Junior ohne Freunde und wird gemobbt.

    Hallo


    Unser Junior 8 Jahre ist immer alleine , die Kinder sind alle irgendwie weiter wie er er ist zwar mit Klassenbester und super Sportlich aber die Kinder Interessieren sich alle nur für Handys und Computer und Playstation. Da ist das Problem er spielt lieber mit Dinos , Lego, Playmobil ,Autos und auf Spielplätzen oder hilft gerne im Garten und bastelt viel .


    Dann hatte er Freunde da die waren von allem nicht begeistert ( er hat viel Lego und Schleich Dinos etc ) weil keine Konsole da nur die alte Playstation 2 von meinem Mann und er hatte sich so gefreut mal mit anderen Kindern zu spielen .


    Als ich der Sache auf den Grund ging und mich bei den Eltern erkundigte hörte ich dass die Kinder alle einen eigenen Fernseher + Konsole im Zimmer haben jetzt fragen mein Mann und ich uns ist es Notwendig dass wir dass auch machen ? Weil der Junior hat gar kein Interesse dadran ...

  • 22 Antworten

    Ich weiß nicht, ich fände es sinnvoller, wenn ihr ihn unterstützen würdet, außerhalb der Schule Freunde mit gleichen Interessen zu finden. Vielleicht über einen Sportverein oder so?


    8-jährige, die zuhause Fernseher und Playstation im Zimmer haben und schon andere Kinder "mobben", da kannst du dir doch sicher vorstellen, was für Kinder das sind? Da hätte ich als Mutter eher Angst, dass mein Kind sich mit solchen abgibt. Sind vermutlich eher die "einfach gestrickten" Familien, wo diese Kinder her kommen.


    Ich find halt, dein Kind ist absolut ok und ein vorbildliches Kind, wie man es sich für die Gesellschaft von morgen nur wünschen kann und ich finde den Gedanken, diesem Kind jetzt einzureden, es sei "nicht richtig so" und müsse sich anderen Kindern anpassen, nicht so toll. Er macht ja nichts falsch, die anderen Kinder behandeln ihn nur doof. Und es fragt sich auch, welche Kinder hier wirklich "weiter" sind... ":/ Ich denke ihr solltet ihm auch das vermitteln, dass er sich nicht ändern muss und sich auch wehren kann, wenn andere Kinder ihn schlecht behandeln. Wenn sie ihn nur ignorieren, weil unterschiedliche Interessen da sind, na gut, das ist ihr Recht. Aber wie gesagt da kann man gegensteuern, indem man vielleicht andere Kontakte für ihn sucht, z.B. ermuntert im Wohnumfeld Kinder kennenzulernen oder ihn eins seiner Hobbys ausbauen lässt etc. Sind denn auf den Spielplätzen keine anderen Kinder? Sitzen die alle drin und spielen Playstation? Wenn da Kinder sind, wären das doch die idealen Freunde.

    Zunächst: Was soll der Blödsinn mit "Junior"? %-|

    Zitat

    jetzt fragen mein Mann und ich uns ist es Notwendig dass wir dass auch machen ?

    Wenn ihr eurem Sohn beibringen wollt dass er sich nicht selbst treuen bleiben soll und immer mit der Masse schwimmen soll tut es.


    Du beantwortest die Frage doch schon selbst:

    Zitat

    Weil der Junior hat gar kein Interesse dadran ...

    Was soll dann ein Fernseher und eine Konsole bringen wenn er kein Bock drauf hat?


    Ich bezweifel dass euer Kind beliebter wird wenn er sich anfangen würde für Konsolen zu Interessieren. In Schulklassen durchläuft man Hierarchien, wenn du unten bist, bleibst du meist unten.


    Wenn er gerne auf Spielplätzen spielt dann haltet doch gemeinsam dort Ausschau nach möglichen neuen Freunden. Die haben dann zumindest teilweise ähnliche Freizeit Aktivitäten.

    Wen stört es denn mehr, dass er wenig (oder keine) gleichaltrigen Freunde hat: euren Sohn oder euch?


