Die nachgeburtliche Geschwisterkrise und das Stillen

    Hallo zusammen *:)


    Baby Nr. 2 ist nun schon fast 2 Wochen alt. Mein "Großer" ist 20 Monate. Bisher verkraftet er die kleine Schwester ganz gut. Wir versuchen ihm auch möglichst weiterhin viel Aufmerksamkeit und Exklusivzeit zu schenken, klappt mit kleinem Baby natürlich nicht immer gleich gut.


    Das Stillen scheint ihn besonders zu interessieren. Er zeigt immer interessiert auf die Brust und fragt mit seinem "da da" was das soll und sagt manchmal auch "nein, nein", wenn ich ankündige, dass die Schwester Hunger hat und nun was trinken muss. Ich hab ihn auch schon einmal gefragt, ob er auch (wieder) an der Brust trinken will. Da hat er mit "ja" geantwortet. Daraufhin habe ich ihm erklärt, dass die Brust nur für kleine Babys ist und er auch über ein Jahr an meiner Brust getrunken hat. Das war für ihn dann auch in Ordnung.


    Heut kam das Thema beim Besuch meiner Hebamme auf. Sie empfahl, ihn einfach mal probieren zu lassen. Da würde erfahrungsgemäß nichts passieren, da die Kinder das Trinken an der Brust meist schon wieder verlernt hätten und somit das Interesse von allein daran verlieren.


    Mein Sohn hat sich im März/April diesen Jahres selber abgestillt. Das ist also noch gar nicht so lang her. Ich hätte nichts gegen "einmal probieren lassen", aber ich hab Sorge, dass mein Sohn das Trinken an der Brust vielleicht doch noch nicht verlernt hat und die Brust dann wieder regelmäßig möchte. Tandem-Stillen wollte ich nämlich nicht :=o


    Wie habt ihr das gehandhabt? Bzw. wie war das bei euren Kindern, wenn sie nur einen kleinen Altersabstand hatten?

  • 10 Antworten

    Direkt Erfahrung zum an der Brust trinken habe ich nicht. Mein Sohn ist knapp 22 Monate älter als seine Schwester. Er fand das Stillen auch immer sehr spannend, zeigt gerne auf meine Brust, will seine Schwester auch mal hindrücken oder wegziehen, aber selbst saugen wollte er noch nie.

    Wir hatten mal ein Fläschchen mit Muttermilch aus dem er unbedingt trinken wollte, er hat dann angeekelt das Gesicht verzogen und wollte das Fläschchen seiner Schwester geben.
    Bei ihm habe ich keine Sorgen, dass er wieder stillen möchte.


    Ich würde auch denken, dass er die Saugtechnik schon verlernt hat, würde es aber nicht drauf ankommen lassen. 8-(

    Wir hatten einen Abstand von knapp über 2 Jahren. Mein Sohn wurde zu dem Zeitpunkt aber schon über ein Jahr nicht mehr gestillt (aufgehört mit 11 Monaten), also hatte er das schon komplett vergessen.


    Als er mich zum ersten Mal stillen sah hat er laut und fast entsetzt "aua!" gesagt. ;-D Hab ihm dann erklärt, dass da Milch für Babys rauskommt und er fand es noch eine Weile faszinierend, danach wars kein Thema mehr. Meine Tochter ist inzwischen selbst schon 20 Monate alt und sie hat vor wenigen Tage zum letzten Mal gestillt...


    Ich würde ihn nicht probieren lassen. Er hat akzeptiert, dass das für kleine Babys ist und damit ist es ok.

    Meine Söhne sind 17,5 Monate auseinander.

    Wenn ich den Kleinen gestillt habe, hat der Große seine Babypuppe im Wäschekorb gestillt. :-)

    Die Überschrift suggeriert ein Problem, während dein Eingangsbeitrag eher lustig zu lesen ist.;-)

    Empfindest du die derzeitige Situation denn als Problem?

    Wenn Tandemstillen für dich nicht vorstellbar ist, würde ich die Sache aussitzen bzw. ihn versuchen anderweitig abzulenken.

    Nein, also wenn es nur bei Interesse seinerseits bleibt und das „nein nein“ meines Sohnes nur darauf bezogen ist, dass er gerade nicht möchte, dass ich mich nur am Rande um ihn kümmern kann, ist es kein Problem.


    Ich hab nur Sorge, dass das Stillen ihn vielleicht doch noch eifersüchtig machen könnte und „einmal probieren“ das verhindern könnte ":/


    Ich bin aber auch gerade bisschen im Babyblues und es macht mir ein wenig zu schaffen, dass mein „kleiner Großer“ jetzt soviel zurückstecken muss. Vielleicht auch deshalb die Sorge/Idee ihn doch entgegen meines Bauchgefühls probieren zu lassen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es tatsächlich mehr deine eigene Sorge ist. Kinder sind mitunter ziemlich anpassungsfähig. Dass Eifersucht aufflackert, liegt sicherlich nicht unbedingt am Stillen bzw. kann in vielen anderen Situationen auch passieren.

    Ich habe meinem Großen gesagt, dass seine Milch ja jetzt aus dem Tetrapack kommt. 😁 Lass ihn die Muttermilch aus einer Tasse probieren, wahrscheinlich schmeckt sie ihm eh nicht mehr :)

    Meine Kinder sind 14 Monate auseinander. Wenn ich meine Tochter gestillt habe, kam de Bruder immer an und wollte kuscheln. Ich habe ihn dann immer in den Arm genommen und auf der anderen Seite dasBaby gestillt. Für ihn war wichtig, dass eben nicht das Baby jetzt dran ist und er abgewiesen wird.


    Trinken wollte er aber nicht - es war mehr die Zuneiung, die ihn interessierte.


    Wenn du Sorge hast, dass er das stillen noch nicht verlernt hat , dann würde ich ihn auch nicht probieren lassen. So beugst du ev. Theater vor.

    Ich würde meine Tochter glaub ich auch nimmer probieren lassen. Sie hatte und hat so ein starkes Saugbedürfnis - wer weiss X-\

    Ich würde dem Großen erklären dass das die Nahrung fürs Baby ist. Er kann ja schon (xy was er gerne isst) Würstel, Käse was auch immer essen. Das Baby aber noch nicht - das braucht Mama-Milch.

    Meine Große war 2;1 als die Kleine kam. Sie ist fasziniert vom Stillen, hat auch mal an der Brust geschleckt, aber offensichtlich die Technik verlernt gehabt.

    Hier gabs einen tollen Tipp in der Rückbildung für Geschwisterkinder.

    Eine Stillbox mit tollem und exklusivem Spielzeug nur für die Stillzeit richten. Das große Kind bekommt die Box nur für die Dauer des Stillens und freut sich über die Sachen und auch auf das Stillen. Große

    Fädelperlen, ein Buch mit Geräuschen oder was deinen Großen gerade brennend interessiert:-)