• Erfahrungen: Kein Interesse der Großeltern am Enkel?

    Ich wollte einfach mal in die Runde fragen, ob jemand mit sowas Erfahrungen gemacht hat. Als mein Sohn ein Baby war, waren meine Schwiegereltern (seine GRoßeltern hier in der Nähe) ganz verrückt nach ihm :-) Seitdem er fast 3 ist und mittlerweile seinen eigenen Charakter hat, ist das Interesse stark runtergekühlt. Der Opa kommt noch ab und zu, wenn er…
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    Hallo Schumsetier, ich kann dich gut verstehen. Bei uns ist es so, daß meine Schwiegereltern noch nie besonderes Interesse an unseren (3) kinder bekundet haben. Sie wohnen aber auch sehr weit weg und wir sehen sie selten. Meine Schwiegermutter scheint sich wenigstens zu freuen, wenn wir dann mal da sind und sie die Kinder sieht, mein Schwiegervater m.M.n. gar nicht.


    Bei meinen Eltern ist es etwas anders, die sind schon interessierter, haben aber auch selber Probleme (generell und auch miteinander), mein Vater ist inzwischen pflegebedürftig und meine Mutter dadurch gebunden und oft so in ihren Sorgen gefangen, daß sie diese nur bei mir loswerden will und nicht groß nach uns fragt. Oder schlimmer, fragt und dann gar nichts hören will.


    Ich glaube, man kann die Traurigkeit über mangelndes Interesse nicht mit einer Anspruchshaltung gleichsetzen. Ich knabbere am meisten daran, daß meine Kinder nicht die Erfahrung machen dürfen, daß außer ihren Eltern noch jemand sie für ganz besonders hält. Und für mich selber genauso: Klar beneide ich auch andere Eltern, die regelmäßige Hilfe von den Großeltern bekommen, aber am meisten bedrückt mich, daß ich meinen Stolz und meine Freude an den Kindern nicht mit jemandem (außer meinem Mann natürlich) teilen kann. Alle weiteren Bezugspersonen um uns herum sind andere Eltern, die ihre eigenen Kinder haben und diese natürlich mehr lieben als meine (völlig zu Recht!).


    Und bei einem komplett fehlenden Interesse kann man es m.M.n. auch nicht auf schlechte Erziehung und schlechtes Verhalten des Kindes schieben. Daß man nicht jede Woche antanzen will, wenn man mit dem Kind nicht klar kommt - ok. Aber nicht zur Taufe kommen finde ich schon ziemlich hart.


    Ich kann dir leider nicht helfen - fehlendes Interesse kann man nicht erzwingen. Dein Sohn ist noch klein, für ihn ist der Zustand bald ganz normal. Er bekommt es nur dann mit, wenn du darüber redest oder er mitbekommt, daß du Oma und Opa einlädst und dann kommen sie nicht. Wenn du in der HInsicht nichts erwähnst, wird er auch bald nicht mehr fragen. Auch irgendwie traurig, aber fürs Kind vermutlich das beste. Einen kompletten Kontaktabbruch fände ich aber nun auch wieder übertrieben. Meldet euch halt einfach mal nicht und wartet ab, ob dann noch was kommt. Ansonsten halt Weihnachten und Geburtstage und schauen, ob sich nach ein paar Monaten oder Jahren wieder etwas ergibt.


    Ich wünsch euch alles Gute @:) @:)

    schmusetier (und Andere):


    Ich habe durchaus Verständnis für die Situation, die Gefühle und die damit einhergehende Hilflosigkeit ("Was tun?").


    Aber Du sagst selbst:

    Zitat

    Suche nur Wege, damit umzugehen.

    Und meiner Erfahrung nach fährt man ab einem gewissen Punkt, ab also einem solchen Punkt an dem Ihr jetzt seid, für sich selbst und für die Gesamtsituation am besten damit, wenn man sich erst mal zurückzieht.


    Ihr habt ja viel versucht, Gespräche gesucht etc.. Diese haben aber zu nichts geführt außer, dass es Eurem Sohn damit nicht besser geht und Euch auch nicht. Weil die Großeltern eben nicht wollen, nicht so viel wollen wie Ihr.


