Extreme Anhänglichkeit einer 3-Jährigen im Kiga

    Hallo Ihr Lieben,


    da ich etwas verzweifelt bin heute eine Frage an Euch mit der Bitte um ehrliche Antworten.


    Meine Tochter geht seit November 2011 in den KIGA und hat gleich zu Anfang einen sehr schlimmen, unfreiwilligen Krankenhausaufenthalt über sich ergehen lassen müssen. Das heißt die KIGA Tage beliefen sich in 2011 auf ca. 5. Richtig gestartet ist sie nach der Erholungsphase im Januar 2012.


    Nun wurde ich angesprochen, daß sie quasi null auf andere Kinder zugeht und ständig am Rockzipfel der Erzieher hängt und weint sobald jemand von ihnen den Raum verläßt. Sie wartet sogar vor der Toilette auf die Rückkehr, der dort befindlichen Erzieherin.


    Da ich dieses Verhalten meiner Tochter sicherlich nicht einimpfe und immer wieder versuche zu ergründen, belastet es mich schon sehr. Zumal ich ja jetzt angesprochen wurde und daher denke, daß irgendetwas nicht "normal" sei.


    Das Abgeben morgens war immer sehr tränenreich und schwierig; dennoch merke ich langsam ein wenig Freude.


    Im Gespräch mit den Erziehern wirkt schon alles sehr hart, daß es auch noch andere Kinder aus meinem gäbe etc......


    Muß / soll meine Tochter schon aktiv auf andere Kinder zugehen ? Darf sie noch am Rockzipfel hängen ? Wie kann ich ihr helfen ? Ist das alles (noch) im normalen Rahmen ??


    Habe das Gefühl, die Erzieher sind von ihrem/meinem kleinen Schatten schon total genervt und mich macht das unwahrscheinlich traurig.....


    DANKE @:)

  • 66 Antworten

    Hallo Sally,


    Wie alt ist denn deine Tochter?


    Bei uns im Kiga haben Uch die ersten Monate einige Kleinstkinder (unter 2 Jahren) an einem von uns gehangen, nun beginnen sie langsam loszulassen.


    Was erzählt deine Tochter vom Kiga? Hat sie Freunde außerhalb des Kindergartens? Wie lange geht sie täglich hin?

    @ CatWillwos

    danke für die schnelle Antwort. Sie ist 3. Ich bringe sie gegen 9.00 UHR und hole sie um 12:30 UHR. Sie will eigentlich gar nicht hin und sagt sie will nicht mit den anderen spielen. Sie erfragt morgens schon immer ob die Erzieherin xy da ist und der und der und der.....


    Bisher hat sie morgens direkt schon nach dem Aufwachen geweint als sie hörte, daß wieder KIGA ist. Das ging dann bis dort. Seit ein paar Tagen ist es besser.


    Natürlich war sie dann auch noch ein paar Mal krank wo mir dann auch immer vorgeworfen wird, daß es die ganze Eingewöhnung zurückwerfen würde

    Ich finde, dass die Erzieher da ein bisschen zu viel Druck machen. Bei uns wird es auch so gehandhabt, dass dass eben immer einer den kleinen Michel am Bein hat und das ist überhaupt nicht schlimm. Die Kinder lösen sich von ganz alleine, wenn sie es wollen.


    Etwas Gutes hat es auch: Kinder, die sich schwer von den Eltern trennen können, haben eine weitaus engere Bindung zu Mama und Papa als andere Kinder. Das ist auch was schönes. Manchmal dauert eine Eingewohnung auch 4,5 oder gar 6 Monate. Ich würde deine Tochter auch gar nicht drauf ansprechen, sondern ihr die Entscheidung frei lassen, wann sie mal mit den anderen spielen möchte. :)z


    Außerdem ist sie mit 3 Jahren auch länger an Zuhause gewöhnt gewesen als Kinder, die schon mit 1,5 oder 2 Jahren in den Kiga kommen, so gesehen ist es dann auch schwieriger, das gewohnte Umfeld nach so langer Zeit zu verlassen.

