• Erste Trennung in der Kita: Kind zeigt null Reaktion - kein Weinen oder Rufen. Normal?

    Hallo ihr Lieben! Meine Tochter (fast 2) wird gerade in die Krippe eingewöhnt. Heute war der 3. Tag und damit die erste Trennung von 15 Minuten. Ich habe mich von meiner Kleinen kurz verabschiedet und bin dann raus. Sie hat laut den Erzieherinnen nur kurz "Mama" gesagt und ansonsten war nichts - sie stand rum, hat beobachtet und hat weder geweint noch…
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    von Anfang an stimmt garnet. Die ersten 3 Wochen waren so problemlos, dass die Erzieherinnen noch sagten wie offen er ist. Dann hat er gemerkt er soll da ständig hin und des Drama ging los-seit über einem Jahr-mit immer mal besseren Phasen, aber ein Freund vom Kindergarten wird er nicht mehr und er wird bald 4

    Er ist also drei. Ich verstehe nicht warum Kinder mit 3 schon in den Kindergarten MÜSSEN. Vielleicht wird er mit 4,5 Jahren gerne gehen ?


    (Achtung: ich meine damit nicht dass man grundsätzlich bis zum 4.Geburtstag warten soll aber manche Kinder sind mit 3 oder 3,5 Jahren echt zu jung und in manchen Kindergärten sind zu viele Kinder)


    Wenn du Hausfrau bist könntest du ihn ja noch ein bißchen zuhause lassen, wenn du arbeiten gehst, dann gäbe es evtl die Möglichkeit, ihn in einen anderen Kiga (vielleicht liegt ihm dieser einfach nicht aus welchen Gründen auch immer) zu bringen oder nach einer Tagesmutter zu suchen.

    Mein Mann und ich arbeiten beide nur Teilzeit damit meine Tochter "erst" mit fast 2 in den Kindergarten muss. Gemeinsam haben wir ca. 1 Gehalt und dauerhaft kann man davon einfach nicht leben. Und wenn man noch ein 2. Kind plant aber nicht sofort zum 1. Geburtstag "nachlegen" will sind das insgesamt dann gut 6 Jahre die man nicht arbeitet. Mal abgesehen davon dass der Elterngeld Anspruch dementsprechend gering ist wenn man dazwischen nicht arbeiten war.

    Und als 2. Aspekt: Meine Tochter (und bestimmt auch viele andere Kinder) braucht Kontakt zu Kindern. Seit sie 10 Monate ist besuche ich Babytreffs und geh mit ihr 2 mal täglich zum Spielplatz oder treffe wen mit Kind. Aber das kann auch nicht mein Leben sein ... Sie soll eigene Kontakte knüpfen, Erfahrungen machen und einfach viel Zeit zum Spielen haben und viele Mitspieler. Ich kann ihr das nicht ersetzen.

    Kindergarten ist soviel mehr als nur "Beaufsichtigung". Das merk ich an ihrer gleichaltrigen Cousine die seit 6 Monaten hingeht. Man lernt dort soviel - sprachlich, soziale Interaktion, Teilen ...

    Silbermondauge schrieb:

    Er ist also drei. Ich verstehe nicht warum Kinder mit 3 schon in den Kindergarten MÜSSEN. Vielleicht wird er mit 4,5 Jahren gerne gehen ?


    (Achtung: ich meine damit nicht dass man grundsätzlich bis zum 4.Geburtstag warten soll aber manche Kinder sind mit 3 oder 3,5 Jahren echt zu jung und in manchen Kindergärten sind zu viele Kinder)


    Wenn du Hausfrau bist könntest du ihn ja noch ein bißchen zuhause lassen, wenn du arbeiten gehst, dann gäbe es evtl die Möglichkeit, ihn in einen anderen Kiga (vielleicht liegt ihm dieser einfach nicht aus welchen Gründen auch immer) zu bringen oder nach einer Tagesmutter zu suchen.

    Wenn das an mich geht. So gut kenn ich ihn. Der geht mit 4,5 da net gern rein und auch net mit 5 oder 6.

    Anderer Kindergarten kommt auch nicht in Frage ich wohne auf dem Land, da gibt es einen Kindergarten nicht 10.

