• Kind 17 monate hat vor allem angst

    Hallo, Langsam weiß ich nicht mehr weiter. Ich bin eine 3 fach mami , meine beiden großen sind 13 und 10 jahre alt. Eigentlich müsste man meinen das ich schon ein wenig was von Kindern verstehen, aber unser nesthäckchen bringt mich zum verzweifeln :/ Er ist jetzt knapp 17 monate als und hat einfach vor alles angst. Das geht schon so seit er ca 4 Monate…
  • 79 Antworten

    Hände waschen mag er. Er liebt auch Wasser. Er liebt Baden. Als wir ihn extra einen kleinen Pool kauften schrie er allerdings vor lauter angst und wir haben ihn erstmal wieder weg gepackt :/

    Er liebt auch Zähne putzen. Erst Putz ich - dann er. Und auch da kommt ab und an zahnpasta auf die Hand was ihm aber auch nicht stört :/ ich sag ja, es ist ganz seltsam und ich weiß mir keinen Rat mehr.

    Das hat früher oder später jedes Kind. Bei den einen verläuft diese Fremdelphase intensiver und länger, bei anderen Kindern widerum, nicht sehr ausgeprägt.


    Es kann vielerlei Gründe haben, wieso es bei deinem Kleinen so stark ausgeprägt ist und solche reaktionen hervorruft.


    Vielleicht liegt es an Reizüberflutung und dadurch entstandener Stress. In dem Alter nehmen die Kleinkinder die Umgebung, Personen, Handlungen noch nicht selektiv wahr. Zu viele Gesichter, Geräusche, Handlungen, Farben/Formen und und und...


    Da könnte es helfen, dem Kind hin und wieder ruhe zu gönnen. Wahrscheinlich war es zuviel. Als Eltern meint man es zwar gut und will die Kinder nicht in einem "zu sehr geschohntem Raum" aufwachsen lassen. Manche Kinder können aber damit nicht so gut umgehen, wie andere.


    Eine Möglichkeit für dieses angstlich/anhängliche Verhalten wäre auch, die Unsicherheit. Kann es vielleicht sein, dass ihr bei den anfängen, der Fremdelphase überrascht wart und teilweise auch fast panisch reagiert habt? Nimm dies nicht als Vorwurf.


    Ich könnte mir durchaus denken, dass man beim dritten Kind, fremdeln in diesem Ausmaß nicht erwartet, wenn es bei den ersten zwei nicht der Fall war. Dann panisch wird und versucht aus den Situationen zu flüchten, weil man will, dass das ängstliche Verhalten des Kindes das erfordert. Oder genau das Gegenteil macht, damit das Kind sich an die befremdliche Situation gewöhnen soll.


    So oder so, es ist eine Phase, die irgendwann auch überwunden wird.

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    Ok, ungewöhnliche Probleme erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Kannst du ihn Fingerschalen fürs Essen hinstellen und ihm zeigen das er sich nach schmutzigem Essen gleich die Finger waschen kann?


    Und wäre es möglich ungewohnte Dinge erst im Haus zu testen und einzuführen? Also könntest du eine neue Decke im Haus einführen und dann nach draussen mitnehmen? Ich wäre irre genug ihm ein Stück Rasen reinzutragen, damit er sich da rantasten kann, immer mit Lappen oder FIngreschale damit er das Gefühl hat was gegen den Schmutz tun zu können.

    Na ja, Zahnpasta kennt er, weiß er wie er mit umgehen muss. Vielleicht fehlt ihm diese Sicherheit bei anderen Sachen einfach.

    Das ist mal eine gute Idee und werde ich umsetzen :)


    Mit seinem Pool haben wir das gemacht. Den fand er hier drin, ohne Wasser super toll. Draußen, mit und ohne Wasser , gefiel ihm beides nicht

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    Ca 2 Wochen. Er fand den Pool toll. Saß viel drin, mir Spielzeug /ohne Spielzeug. Draußen wie gesagt nur gebrüllt. Obwohl wir extra kein Wasser rein gemacht hatten und das selbe Spielzeug rein getan habe was er drin so gern dort rein "geworfen " hat

    Mh, dann würde ich es erstmal gut sein lassen und mich um drinnen kümmern und gucken das ich ihm da Neues vorstelle.

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    Ich würde, denke ich, versuchen so ein Sicherheitspacket für ihn zu entwerfen und dann versuchen richtig zäh zu sein und jeden Tag rausgehen, inden Garten, ohne Besuch. Ganz ruhig, ohne Panik, ohne ein riesen Aufstand zu machen wenn er weint. Es ist alles gut, es ist alles sicher, Grad fällt einen nicht an. Er bekommt seine Sicherheit über die Waschschale, er muss seine Decke nicht verlassen und die Decke ist immer genau an der selben Stelle, aber über das Rausgehen an sich wird nicht debattiert. Jeden Tag alles genau gleich, genau wie vorher drinne und dann abwarten.

    Vielleicht stören ihn draußen ja Dinge, die für Euch so banal sind, dass Ihr sie nicht auf dem Schirm habt.


    Gebrüllt hat er vielleicht gar nicht wegen des Pools, sondern weil eine Amsel im Garten saß. Oder die Sonne zu warm war. Oder oder oder.


    Drin könnt Ihr auch kleinste Veränderungen viel besser kontrollieren.

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    Könnte ich mir auch vorstellen, aber ich kann mir auch vorstellen das er schlicht vor allem was anders ist Angst hat. Also würde ich ihn in den Stand versetzen sich die Hände sauber zu machen und dann Schema F durchziehen. Gleiche Decke, gleiches Spielzeug, gleicher Platz, gleiche Zeit und wenn die Hölle zugefriert. Bis er gemerkt hat das nichts schlimmes passiert. Sitzen und trösten ja, aber nicht auf dem Arm in Sicherheit bringen oder so.

    Jetzt interessiert mich aber noch, wie er auf Veränderungen IM Haus reagiert. Wenn Ihr mal Möbel umstellt oder das Sofakissen anders liegt oder sich in seinem Zimmer mal irgendwas ändert?


    Du schriebst ja, dass er neues Spielzeug toll findet. Und andere neue Dinge?

    Mein autistischer Sohn hat haargenauso reagiertt. War sehr schwierig, weil wir einerseits da einfach oft durch mussten, vieles vermeiden mussten und dann auch irgendwann wissen mussten, wann der Zeitpunkt für "Augen zu und durch" gekommen war.


    Ich will nicht behaupten, dass dein Kind autistisch ist, das wäre noch sehr früh für eine Diagnose. Aber es klingt ein wenig danach, vielleicht einfach mal schauen, wie er sich entwickelt. Auch sprachlich.

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