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    ....aber ich habe meinen sohn gefragt ob ich das schöne bild haben darf ...und schon war die traurigkeit vorbei ....habs nun an meinem kühlschrank

    Wenn nur jedes Kind so eine feinfühlige Mama hätte!

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    Ich würde gern hier noch mal ansetzen:

    Zitat

    Wer weiss, welche Variante der Geschichte die Mutter kennt....und vielleicht nur deshalb so extrem reagiert.

    Das war genau mein Punkt. Und sie hat eben, anders als du, kaum die Möglichkeit, den Wahrheitsgehalt zu prüfen.


    & völlig jenseits der Frage, wie es moralisch zu bewerten ist, dass die Mutter kein Deutsch kann (die will ich hier nicht aufmachen, allerdings vermerken, dass ich da in ein paar Punkten anderer Meinung bin als ihr), bleibe ich dabei, dass du versuchen solltest, jemanden zu finden, der ihr die Situation erklären kann. Klar, du kannst einfach sagen: "Sie kann kein Deutsch, dann hat sie halt Pech gehabt & alles weitere ist ihr Problem." Du kannst aber auch versuchen, das Problem zu lösen (denn es ist ja schon auch deins & das deines Sohnes).


    Um mal ein bisschen herumzuspinnen: Die Frau ist in der Fremde. Wenn sie nicht selbst schon Ausländerfeindlichkeit erlebt hat, hat sie genug Geschichten von anderen darüber gehört. Wenn das Mädchen ein bisschen auf die Tränendrüse gedrückt & sich als reines Opfer dargestellt hat (machen die meisten Kinder, wenn sie die Chance haben, damit durchzukommen), kann bei der Frage "Warum tritt ein Junge sie? & zwar so schlimm, dass etwas gebrochen ist?" sehr schnell Panik aufkommen & die für sie plausibelste Antwort ist plötzlich "Da läuft ganz übles Mobbing gegen mein Kind (wie gesagt, bis zum Knochenbruch!). Motiv wahrscheinlich Ausländerfeindlichkeit. & wenn die anderen (deutschstämmigen?) Kinder sagen, meine Tochter hätte auch getreten, dann machen die da offenbar mit." So abwegig finde ich das nicht mal (dass die Mutter so was denken könnte, meine ich). & schon ist die Drohung mit der Polizei nicht mehr durchgeknallt, sondern einigermaßen nachvollziehbar. Ich wär da auch in Panik um mein Kind (& würde ihm einschärfen, erst mal ganz viel Abstand von diesen anderen Kindern zu halten).


    Deshalb meine ich, du könntest beiden Kindern einigen Ärger ersparen, wenn du versucht, jemanden zu finden, der mit der Mutter kommunizieren kann. Viele Schulen haben tatsächlich Sozialpädagogen, die das können.

    blöde situation...schuld sind alle 3 und die schulleitung sollte entsprechend alle 3 kids an den runden tisch bitten und mit ihnen darüber reden, was da passiert ist. und auch mit allen eltern gehört gesprochen.


    ich versuche auch grad, mich in die lage der eltern zu versetzen und gehe davon aus, dass die kleine sicher nicht erzählt hat, dass sie feste draufgehauen hat....meiner tochter wird von einem jungen die hand gebrochen......ein junge hat ein mädchen verkloppt......fühlt sich nicht gut an.


    und da finde ich die idee mit dem dolmetscher gut. der kann dann den eltern die offizielle version vermitteln. schließlich sollte auch das mädel vermittelt bekommen, dass draufhauen nicht ok ist.


    dass es deinem sohn leid tut, glaub ich gern. vermutlich hat er daraus gelernt und wird so einen mist nie wieder machen. ideal wäre es natürlich, wenn die kids unbefangen miteinander ins reine kämen, wenn das nicht geht, wird es wohl einfach zeit brauchen, bis er nicht mehr als prügler dasteht.