    Ausserdem spielt er ja dort dann schön und braucht die Kinder. Der ist jetzt nach 3 Wochen Ferien schon wieder reif für den Kindergarten-so ist es ja nicht.

    Mein Sohn hat auch bei den ersten Trennungsversuchen in der Krippe als einziger nicht geweint. Das Drama kam dann als er jeden Morgen hin sollte.

    Also alles normal und liebe TE, genieß es einfach solange es gut klappt. Das hat mit Bindung nix zu tun. Ein schreiendes Kind abzugeben ist nichts, was du haben möchtest.

    Silbermondauge schrieb:

    Ach bambi91 das hat Shojo doch bestimmt nicht ernst gemeint.

    Doch, schon, hat sie. Und ich kenn das mit dem weinenden Kind selbst gut - bei unserem war es nach der Eingewöhnung lange super, bis dann kurz vor Schluss ein halbes Jahr mit vielen Tränen kam, und auch das erste halbe Jahr in der Schule war in der Hinsicht manchmal echt hart. Ich glaub nur, dass die Gründe dafür sehr viel individueller und komplexer sind als "ach, ein Kind mit sicherer Bindung weint eben, das ist total normal" inklusive des Umkehrschlusses, das ein nicht weinendes Kind dann eben keine sichere Bindung hat. Und wenn man nicht genauer hinschaut, sondern einfach nur "Aaaaaach, das liegt an der sicheren Bindung, ist doch super!" sagt, surft man oft zielsicher an den tatsächlichen (und mitunter sehr unterschiedlichen) Ursachen vorbei.


    Kinder sind halt unterschiedlich. Manche tun sich mit einem neuen Umfeld leicht, andere nicht, und mal haben sie solche Phasen, mal solche, mitunter ist was vorgefallen, mitunter nicht. Eine Pauschalantwort auf alle Fälle kann immer nur eins sein, nämlich: unzureichend. Und in diesem Fall oft einfach nur so ein Trostblabla. Ich verstehe, dass man Trost gebrauchen kann, weil es schrecklich ist, ein weinendes Kind abgeben zu müssen, ich weiß, wie zittrig und unsicher und zutiefst unglücklich einen das machen kann, aber ich versteh nicht wirklich, wie man so ein billiges universales Aaaah-sichere-Bindung-wie-schön!-Trostpflaster tröstlich finden kann.

    Lass sie doch. Was ist denn daran schlimm??? Und warum soll sie therapeutische Hilfe holen, wenn sie hier spricht? Sie ist alleinerziehend und kann nicht mit ihrem Mann über ihre Fragen sprechen und ist vielleicht bereits eh mit Vorurteilen konfrontiert deswegen. Sie möchte alles richtig machen.


    Ich finde deinen Beitrag richtig fies.

    in Bezug auf die Bindung von Kindern: TE, so etwas merkt man nicht nur daran, sondern auch an anderen Verhaltensweisen der Kinder.

    Wenn es sich verletzt, weiß es, dass du da bist und dass sie damit zu dir kommen kann? Kann es Neues erforschen und kommt es immer wieder zu dir zwischendurch zurück? Du kannst auch dich selbst fragen: habe ich die Bedürfnisse meines Kindes im Blick? Gehe ich auf diese ein oder versuche ich alles mit Essen, schlafen und Klo zu lösen? Schiebe ich das Kind oft weg und erwarte ich zuviel "Rücksicht", sie es gar nicht leisten kann?

    --> es gibt noch mehr Anzeichen. Aber das bezieht sich erstmal auf Kleinkinder.


    Grundsätzlich braucht ein Kind grob gesagt Grenzen und emotionale Heimat bei dir und Hilfe bei der Verarbeitung ihrer Gefühle. Einfach da sein.


    Vermutlich machst du das im großen und Ganzen schon so, oder?

    Silbermondauge schrieb:

    Ach bambi91 das hat Shojo doch bestimmt nicht ernst gemeint.


    Und du deinen letzten Satz hoffentlich auch nicht, auch wenn ich bei dir keinen Smiley sehe.

    Wieso sollte ich den Satz nicht ernst meinen? Er kann den Kindergarten nicht leiden. Heute nicht, morgen nicht und auch nicht in 2 Jahren.

    Ich weiß auch genau woran es liegt, aber da muss er durch, des wird in der Schule nämlich nicht besser/anders.


