Eingewöhnung in der Kita und Geschwisterchen bald da

    Hallo zusammen!


    Mein Sohn (19 Monate alt) befindet sich gerade in der Eingewöhnung. Es läuft recht gut, die Erzieherinnen sind sehr einfühlsam, meinem Sohn gefällt es auch in der KiTa, doch die Trennung fällt ihm manchmal noch schwer und hin und wieder (gerade zum Ende der Woche) vermisst er mich doch noch sehr, d.h. aktuell verbringt er in der KiTa rd. 2-3 h allein.

    Nun bin ich mittlerweile in der 37. SSW angekommen und das Geschwisterchen wird bald auf die Welt kommen.


    Wie würdet ihr das nach der Geburt handhaben mit der KiTa? Die Eingewöhnung weiter fortführen (wobei der Papa dann übernehmen würde) oder den Kleinen erstmal für paar Tage rausnehmen, damit er seine Schwester kennenlernen kann?


    Über eure Erfahrungen freue ich mich! @:)

  • 23 Antworten

    Meine Tochter ist auch gerade am eingewöhnen. :-)

    Ich würde weitermachen um den "Alltag" zu erhalten. Vielleicht kann der Papa schon jetzt beginnen ihn zu bringen damit er sich gewöhnt. Er muss ja nicht gleich den ganzen Tag dort bleiben aber wenn er weiterhin so 2-3h dort ist und Freude hat, hat er auch genug Zeit das Baby kennenzulernen.

    So kurz nach/während der Eingewöhnung soll man ja auch keine Urlaube planen - also ich würde eher nicht unterbrechen.

    Das Problem ist, dass der Papa jetzt noch arbeiten muss. Sein 4-wöchiger Urlaub beginnt mit Geburt und aktuell bleibe ich noch in der KiTa. Bin dann eben in der Küche nebenan. Jetzt schon übernehmen geht also leider nicht.


    Ja, die volle Zeit wollen wir unseren Sohn auch erstmal nicht betreuen lassen. Ich will auch noch genug Zeit für ihn haben. Aber so paar feste Stunden vormittags bis mittags wären schon toll, wenn der Papa dann nach einem Monat wieder arbeiten wird und dann im nächsten Jahr hoffentlich PEKiP oder DELFI-Kurse wieder angeboten werden, an denen ich gerne teilnehmen würde.

    Ich würde auf jeden Fall weitermachen! Nach einer Unterbrechung der Eingewöhnung muß man quasi wieder von vorne anfangen.


    Mein Sohn war zur Geburt der Kleinen schon mehrere Monate in der Kita und er ist auch hingegangen während mein Mann Babyurlaub hatte. Mit Neugeborenem braucht man diese Ruhepausen dringend. Es bleiben noch genügend Stunden am Tag übrig um das neue Geschwisterchen kennenzulernen. Außerdem ist ein Neugeborenes eh nicht sonderlich interessant für ein Kleinkind.

    Ich war vor einem Jahr in genau der gleichen Situation. Die Eingewöhnung startete 4 Wochen vorm ET. Bei uns hat es super geklappt, ab dem 2. Tag saß ich nur noch in der teeküche, Ab der 2. Woche blieb er schon allein bis nachmittags - ich hab mir vorher wahnsinnig viele Gedanken gemacht und dann hat es so super geklappt. Allerdings war mein Sohn etwas älter als deiner und ist ein generell sehr offenes Kind - Glück gehabt 😄 Auch nach der Geburt hat es ohne Probleme geklappt und das obwohl ich wegen der unsäglich langen Einleitung fast 2 Wochen im Krankenhaus war und der Große mich sehr vermisst hat.


    Ich glaube, dass gerade bei so einem großen Umbruch wie der Geburt eines geschwisterchens
    die Beibehaltung von Alltag und Struktur dem Kind Sicherheit gibt. Es muss auch einfach lernen, dass Kita nun ein fester Teil seines Alltags ist und eine Unterbrechung würde ihn da wahrscheinlich wieder zurückwerfen. Die Umstellung zuhause ist ja doch enorm, Wenigstens bleibt der Kita-Alltag gleich. Ich würde also an deiner Stelle den Papa zur Kita mitschicken - man hört auch immer wieder, dass die Eingewöhnung mit den Papas problemloser läuft, weil die Trennung leichter fällt (und die Papas vielleicht auch nicht so emotional sind wie die Mamas 😉)


    Soll er denn perspektivisch länger als vormittags dort bleiben oder seid ihr schon beinahe beim Maximum angelangt? Wie lange geht die Eingewöhnung denn schon?