    Hallo SallyB,


    jedes Kind ist einzigartig und daher gewöhnt sich auch jedes Kind einzigartigerweise im Kindergarten ein. Die Erzieher sollten zusehen, dass sie deiner Kleinen helfen, besser in der KiTa anzukommen, auch unter Berücksichtigung der Krankengeschichte deiner Maus. Es muss furchtbar sein, das Gefühl vermittelt zu bekommen, dass das Kind die Erzieherinnen nervt...sowas darf nicht sein. Es ist ihr Job, deinem Kind das zu geben, was es braucht! Und wenns am Zipfel hängt, dann tuts das halt.


    Ich bin selbst Erzieherin und kenne das selbst, dass ein unsicheres Kind mich bis vor die Klotür begleitet und dann dort auf mich wartet. Wo ist das Problem? Man kann sich trotzdem um die anderen kümmern, man MUSS sogar, um die Kleine an die anderen Kinder zu gewöhnen und einen Zugang zu schaffen. Was sollst denn bitte DU tun? Du kannst doch nicht die Arbeit der Leute da abnehmen und dich selbst um das Kind kümmern!? Manche Erzieher machen es sich da echt einfach....traurig.


    Frag doch mal nach, was die Erzieherinnen tun, um deine Kleine einzugewöhnen? Wie versuchen sie, sie ins Spiel zu bringen? Wie vermitteln sie zwischen deiner Tochter und den anderen Kindern? Frag mal nach...und meld dich hier wieder @:)

    ich nehme diese "Ansprache" des Erziehers immer sehr persönlich. Weiß nicht, ob er sich bei mir "beschwert" oder nur informieren will.


    Habe wirklich das Gefühl, es ist zu viel und zu nervig, daß der kleine Schatten immer und überall dabei ist. Habe mittlerweile schon Angst, sie krankzumelden wenn sie Fieber hat.


    Was soll ich tun ? Ich werde immer wieder damit konfrontiert und empfinde es als Vorwurf. Und klar sie war jetzt 3 Jahre bei Mama zu Hause........Habe nur Angst, sie lassen es an ihr aus und lassen sie es spüren

    Hallo Sally,


    das hört sich an, als würdest du von mir reden, wo ich drei Jahre alt war... :(v


    Bei mir war es genauso. Ich hab auch die Erzieher ständig geknuddelt, erst als ich ca. ein Jahr im KiGa war, hab ich mal Freundinnen gefunden und die Erzieher waren nicht mehr meine wichtigsten Bezugspersonen dort.


    Bei mir lag es daran, dass das gerade in die Trennungs-/Scheidungsphase meiner Eltern fiel. In solch einer Phase befindest du dich nicht zufällig, oder? Ich hatte in der Zeit wenig bis gar keinen Kontakt zu einem Elternteil.


    Ich hoffe, es wird besser mit deiner Kleinen.


    :)*

    @ Moh

    nach den Rückfragen würden die anderen Kinder immer wieder animiert werden, meine kleine ins Spiel aufzunehmen.


    Ich habe schon mehrere Gespräche geführt und habe das Gefühl es wird vermittelt meine Kleine sei nicht "normal". Man würde zu nichts anderem mehr kommen weil sie ständig an den "Großen" hängt. Mir tut sie so leid und ich stelle es mir immer wieder vor wie sie zurück oder abgewiesen wird weil sie nervt.


    Gut, ich gebe zu, sie hat im Moment zumindest hier :-) ihre "oh doch", "aber wohl" Phase...und im KIGA sucht sie einfach nur die vertrauten "Großen". Man sagte mir man möchte nicht, daß sie sich zu sehr an die Erzieher bindet, denn der KIGA ist FÜR Kinder.....Ich bin echt traurig

    Wenn du diese Ansprachen so persönlich nimmst, spiegle das dem Erzieher bitte! Frag nach, was du nun tun sollst, ob er dir Tips geben kann, wie DU mit der Sache denn bitte umgehen sollst? Sollte er/sie (wer auch immer) wirklich vom Verhalten deines Kindes genervt sein, hat da jemand gewaltig seinen Beruf verfehlt >:( Bitte mal um ein Gespräch außerhalb von Tür und Angel. Beschreibe dann auch dein Gefühl, das du hast, wenn dir solche Sachen erzählt werden und deine Bedenken.