    Er protestiert js auch nicht lange und dann spielt er und fügt sich in die Gruppe ein. Wenn man ihn beim abholen fragt wie es war, kommt immer ein "schön" und am nächsten Tag mault er wieder rum wenn er hin muss

    Man sollte als Mutter auch mal etwas gelassener reagieren.

    Fragen, um eine Entscheidung zu treffen ist ja okay, aber das was die TE antreibt geht weit über das hinaus.

    Sie hat Ängste und versucht sich ständig abzusichern, das ist etwas anderes,

    Die ständigen Fragen dienen nur dem Zweck sich abzusichern, dass das Kind sich auch ja altersgerecht entwickelt und vor allem seine Mama über alles liebt.

    Wenn ich da jetzt nichts verwechsele wohnt die TE übrigens bei ihrer Mutter.

    Es gibt hier im Forum mehrere Fäden mit ähnlich formulierter Frage un ähnlicher Schreibweise.

    bambi91 schrieb:

    Danke. Des freut eine Mutter die von Anfang an ein heulendes Kind abgibt ungemein. %-| Zu meiner Beruhigung weiß ich aber, dass es nicht an der Trennung von mir liegt, sondern er den Kindergarten einfach ums verrecken nicht ab kann.

    was wäre denn soschlimm, wenn der oder die Kleinen wirklich weinen, wegen der Trennung vor Mutter /Vater.


    Wäre meiner Meinung nach auch nur o.k, dass sie eben lernen müssen : Mama /Papa kommen wieder , ich bleibe mal eine Weile mit anderen Personen zu sammen .... wenn mir etwas passiert, werde ich von denen auch liebevoll getröstet (was man ja immer hofft)


    Letztens habe ich im Park eine Gruppe kleiner 2 jähriger beobachtet ..ca 10 , zwei Betreuer. Eine kleine weinte, Erzieherin war genervt und sehr grob zu ihr. Ich dachte: oh wenn das die Eltern wüssten . Schon mir als Femde hat das Herz wehgetan.


    Als die Erzieherin sah, dass ich stehenblieb und schaute, kümmerte sie sich dann doch ums Kind - leider aber nicht liebevoll , das Kind hörte dann auf zu weinen -. Ein schmerzhafter Lernprozess für die Kleine.

    Also mein Kleiner geht von Anfang an problenlos in den Kindergarten, nie auch nur eine Träne geweint oder gemeckert.


    Ich hab mir nie Gedanken gemacht, dass das schlecht wäre ":/ sondern mich einfach gefreut, dass es ihm gefällt!


    Er hat mit 2 angefangen und geht jetzt seit 3 Monaten.

    Eingewöhnung war ne Woche lang (hätte nicht sein müssen) und ab der 2.Woche bleibt er 4h. Ich muss froh sein, wenn ich eine Umarmung zum Abschied bekomme. Aber er freut sich jedes Mal sehr wenn ich ihn abhole!

    Auch nach 2 Wochen Urlaub gabs keine Probleme ...


    Er war aber schon immer so. Hat sich in der Krabbelgruppe zwischen andere Mütter gesetzt und ist in der Therme im Babybecken mit seinem Schwimmreifen zwischen etlichen Fremden Runden gelaufen ohne uns zu beachten. Er schläft seit der Babyzeit problemlos bei beiden Omas und ist auch mal ein ganzes Wochenende ohne mich. Trotzdem weiß ich, dass ich seine wichtigste Bezugsperson bin, dass zeigt er ganz deutlich!


    Freu dich doch einfach, dass es deinem Kind dort gut geht :)z

    Daran ist nix schlimm, aber ehrlich gesagt beruhigt es mich, dass er seit 1,5 Jahren frühs nicht weint weil uch weg bin, sondern weil er einfach keinen Bock auf Kindergarten hat. Würde er sich statt dessen mit 2 seiner Freunde daheim treffen, würde er nicht einmal nach mir Krähen.


    Es ist halt echt nicht schön, wenn man immer ein weinendes Kind abgibt, allerdings weiß ich, dass die Erzieherinnen sich bei uns auch nicht zu fein sind, einen fast 4 jährigen einfach mal ein paar Minuten auf den Schoß zunehmen wenn was ist.