    Und darauf will ich im Kern hinaus (nicht auf "Anklagen" von wegen "zu hoher Anspruch").


    Dass es in Beziehungen, egal welcher Art, manchmal nichts mehr zu tun gibt wenn nicht beide Seiten gleichermaßen -wie Du selbst sagst- an einem Strang ziehen (wollen).


    Also nicht im Streit auseinandergehen, sondern sinngemäß signalisieren/sagen "Wir haben jetzt eine längere Zeit immer wieder versucht, jetzt seid Ihr dran, wir sind da wenn Ihr soweit seid".

    Ich kann nur bei Isabell unterschreiben. Den Wunsch ansich kann ich sehr gut verstehen! Nur: es hilft halt nicht, ist der Wunsch nicht beidseitig, machen es Drängen und Vorwürfe auch nicht besser. Ich würde eine offene Tür signalisieren ohne ihnen weiterhin nachzulaufen. Ganz wichtig finde ich, das Thema dem Kind gegenüber nicht mehr als nötig anzusprechen, damit es nicht unnötig hochkocht und ihn verletzt. Man kann ja sagen: die haben grade wenig Zeit, denen geht es nicht gut... usw. es sind Ausreden, ja, aber es hält eben die Möglichkeit offen ohne allzuviel kaputt zu machen.

    Zitat

    zum Beispiel sollen wir mit Kind nicht zu Besuch kommen, weil es dreckig werden könnte im Haus)

    :-o :-o :-o


    und nicht zur Taufe erscheinen...ganz ehrlich, ich wäre stink sauer und würde auf den Kontakt gerne verzichten.


    Und klar ist es traurig und klar, normal ist das eigentlich nicht, wenn Menschen so gar kein Interesse an ihren Enkelkindern haben.


    Sage doch deinem Sohn, dass du auch traurig bist, dass die großeltern sich keine Zeit nehmen, dass ihr daran aber leider nichts ändert könnt.


    Das ist hart , aber er muss es ja eh aushalten, dass sie nicht wollen.


    Und slebst, wenn erzwungene Kontakte da sind, spürt er doch auch, dass sie ihn nicht wirklich lieben (sonst würden sie sich ja so nicht verhalten) Und das kann auch zur Verwirrung bei dem Kleinen führen.


    De Kinder gewöhnen sich daran. Bei uns waren es auch die Schwiegerletern, die kein Interesse hatten, obwohl sie im gleichen Ort wohnten. Während meine Eltern sie oft in den Ferien zu sich nahmen und tolle Dinge mit Ihnen veranstalteten.


    Als mein Kleiner mit fünf Jahren, nach einem Pflichtbesuch bei den Schwiegereltern, mal ohne Tschüss zu sagen davonspringen wollte und ich rief: sage bitte dem Opa Auf Wiedersehen, sagte der JUnge ganz verwundert: das ist doch nicht mein Opa.... Der Begriff Opa war da nämlich schon mit einem ganz leiben Menschen verbunden.


    Na da musste ich ihm dann aber doch erklären, warum es eben Unterschiede bei den Menschen gibt. ;-)


    Der Schwiegervater Opa war dann auch mal traurig, als er mein Kleines Mädchen auf den Schoss nehmen wllte und diese es nicht wollte...sie hatte echt Angst vor dem ihr fremden Mann.

    Ich habe kein Kind, aber als die Kinder meiner Schwester klein waren, war es so, dass meine Eltern Feuer und Flamme waren. Viel mit ihnen unternahmen, spielten und auch im Bekanntenkreis sehr prahlten mit ihren Enkeln.


    Als die Kinder größer wurden und so allmählich aus dem Kindergartenalter heraus waren, hörte das aus unerklärlichen Gründen schlagartig auf. Es wurden dann nur noch Gelegenheitsbesuche zu Anlässen (Geburtstag, Weihnachten) getätigt, darüber hinaus hatten sie plötzlich keine Zeit und haben sie auch heute noch nicht.