    Hallo,


    auf der Schule meiner Tochter sind leider sehr viele Familien mit Migrationshintergrund (so sagt man ja heut zu tage zu Ausländern :-) )


    Im Durchschnitt würde ich sagen 80-85% Ausländeranteil.


    Meine Kinder gehören auch dazu, zumindest genetisch :-) rein rechtlich/statistisch gesehen sind meine Kinder gebürtige Deutsche!


    Naja, ich sehe tag täglich die "nicht-integrierten" Familien, bei denen sich die Frauen selber "Import Mütter" nennen.. ich kenne viele auch persönlich.


    Immer wird mir von Geschehnissen erzählt, bei denen ich nurnoch Kopfschütteln kann.


    Versucht man den Kindern mit all ihren Defiziten zu helfen... wird ALLES falsch verstanen!


    Sind mehr Pädagogen mit den Kindern beschäftigt und werden zu viele Fragen gestellt, oder Umfrageaktionen gestartet um herauszufinden, WELCHE Erziehungsmethoden in den Familien herrschen... bekommen es die Familien gleich mit der Angst zu tun!


    Meiner Erfahrung nach gibt es in 70-80% dieser Haushalte auch mal Haue!


    Erziehung bedeutet meistens: Alles tun was die Kinder wollen! Den Kindern wird jede kleinste Kleinigkeit abgenommen... nichts müssen sie selber machen. Die Kinder tanzen den Eltern auf dem Kopf herum! Es gibt keine Regeln! Wenn sie sich dann garnicht durchsetzen kann und nicht ernst genommen wird - dann wird gehauen!


    Richtig Prügel beziehen die Kinder nicht, aber Klapser mit der Hand!


    Klar prägt das die Kinder, die auch in der Schule aggressiv reagieren.


    sprachliche/Schulische Probleme , soziale Benachteiligungen, Unselbständigkeit, wenig Selbstbewusstsein... das sind so die Punkte, die meiner Ansicht nach mit der Zeit immer mehr Agrressionen aufbauen.


    Fragen/Umfragen Seitens der Lehrerschaft werden oft nicht richtig beantwortet.


    Was, wenn herumerzählt wird, dass es ab und zu mal was auf die Ohren/den Po gibt?


    Vielleicht wird gleich das Jugendamt benachrichtigt und die Kinder werden einem weggenommen?


    Auf der Schule meiner Tochter gibt es z.b. jetzt eine IPS-Klasse.

    Zitat

    "Innovative Projektschule" (IPS) der Landeshauptstadt München teil. IPS bezeichnet einen Modellversuch zu Ganztagesklassen. Der Kernunterricht erstreckt sich dabei über den Vor- und den Nachmittag und wird mit vielfältigen pädagogischen Angeboten abgewechselt.

    Trotz der "besonderen Förderung" und dem Versuch den Kindern Ausgleich zu bieten...wird dieses Angebot von den Familien nicht gerne angenommen! Gleich reagieren sie mit Fragen wie:


    "Wird das im Zeugnis stehen, dass es ne besondere Klasse ist?"


    "Ist das eine Sonderschulklasse?"


    "Mein Kind ist doch ganz normal, es braucht doch keine besondere Förderung?!"


    Versuchen die Lehrer mit den Eltern zu reden und üben Kritik, wird es sofort als Ausländerfeindlichkeit angesehen!!


    Ich bin oft und gerne für die Familien da um in solchen Situationen die Gemüter zu beruhigen!


    Ich gehe mit den Müttern hin, übersetze und erkläre...


    vielleicht gibt es in euer Klasse/Schule auch eine türkisch sprechende Mutter (evt. eine Elternbeirätin), die gut Deutsch kann... mit der du dich zusammensetzen kannst, die euch hilft um die andere Seite zu besänftigen?

    Ich stolpere gerade über die Grundaussage:

    Zitat

    Klar, zum Prügeln gehören immer mindestens zwei...

    die hier ein Mal wörtlich, aber auch im Grundtenor herrscht.


    Von mir ein klares Nein.