    Zudem: ich fand die Umstellung von 1 auf 2 Kinder schon wirklich heftig; der kleine hatte Koliken und schrie wochenlang ganze Nächte durch, ich hatte also mit extremen Schlafmangel zu kämpfen und war froh über jede Stunde, in der der Große nicht da war und ich ihn nicht auch noch bespaßen musste.. und wahrscheinlich wird es auch nicht lange dauern, ehe dein Großer die ganzen Kita-Viren mitnimmt, dann ist er noch genug zuhause 😉

    Wir haben eigentlich einen Vollzeitplatz, d.h. 8 h/täglich, da wir zur Anmeldung nicht wussten, dass es mit der Schwangerschaft dieses Mal so schnell klappt und wir konnten die Stunden auch nicht mehr downgraden.


    Ich fände es dauerhaft schön, wenn unser Sohn den Mittagsschlaf auch in der Krippe hält und er nur innerhalb seiner Kerngruppe betreut wird (beim Früh- und Spätdienst werden die Krippengruppen zusammengetan und es sind auch nicht nur seine Erzieher da). Das wäre dann eine Betreuung ab frühestens 8 Uhr (in unserem Fall aber eher kurz vor 9 Uhr) bis rd. 14 Uhr (max. 15 Uhr).


    Wir sind jetzt in der 4. Woche der Eingewöhnung. Den ersten Meilenstein, das Wickeln haben wir erreicht. Das war tatsächlich letzte Woche noch total das Problem, da er das partout nicht wollte und jeder Versuch zu Weinanfällen führte. Seit dieser Woche klettert er freiwillig auf die Wickelkommode und genießt es sogar ;-D

    Spielen und Essen gefiel ihm von Anfang an.

    Pünktlich zur Geburt von Baby Nr. 2 gab es einen Corona-Fall in der Krippe und die Einrichtung schloss für 1 1/2 Wochen.


    Danach (also letzte Woche Montag) übernahm mein Mann die Eingewöhnung, die da fortgesetzt wurde, wo wir vor der Geburt aufgehört hatten.
    Die ersten 2 Tage liefen nicht so toll. Mein Sohn war sehr weinerlich und wir mussten ihn früher abholen, aber ab dem 3. Tag wurde es wieder besser und zum Ende der Woche hin, blieb er wieder relativ problemlos von 8 bis 12 Uhr.

    Die Woche startete auch gut. Wir sind also guter Dinge.

    Wir sind immer noch am Eingewöhnen ...


    Es sind regelmäßig Erzieher krank und es gibt dann nur einen Notdienst und wir werden dann gebeten unseren Sohn zu Hause zu lassen, da ich ja zu Hause bin.


    Nun war mein Sohn letzte Woche krank und ab Dienstag nicht in der Krippe. Der Wiedereinstieg am Montag lief noch ganz gut. Er hat zwar wohl häufiger mal geweint, aber er ließ sich trösten. Er hielt dort auch seinen Mittagsschlaf und wir holten ihn regulär um 14 Uhr ab. Gestern wurden wir nach einer Stunde angerufen, dass wir ihn abholen sollen, da er sich nicht trösten lässt und wohl krank ist, da er 37,3 Grad Fieber hat %-|

    Heute war die Verabschiedung auch wieder schwer und wir rechnen damit, dass wir ihn früher abholen sollen.


    Parallel dazu ist mein Sohn seit einigen Tagen sehr Oma fixiert. Meine Mutter wohnt um die Ecke und aus unserem Küchenfenster kann man die Straße sehen, in der sie wohnt. Mein Sohn steht nun also am liebsten am Küchenfenster und ruft die ganze Zeit „Oma Oma“. Oder er holt das Telefon und möchte die Oma anrufen. Wenn wir draußen sind, will er zur Oma laufen und an der Tür klingeln (und dann natürlich auch reingehen). Wenn es keine Aussicht auf „Oma sehen“ gibt, weint er bitterlich und lässt sich kaum trösten/ablenken.