    Ich vermute mal, dass das nicht so selten ist: Solange die Kinder klein sind, sind sie halt süß und was Besonderes. Sobald sie groß sind und Interesse an anderen Dingen entwickeln, ist es schon schwieriger, sie zu bespaßen und alles Friede-Freude-Eierkuchen wirken zu lassen.


    Meine Eltern sind nämlich auch solche Typen, die viel Perfektion nach außen spiegeln, obwohl es innerlich alles andere als das ist. Dazu gehört wohl auch das Bild der perfekten Großeltern für die Öffentlichkeit. Größere Kinder gefährden diesen Eindruck eher. Das ist zumindest mein Eindruck und meine Brüder haben einen ähnlichen.


    Reden kann man mit meinen aber nicht darüber, weil sämtliche Gespräche über Gefühle aus ihrer Sicht für Versager sind.


    Vielleicht ist es bei dir ähnlich.


    Ich würde da wirklich auf Abstand gehen und bleiben. Was soll man mit Großeltern, die nicht zur Taufe kommen oder die keine Kinder daheim wollen, weil es dreckig werden könnte? Macht doch keinen Spaß.

    Ich finde auch, daß man es nicht erzwingen kann. Bei uns ist es ähnlich mit meinen Eltern, aber bei weitem nicht so krass. Wobei bei uns dazu kommt, daß sie ziemlich weit weg wohnen.


    Solange sie klein waren (Babys) fand meine Mutter sie süß. Da sind sie ja auch recht pflegeleicht, man setzt sie in den Kinderwagen und fährt sie spazieren. Sich mit ihnen zu beschäftigen ist nicht ihr Ding. Da geht mein Vater eher darauf ein. Überhaupt ist es ihnen lieber, sie können ihnen beim Spielen zuschauen.


    Mittlerweile ist es aber besser geworden. Sie sind jetzt 6 und 9 und letztens waren sie mit ihnen im Schwimmbad. Jetzt trauen sie sich das halt auch, weil sie schwimmen können, und grad die Kleine sogar richtig gut. Ich glaube, die haben auch immer Bedenken wegen der Verantwortung ("Wenn was passiert...").


    Grundsätzlich dränge ich meine Kinder aber niemandem auf, auch den Großeltern nicht. Wenn sie nicht wollen, dann lassen sie es halt. Die Kinder merken das selbst auch ganz schnell und orientieren sich letztlich anders. Eine Beziehung zu den Großeltern kann man nicht erzwingen.


    Wir sind fast das komplette Jahr eh auf uns gestellt und nicht an den Luxus mit unterstützenden Großeltern gewöhnt. Da macht es mir nichts aus, wenn wir uns die paar Tage, wo wir dort sind oder sie bei uns, uns auch selbst kümmern müssen.


    Ich würde also an Deiner Stelle nichts mehr forcieren, aber den Kontakt nicht komplett abbrechen (denn Kontaktabbruch ist ein großes Wort...).

    Bei uns ist das Problem ein anderes, unser kleiner ist jetzt 13 Monate und seine Großmutter kommt zwar immer wieder zu besuch, doch übernachten wie bei meinen Eltern darf er bei ihr nicht. Das andere Enkelkind jedoch wird umsorgt bekommt Geschenke und darf die vor unserem keinen immer fleißig öffnen. Mein kleiner bekommt aber kein Geschenk, wenn wir zu besuch sind und ich muss ihn am besten auch immer gleich ablenken, damit er der Oma nicht auf die Nerven geht. Er bekommt gerade Zähne.


    Versuche einfach nicht so oft ihre Hilfe in Anspruch zu nehmen ist bloß ein bisschen ärgerlich wenn man eine Oma hat die nicht arbeitet und man extra eine Tagesmutter beauftragen muss.


    Hoffe das bei euch genauso wie bei uns das Interesse an den Kindern bald wieder kommt.


    LG und Kopf hoch :)^

    Ich möchte hier nochmal die Sichtweise einbringen wie in meinen vorhergehenden Beiträgen:


    Woher kommt eigentlich diese Meinung (ich verkneife mir den Begriff "Anspruch" ;-) ), dass die Großeltern so oder/und so zu handeln, zu fühlen, hätten?


