• Kind 6 Jahre und jeden Tag Terror um die Grundhygiene

    Unsere Tochter ist 6 1/2 Jahre alt, war schon immer sehr eigen, sehr selbstbewußt, manchmal schwierig....wir haben einen gut strukturierten Tagesablauf, heißt alles möglichst gleich und zu gleichen Zeit, Essen immer gemeinsam, ich bin zu Haus, sie wird jeden abend mit Geschichte ins Bett gebracht usw. also ganz normal... Hygiene war schon immer ein…
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    Och redbaby, das war gar nicht auf meine Mutter bezogen.


    Aber um Mutter zu sein muss man ja nun keinen Test bestehen. Da reicht einfacher Sex aus. Und muss man jemanden lieben, weil er Sex hatte?

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    Kannst richtig "stolz" auf dich sein :(v !Ich kann es mir vorstellen,wie jetzt deine eigene Wohnung aussieht ":/ .Manchmal schäme mich,ne Frau zu sein.Ich höre es oft von meinen männlichen Freunden,wie schwierig es ist,ne saubere ordentliche Frau zu finden.

    Ich weiß dass ich nicht gemeint bin aber ich kann dir sagen, dass meine Wohnung mal besser und mal schlechter aussieht. Insgesamt ist mein Mann zum Glück ordentlicher als ich und übernimmt oft den Großputz. x:) Ich kann dafür ziemlich gut kochen.

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    Kannst richtig "stolz" auf dich sein :(v !Ich kann es mir vorstellen,wie jetzt deine eigene Wohnung aussieht

    Ein bisschen Durcheinander, aber definitiv nicht dreckig! Wenn meine Freunde einen Sauberkeitsfimmel haben, sollen sie nicht kommen, treffen wir uns wo anders, ganz einfach ;-) Es ist mein Reich, nicht derer, wenn es sie stört, können sie ja aufräumen... Wozu soll ich mitetwas aufzwingen lassen, was ich nicht als Notwenig erachte

    Aber Emmi, so erfüllst du doch gar nicht die klassischen Qualitätsmerkmale einer guten Frau. Nachher willst du gar noch ein Mann der deine inneren Werte schätzt. :-o :-o :-o Das ist ja ungeheuerlich.

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    Nachher willst du gar noch ein Mann der deine inneren Werte schätzt.

    Ich hab genug Brüste, sowas hab ich nicht nötig ]:D ]:D ]:D


    Sry OT aber ich konnts mir nicht verkneifen ;-D

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    ICH habe meiner mutter immer gesagt, dass SIE ja nicht in meinem zimmer leben muss und es ihr egal sein kann, wie es aussieht. dennoch hat sie meine regale umgekippt und ausgeräumt und alles auf dem boden zu einem turm aufgebaut damit ich aufräumen muss. das empfand ich als extrem übergriffig und habe ich bis heute nicht vergessen...

    Auch ich erinnere mich an ähnliche Begebenheiten, und zwar zum einen an die hilflose Wut, die ich empfand, und zum anderen an meine Reaktion, jetzt eben erst recht nicht zu tun, was von mir verlangt wurde, weil ich nicht akzeptieren konnte, dass ich in bestimmten Bereichen nicht so sein durfte, wie ich bin, sondern wie "man" sein sollte (ich habe genau so argumentiert wie die Tochter der TE). Das war etwas so Grundsätzliches, Übergriffiges für mich, dass ich um keine Sanktion der Welt klein beigegeben hätte und letztlich auch den Point of no Return oft überschritten habe. Mit der Konsequenz, dass das Ganze dann bisweilen auch mal durch elterliche Züchtigung "beigelegt" wurde. In dem Zusammenhang schönen Gruß an die Freunde von Klaps und Haareziehen, steckt euch solche Ratschläge doch bitte dahin, wo die Sonne nicht scheint. Nicht nur sind sie barbarisch und richten wirklichen Schaden an, sie helfen auch schlicht nicht.


