• Kind 6 Jahre und jeden Tag Terror um die Grundhygiene

    Unsere Tochter ist 6 1/2 Jahre alt, war schon immer sehr eigen, sehr selbstbewußt, manchmal schwierig....wir haben einen gut strukturierten Tagesablauf, heißt alles möglichst gleich und zu gleichen Zeit, Essen immer gemeinsam, ich bin zu Haus, sie wird jeden abend mit Geschichte ins Bett gebracht usw. also ganz normal... Hygiene war schon immer ein…
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    kleine_schlumpfine

    Zitat

    Es gibt Menschen, die gehen grundsätzlich auch einfach gerne den bequemeren Weg. Meine Freundin ist zum Beispiel so. Die hätte sich auch gedacht, naja bevor ich keine Erdbeeren bekomme, hör ich halt auf zu Spucken. Und die ist auch jetzt so, dass sie manche Sachen macht weil sie kein Bock auf Stress hat. Also zum Beispiel "naja irgendwie ist das was der Chef will tatsächlich sinnfrei aber wenn er das unbedingt will..." oder "ja ich fand mein Freund hat sich da ungerecht verhalten aber kommt so selten vor, da brauch ich mich nun nicht aufregen und mir den Abend zu versauen."

    Ich finde das Verhalten Deiner Freundin gar nicht "bequem" - ichmpfinde das als reif, erwachsen und distanziert. Ich bin auch so. Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich es gern bequem habe sondern damit, dass ich (und das schon als Kind) gelernt habe, dass man manchmal Dinge tun muss, die man nicht gern tut oder sinnlos findet, dass man mit Menschen auskommen muss und kooperieren muss, die man gar nicht mag und dass es Regeln gibt, die bei Misachtung zur Strafe bzw. zu einer Konsequenz führen.


    Ich hasse Kühlschrank putzen - ich tue es weil es getan werden muss. Ich finde meine Nachbarin total bescheuert - grüße sie aber trotzdem und bleibe stehen wenn sie mich anspricht weil wir nun mal in gewisser Weise nebeneinander leben und ich kein sinnlos Böses Blut in der Nachbarschaft möchte. Und ich weiß, dass man bei Rot nicht über die Ampel fahren sollte da das den Führerschein kosten kann.


    Das heißt nicht, dass ich, wenn es mit nötig erscheint, nicht meine Meinung vertrete oder widerspreche oder Gegenvorschläge bringe. Doch - das tue ich. Der Vorteil ist sogar, dass man denen, die nicht permanent meckern und motzen und sich weigern zuhört und auf sie hört wenn sie es dann doch mal tun. :)z

    nochmal die TE

    Du reagierst immer mit "Haben wir schon probiert" - "nützt nichts"....


    Ich glaube es nützt was. Nur kommt das bei Kindern nicht sofort. Da brauchen Eltern oft den längeren Atem!

    @ devilindisguise

    Zitat

    Twister, ich denke, du solltest mal über die Ursachen deiner Gewaltphantasien nachdenken. Vielleicht hat dir so manche Maßnahme deiner Eltern eben doch geschadet.


    Falls du Kinder hast, hoffe ich, daß das alles wirklich nur Phantasien sind.

    Welche Gewaltphantasie? Ich habe keine Gewaltphantasie. Ich bin ein ganz ausgeglichener und in mir ruhender Mensch.


    Und was meine Eltern betrifft - das ginge in die Tiefenpsychologie und das ist eine Geisteswissenschaft, die nicht aus dem Bauchgefühl heraus betrieben werden sollte. Das solltest Du also stecken lassen. Aber zu Deiner Info - nein, meine Eltern sind tolle Menschen in jeder Phase meines Lebens gewesen.


    Und ja, ich habe Kinder! 2 - ganz reizende Kinder mit vielen Freunden, die gern bei uns aus und ein gehen, deren Eltern sie mir guten Gewissens anvertrauen. Meine Kinder sind fröhlich und unbeschwert, haben ganz tolle Hobbys und werden ebenfalls als ausgeglichen, aufgeschlossen und intelligent beschrieben.


    Also - keine Sorge. Alles in Butter bei uns! ;-)

    Zitat

    Ich habe den Eindruck, sie ist ihrem Streben nach Selbstbestimmung so sehr ausgeliefert, dass sie da alleine nicht mehr rauskommt.