    Nicht mißverstehen: Natürlich ist es schön und man wünscht es sich, wenn man selbst ein gutes Verhältnis zu den eigenen Eltern hat, dass sich das auch auf die eigenen Kinder mit überträgt. Kein Thema.


    Aber warum sollte das ein Automatismus (wie aus dem Bilderbuch) sein?


    Das ist doch absolut situationsbedingt, emotional bedingt auch.


    Als Eltern ist man sehr direkt und nahe mit seinen Kindern verbunden. Ohne eine Zwischenstation. Als Großeltern sieht das -zu recht- ganz anders aus:


    Die Entscheidung für dieses (Enkel)Kind, dass es überhaupt entsteht, geboren wird, wie es dann aufwächst usw., wie es in die eigene weitere Lebensplanung passt oder nicht - das obliegt den Großeltern in keiner Weise. Auch wiederum zu recht. Denn sie sind eben nicht die Eltern.


    Dann aber wieder gibt es "Mecker", wenn sich die Großeltern zu sehr einmischen - ja was denn nun?


    Sind Großeltern automatisch verpflichtet sich so zu verhalten, so zu fühlen usw., wie es die Kindseltern wünschen?


    Und egal für welchen Weg sich die Großeltern dann auch entscheiden - egal in welchem Alter sich das Kind befindet - das ist immer deren Entscheidung. Wessen denn sonst? Woher nimmt man den Blickwinkel, dass die Großeltern des eigenen Kindes, somit die eigenen Eltern, sich so zu verhalten hätten, so zu fühlen hätten, wie man selbst es gerne hätte?


    Wie gesagt - ich kann den Wunsch verstehen. Aber was ich nicht verstehe ist, dass diese Menschen (ihr Verhalten) als negativ gesehen werden, nur weil sie nicht so handeln, das eigene Kind nicht so wollen wie man selbst oder wie eben andere Kinder aus der Familie.


    Beziehungen auch innerhalb der Familie entwickeln sich nun mal - so oder so. Außerhalb der doch extrem engen Bindung zwischen Eltern und Kind direkt finde ich, dass hier sämtliche Entwicklungen respektiert und akzeptiert werden müssen.

    Zu spät gelesen, ein gutes Beispiel bezüglich meines Vorgangsbeitrags:


    Forde1990

    Zitat

    Versuche einfach nicht so oft ihre Hilfe in Anspruch zu nehmen ist bloß ein bisschen ärgerlich wenn man eine Oma hat die nicht arbeitet und man extra eine Tagesmutter beauftragen muss.

    :-/


    Diese "Oma" hat sich aber nicht dafür entschieden ein weiteres Kind zu bekommen für das sie Verantwortung übernehmen muß. Das habt Ihr getan. Sie hat ein Recht auf ihr eigenes Leben. Dieses so zu gestalten wie sie es möchte wenn sie ihre eigenen Kinder großgezogen hat.


    Möchte sie sich kümmern indem sie die Tagesmutter ist - gut. Was bedeutet, 5 Tage die Woche von Morgens bis Abends erneut (!) ein Baby/Kleinkind zu betreuen, bei dem sie sich aber dann zusätzlich noch an die (was legitim ist!) Regeln der Eltern zu halten hat - auch gut.


    Möchte sie es nicht - ebenfalls und erst recht auch gut.


    Ich bin (noch) keine Oma. Aber ich habe zwei Kinder großgezogen. Mehr oder weniger alleine. Und nein, ich sehe mich danach nicht in der Verpflichtung noch ein Enkelkind nach Belieben und den Regeln meines Kindes mit großzuziehen. Hier kommt an erster Stelle mein weiteres Leben. Ich würde meine zwei Töchter nie im Stich lassen, das ist ein völlig anderes Thema. Ich würde sie immer unterstützen, ich tue das auch. Denn sie sind meine Kinder.


    Aber ich sehe mich nicht in der Verpflichtung, Verantwortung, für die Entscheidung(en) die sie als Erwachsene treffen komplett mit zu tragen.