    Ich war und bin weder unangepasst noch nicht-sozialisiert, galt als wohlerzogenes, nettes Mädchen, aber meine Selbstbestimmung und Integrität im weitesten Sinne waren und sind etwas, was ich mit Klauen und Zähnen verteidig(t)e oder es zumindest versuchte. Ich reagiere bis heute heftig auf Einflussnahme von außen, auf alles, was ich als willkürliche Beschneidung meiner Selbstbestimmung empfinde. Und das auch körperlich: Ich mag z.B. ohne Vorwarnung nicht gern angefasst oder – waaah! – von irgendwelchen Leuten mal eben so zur Seite geschoben werden. Klingt banaler als es für mich ist.


    Nun war ich bei weitem kein solches Kaliber wie die Tochter der TE, auch hatte ich nie Probleme mit Ansagen zum Thema Körperpflege, aber trotzdem habe ich mich gefragt, was mir denn vielleicht geholfen hätte. Die Ratschläge, dem Mädchen gegenüber auszusprechen, dass man verstanden hat, worum es ihr geht, dass dass man auf der Basis nach Kompromissen sucht, die einen Teil Selbstbestimmung bei ihr lässt, finde ich da sehr sinnvoll und auf jeden Fall einen Versuch wert. Dass gleichzeitig die Familie in Konsequenz ihre eigene Selbstbestimmung dahingehend wahrt, dass man mit einem stinkenden Menschen eben nicht kuscheln mag, gehört da m.E. unbedingt dazu.

    Emmi, achso, ja gut das hatte ich nicht bedacht. Ich hab eher kleine.


    Wodehouse, wir ticken offensichtlich ähnlich.

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    Warst du deiner Mutter wirklich weniger wert als ein Autoreifen?

    Meine Mutter hat mich geliebt (und liebt mich heute noch, denke ich) aber sie hätte es eben nie zugelassen dass ich ihr Eigentum mutwillig zerstöre. Gut, die andere Alternative wäre vielleicht gewesen, dass ich die Reparaturkosten selbst bezahlt hätte. Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, muß ich dazu sagen. Und ich war in der Pubertät nicht brav ]:D


    Und auch wenn ich nicht die allerordentlichste bin: ab und zu sollte man, egal ob Kind oder Erwachsener, doch mal aufräumen und den Boden staubsaugen/staubwischen.


    (Meine Mutter hätte allerdings meine Spielsachen auch nicht weggeworfen, möglicherweise aber für ein halbes Jahr auf den Speicher verfrachtet oder ein paar Kleinigkeiten die auf dem Boden liegen beim Staubsaugen mit eingesaugt)

    @ Gretchen

    Ui da ist sie aber ziemlich stur. Zahnputzbecher werfen ist ja richtig krass. Lässt sie denn mit sich reden? Also habt ihr sie schon mal gefragt warum sie keine Zähneputzen möchte oder warum sie es doof findet?


    Zum Thema Gewalt


    :)= Ich finde es gut das ihr nicht versucht sie auf die Altmodische Art und Weise zu erziehen, denn das bringt definitiv nix. Ich kenne das aus Erfahrung. Meine Mum konnte auch nur zuschlagen sobald ich ihr Kontra gegeben habe. Allerdings bin ich dadurch immer mehr zu Heulsuse mutiert und hatte kein Selbstbewusstsein. Zum Glück ist das allerdings mit der Zeit, da ich weit weg von meinen Eltern lebe alles anders geworden. Man kann mit einem Kind schimpfen aber es Körperlich angreifen ist keine Lösung. Je nachdem wie die Psyche eines Kindes ist, kann es sein das es bei jedem SChlag auf den Po oder ins Gesicht noch sturer reagiert und sich erst Recht nichts sagen lässt, oder sie wird irgendwann gebrochen und sie fängt an alles das zu machen was ihre Eltern ihr sagen, allerdings folgt der bittere Nachgeschmack: ein Kind was am Abendbrottisch sitzt und in ruhe ist, wird irgendwann zusammenzucken nur weil der Vater gerade nach der Butter greift. Oder es fängt an zu weinen wenn mal jemand sie kritisiert.

