deviation, ich habe aber gelesen, dass sich transsexualität schon bei 2-4jährigen zeigt u ernstgenommen werden sollte. je früher sie festgestellt wird, desto eher kann man das kind richtig behandeln, sodass es sich nicht abgelehnt fühlt. daher hoffe ich schon auf eine diagnose.

    ....ich glaube nicht, dass es an seiner Schwester liegt.


    Zumal auch 3,5 jährige sich ihrer Geschlechterrolle schon sehr bewußt sind,


    da heißt es z.B.:


    wir sind eine Bande (die kleinen Jungs finden sich auch schnell, mit Mädchen wird nur gespielt, wenn man sie explizit dahin führt), wir jagen DIE Mädchen UND wir spielen gerade immer in der Puppenecke.


    .....


    es ist wirklich ungewöhnlich, was Dein Sohn da macht und geht über das normale Modelllernen hinaus.

    Zitat

    ich habe aber gelesen, dass sich transsexualität schon bei 2-4jährigen zeigt u ernstgenommen werden sollte

    Natürlich kann sich eine Transsexualität bereits in so jungem Alter zeigen, und natürlich sollte das ernst genommen werden. Deswegen sage ich ja, dass ich den Weg zum Psychologen absolut richtig finde! :)^


    Aber eine gesicherte Diagnose kann in diesem Alter noch nicht gestellt werden, weil sich eben vieles noch verändern kann. Es ist für den jetzigen Umgang mit dem Kind ja im Prinzip auch völlig egal, ob sich der Wunsch manifestiert, oder ob sich das Kind in einem halben Jahr wieder völlig verändert, und gerne ein Junge ist. Es wird jeder Rat onehin dahin gehen, das Kind zu unterstützen, nicht unter Druck zu setzen, und damit zu verhindern – wie du bereits gesagt hast – dass es sich abgelehnt fühlt.

    Zitat

    wir brauchen einfach eine diagnose. und ich will wissen, wie wir uns ganz konkret verhalten sollen, wenn er rosa tragen will und wenn er abstreitet, ein junge zu sein.


    je früher sie festgestellt wird, desto eher kann man das kind richtig behandeln, sodass es sich nicht abgelehntfühlt.

    Im jetzigen Zeitpunkt wird sich kein Kinderarzt dazu herausfordern lassen, eine Diagnose zu stellen. So kurz nach der Geburt eines Geschwister, zeigen ältere Geschwister oft allerlei Verhaltensauffälligkeiten. Da wird man Euch raten, erst mal ein halbes oder ganzes Jahr abzuwarten.


    Wenn er Rosa tragen will, soll er Rosa tragen. Bevor Dein Mann sich für seinen Sohn schämt, kaufst Du ihm ein rosa Hemd, Kravatte oder sonst was. Das ist i.M. modisch voll im Trend und Vater und Sohn können dann mal einen auf Partner-Look machen. Das wird dem Sohn gefallen und Dein Mann wird feststellen, dass Rosa-Tragen keine Identitätskrise auslöst.


    Steigert Euch da nicht in etwas hinein. Eure Sohn muss sich daran gewöhnen, dass er nicht mehr Hahn im Korb ist. Dass sich da eine einschneidende Veränderung anbahnt, hat er schon Wochen vor der Niederkunft der Schwester gespürt. Mit seinem Rosa-Tragen und Mädchensein-Wollen zieht er Eure Aufmerksamkeit auf sich und mit dem Abstreiten hat er Eure Zuwendung noch länger und intensiver. Vielleicht sogar intensiver als der kleine weibliche Eindringling.


    Nimm doch Deinen Sohn mal in den Arm. Sag ihm, dass ihm Rosa ganz toll steht und Du ihn sowohl als Bub wie als Mädchen ganz fest lieb hast. Er ist in Ordnung so, wie er ist nicht. Es ist nichts falsch an ihm.

    ihn in den arm nehmen und ihm sagen, dass ich ihn liebe, das mache ich merhmals täglich, ich kann gar nicht anders. aber vielleicht sollte ich das wirklich mal sagen, dass es egal ist, ob er ein junge oder ein mädchen ist, dass ich ihn immer liebe. das werde ich tun.