    Wenn ich also sage: "Ich liebe Dein Kind, mein Enkelkind, aber egal was für eine Ansicht zu meinem Alltag hast, ich werde nicht die Aufgabe einer Tagesmutter übernehmen, denn ich habe mein eigenes Leben" - dann ist das weit mehr als nur mein Recht.

    Zitat

    Und egal für welchen Weg sich die Großeltern dann auch entscheiden - egal in welchem Alter sich das Kind befindet - das ist immer deren Entscheidung. Wessen denn sonst? Woher nimmt man den Blickwinkel, dass die Großeltern des eigenen Kindes, somit die eigenen Eltern, sich so zu verhalten hätten, so zu fühlen hätten, wie man selbst es gerne hätte?

    Das mag ja auch philosophisch-theoretischer Sicht so sein, finde ich jetzt aber bezogen auf dieses Beispiel schon zu pauschal.


    Im Zwischenmenschlich-psychologischen Bereich war es nämlich so, dass die Großeltern die ersten zwei (?) Jahre offenbar sehr stark für den Enkel da waren, jetzt aber im Vergleich zu davor gar nicht mehr. Somit haben die Großeltern zuerst klar was anderes signalisiert und durch deren neues Verhalten hat sich das Verhältnis verschlechtert. Klar, dass man sich fragt, woran das liegt und klar, dass es theoretisch auch persönlich gemeint sein kann.


    Dass jeder seine eigene Wahlfreiheit hat, dass man den Blickwinkel des anderen einnehmen muss etc., man kein Anrecht auf eigene Wunscherfüllung hat und so weiter... damit kann ich auch rechtfertigen, warum jemand seine Frau verlässt, fremdgeht oder jemanden ausbeutet.


    Finde ich aber zu allgemein, als dass das jemandem jetzt konkret weiterhilft, mit einer Situation klarzukommen, außer man ist Gandhi. Ist aber nur meine Meinung dazu.

    guter Rat ist teuer

    Zitat

    philosophisch-theoretischer Sicht

    Nein. Das ist meine Sicht, mein auch gelebtes Verhalten im zwischenmenschlichen Bereich bezüglich derart gearteter Situationen. Wer nicht will, wird auch nicht bedrängt.

    Zitat

    ....(...)...finde ich jetzt aber bezogen auf dieses Beispiel schon zu pauschal.

    Mein Beitrag ist ja auch auf die ganzen anderen Beiträge bezogen, die ebenso pauschal (sinngemäß) sagen, dass Großeltern sich zu kümmern hätten. Siehe das Beispiel von Forde1990 welches ich dann aufgegriffen habe.

    Zitat

    Finde ich aber zu allgemein, als dass das jemandem jetzt konkret weiterhilft, mit einer Situation klarzukommen, außer man ist Gandhi.

    Zu der Situation der TE habe ich ja zuvor schon Einiges gesagt. Auch, dass ich sie verstehen kann. Aber ebenso, dass ich es hier für wenig konstruktiv halte weiter die Großeltern zu bedrängen.


    Oder was meinst Du wie sie sich jetzt verhalten sollte? Hast Du einen Tip für sie, dass die Großeltern ab quasi sofort ihren Enkel wieder "wollen"? ;-)

    @Isabell:

    Also wenn ich es richtig verstanden haben sollte, ist sowieso nicht das Problem, dass sie die Großeltern zur Umkehr bewegen will, weil:

    Zitat

    Nachdem in der Zwischenzeit wieder nichts passiert ist, müssen wir wohl einfach hinnehmen und akzeptieren: Die Großeltern haben kein Interesse mehr am Enkel.

    Und dann die eigentliche Themenfrage ist ja auch diese:

    Zitat

    Wie habt ihr das euren Kindern erklärt, die ja immer nachfragen?

    Meiner Meinung nach kann man Zweijährigen da aber nicht wirklich was erklären. Ich finde es auch nicht schlimm, wenn er drüber enttäuscht ist, dass sie nicht wollen. Das gehört dazu.


