, dem Kind das Trinken zu verwehren halte ich auch nichts – es sei denn, es benutzt das "Ich habe Durst" um nicht schlafen zu müssen, aber das merkt man normalerweise, also ob es richtiger Durst ist oder nicht ;-). Gab es in der Anfangsphase Erkrankungen mit Fieber – da habe ich dann auch noch mal die Windel angezogen (wenn es für sie ok war), einfach, weil Fieber gerade Kinder (zumindest meine) doch arg schwächt, da müssen sie nicht auch noch ständig aufstehen....


    Aber das Wecken, das ist zwar mühsam, gerade für uns Eltern ;-) – dennoch eine Methode die meiner Meinung nach "humaner" ist. Mal kurz geweckt zu werden finde ich nicht so schlimm, wie einem Grundbedürfnis wie "Durst" nicht nachgehen zu dürfen.


    Je nachdem wie viel mein Kind getrunken hatte und ob ich selbst noch/wieder wach war oder nicht, habe ich auch diverse Male nachts ein weiteres Mal geweckt.


    Wie gesagt, die Weckmethode ist natürlich wesentlich anstrengender für den Elternteil als das Trinken zu verbieten. Aber man kann sie andererseits auch weglassen, dann gibt es nur am Anfang mehr "nächtliche Unfälle". Obwohl ich das bei Eurem Kleinen jetzt gar nicht mal glaube, wenn er schon mit Windel nachts auf's Klo geht... ":/

    ist denn morgens was in der windel?


    wenn er grad anfängt, nachts alleine aufs klo zu gehen, würde ich ihn mal machen lassen. ich schätze, wenn er sich sicher fühlt, wird er von alleine die windel abhaben wollen.

    fragt doch mal euren sohn. ich finde es toll, dass er selbstständig nachts aufs klo geht. ich würde ihn dafür loben und weiter ermutigen und dabei erwähnen, dass er dann bald gar keine windel mehr braucht. irgendwann wird er sie selber nicht mehr wollen. und dann ein bisschen vorsorge treffen, damit unfälle schnell behoben werden können.


    was deine frau vorhat, könnte nach hinten losgehen. immerhin heißt dann zumindest das nächtliche wecken, dass ihr ihm nicht zutraut, dass er alleine merkt wenn er mal muss (was ja schon in ansätzen klappt). ich würde ein schlafendes kind jedenfalls auch nicht wecken...

    Also ein schlafendes Kind würde ich nich twecken. das macht doch seinen Rytmus völlig kaputt und schmälert sein Selbstvertrauen. wenn er eigenstädig auf die Toilette geht und sich dann noch selbst die Windel abmacht, lasst es doch dabei.


    Er wird euch selber sagen, wenn er die Windel nicht mehr haben will. :)^

    Warum so kompliziert?


    In dem Alter kann man mit einem Kind doch vernünftig reden: "Toll daß du merkst, wenn du nachts aufs Klo mußt – jetzt brauchst du keine Windel mehr." Dann die Windel einfach weglassen. Vorsichtshalber Matratzenschoner auflegen. Dann müßt ihr nur noch damit rechnen, daß ein paar Wochen lang gelegentlich ein nasses Lakengewechselt werden muß oder euer Kind vor dem Einschlafen zur Sicherheit 10mal aufs Klo will. Nach ein paar Wochen gibt sich das.


    Das Trinken sollte man nicht verbieten, das ist ja wie eine Strafe!


    Ich würde ihn auch nicht zum Pinkeln wecken – es reicht,wenn er direkt vor dem Schlafengehen nochmal Pipi macht. Er soll ja lernen, es nachts SELBER zu merken – das kann er schlecht, wenn er lernt, daß man ihn eh weckt.

    Einfach die Windel weglassen. Immerhin geht er doch schon alleine Nachts aus Klo und macht sie sich ab.


    Das mit dem ab 19.30 nichts mehr zu trinken geben, finde ich blöd. Mann muss ihm ja nicht literweise was geben, aber hier und da mla nen Schluck, auch bevor er ins Bett geht muss drin sein!


    Mein Sohn war zb mit 2,5 Jahr von heute auf morgen trocken , auch nachts. Hab ihm zur Sicherheit noch 2 Tage die Pampers dran gelassen nachts, aber er hat sich immer gemeldet.


    Manche Eltern machen da leider ein viel zu großes Trara drum und verunsichern die Kinder total.Windel ab & fertig.

    Zitat

    Also ein schlafendes Kind würde ich nich twecken. das macht doch seinen Rytmus völlig kaputt und schmälert sein Selbstvertrauen.

    Wenn ein Kind dann richtig wach wird – ok, das hätte ich auch nicht gemacht. Es wurde gepieselt, fast noch am Schlafen und gut war. Ich habe das Kind ja nicht aus dem Bett gezerrt ;-).


    Und wieso schmälert das sein Selbstvertrauen? Ich habe da kein großes Ding draus gemacht. Ich habe es so rübergebracht wie es gemeint war: Unterstützend.


    Hanseline

    Zitat

    es nachts SELBER zu merken – das kann er schlecht, wenn er lernt, daß man ihn eh weckt.

    Ich habe es mir umgekehrt vorgestellt: Dass durch diese Unterstützung das Kind merkt, dass es "normal" ist, auch mal nachts zu müssen und auf's Klo zu gehen.


    Also zumindest hat es bei meinen Beiden gut geklappt und wir reden ja hier auch nicht von Monaten, sondern höchstens ein paar Wochen.


    Und die Windeln weglassen – das wurde auch vorher "besprochen". So in der Art wie Du s auch beschreibst, mit Lob und so.


