KathaMatze, danke.


    whitemagic, ich hoffe, es hängt wirklich mit der schwester zusammen


    rolf, ja natürlich möchte ich, dass er glücklich ist. und in der theorie bin ich natürlich aufgeschlossen und tolerant. aber wenn es dann um das eigene kind geht, fühlt es sich eben doch anders-und nicht politisch korrekt-an. alles andere wäre eine selbstlüge.


    Sue, ich werde es morgen in ruhe lesen


    schnecke, mein cousin hat auch kleider getragen u sich die nägel lackiert als kind. er ist jetzt ein typischer heteromann. schwul fände ich auch nicht so schlimm, aber transsexuell schon, wenn er sich umoperieren lassen wollte, das wäre hart.

    Zitat

    schwul fände ich auch nicht so schlimm, aber transsexuell schon, wenn er sich umoperieren lassen wollte, das wäre hart.

    Weißt du, das sind gerade deine Gedanken und Gefühle. Ich denke, dass du mit dieser Angst im Hinterkopf die Situation bewertest. Vielleicht würde es dir helfen, wenn du versuchst, dich aktiv damit auseinanderzusetzen, dass er immer, immer, immer dein Kind sein und bleiben wird, das du 9 Monate unter dem Herzen getragen hast x:) und wenn er transsexuell wäre, dann wäre es immer noch dein Kind, das du liebst. Ich denke, es ist sehr wichtig, dass du ihm vermittelst, dass er okay ist, so wie er ist. Ob er jetzt Kleidchen trägt oder nicht.


    Vielleicht ist dieser Geschlechtertausch auch ein Mittel, um Aufmerksamkeit zu bekommen, weil er sich durch das Baby zurückgesetzt fühlt? Denn Kinder erregen lieber "negativ" Aufmerksamkeit, als gar keine Zuwendung von den Eltern zu bekommen.

    schnecke, du hast recht. im prinzip geht es darum, wie es ihm gut geht. ich wollte mir nur mal meine gefühle von der seele reden. ich werde ihn natürlich immer lieben.


    er wAr schon eifersüchtig, obwohl wir ihn immer noch sehr betüddeln. er bekommt auf keinen fall weniger aufmerksamkeit als das baby. aber ich gebe zu, dass ich mir diesmal sehr ein mädchen gewünscht habe. denn ich finde es perfekt, einen jungen u ein mädchen zu haben. viell hat er das mitbekommen?

    Mein Bruder war früher in diesem Alter genauso. Er wollte immer ne Prinzessin sein. Aber irgendwann hat er es zum Glück bemerkt das er ein Junge ist und das total uncool ist sich als Prinzessin zu verkleiden. Schau dir das noch ein bis zwei Jahre an. Meistens wenn sie dann in die Schule kommen könnte es schlagartig aufhören, oder es geht halt weiter. Wenn es nicht aufhört, dann mach dir keine Sorgen denn es gibt tatsächlich Kinder die schon früh bemerkt haben das sie halt im falschen Körper stecken. Bei manchen ging diese Phase vorbei, andere haben die komplette Prozedur der Geschlechtsumwandlung hinter sich. Hab auf RTL II mal so ne Sendung gesehen. ABer wie gesagt beobachte es ne Weile.

    Stufen der Geschlechtskonstanz-Entwicklung


    2 – 3 Jahre: Kinder beginnen sich selbst und andere zuverlässig dem richtigen Geschlecht zuzuordnen


    Alter 3 – 4 Jahre: vorläufige Festigung der Geschlechtsidentität


    Alter 6 – 9 Jahre: Invarianz der eigenen Geschlechtszugehörigkeit – Geschlechtszuordnung als unveränderbares Merkmal erkannt


    ich würd dem kleinen halt rosa anziehen, damit er es nicht als machtkampf nutzen kann ;-) und damit ich meine ruhe hab :-)


    im kindergarten wird er sich das rosa sicher schnell wieder abgewöhnen und wenn nicht: was solls? er ist und bleibt dein tolles kind @:)

    Hallo,


    also mir ist bei meinem Sohn (4) aufgefallen dass ihn das Thema auch beschäftigt. Nicht im Sinne von "ich will ein Mädchen sein" sondern – er hielt sich die Haare hoch (waren heute beim Friseur und mussten warten, er hatte eine lange Löwenmähne ;-) ) und meinte dann "Wie ein Mädchen". Gleichzeitig wollte er vor einiger Zeit Haarspangen, rosa Hello-Kitty-Söckchen – und spielt im Kindergarten nur mit Mädchen. Und im Moment will er später kein Mann sondern ein Drache werden *grins*


    Die Frage ist denke ich auch, worüber ein Junge in dem Alter seine Identität festmacht.... Wir haben in der Familie einen mehrfachen Vater der sich gerne Frauenkleidung anzieht, die Fingernägel lackiert usw.... und ja, er eckt damit öfter mal an, während ich mir denke: Gut dass der so offen zu sich steht.


    Aber sein Sohn – lackiert sich auch schon die Nägel und trägt selbstverständlich Lieblingsfarbe "rosa"...


    Dabei sind beide ausgesprochen männlich. Klingt für viele zwar sehr schrägt, ist es auch – aber auf der anderen Seite ist auch das "Mannsein"... nur eben nicht nach gängigen Klischees.


    Ein anderer mittlerweile Erwachsener Junge aus unserer Familie hat mit 3 mal einen Heulkrampf gekriegt als er hörte er könne später ein Papa sein – er meinte "Ich will aber eine Mama sein!" und weinte dann für eine Stunde... DAbei hatte er einen tolllen Papa und war garantiert nicht unsicher gebunden oder Ähnliches.