    Darüber hinaus würde ich mich immer von Leuten zurückziehen, die mir in irgendeiner Form schaden. Dazu gehören auch Leute, die kein Interesse an mir haben und meinen, sich nur zu melden, wenn sie gerade drauf Lust haben, aber Events wie Taufe oder Geburtstag einfach übergehen dürfen.


    Dass man darüber traurig ist, muss man finde ich auch nicht groß therapieren. Enttäuschungen gehören zum Leben dazu und der Schmerz darüber lässt mit der Zeit nach.

    Mh, ich finde auch das hier im eher der Sohn und dessen verletzte Gefühle im Zentrum stehen. Und ja, ich wäre stinksauer wenn man so mit den Gefühlen meines Kindes spielen würde. Generell kein Interesse? Voll in Ordnung, ist ja nicht ihr Kind, aber erst Bindung aufbauen und dann fallen lassen? Da kann ich wirklich zum Tier werden. Hab ich selbst erlebt, tut unfassbar weh und als Kind sucht man den Fehler tendenziell bei sich.


    Und genau da würde ich nun auch ansetzen. Eine Erklärung muss her, die das Kind glauben und akzeptieren kann, damit es sich sicher sein kann, dass es selbst keine Schuld trägt. Ich würde also vermutlich sagen, dass die beiden gerade oft Streit und schlechte Laune haben und deshalb keine Lust haben irgendwas Nettes zu machen. Und das das traurig ist, mich auch traurig macht, aber mal passieren kann. Und dann knuddeln und zusammen traurig sein. Denn traurig ist es jemanden zu verlieren, den man liebt hat und genau das passiert dem Jungen hier ja gerade.


    Sollten allerdings die Großeltern dann in einem oder zwei Jahren wieder an der Tür klopfen, weil ihnen gerade wieder danach ist oder sie ihre Probleme gelöst haben oder was auch immer, stünden verdammt deutliche Gespräche ins Haus. Denn ich würde nicht wollen, dass sich diese Erfahrung wiederholt und bei fehlender Einsicht, würde ich den Kontakt dann tatsächlich unterbinden. Je nach Alter und Reife des Kindes würde ich das irgendwann dann dem Kind überlassen, aber solange es klein ist, sähe ich hier meinen Schutzauftrag greifen.

    Hm, danae, ich finde aber, dass es schon einen Unterschied macht, wie klein der Junge ist. Ein Zweijähriger findet es vielleicht etwas traurig, aber wenn er nicht ständig auf das Thema Großeltern gestoßen wird, dann vergisst er das doch auch schnell wieder, oder? Das ist sicher schon anders mit 4 oder 5, aber mit 2 hängt es schon sehr davon ab, wie er mit dem Thema durch die Eltern konfrontiert wird, finde ich. Auch wenn ich grundsätzlich Deiner Meinung bin, dass da ein gewisses Maß an Verlässlichkeit gegeben sein muss. Ich glaube nur nicht, dass er mit zwei Jahren überhaupt wirklich realisiert, dass die länger fehlen, wenn er nicht von seinen Eltern drauf gestoßen wird.


    Ich erlebe es gerade hier: meine Mutter hat uns viel besucht im 1. und 2. Lebensjahr der Kleinen, dann wurde es immer weniger und nun ist es nur noch recht selten. Ich kann insofern gut damit umgehen, da ich weiß, dass es einfach an ihrer generellen Überforderung mit ihrer derzeitigen Lebenssituation liegt und mache ihr da keinen (größeren ;-) ) Vorwurf draus. Meine Tochter hat eben immer seltener nach dieser Oma gefragt und nun müssen eben alle damit leben, dass sie nicht besonders vertraut sind, wenn sie sich denn sehen, aber ich glaube nicht, dass meine Tochter da ernstlich gelitten hat. Für sie ist es real, wenn ich sage: jetzt sehen wir die Großeltern - wenn nicht, dann hat sie das schnell vergessen. sicherlich würde sie es sich aber sehr zu Herzen nehmen, wenn ich immer wieder betonen würde, dass die Oma gar nicht mehr kommen mag... da liegt es eben schon noch sehr in meiner Hand in dem Alter, finde ich.