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    meiner tochter sage ich abends auch immer, dass sie noch aufräumen muss – glück gehabt, sie macht es.

    Bei uns musste es gar nicht so weit kommen,dass meine Mama es sagen musste.Sie hatte auch Glück mit mir und meiner Schwester-wie du mit deiner Tochter ;-) -denn wir haben in unserem Zimmer immer aufgeräumt bzw. Ordnung gehalten und es von uns aus.Bei uns wurde schon von ganz früh (mit knapp 2-3)-spielerisch,ohne Gewalt und ohne Zwang-beigebracht,dass wir nach dem Spielen unsere Spielsachen immer auf ihre Plätze zurückstellen müssen ,wo es hingehört.So kommt erst gar nicht zum Unordnung/Chaos.Genauso spielerisch wurde Zähneputzen,Baden,Haarewaschen beigebracht.


    Bis heute bin ich sauber und ordentlich,obwohl ich nicht mehr bei meiner Mama wohne.Ich habe zum Glück das Bedürfnis,gepflegt und sauber zu sein und eine schöne saubere ordentliche Zuhause zu haben!Anders könnte ich mich nicht wohlfühlen.


    Vielleicht hat die Tochter der TE kein Bedürfnis,gepflegt zu sein ":/ ?Sie liebt es,wenn sie dreckig ist und stinkt %-| .

    Gretchen

    Was ich nicht verstehe,wenn:

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    Hygiene war schon immer ein Problem, eine ungeliebte Sache

    warum habt ihr schon früher nicht was dagegen unternommen?Warum muss man warten bis etwas richtig ausartet :|N %-|

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    aber in den letzten Monaten ist es unerträglich geworden.

    Guten Morgen!

    @ TwisterSister

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    Und am Wochenende sitzen die beiden auf dem Sofa und er spuckt ihr wieder aufs Bein weil ihm was nicht passt. Zuvor fragte er mich, ob er Erdbeeren mit Schlagsahne nach dem Abendessen haben kann. Die liebt er.


    Ich habe ihn dann zu mir kommen lassen (beim ersten Mal bin ich noch zu ihm – jetzt musste er antanzen) und habe ihm nochmals gesagt, was ich vom Spucken halte, dass er das nicht mehr machen soll und dass er keine Erdbeeren mit Schlagsahne bekommt.

    Ich finde interessant, dass Du dieses Beispiel anführst. Denn ich finde, das sind doch zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe.


    Bei der Problematik der TE – oder solchen Sachen wie Zimmer aufräumen etc. – geht es doch darum, seinen eigenen Willen zu haben (zu dürfen), die eigenen Grenzen zu definieren, darüber einen Konsens zu finden, was zu den Sachen gehört, die getan werden müssen (und da ist wiederum jede Familie eigen). Es geht hier um das Selbst der Tochter aber eben auch um die Eingliederung in die Familie (oder die Gesellschaft). Ich denke, da ist es zielführender mit dem Kind zu arbeiten als gegen das Kind. Bei Dir liest es sich sehr stark so, dass – egal um was es geht – sich Kinder zu fügen, unterzuordnen haben. Und damit haben hier manche ein Problem. Ist wohl ne Einstellungssache.


    Das, was Du beschreibst – Thema Spucken – ist wirklich etwas, was ich unter schlechtem, nicht duldbaren Benehmen fassen würde. Ähnlich wie Tiere quälen, Sachbeschädigung, andere schlagen, beleidigen etc. In kurz: AK's. (Ars*hlochkinder). Ich bin wirklich beeindruckt, wie ruhig Du dabei geblieben bist. Bei sowas geht mein Impuls nämlich eher in Richtung drakonische Strafen, ich hoffe, ich entwickel' da bis zur gegebenen Zeit Deine Gelassenheit. Das sind für mich kleine Tyrannen, denn sie möchten in erster Linie anderen schaden. Beim Verhalten der Tochter der TE geht es aber gar nicht darum, andere zu tyrannisieren (so wie Du es behauptet hast) sondern um Abgrenzung, Selbstfindung usw. Klar, als Nebeneffekt belastet es die Familie, das ist unbestritten, man kann es aber nicht in einen Topf werfen mit dem gezielten Schädigen oder Demütigen anderer.