    Unser ältester ist auch 8, und genau wie Deiner. Aber er ist ganz offensiv anders, findet Handys, Computer etc doof. Hier liegen immer Tablets rum, sind Kinderspiele drauf, werden nicht angerührt. Ist doch super! Unser Sohn fühlt sich wohl in seiner Rolle. Im Schwimmverein und im Kinderchor trifft er andere Kinder, in der Schule natürlich auch. Zu Hause baut er (tw noch mit Bauklötzern - mit 8 Jahren), ist super gerne im Garten, liest Unmengen von Büchern, spielt mit seinen jüngeren Geschwistern... ist doch alles gut. Warum muss er dann zwanghaft "dazu gehören", wenn er nunmal andere Interessen hat als die meisten anderen. Unser Sohne hat aus der Schule nur mit einem Kind auch in der Freizeit Kontakt - und das ist ein Mädchen, die etwas ähnlich gestrickt ist. Trotzdem ist er in der Klasse anerkannt und fühlt sich dort wohl - da gibt es nämlich keine Playstation.

    Ich denke, Ihr solltet den Sohn in seinen Interessengebieten fördern und bestärken. Damit wird sein Stand in der Klasse zwar nicht leichter, aber er wird dadurch stärker.


    Mir ging es ähnlich, Spielkameraden gab es so gut wie keine, weil in der Nähe niemand wohnte. In der Klasse war ich nicht der Mittelpunkt von Freundeskreisen. Allerdings hatte ich zwischen 10 und 14 Verantwortungen zu übernehmen, die für das Alter nicht üblich waren. Das übertrug sich auf die Stellung in der Klasse. Einzelgänger blieb ich trotzdem und hatte bis zum letzten Schultag ohne Mobbing einen Ranzen auf dem Rücken, der Rest schleppte sich mit Schultaschen ab.

    Dass ja alles net das Problem , er spielt in vereinen Fußball geht reiten etc


    aber in der schule ist er alleine und auch nachmittags zuhause ohne freunde ,


    wir leben in einem 1600 ew dorf wo es kaum kinder sonst gibt . dass macht uns traurig er ist immer alleine und ihn macht es auch traurig klar spielen mama und papa und der kleine bruder mit ihm aber dass für ihn nicht das gleiche .

    Zitat

    er spielt lieber mit Dinos , Lego, Playmobil ,Autos und auf Spielplätzen oder hilft gerne im Garten und bastelt viel .

    Das ist doch toll! Er ist kreativ, kann sich selbst beschäftigen und ist auf diesen Kram nicht angewiesen! - Unterstützt ihn doch darin, kreative Hobbies zu haben, vielleicht würde er gern noch ein Instrument lernen, Klavier oder so? - Da könnte er z.B. über den außerschulischen Musikunterricht Freunde finden - oder eben auf dem Spielplatz - oder vielleicht kennt Ihr über Euren Bekanntenkreis noch andere Kinder die mit ihm vielleicht gern im Garten arbeiten und in der Natur auf Entdeckungsreise gehen!


    Außerschulische Freundschaften, darauf würde ich setzen.

    Hast du ihn denn mal gefragt, ob er traurig ist, dass er alleine mit sich ist oder empfindet du das als traurig?


    Ich hatte als Kind auch andere Interessen, selbst als Jungendliche war ich Außenseiterin, mir war eben nicht nach Saufen & Feiern. Aber mich hats nicht gestört.

    Zitat

    aber in der schule ist er alleine und auch nachmittags zuhause ohne freunde ,

    Bestärkt ihn in SEINEN Interessen, macht ihm klar, dass es wichtiger ist sich selbst treu zu bleiben als zwanghaft Anschluss zu suchen an Kinder, die seine Interessen nicht teilen - oder schlimmer noch: seine Interessen "doof" finden.


    Nur wenn Ihr ihn stärkt und unterstützt, wird er selbst auch innerlich stärker, dass er gar nicht mehr auf "hohle Freundschaften" angewiesen ist sondern eine starke gefestigte Persönlichkeit entwickelt, die nicht auf "Gesellschaft" zwanghaft angewiesen ist, sondern auch mit sich selbst allein sein kann. Das ist wichtig fürs spätere Leben, auch für eine spätere Partnerschaft - dass man mit sich selbst etwas anfangen kann und auch mal allein sein kann.