    Das ist eine sehr gute Bemerkungen – ich war als Kind in manchen Dingen auch extrem stur und habe mich schnell manipuliert und fremdbestimmt gefühlt. Glücklich war ich damit nicht. Einerseits habe ich auch eine manipulative schwer durchschaubare Mutter, andererseits hat sich meine Sturheit wirklich in die falsche Richtung entwickelt – aber gegen das, was wirklich lief konnte ich mich auch nicht wehren.


    Ich finde aus den Beiträgen von Gretchen ist nicht zu ersehen, wie belastend die Situation jetzt eigentlich ist – einerseits ja, andererseits ist das Kind aber ansonsten in nahe zu allem perfekt und auch noch hochbegabt? Und in der Familie läuft eigentlich auch alles superrund?

    Ich will damit natürlich nicht unterstellen, dass die Mutter manipulativ und schwer durchschaubar ist –


    ich empfinde aber die Beschreibung der Situation zum Teil sehr widersprüchlich.

    Zitat

    Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich es gern bequem habe sondern damit, dass ich (und das schon als Kind) gelernt habe, dass man manchmal Dinge tun muss, die man nicht gern tut oder sinnlos findet, dass man mit Menschen auskommen muss und kooperieren muss, die man gar nicht mag und dass es Regeln gibt, die bei Misachtung zur Strafe bzw. zu einer Konsequenz führen.

    Das ist ja gar keine Frage. Die Frage ist nur, wie man es dem jeweiligen Kind beibringt, und was beim einen Kind wunderbar funktioniert, richtet ein anderes zugrunde.

    Zitat

    Das ist ja gar keine Frage. Die Frage ist nur, wie man es dem jeweiligen Kind beibringt, und was beim einen Kind wunderbar funktioniert, richtet ein anderes zugrunde.

    Genau! Und deswegen sind wir hier - um die verschiedenen Meinungen zu sammeln.


    Aber scheinbar sind nur die genehm, die gerade den Zeitgeist der modernen Erziehung spiegeln. Da diskutiert man gern.


    Rollt jemand die etwas strengere und autoritäre Schiene auf, wird das nieder gemacht bzw. sogar die Idiotie der Gewaltphantasie in den Raum gerufen.


    Du hast vollkommen Recht - jedes Kind ist anders. Und da ich das Kind der TE nicht kenne bringe ich nur meine Idee - so wie jeder andere auch.

    Der Hund ist leider total wasserscheu....er er liegt direkt vor der Dusche und jault, wenn sie drunter steht – es sei denn ich schmeiss ihn aus dem Bad ;-D


    Und ja, es geht wirklich nur um die Hygiene....Zähneputzen und waschen – mit Waschlappen geht garnicht, da duscht sie lieber. Aber diese beiden Dinge sind halt immer extrem anstrengend....


    TwistserSister...na wenn das funktioniert :-o Meine hätte gesagt dann verzichte ich auf die Erdbeeren...und es wie Schlumpfine gehalten...


    Habe mir das mit der Hypersensibilität durchgelesen – also in fast jedem Punkt ist sie das genaue Gegenteil....die Anhaltspunkte passen null auf meine Tochter. Aber Danke für den Tipp @:)


    Wodehouse :)^ :)=

    Zitat

    Denn aus solche schwierige Kinder-wenn Eltern alles durchgehen lassen und antiautoritär sind-werden egomane,kaltherzige,arrogante Erwachsene.

    Oder das Gegenteil : soziale, selbstbestimmte Menschen die nicht mit der Masse schwimmen und sich nicht unterbutternlassen.

    muchbirne,


    nochmal...es ist belastend, es ist unharmonisch, es ist anstrengend, es macht den morgen und den abend kaputt. Meine Tochter ist weder perfekt noch unsere Familie, wir sind ganz normal, die Kleine hat gerade ihre ganz normale Trotzphase, es gibt Auseinandersetzungen mit beiden...alles ganz normal – deswegen hab ich hier jetzt nicht jeden Krümel erwähnt. Aber so Probleme wir das chaotische Zimmer haben wir zum Beispiel nicht... und es geht hier um ein sehr wichtiges Ding, nämlich die Hygiene.