    Darüber habe ich schon oft nachgedacht aber.... ich glaube einfach, Kinder in dem Alter wissen zwar sehr fest was sie *körperlich* sind – aber sie sind noch in einem magischen Denken verhaftet in dem wirklich alles möglich erscheint das man sich wünscht.... Und wenn ein Junge dann Kleidchen, rosa, Schminkzeug und "Mädchenspielzeug" vorzieht – dann ist das in der Phase dann nur ein kleiner Schritt zu "ich bin auch ein Mädchen"


    Ich kann mir das ehrlich gesagt von meinem Sohn auch vorstellen – und noch mehr, wenn ich mir vorstelle, dass da ein kleines Mädchen-Baby in der FAmilie ist und er damit umgehen lernen muss....


    Ich würde nicht glauben, dass das irgendwas mit Transsexualität oder irgendso etwas zu tun hat – und mir wenn dann auch bewusst machen, dass mein Kind ja kein anderer Mensch wird durch so etwas. Aber wenn Du wirklich so unsicher bist würde ich darüber mit einem Kinderarzt reden -alllerdings nur zur Selbstberuhigung.


    Nötig finde ich es nicht.


    LG


    happy


    ps dazu:

    Zitat

    und wenn er das nächste mal sagt, er sei ein Mädchen, dann würde ich lachen und sagen "Na komm – das wollen wir doch mal kontrollieren..." und dann schaut ihr zusammen nach und dann sagst Du ganz erstaunt -"Huch – was hast Du denn da?" und dann wird er sagen "ein Spätzchen" und dann fragst Du "Aha ... und was bist Du dann? Schau mal im Buch – ein Junge oder ein Mädchen?"

    Das würde ich *NIEMALS* machen. Damit nimmt man das Kind nicht ernst und das ist mies. Denn wenn er in dem Moment so sehr ein Mädchen sein möchte, wäre es gemein über diesen tiefen, tiefen Wunsch noch zu lachen, ihn nicht ernstzunehmen.


    Und er ist nicht mehr knapp zwei sondern dreieinhalb. So wie hier beschrieben würde ich in dem Alter auf keinen Fall mit einem so großen Kind reden, das fühlt sich ja veräppelt... Ich glaube kaum dass ein Kind dem Alter "Nachhilfe" über anatomische Details braucht :-/


    Ich würde den Jungen zwar nicht drin bestärken aber ihn anlächeln und sagen "Ich habe Dich sehr lieb und zwar so wie Du bist!"

    ich hab heute mehrmals so nebenbei das wort "junge" fallen lassen, also sowas wie "du bist mein liebster junge der welt" und sowas. er hat mich nicht korrigiert. aber vorhin sollte er eine beige jacke anziehen und da hat er gesagt, nein, das sieht zu sehr nach junge aus. mein mann hat gesagt: "aber du bist doch ein junge" und er hat gesagt: "nein."


    wir haben ihn gefragt, woran man sieht, ob jemand ein junge ist. er sagte dann schon irgendwas von penis. ich hab ihn gefragt, ob er einen hat und er sagte: "nur einen winzig kleinen, deshalb bin ich ein mädchen".


    aber heute früh hat er mich gefragt, warum sein pipi jetzt groß ist bzw. warum es manchmal groß ist und manchmal klein. da hab ich ihm erzählt, wie das so funktioniert und dass er später ein papa werden kann und dagegen hat er nichts gesagt.

    ....also wenn meine Kinder was sein wollen/was haben möchten, was absolut nicht geht, dann erkläre ich ihnen das im ruhigen Ton und korrigiere, wenn nötig.


    Er ist gerade bei der Identiätsfindung und seine soziale und geschlechtliche Identität ist nun mal ein Junge....


    auch wenn es emotional nicht so ist.


    Trotzdem wird er mit dieser Basis leben müssen.


    Rosa würe ich ihm lassen, aber das mit dem "ich bin ein Mädchen", würde ich nicht unterstützen oder ignorieren.


    Man muß früh im Leben damit anfangen sich zu arrangieren – das gehört m.A. nach auch dazu.

    Die Farbe "rosa" für Mädchen ist ziemlich neu – früher war "blau" für Mädchen – steht da:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Rosa_%28Farbe%29

    Lass ihn doch sein, was er sein möchte und respektier seine Meinung bis er es wirklich selber feststellt, dass er kein Mädchen ist.

    Zitat

    Oh Mann, das sind jetzt wirklich nicht die richtigen für so ein Problem. Das ist ein Ableger der Offensive Junger Christen, die auch für die "HEILUNG" von Homosexuellen sind.....

    Der Link ist schlimmste amerikanische Antischwulen-Propaganda. Und direkt aus dem Englischen übersetzt. Da liest man so herrliche Sachen wie:

    Zitat

    Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Lebensgeschichten von homosexuell aktiven Männern eine Ansammlung von Problemen aufweisen: eine deutliche Ablehnung durch gleichgeschlechtliche Altersgenossen, ein geringes Selbstwertgefühl, ein distanzierter Vater, eine überbehütende oder kontrollierende Mutter, Schikanierung oder sexueller Missbrauch. Das Gute ist, dass diese Probleme angegangen und gelöst werden können und die männliche Identität dadurch stabilisiert, gestärkt, und schließlich vom Jungen gerne angenommen werden kann.

    Ab ins Hetero-Bootcamp.