    Auch ich selbst war in der Schule immer alleine, weil ich mich für Klassische Musik - statt für Pop interessiert habe, ich habe in den Ferien gern Musiker-Biografien gelesen - damit konnten die meisten Schulkameraden nix anfangen, auch Fernseher hatten wir früher nicht, hab ich nicht vermisst, ich hatte meine eigenen Interessen, konnte mich stundenlang allein mit mir selbst und meinen Büchern beschäftigen, hab auch gern gemalt und Keyboard gespielt (mach ich heute noch).

    Der Hinweis, dass Ihr in einer Umgebung mit wenigen gleichaltrigen Kinder lebt ist der Schlüssel. Wenn sich die Interessen Eures Kleinen so fundamental von den der anderen Kinder unterscheidet sehe ich wenig Chancen, dass es besser wird.


    Die anderen zocken eben nur Playstation und haben keine anderen Interessen. Da ist Dein Sohn viel besser aufgestellt. Vielleicht könnt Ihr ihn bestärken, dass es nicht seine Schuld ist sondern dass die unterschiedlichen Interessen der anderen Schuld sind, dass keiner vorbeikommt. Vielleicht kann er auch einfach zu den anderen gehen und dort mitspielen?

    Das ist ja interessant. Zu meiner Schulzeit galt Zocken noch als das ultimative "Loser-Hobby" ( :-X ) und jetzt ist es auf einmal ins andere Extrem gekippt? Finde ich erstaunlich.


    Prinzipiell begrüße ich es, dass Videospiele in der Gesellschaft ankommen, aber natürlich sind jegliche Formen von Extremen immer scheiße, und andere aufgrund deren Interessen oder Geschmäckern zu mobben ist sowieso ein Armutszeugnis. Aus meiner Erfahrung ticken allerdings (fast) ausnahmslos alle Kinder so. Wenn du dich ihnen nicht anpasst, wirst du ignoriert, wenn du zusätzlich noch Schwäche zeigst, wirst du schnell zur Zielscheibe.


    In eurem Fall sehe ich das Problem eindeutig in der Klassengemeinschaft, denn dein Sohn hat tolle Hobbies, er braucht sich überhaupt nicht verstellen. Die Klassengemeinschaft scheint in der Hinsicht sehr einseitig geprägt zu sein. Und die Kinder zudem ziemlich verwöhnt.


    Ich schließe mich Mehno an - zwanghafte Anpassung hat hier keinen Sinn. Beobachte es. Es ist eine Sache, keinen Draht zu den anderen zu finden, aber gemobbt zu werden, ist nochmal eine andere Nummer. Falls dein Sohn zu sehr leidet, würde ich nicht lange warten und evtl. einen Schulwechsel einleiten (sofern eure Lage dies irgendwie zulässt).

    mir kommt es wirklich so vor, als hättest Du mit der Situation ein größeres Problem als Dein Sohn. Nur wenn Du ihm weiter vermittelst, dass das ja so nicht gut ist, wird er das sicher auch so empfinden irgendwann.


    In der Überschrift schreibst Du von mobbing, hast das aber glaub ich nirgends erklärt. Was passiert da? Wie empfindet dein Sohn es, wie empfindest Du es?

    Fühlt er sich denn alleine? Ich würde ihn einmal fragen. Wenn er sowieso schon im Fußballverein, etc. ist, empfindet er das vielleicht gar nicht so, weil er ohnehin mit anderen Kindern in Kontakt ist. Ihm deswegen jetzt eine Konsole zu kaufen, mit der er vlt nicht einmal spielen wird, finde ich nicht so klug.

    Ich glaube euer Sohn und mein Sohn würden sich prima verstehen. Sie haben die gleichen Interessen.


    Ausser dass meiner auch kein Fussball mag, was ihn in der Klasse bei 17 Mädchen und 7 Jungs auch nicht gerade beliebter macht...


    Aus welchem Bundesland seid ihr? Vielleicht können wir uns ja mal treffen.... Wir kommen aus Hessen, plz 65xxx