    Zitat

    also in fast jedem Punkt ist sie das genaue Gegenteil....die Anhaltspunkte passen null auf meine Tochter. Aber Danke für den Tipp

    Manchmal kommen auch verschiedene Sachen zusammen.


    Auch mein Sohn war nur in Sachen Haut übersensibel.


    Deswegen mochte er weder eincremen, noch waschen mit dem Waschlappen, auch kuscheln und streicheln mochte er nicht.


    Seinen Körperkontakt, den ja jedes Kind braucht hat er sich geholt in dem wir zusammen getobt haben.


    Wenn er einen gedrückt hat oder in den arm genommen hat er es immer ganz doll feste gemacht.


    Bei ihm war auch das Gleichgewichtssystem gestört


    bei einerUnterfunktion des Gleichgewichtssystem


    reagiert das Gehirn zu schwach auf die Sinnesreize. Viele dieser Kinder werden nicht


    schwindelig oder torkelig.


    Ich würde es trotzdem mal abklären lassen,

    Zitat

    All nach dem was du ihr angetan hast,respektlos,renitent,schwer erziehbar,hast du deine Mutter noch gehasst :-o :(v ??? Kannst du dir es überhaupt verzeihen %-|

    Hä? Die Mutter hat das Pferd verkauft, weil die Tochter nicht ihr Zimmer aufgeräumt hat! Also hat Mutti doch die Eskalation reingebracht. Und in dem Mutter-Kind-Machtkampf musste die Tochter eben etwas finden, um das zu toppen. Dass das Zerkratzen eines Autos schlimmer sein soll, als der Verkauf des geliebten Tieres leuchtet mir echt nicht ein. Selbst als erwachsener Mensch würde es mich härter treffen, wenn mein Pferd geklaut werden würde, als mein Auto. Und aus den Augen eines Kindes ist das nun wirklich die Höchststrafe und da MUSS man als Kind erstmal annehmen, dass die Mutter einen hasst und Krieg führen will.

    Ich denke du kannst dieses Problem weder mit Belohnungen noch Strafen lösen. Gerade wenn sie so intelligent ist, müsstest du doch mit einem vernünftigen Gespräch zu ihr durchdringen?


    Ich würde mich ganz ruhig mit ihr hinsetzen und einen Kompromiss suchen. Ich würde ihr sagen, das es in dieser Sache keinen Gewinner und keinen Verlierer gibt, sondern ein Konflikt bzw Problem aus der Welt geschafft werden soll. Ihr ist Selbstbestimmung wichtig und das man sie so sein lässt, wie sie sein möchte. Andersrum muss sie aber auch akzeptieren, das ihr nicht ihrem schlechten Geruch leben wollt. Ihr übrigen drei Familienmitglieder habt ja auch das recht zu äußern, das ihr hygienisch leben möchtet und dieses Bedürfnis ist genauso wichtig wie ihre Bedürfnisse. Ich würde ihr sagen, das es einer Familie nun mal Kompromisse geben muss, damit das Zusammenleben angenehm ist. Du könntest ihr auch ruhig sagen, das du vl auch manchmal keine Lust hast, Essen oder Wäsche zu machen oder die Stromrechnung zu überweisen aber das du es für das harmonische, geregelte Familienleben eben doch machst. Oder das dein Mann auch nicht immer Lust hat zu arbeiten aber eben trotzdem hingeht, damit Miete, Essen, Strom, Spielsachen etc gekauft werden können.


    Du möchtest, das sie jeden Tag oder vier mal die Woche duscht, sie möchte gar nicht. Mit zwei mal in der Woche habt ihr einen Kompromiss gefunden und keiner geht als Sieger oder Verlierer aus der Sache raus. Genauso würde ich das mit der Unterwäsche machen. Du möchtest, das sie die täglich wechselt, sie möchte gar nicht. Also dann alle 2 Tage.


    Wenn du ihr das so erklärst, entweder mit ihr alleine oder als "Familiensitzung", welche Gegenargumente kann sie da haben bzw was erwidert sie?

    Zitat

    Hä? Die Mutter hat das Pferd verkauft, weil die Tochter nicht ihr Zimmer aufgeräumt hat! Also hat Mutti doch die Eskalation reingebracht.