    In der Krippe heut früh hat er auch geweint, weil er zur Oma möchte ":/

    Aktuell ist er einen Nachmittag pro Woche bei meiner Mutter und einen Nachmittag bei meinen Schwiegereltern.

    Wir sind jetzt bisschen ratlos, ob wir die Oma-Tage so beibehalten oder ob wir sie erstmal aussetzen sollten, bis es wieder mit der Krippe zuverlässig klappt.


    Wobei ich es ja grundsätzlich schön finde, dass er seine Oma(s) so lieb hat und es feste Oma Tage gibt.


    Als ich im Alter meines Sohnes war, war mein Opa mein Ein und Alles, da mein Vater einfach keinen Draht zu mir hatte. Evtl. ist die Oma-Fixierung ja eine Strategie meines Sohnes mit der nachgeburtlichen Geschwisterkrise umzugehen? Wobei ich mir wirklich Mühe gebe, ihm weiterhin viel Exclusivzeit zu geben. Ich mache ihn fast immer bettfertig, lege ihn Schlafen, lese ihm zwischendurch viel vor und gehe auch mit ihm alleine raus und seine Schwester bleibt beim Papa.

    Hat jemand einen Rat?

    Wenn ich es richtig verstanden habe, wird euer Sohn seit bald 3 Monaten eingewöhnt und dass es bislang immer noch nicht klappt, zeigt ja, dass noch nicht die richtige Vertrauensbasis da ist.

    Unsere Erzieherin hatte beim Kennenlerntermin (unser Sohn ist 2, wurde im September/Oktober eingewöhnt und ich bin gerade schwanger) mehrmals betont, dass eine Eingewöhnung auf gar keinen Fall mit anderen Veränderungen in der Familie zusammenfallen soll. Euer Sohn hat -vermutlich- mit der Ankunft des Geschwisterchens und dem Einfinden in den neuen Familienalltag mehr als genug zu tun.

    Was raten denn die Erzieher?

    Ich persönlich hätte in eurer Situation die Eingewöhnung gar nicht erst angefangen. Vielleicht wäre es eine Idee, nochmal einen Gang zurückzuschalten und euren Sohn zu einem späteren Zeitpunkt weiter einzugewöhnen. Mir persönlich wäre das Risiko, dass sich die negativen Gedanken bei eurem Kind zu sehr verfestigen und euch auch zukünftig belasten, zu hoch.

    Muss er denn in die Betreuung ? Er ist dich noch so klein und du ( vermutlich durch Baby ) zu Hause . . . Deswegen verstehe ich nicht , warum man das Kind trotzdem auf Biegen und Brechen eingewöhnen möchte, wenn es anscheinend noch nicht soweit ist ( soll nicht in einem Bösen Ton geschrieben sein ;-)@:))

    Die Erzieherinnen raten aktuell gar nichts. Sie meinten bisher nur, dass wenn es nicht besser wird, wir ein Elterngespräch führen werden 8-(


    Hier kann man die Betreuung nicht einfach so kündigen. Im Januar meldet man das Kind für August/September an und kann dann erst wieder zum August kündigen. Man kann nicht mal die Betreuungsstunden reduzieren. Als wir unseren Sohn angemeldet haben, war ich noch gar nicht schwanger und der Plan war, dass ich Vollzeit wieder arbeiten gehe.

    Ihm tut die Krippe auch wirklich gut. Seit wir mit der Eingewöhnung gestartet haben, hat er soviel gelernt. Plötzlich klettert er, er möchte malen, er fängt an zu sprechen, etc.


    Ich kann ihm zu Hause mit Baby gar nicht gerecht werden. Vorallem ist es auch nicht so, dass er zu Hause nicht weint. Er hat einfach eine sehr kurze Zündschnur und die hatte er schon vor seiner Schwester.