    Zu einem Streit gehören immer Zwei, das stimmt. Denn egal wer anfängt, das Gegenüber kann sich zurückziehen. Das ist aber bei einem körperlichen Angriff nicht mehr oder nur schwer möglich – oder soll man auf sich einprügeln lassen? Hier wird eine Grenze übertreten, die einen Rückzug (fast) unmöglich macht.


    Für mich ist grundsätzlich Derjenige verantwortlich für eine Prügelei, der mit der Prügelein anfängt, weil er dem Anderen durch genau diesen körperlichen Angriff die Rückzugsmöglichkeit nimmt. Und gerade als Kind hat man da noch viel weniger die Findigkeit sich dem noch zu entziehen, sondern das Kind wehrt sich und lässt irgendwann auch der eigenen Wut die aufgrund der Hilflosigkeit entsteht, eher freien Lauf als ein Erwachsener.


    Und sicher gibt es auch schon Kinder, die "darauf aus sind"/provozieren, um später genüßlich grinsend sagen zu können "Aber XY hat angefangen!" .....ich will ja auch nicht sagen, dass ich hier nur schwarz-weiß sehe. Dennoch aber sehe ich kein "Zu einer Prügelei gehören immer Zwei"...

    Also rein rechtlich kann man jugendliche/kinder unter 14 jahre, nicht "verfolgen"! Allerdings kann man so ein Kind bei der Polizei anmelden. Dort werden die personalien vom Kind aufgenommen, egal ob 9 oder 13 jahre alt, und in den meisten fällen kriegt das jugendamt von der Polizei eine mitteilung. Weiter passiert meistens nichts, es sei das es sich um wiederholte aggressionsausbrüche handelt, dann wird man irgendewann vom jugendamt kontaktiert!

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    Also rein rechtlich kann man jugendliche/kinder unter 14 jahre, nicht "verfolgen"! Allerdings kann man so ein Kind bei der Polizei anmelden. Dort werden die personalien vom Kind aufgenommen, egal ob 9 oder 13 jahre alt, und in den meisten fällen kriegt das jugendamt von der Polizei eine mitteilung. Weiter passiert meistens nichts, es sei das es sich um wiederholte aggressionsausbrüche handelt, dann wird man irgendewann vom jugendamt kontaktiert!

    Dann würde ich das Mädchen aber ebenfalls melden.

    Also wenn es der erste Vorfall dieser Art war ist es maßlos übertrieben gleich jemanden bei der Polizei zu melden. Wenn alle Kinder die sich mal prügeln und sich verletzen bei der Polizei gemeldet werden würden, würden die sich sicher freuen. Und das Jugendamt hat auch genug Arbeit. Man sollte vielleicht mal schauen wie die Aggresionen zu Stande kommen und da ansetzen.

    @ INAlisa

    Ich gehe mal davon aus, dass sich das Ganze in Deutschland abgespielt hat?


    Versicherungsrechtlich ist das zunächst einmal ein "Arbeitsunfall", für den die gesetzliche Unfallversicherung aufkommt (Landesunfallkasse/Gemeindeunfallversicherungsverband). Dazu muss der Unfall durch die Schule dort gemeldet werden. Die Unfallversicherung trägt u. a. die Heilbehandlungskosten.


    Dann prüft sie, ob sie bei einem Dritten Regress nehmen (sich das Geld also wiederholen) kann. Das könnte theoretisch dein Sohn sein, allerdings gehört er selbst zum versicherten Personenkreis. Daher würde der Regress bestenfalls bei Vorsatz funktionieren. Da dein Sohn aber noch nicht deliktfähig ist, fällt das auch aus.


    Ob eine Aufsichtspflichtverletzung (Lehrer) nachgewiesen werden kann, ist meiner Meinung nach fraglich.


    Eure Haftpflichtversicherung kommt meiner Meinung nach nicht ins Spiel. Diese würde z. B. eine Aufsichtspflichtverletzung von dir abdecken. Die liegt aber hier nicht vor.