    Darüber hinaus finde ich es nicht gut, hier weiter auf konventionelle Methoden rumzureiten, vor allem nicht mit dem Argument, dass es bei den eigenen Kindern ja so toll klappt. Kinder sind sehr unterschiedlich, im Temperament, in der Entwicklung, in der Persönlichkeit.


    Und zu den konventionellen Methoden:


    Kind die Konsequenz spüren lassen (5 Tage Urlaub im Hotelzimmer) – funktionierte nicht.


    Etwas wertvolles Vorenthalten (Kind bekommt das gewünschte Fahrrad nicht) – funktionierte nicht.


    Es ignorieren/aussitzen (Kind wäscht sich zwei Wochen nicht) – funktionierte nicht.


    Mit (bedingter) Gewalt (auf das Kind draufsetzen, Zahnbürste rein) – auch kein bleibender Effekt.


    ...


    ...


    So kommt man doch hier nicht weiter... Völlig unabhängig davon, ob Deine Kinder parieren oder nicht.

    Ich finde einige Vorschläge recht gut. Vor allem die, wo das Kind mitbestimmen kann.


    Klar ist es vielleicht viel verlangt, aber mit Strafen und Konsequenzen kommt die TE ja hier nicht wieter. Also vielleicht mal diesen Weg probieren.


    Wie sähe es denn aus, wenn der Zahnarzt mit ihr spricht und ihr die Notwendigkeit vom Zähneputzen erklärt? Der hat vielleicht noch bessere Argumente.


    Zum Thema Zimemr aufräumen. ich glaube ganz fest, es gibt ordentliche menschen und unordentliche menschen von Geburt an.


    Ich war shocn imemr unardentlich und alle möglichen Strafen und Konsequenzen meiner Eltern haben keinen ordentlichen menschen aus mir gemacht.


    Selbst als in alleine wohnte, war es nicht wie geleckt bei mir.


    Jetzt mit 35 komme ich langsam in die richtung das ich Ordnung halten möchte, aber auch nur deswegen weil cih einfach zu faul zum aufräumen bin.


    Mein Sohn kann in seinem Zimemr selber bestimmen, aber ab und an wen ich grad mal wieder großputz mache, muss er den Boden leeräumen damit ich saugen kann. Bisher klappt das ganz gut.


    Aber da wir ihm leider keinen picobellosuperMeisterProperHaushalt vorleben, bin ich mal gespannt, was sich aus ihm entwickelt.

    Zähneputzen waschen ist ihr wohl einfach zu langweilig und sie begreift die wichtigkeit nicht, versucht es in ein Spiel zu packen das es ihr Spass macht. Wenn sie den Geschmack für Zahnpaste wiederlich findet wechselt ihr diesen. Kinderpasten schmecken teilweise ekliger als die für Erwachsene. Jeh mehr du auf sie einquatschst desto mehr wird sie sich dagegen sträuben versuche bitte in einem ruhigen moment Kindgerecht mit ihr zu reden lass ihre Idee miteinfliessen wie diese Dinge attraktiver für sie sein könnten, nimm dir Zeit, nicht zwischen Tür und Angel. Wenn alles nicht hilft hilft nur noch Schock Therapie, druck dir Bilder aus von Zahnausfall etc .............. Kinder reagieren mehr auf visuelles. Notfalls auch aufhängen.


    Viel Erfolg. Wenn sie gerne mit euch gemeinsam Dinge macht wascht euch zusammen, duschen baden was auch immer. Wenn sie sich an den Rythmus gewöhnt hat und das es eigentlich gar nicht so schlimm ist kannst du die Aufmerksamkeit positive die das ganze für sie hast runterschrauben.


    Das wird einige Zeit dauern. Seid Konsequent das ist ganz wichtig bei ihr haltet auch Versprechungen, wie Strafen ein. Sie braucht klarere Regeln als andere Kinder jedes Kind ist hald individuell.