Huch, das finde ich auch überhaupt nicht ok. Weder aufessen noch basteln müssen. Jedenfalls nicht in der von dir geschilderten Heftigkeit und täglich.


    Bei uns wird mit den Kindern auch trainiert, langsam einschätzen zu können, wieviel sie essen können. Die Kinder bedienen sich beim Mittagessen selbst und sicher kommt da mal ein Kommentar, wenn ein Kind einen Riesenhaufen auf den Teller schaufelt und nur zwei Gabeln ißt. Aber sicher nicht die Order, das aufessen zu müssen. Bei der Brotzeit ist es ja noch lächerlicher, da jedes Kind seine selbst mitbringt und somit auch niemand anders etwas wegißt. Im Übrigen sollen sie es eben LERNEN – nicht schon können. Wenn die Erzieherinnen es den Kindern beibringen wollen, müssen sie dann so einem Kind bei Tisch helfen und es bremsen, wenn es zuviel nehmen will.


    Basteln müssen bei uns die Kinder auch nicht, es gab schon einige Sachen, die fast alle gemacht haben, aber von meinem Sohn war dann eben kein Bild dabei. Wenn es was ist, was alle machen müssen (also z.B. Weihnachsgeschenk für die Eltern), dann werden die Kinder nach und nach "drangenommen" und die letzten evtl auch mal überredet, aber sicher nicht JETZT SOFORT dazu gezwungen. Mein Sohn ist jetzt noch bei den kleinsten im Kindergarten, ich weiß nicht, ob es bei den Vorschulkindern etwas strenger zugeht, aber so sicherlich nicht! Finde ich nicht normal und würde ich – so wie dein Sohn jetzt schon drunter leidet – auch regelmäßig ansprechen.


    Dann möcht ich nochwas sagen zu den Aussagen hier, dann müsse das Kind lernen, gegen die Erzieherinnen aufzubegehren und sich selbst zu wehren. Das find ich nicht richtig, denn das Kind soll ja schon auch anderen Autoritätspersonen gehorchen, spätestens in der Schule wird das wichtig. Ich kenn hier einen Jungen, der sich immer weigert, bestimmte Sachen mitzumachen und die Eltern unterstützen das auch. So ist er z.B. der einzige, der morgens nicht seine Erzieherinnen begrüßt – nach einem Jahr haben sie aufgegeben, obwohl das dort so üblich ist. Der Papa ist noch ganz stolz drauf. Dieses Kind ist sozial aber eine Katastrophe! Es wird mit ziemllicher Sicherheit in der Schule ganz schön anecken.


    Außerdem finde ich das für ein Kind, das eben nicht so ist, eine zu große Aufgabe. Er ist mehrere Stunden ganz allein und soll da Kontra geben und die Konsequenzen ganz allein tragen. Da würde er sich sicher extrem alleingelassen vorkommen. So etwas muß man auch erst langsam lernen, aber im Kindergarten müssen m.M.n. die Eltern noch zu Hilfe kommen.

    Also bei uns im Kindergarten wird kein Kind gezwungen weder zum basteln noch zum Essen.


    Meine Tochter weigert sich seit 1 Jahr standhaft dort zu malen oder zu basteln, naja dann ist das eben so.


    Die Erzieherin meinte sie zwinge kein Kind, wenn sie nicht möchte dann ist es eben so.

    Ich komme selbst aus der "Branche" und ich weiß, dass es in einigen (leider viel zu vielen) Kindergärten an der Tagesordnung ist, dass die Kinder aufessen müssen.


    Erzieherisch finde ich das mehr als fraglich und ich selbst habe die Kinder nie zum Essen gezwungen, da Kinder sehr wohl spüren können, wann sie satt sind und wann nicht. Diese "Laissez faire" Haltung, die mir dann unterstellt wurde, brachte mir zwar Ärger, hat mich aber nicht umstimmen können.


    An deiner Stelle würde ich meinem Sohn weiterhin wenig mitgeben und die Erzieherin AUSDRÜCKLICH darauf hinweisen, dass DEIN Kind nicht aufisst. Sie wird sicherlich nicht begeistert sein, vorallem weil da noch andere Kinder sind, die dann sicherlich auch nicht essen wollen, aber das muss sie klären, immerhin hat sie den Beruf gelernt!


    Wenn es nicht besser wird, geh zur Kindergartenleitung. Sollte das deren Konzept sein, dann überleg dir, ob du dein Kind nicht lieber in einen anderen Kindergarten schickst.


    Zur Info: Alle Kindergärten müssen vor ihrer Eröffnung ein Konzept entwerfen, in dem solche "Fragen" geklärt sind. In manchen Einrichtungen hängt dieses Konzept am Schwarzen Brett. Falls nicht, kannst du die Leitung danach fragen oder ggf. im nächsten Kindergarten gleich darauf achten.


    Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen :-)

    Hallo Uhu *:)


    De Leitung unterstützt das ganze Theater %-| So wäre es nunla bei denne im Kindergarten.


    Einen anderen Kindergarten wählen, fällt grade irgendwie flach. Mien Sohn geht nächstes Jahr mit der geschlossenen Gruppe in die Schule und ich möchte ihm ungern jetzt nen Wechsel zumuten...


    Er nimmt aber mittlerweile nur ein kleines Brot mit, was er auch isst. Zum Glück.


    Aber er hasst die Frau aus der Küche richtig. Die ist mit nem Bekannten von uns seit kurzem zusammen und seitdem guckt mein Sohn diesen Bekannten mim Hintern nicht mehr an, obwohl er ihn früher geliebt hat.


    Gestern hab ich ihn dann mal gefragt und er meinet "Na, soll ers ich eine andere Frau suchen dann red ich wieder mit ihm" :-o :-X


    Da kann man aber mal sehen, wie kleine Kinder auf sowas reagieren.

    ich finde, an der reaktion von deinem sohn sieht man doch schon, dass er einen "schaden" dadurch erlitten hat. er will kein frühstück mehr mitnehmen und hat angst vor dem kindergarten/der erzieherin.


    wo ist denn das problem, wenn er das isst, was er mag und den rest wieder in seine brotzeitbox tut? ein erwachsener würde das auch nicht anders machen.


    ich denke mal, dass die meisten kinder von natur aus ein gutes essverhalten haben, mit solchen aktionen, wie die erzieherin sie durchführt, fördert sie meiner meinung nach ein krankhaftes essverhalten. entweder lernt das kind dadurch, dass man weiterisst, auch wenn man schon lange satt ist(fettsucht kann die folge sein), oder verbindet essen mit etwas schlimmen, was auch zu essstörungen führen könnte.


    ich würde vielleicht mal mit den anderen eltern in der gruppe sprechen, ob die das gleiche problem haben, oder auch mit der kindergartenleiterin, wenn die erzieherin sowieso nicht auf deine wünsche eingeht.


    solche "erziehungsmethoden" sind meiner meinung nach aus dem letzten jahrhundert und schaden den kindern nur.

    edit


    ist natürlich blöd, wenn die leitung ins selbe horn bläst.


    du könntest höchstens noch gucken, ob du irgendwelche studien etc. findest, die solche erziehungsmethoden als schädlich darstellen.

    Wie viele Quadratmeter hat denn die Bude? Ist das überhaupt zulässig mit Frau und Baby und Hund in einem winzigem Zimmer zu hocken? Ich wohne auch in einer 1-Zimmer-Wohnung und könnte mir niemals vorstellen noch andere hier drin zu haben. Geschweige denn ein Gitterbett oder ähnliches. Und der Vermieter scheint ja echt nicht mehr alle latten am Zaun zu haben. Ich würde versuchen da raus zu kommen. Und ich glaube auch nicht das das Baby besonders ruhig sein wird. Es kann in einer minibude ja garnicht zur Ruhe kommen. Wenn so eine extreme Wohnsituation nicht rechtens ist würde ich vielleicht auch das Jugendamt anhauen.

    @ schnieki

    Hab deine nachricht grade erst gesehen |-o

    Zitat

    wo ist denn das problem, wenn er das isst, was er mag und den rest wieder in seine brotzeitbox tut? ein erwachsener würde das auch nicht anders machen.

    Die Kinder müssten das eben lernen, dass man sich nur das auf den Teller packt was man auch essen will ":/


    Hätte auch etwas mit "guter" Erziehung zu tun. äh ja ]:D


    Gute Erziehung? Wenn man dem Kind das essen reinwürgt?


    Vor allem MÜSSEN die Kinder dort was essen.


    Aber das geilste ist, wenn die Wandertag haben, sagt keine Sau vorher bescheid, die essen dann im Wald haben aber bei 30° nichts zu trinken dabei :-o Pipi machen unterwegs? Nein einhalten.


    Oder trinken im Kiga ein graus. Mein sohn trinkt viel und jammert JEDEN MIttag das er durst hat. Denn sobald die raus gehen gibts nichts mehr :(v


    Ich pack Lucas jetzt jeden Tag ne Trinkflasche ein, ich find das unmöglich. Ich zahl jeden monat verdammte 6!!! Euro Wasser – Tee- Milchgeld und mein Sohn darf nichts trinken?