    Bleib bloß nicht stumm und gib dir oder deiner Tochter die "Schuld" an irgendetwas!

    Ich krieg gleich das kalte würgen :|N


    Keine zu feste Bindung zu den Erziehern bitte WAS? Ohne Bindung keine Bildung/Entwicklung! Die Kleene braucht eine verlässliche Basis und dass sie die nicht bekommt bei dem Verhalten der Erzieher, liegt wohl auf der Hand...Nach welchem Konzept arbeitet diese Götterkita denn? Erst wenn sie sich sicher fühlt, kann sie sich lösen. Bleib hart, frag weiter nach!!Warum fühlt sich dein Kind nicht sicher in der KiTa? Mal sehen, was sie dir darauf antworten...du hast mein Mitgefühl, eine vollkommen unschöne Sache das. :-(

    sorry aber bin ich die einzige die das problem nicht versteht? :-/


    die meisten in dem alter von 2-3 sind ziemlich anhänglich! und es gibt mindestens ein kind in jeder gruppe, welches total erzieher-bezogen ist (warum auch nicht? die erzieherin ist ja schließlich eine wichtige vertrauens und bezugsperspn für die kinder!)


    warum sich die erzieher in dem kiga deiner tochter da so haben finde ich eher fragwürdig :(v

    @ Moh

    es ist mittlerweile so, daß ich die Schuld bei mir suche und denke, ich habe sie nicht kindergartentauglich übergeben.


    Ich hatte schon 2 Gespräche und habe gespiegelt. Alles freundlich aber halt leider voller Emotionen. Wie das halt eine Mama so macht. Daraufhin war es auch "besser", um heute nun schon wieder angesprochen zu werden.


    Auf die Frage hin was ich machen soll hieß es, daß das doch zu Hause genauso sein müsse und ob ich mich auch auf Schritt und Tritt verfolgen lasse ? JA, meine Kleine darf bei mir sein und kommen wann sie will....auch bis vor die Toilette.


    Ich höre immer nur, es gibt nicht nur sie und das MUSS sie JETZT und HIER lernen. Wirklich hart und ich könnte heulen.


    Und mehr oder weniger stumm bin ich schon (geworden) weil ich denke "alles was Sie jetzt sagen wird gegen ihre Tochter verwandt". So weit bin ich.....


    Es wird immer nur auf allem rumgehackt. Ich sehe selbst kleine Erfolgspflänzchen....Die werden dort entweder gleich zertreten oder erst gar nicht wahrgenommen....


    War's die falsche Entscheidung, sie dort hin zu geben ?

    Ähnlich war es auch bei unserer Tochter.


    Es liegt - das ist meine Erfahrung - auch manchmal nur an den Erzieherinnen, denen jede zusätzliche Arbeit zuviel ist. Stattdessen wird das Kind "schlecht" gemacht und es werden Abnormalitäten gesucht. Ich konnte es selbst nie verstehen, was manche Erz. meinen wie ein Kind sowas geschwind parieren soll. Ich meine, für die ist das ganz was Neues. 1000e neue Eindrücke dringen in das kl. Gehirn. Und den Erz. fällt nichts besseres ein, ein derartiges (für mich normales) Verhalten als aufkommende psychische Störung zu deuten.


    Ich kann Dir nur raten: nimm Dich in acht vor übermotivierten Erzieherinnen, die der Meinung sind, dass ein Kind nach 2-3 Monaten "aklimatisiert" sein muss. Manche Kinder sind so, aber sie brauchen eben etwas länger.


    Letztendlich spielt sich das auch bei Deiner Tochter noch ein. Musst nur Geduld haben und Dich von diesen Hobbypsychologinnen nicht verrückt machen lassen.