    Ich glaube nicht, dass es wirklich das Beste wäre, ihn nicht mehr zur Krippe zu geben, da ich schon das Gefühl habe, dass er soweit ist und auch einen guten Draht zu den Erziehern hat (er gibt ihnen Küsschen und lässt sich von ihnen tragen und er schläft bei ihnen auch mittlerweile problemlos, etwas das die Omas bisher trotz guter Beziehung zu unserem Sohn noch nicht schaffen).
    Er sagt ja auch nicht, dass er nicht hin will. Und in der Regel ist es auch nicht so, dass er total glücklich ist, wenn wir ihn wieder abholen. In den letzten Tagen war es paar Mal so, davor wollte er aber meist gar nicht nach Hause, auch wenn wir beispielsweise angerufen wurden, ihn früher abzuholen, da er schlecht drauf war 8-(


    Ich könnte mir vorstellen, dass wir ihn nicht mehr 5 Tage die Woche bringen, sondern vielleicht erstmal nur 3 oder 4, bis diese Tage dann auch zuverlässig klappen ohne übermäßig viel Weinen.

    Und das sich die Eingewöhnung letztendlich mit der Geburt der Schwester überschnitt, lag einfach daran, dass es Dank Corona immer wieder Pausen gab und wir dann quasi von vorne anfingen. Sowas kann man vorher nicht wissen 8-(

    Ich habe nicht davon gesprochen, dass ihr kündigen sollt. Ihr habt als Eltern aber theoretisch das Recht, die Eingewöhnung nach hinten zu schieben, solange ihr bezahlt.

    Ich habe meinen Sohn auch unter „Corona-Bedingungen“ mit diversen Pausen durch Quarantänen eingewöhnt, daher kenne ich das Problem, obgleich unsere Eingewöhnung problemlos war.

    Ich weiß nicht, ob es eine vernünftige Lösung wäre, ihn weniger zu schicken. Damit schiebst du das Problem u.U. nur auf. Dein Sohn ist ja auch noch viel zu klein, um ein Zeitgefühl zu haben.

    Ich persönlich würde so schnell wie möglich das Gespräch mit den Erzieherinnen suchen, wenn es wirklich unumgänglich für euch ist, dass er zum jetzigen Zeitpunkt gehen muss.

    Zitat

    Wir sind jetzt bisschen ratlos, ob wir die Oma-Tage so beibehalten oder ob wir sie erstmal aussetzen sollten, bis es wieder mit der Krippe zuverlässig klappt.

    Das könnte dein Sohn aber auch als "Bestrafung" sehen ?

    Na ja, die Erzieher sehen also schon Redebedarf. Ich würde definitiv jetzt um ein Gespräch bitten.


    Eventuell ist euer Sohn einfach noch nicht soweit, egal ob er da "auch was lernt". Das kann ganz einfach sein.


    Mein Sohn war anfänglich für ein Jahr nur Mo, Di und Do, Fr für je drei Stunden da und brauchte die "Pause" am Mittwoch dann auch dringend (!!!) Die Stundenzahl habe ich offiziell gar nicht reduziert.


    Vielleicht wäre so was für euch auch eine Lösung?

    Mein Sohn war letztendlich nur bis zum 15. Dezember noch in der Krippe, da dann urlaubsbedingt nur noch der Notdienst ausgerufen wurde und wir in Anbetracht der Feiertage und Corona ein paar Tage Quarantäne für sicherer befunden haben.


    Wir hatten ihn allerdings für die Ferienbetreuung angemeldet und da mein Mann nun wieder arbeiten muss, wollten wir es zumindest versuchen, ob es funktioniert, da mein Sohn während der Pause auch häufig aus heiterem Himmel die Namen der anderen Kinder und der Erzieherinnen seiner Gruppe genannt hat. Und siehe da, das Bringen gestern und heute verlief, wie es soll. Mein Sohn freute sich auf die Krippe, da angekommen, zog er sich aus, gab mir einen Kuss und ging seinen Rucksack zur Garderobe bringen. Ganz ohne Tränen. Beim Abholen holte ich dann ein fröhliches Kind ab und lt. Erzieherin war der Tag gestern auch gut und er hat nicht geweint.


    Mal sehen, ob das nun anhält. Wäre schön :)z