    Oder letzens als sie Geburtstag gefeiert haben, hatte das Mädel nichts zum trinken mitgebracht(Jedes Kind bringt dann Brötchen oder Kuchen etc + was zum trinken mit) und dann gabs nichts :-X


    Bin ich natürlich hin, aber aller aufstand hat nichts geholfen.

    uff, dass is natürlich schwierig .. grad mit dem Trinken würde ich immer und immer wieder ansprechen... bei meiner knapp 11jährigen war es damals im Kindergarten auch son Drama mit dem Aufessen – ich hab das dann so geregelt dass sie sich aussuchen durfte was sie mitnimmt ...3-4 Trauben, Brote habe ich nachm Belegen mit Plätzchenformen ausgestochen- die Reste aß sie ua. zum Frühstück. ..klappte ganz gut.. aber ich denke auch wenn die Erzieher da die Schiene fahren, wirst du keine Wahl haben ausser zu Wechseln aber das kommt ja aus verständlichen Gründen nicht in Frage...

    Boah da geht mir ja die Hutschnur hoch :-o!! Weder das eine (zum Essen zwingen) noch das andere (zum Basteln zwingen) ist in Ordnung!!


    Zum Essen: es ist hinlänglich bekannt, dass Kinder Essstörungen entwickeln können, wenn ihnen durch sowas abtrainiert wird, auf ihr natürliches Sättigungsgefühl zu hören. So wie schon gesagt wurde, können sie das in dem Alter noch nicht so genau "planen" wie Erwachsene, sie wissen noch nicht im Voraus, wie viel sie mögen und legen sich drum auch gern mal zu viel auf den Teller. Ja sie sollen es lernen, aber so?! Klar ich schimpfe auch mit meinem 3,5 Jährigen, wenn er sich eine Riesenportion auflädt und die dann nach 2 Bissen stehen lässt – wie auch schon gesagt wurde. Oder sich seltsame Kombinationen (Käse mit Honig oder so) aufs GANZE Brot schmiert und dann findet "schmeckt nicht". Ich sage ihm dann, das NÄCHSTE Mal nimmst du weniger und beim nächsten Mal sage ich ihm das auch vorher (weisst du noch, letztes Mal...). Und umgekehrt, wenn er mal gar nicht will, ok, dann halt nicht. Ich sage ihm dann auch, "wenn du dann nachher Hunger hast, ist das dein Problem, es gibt erst dann und dann wieder Essen".


    Zum Basteln – hallo?!?!?! Das soll doch Spass machen? Das ist doch noch nicht Schule, da wird ihnen ja früh genug der Spass am Lernen verdorben :(v >:( ... Ich kann den Hintergrund erahnen, die wollen vielleicht, dass alle gemeinsam was machen und keine Präzedenzfälle schaffen – dass die Bastelstunde im Chaos endet weil alle weglaufen, aber da kann man doch (gerade als Erzieherin!!) andere Wege finden, das Kind zu motivieren als "du musst jetzt" und "alle machen aber jetzt dies und das". Oder ein Kompromiss, "dann setzt du dich aber bitte ruhig zu uns und schaust ein Buch an, denn wir anderen wollen jetzt in Ruhe basteln".


    Mannomann. Ich hoffe du findest bald eine andere Einrichtung, gerade wenn die Leitung das auch mitträgt, ist da wohl Hopfen und Malz verloren.


    Irgendwie finde ich aber cool, wie dein Kleiner reagiert und das (zumindest wie es klingt) nicht als "seine Schuld" oder seinen Fehler sieht (Beispiel mit eurem Bekannten und seiner verhassten Freundin ]:D ). Vielleicht kannst du ihm dahingehend den Rücken stärken. Und ihm vielleicht etwas in die Richtung sagen: "ja ich weiss es ist blöd und ich finde das auch nicht richtig, aber ich kann es im Moment nicht ändern. Also machen wir das beste daraus – pass auf, wir machen deine Frühstücksbox gemeinsam und tun weniger rein. Und beim Basteln kannst du dich ja erstmal dazu setzen und gucken, vielleicht macht es dann ja doch Spass...?" So würde ich es vermutlich bei meinem Sohn probieren.

    Kann nur davon sprechen, was ich in meinem kindergarten erlebe bzw. wie ich es im kindergarten handhabe: die Kinder dürfen selbst entscheiden wann sie etwas jausnen/essen und dabei auch die menge selbst bestimmen. das kind wird zwar gefragt, wenn es noch nicht jausnen war, da es öfter vorkommt, dass ein kind so in das spiel vertieft ist und somit aufs jausnen vergisst, aber jedes kind kann sein hungergefühl meiner meinung nach selber sehr gut einschätzen. bisher ist bei uns auch noch kein kind verhungert.... ;-)