    Zitat

    ihn in den arm nehmen und ihm sagen, dass ich ihn liebe, das mache ich merhmals täglich, ich kann gar nicht anders. aber vielleicht sollte ich das wirklich mal sagen, dass es egal ist, ob er ein junge oder ein mädchen ist, dass ich ihn immer liebe. das werde ich tun.

    Ich glaube, dass ist wirklich das Vernünftigste was man in so einem Fall tun kann!!! :)z


    Seine eigene geschlechtliche Identität wird er meines Erachtens auch ohne Nachhelfen herausfinden – jedenfalls wenn er nicht total seltsam aufwächst – was ja nicht so klingt @:)


    Was mir aber schon seit einiger Zeit im Kopf rumspukt ist das Gefühl, dass heute Mädchen mehr dürfen als Jungs... Der Gedanke drängt sich mir aus wenn ich sehe wie selbstverständlich Mädchen mit Autos spielen und hellblau anziehen – während ein Junge der Rosa am liebsten mag und nur mit Mädchen spielt, dann schon innere Konflikte aussteht....


    Mein Sohn mag ja anders als Dein Kind "nur rosa" und meint selbst, er sei ein Junge. Aber auch er meinte gestern traurig zu mir "ich finde es doof das ich nur weil ich ein Junge bin kein HelloKitty mögen darf" (da habe ich ihm dann eine Zahnbürste geschenkt mit HelloKitty drauf und er hat beschlossen dass das jetzt unser Geheimnis ist – er ist selig) – und er meinte dann vor kurzem auch schon mal: Ich mag aber alle Farben, auch die, die nur für Mädchen sind!"


    Ich frage mich irgendwie ob das nicht einen kleinen Jungen auch dazu bringen könnte sich innerlich zu wünschen – sich das auch einzureden – ein Mädchen zu sein... Ohne jede Transsexualität.....


    Aber das sind nur Gedanken die ich in der Richtung habe....

    happynow, viell hast du recht.


    ich habe jetzt einen beratungstermin bei einer psygolog. ambulanz vereinbart, die kinder ab 2 jahren behandelt bzw. einen facharzt vermitteln kann.


    aber ich glaube fast, dass wir uns da in was reingesteigert haben u dass er noch keinen richtigen begriff von den geschlechtern hat. er hat heute gefragt, ob ich auch mal ein opa sein werde. und er hat zu meinem mann gesagt, manchmal möchte er ein junge sein u manchmal ein mädchen.

    Ein sehr kluges 5 jähriges Mädchen meinte letztens zu mir:


    Es gibt keine Jungen und Mädchen Farben! Es gibt nur kalte und warme Farben!


    Das fand ich super!!


    Vielleicht weißt du nach dem Beratungsgespäch schon mehr und er kann hoffentlich den Druck von euch nehmen. :)*


    In dem Alter wissen sie auch noch nicht genau was mal aus ihnen wird. Jedes Kind hat seine ganz eigenen Bilder im Kopf die sich je nach Entwicklung auch noch ändern werden!

    Ich denke auch, dass das nicht schadet. Der Kleine kommt da ja nicht mit oder? Seine Sorgen zu schildern und eine professionelle Meinung zu hören hilft euch bestimmt. Und ihr könnt ihm ja auch sagen, dass ihr kein Druck auf den Kleinen ausüben wollt, sondern euch Sorgen macht.

    also wir hatten gestern das beratungsgespräch. uns wurde gesagt, dass es noch zu früh ist, so etwas festzustellen. wir sollen es weiter beobachten, aber solche fantasien können die versch. ursachen haben und es muss gar nichts bedeuten. wir sollen ihn nicht darin bestärken, ein mädchen zu sein, ohn schon widersprechen, aber keine große sache draus machen. die ganze geschlechtersache nicht groß thematisieren. das rosa sollen wir ihm lassen, muss ja nicht exzessiv sein. in einem jahr wäre es noch früh genug, mit einer therapie bzw. begleitung zu beginnen.


    wir sind sehr erleichtert.