    Eine gewisse Karenzzeit war drin....erinnerlich meine Große wollte irgendwann von selber nicht mehr – dann blieb sie eben weg und ich weckte die erste Zeit. Bei der Kleinen war es so, dass sie -aus Faulheit, das war offensichtlich ;-)- die Windel behalten wollte. Ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr so genau wie ich sie dann "rumgekriegt" habe....ich glaube, ich habe einfach keine Windeln mehr gekauft und hatte nur noch Notfallwindeln? ":/ – ich weiß aber auf jeden Fall, dass ich auch sie geweckt habe und nach ein paar Wochen alles "gut ging".

    Ach so und bevor das jetzt mißverstanden wird:


    Ich habe da nicht jeden Abend punkt 22 Uhr gestanden und geweckt ;-D – ich habe es oftmals auch vergessen oder es gelassen wenn sie wenig getrunken hatte....hatte sie viel getrunken, dann auf jeden Fall.

    Ich habe meine Kinder auch nachts nochmal geweckt, was ist denn dabei? Es sind nicht etliche Wochen gewesen, sondern nur 3 oder 4 Tage. Allerdings schließe ich mich allen anderen an..er merkt ja schon wenn er nachts muss, also kann das wecken ausfallen. Wasserdichte Einlage aufs Bett und gut ist.


    Das mit dem trinken verbieten würde ich auch nicht machen, trinken ist ein Grundbedürfnis.


    Wenn es natürlich heisst um 20 Uhr gehts Licht aus, und der "Monsignore" meint bis 20:30,


    er hätte alle 5 Minuten Durst, dann würd ich da auch einen Riegel vorschieben.

    Nachtrag


    Ach ja...vergessen...wie wäre es mit Pampers Underjams? Eine Unterhose die "Unfälle" aufsaugt. Es ist eine normale Unterhose, was euren Burschen "seeehr erwachsen" sein lässt, da sie wesentlich dünner als ne Windel ist. Aber ihr braucht euch ums wecken keine Gedanken machen und der arme Kerl muss nachts nicht auf trinken verzichten.

    Hallo zusammen *:)


    Echt lieb, dass ihr uns mit so vielen Meinungen in dieser kurzen Zeit beschenkt :)=


    Zum Trinken: Den letzten vollen Becher gibt es jetzt zum Abendbrot 18:00 Uhr. Danach nur bei Bedarf in geringsten Mengen, aber auch nachts nach einem schlimmen Traum z.B..


    Windel: Wir lassen sie jetzt weg und werden bei ihm das Gefühl von ein "großer Junge" zu sein mit viel Lob fördern wenn er alleine nachts auf die Toilette geht. Das wird sicher nicht so leicht, wenn dann doch noch einige "Unfälle" passieren – aber das sehen wir dann.


    Ich werde in einigen Tagen hier schreiben ob wir Erfolge hatten, versprochen :)z


    Soweit aber schon Vielen Dank an alle :)^


    Lieben Gruß ...

    Das Trinken begrenzen würde ich auch nicht... ansonsten eine Trainingswindel anziehen und abwarten.


    Ich würde da noch keinen Druck machen - den Druck machen sich die Kinder erfahrungsgemäß schon selbst.


    Nachts wecken würde ich das Kind nur wenn es selbst das mitträgt - soll heißen, wenn der Leidensdruck von Seiten des Kindes groß genug ist das es selbst sagt: ja, wecke mich zum Pipimachen.


    Ansonsten würde ich durchaus noch weiter abwarten, manche Kinder, speziell oft die Jungs, brauchen da länger... andere weniger lange.


    In dem Alter würde ich aber wirklich alles mit ihm absprechen. Mein Sohn ist auch viereinhalb und ich weiß, dass es oft viel besser geht wenn man etwas mit ihm abspricht. Und gerade bei dem Thema, wo die Kinder doch auch das "großwerden" verbinden, kann ein Kind sehr gut "mitarbeiten"

    Also ich würd das Kind trinken lassen wie es will ":/


    Das hat es doch mit Windel auch getan. Ist nachts aufgewacht und aufs Klo gegangen. Wieso also was am Trinkverhalten ändern, nur weil die Windel jetzt weg ist? ":/ Windel weg heißt ja nicht automatisch dass das Kind nachts plötzlich nicht mehr aufs Klo geht und stattdessen einpinkelt.


    Unterlage rein, damits wirklich im Falle eines Falles nicht auf die Matratze geht und basta. Ich würd im Leben nicht auf die Idee kommen, dem Kind abends bei Bedarf in geringsten Mengen was zu trinken zu geben. Das kommt sich noch veräppelt vor, weil es jetzt nicht mehr normal trinken darf wie sonst auch.


    Außerdem macht das doch höchstens noch Druck für das Kind. "Wenn ich jetzt zuviel trinke, dann piss ich ins Bett." Sonderlich gut finde ich das nicht, da kriegt das Kind ja Angst vor dem Schlafen ohne Windel, weil man da so ein Trara drumrum macht. Abends vor dem schlafen gehen das Kind nochmal aufn Pott und fertig.


    Unfälle werden passieren, aber das gehört dazu. Nur deswegen das Trinkverhalten ändern halte ich für eine nicht sonderlich hilfreiche Methode :-X

    Zitat

    Wenn ein Kind dann richtig wach wird – ok, das hätte ich auch nicht gemacht. Es wurde gepieselt, fast noch am Schlafen und gut war. Ich habe das Kind ja nicht aus dem Bett gezerrt

    Na also entweder ich wecke mein Kind und gehe mit ihm auf Toilette, dannist es auch wach oder nicht? Was denn nun. Wenn ich meinen ausm bett hole und auf denTopf setze ist er wach. dann schläft er ja nicht mehr.