    Ich glaube nicht,dass die Mutter nur nach einigem-Mal-Zimmer-nicht-aufräumen so reagiert hat.Es waren sicher mehrere Dinge die zusammenkamen,und weil Eltern auch Menschen sind,und sie wollte die Tochter nicht schlagen ,hat ihren wunden Punkt (das Pferd) getroffen.Ok,sie hat vielleicht etwas übertrieben,aber hallo,selbst das Pferd hat die Mutter gekauft.Anscheinend wir leben in einer Zeit,wo Kinder nur Rechte haben dürfen,aber Pflichte (sowie Zimmer aufräumen,lernen,sich duschen,Zähne putzen usw.) neeee,sonst werden damit Kinderseele verletzt:|N %-| Und überhaupt Eltern sollen am liebsten still bleiben,nur für ihre Kinder arbeiten,nur deren Wünsche von den Augen ablesen,überhaupt alles durchgehen lassen,sonst wird man als böse Eltern abgestempelt ]:D :=o .

    Zitat

    Und überhaupt Eltern sollen am liebsten still bleiben,nur für ihre Kinder arbeiten,nur deren Wünsche von den Augen ablesen,überhaupt alles durchgehen lassen,sonst wird man als böse Eltern abgestempelt ]:D :=o .

    wie du das aus meinen Zeilen lesen kannst, ist mir ein Rätsel....... ":/


    Wie schon geschrieben, in unserer Familie hat Oma den Hasen der Enkelkinder ihnen als Mittag aufgetischt, weil der Käfig nicht sauber gemacht wurde.....

    Zitat

    aber hallo,selbst das Pferd hat die Mutter gekauft

    Wenn du deinem Kind etwas schenkst, läßt du das Kind ständig spüren, dass DU es ja bezahlt hast und es in deinem Ermessen liegt, es dem Kind wieder weg zu nehmen?

    Zitat

    Und überhaupt Eltern sollen am liebsten still bleiben,nur für ihre Kinder arbeiten,nur deren Wünsche von den Augen ablesen,überhaupt alles durchgehen lassen,sonst wird man als böse Eltern abgestempelt ]:D :=o .

    Darum geht es doch gar nicht. Kaum einer wird abstreiten, dass Kinder dynamische Grenzen brauchen. Grenzen, innerhalb derer sie sich geschützt ausprobieren dürfen. Grenzen, die nicht starr sind, sondern sich den Bedürfnissen des Kindes anpassen.


    Aber es gibt deutlich mehr als nur eine Art Grenzen zu setzen. Das eine Kind akzeptiert die Grenzen einfach so, das andere Kind rennt fünfzigmal mit dem Kopf gegen die Wand, weil es diese Grenze so einfach nicht hinnehmen will.


    Natürlich kann der oder die Erziehungsberechtigte versuchen die Grenze einfach mit psychischer oder physischer Gewalt durchzusetzen. Die Erwachsenen sitzen allermeistens ja doch am längeren Heben.


    Aber ich (und das ist auch der aktuelle wissenschaftliche Standpunkt) bin der Meinung, dass es für die Eltern/Kind-Beziehung nicht förderlich ist, wenn es ein derart extremes Machtungleichgewicht gibt.


    Nur weil Kinder unfertige, kleine Menschen sind, heisst das noch lange nicht, dass ihre höchsteigenen Bedürfnisse weniger wichtiger sind als die der Eltern.


    Ich bin der Meinung, dass es deutlich effektiver ist, wenn Kinder Einsicht zeigen, als wenn sie aus welchen Gründen auch immer einfach gehorchen.

    Shojo und DieKruemi, danke für Eure Beiträge. Ich kann selbst ein Lied davon singen, wie man durch eine völlig verquere (pseudo-autoritäre) Erziehung Hass auf die Mutter entwickelt. Manche (z.B. Schlumpfine) lassen die Wut raus, andere (weiss nicht mehr, wer es geschrieben hatte) kehren sie gegen sich selbst. Lieber ein verkratztes Auto mit zerstochenen Reifen als ein Kind, das sich was antut, da sind sich die Mütter dann wohl doch einig.