• Kind 6 Jahre und jeden Tag Terror um die Grundhygiene

    Unsere Tochter ist 6 1/2 Jahre alt, war schon immer sehr eigen, sehr selbstbewußt, manchmal schwierig....wir haben einen gut strukturierten Tagesablauf, heißt alles möglichst gleich und zu gleichen Zeit, Essen immer gemeinsam, ich bin zu Haus, sie wird jeden abend mit Geschichte ins Bett gebracht usw. also ganz normal... Hygiene war schon immer ein…
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    Zum Thema Zimemr aufräumen. ich glaube ganz fest, es gibt ordentliche menschen und unordentliche menschen von Geburt an.

    Seit unser Kleiner da ist, der im Gegensatz zu seinen schlampigen Eltern nach Gebrauch fast immer ohne Aufforderung alles wieder zurückstellt, glaube ich das auch. Wenn man ihn allerdings zum "Aufräumen" auffordert, sträubt er sich, man muss sagen: "Komm, wir sortieren das mal alles", dann ist er Feuer und Flamme.

    L.vanPelt

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    Das, was Du beschreibst – Thema Spucken – ist wirklich etwas, was ich unter schlechtem, nicht duldbaren Benehmen fassen würde. Ähnlich wie Tiere quälen, Sachbeschädigung, andere schlagen, beleidigen etc. In kurz: AK's. (Ars*hlochkinder). Ich bin wirklich beeindruckt, wie ruhig Du dabei geblieben bist. Bei sowas geht mein Impuls nämlich eher in Richtung drakonische Strafen, ich hoffe, ich entwickel' da bis zur gegebenen Zeit Deine Gelassenheit. Das sind für mich kleine Tyrannen, denn sie möchten in erster Linie anderen schaden.

    :)z :)^ :)^ :)^

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    Beim Verhalten der Tochter der TE geht es aber gar nicht darum, andere zu tyrannisieren (so wie Du es behauptet hast) sondern um Abgrenzung, Selbstfindung usw. Klar, als Nebeneffekt belastet es die Familie, das ist unbestritten, man kann es aber nicht in einen Topf werfen mit dem gezielten Schädigen oder Demütigen anderer.

    Naja,aber sie geht auf ihre Mutter los,so harmlos ist es gar nicht :(v .Und überhaupt ihr komisches Verhalten,dass sie lieber 5 Tage im Hotelzimmer bleibt,alles im Kauf nimmt,nur um dreckig zu bleiben und zu stinken. Es hat mit "Selbstfindung" nicht mehr zu tun, eher mit Abgrenzung.Was sie auch - wenn sie es weiter macht - bald erreicht. [...]

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    Die gute Frau hat bis ich mit 17 ausgezogen bin alle 2 Wochen mein Zimmer aufgeräumt, weil SIE es nicht ertragen hat ]:D Ehrlich gesagt, finde ich das Klasse... warum soll ich aufräumen weil ein anderer damit ein Problem hat?

    Ah, DAS hätte mich wirklich zur Weißglut getrieben. MEIN Zimmer, MEINE Ordnung! Bei mir sah es oft nach Kraut und Rüben aus, aber es gab eine Ordnung und ich habe immer in kürzester Zeit gefunden, was ich gesucht habe. Wenn das einer durcheinander gebracht hat, fand ich das gar nicht witzig! (Und ich hasse sowas auch heute noch!)

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    Hallo,geht's noch?!Man sollte niemals seine eigene Mutter hassen,denn sie hat dich/uns auf die Welt gebracht,war immer für dich/uns da, grossgezogen,gearbeitet,alles getan,dass aus dir/uns ein MENSCH wird!

    Was wäre denn ohne deine Mutter aus dir geworden? Kein Mensch? Und wenn deine Mutter immer für dich da war, ist das sehr schön – aber wie kommst du auf den schmalen Grat, dass deine Erfahrungen Allgemeingültigkeit besitzen?!

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    Ich höre es oft von meinen männlichen Freunden,wie schwierig es ist,ne saubere ordentliche Frau zu finden.

    Hatten die etwa alle keine Mutter? Das ist traurig... ;-)

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    Das, was Du beschreibst – Thema Spucken – ist wirklich etwas, was ich unter schlechtem, nicht duldbaren Benehmen fassen würde.

    Ich würde denken, dass das die meisten Kinder zumindest mal testen. Nicht weil sie AKs sind, sondern weil sie es bei anderen erleben und schauen, was das für Reaktionen gibt oder wie es sich anfühlt. Tierquälerei hat einen ganz anderen Stellenwert – ich hoffe, das kann ich meinem rechtzeitig vermitteln.

    Solche Verhaltensweisen kann man ins Leben mitbringen und man weiß meist nicht woher sie kommen.


    Mir würde sich die Frage stellen, was hinter einer solchen Machtdemonstration stecken könnte. – Das Bedürfnis sich nicht zu waschen, weil sonst passiert das oder das, was man vermeiden will.


    Ich will hier keine therapeutische Abhandlung halten, aber in der Regel hat jede Verhaltensweise einen Grund in Psyche und wie gesagt manches bringt man bereits mit. Man hat dann nur die Programme, die immer wieder zum Selbstläufer werden, bis man gelernt hat seine Bedürfnisse selbst wahrzunehmen und zu befriedigen, ohne über andere Macht auszuüben und ohne Angst vor anderen haben zu müssen. In dem Fall geht es wohl mehr um Macht, aber vielleicht auch um Angst, derer man sich nicht bewusst ist.


    Ein Psychologe ist dafür nicht so gut geeignet, wie ein Hypnosetherapeut, falls es einen guten in er Nähe geben sollte. Man muss halt schauen was passt und was nicht.


    Über Hypnose kann man die Programmabläufe verändern, aber letztendlich geht es darum selbstständig zu werden, ohne solche Mittel benutzen zu müssen, die einem selbst und anderen schaden.

    Für mich ist dieses Problem gar nicht so exotisch – durch diese Phase gehen viele Kinder, nur ist dieses extrem stur.


    Das Mädchen ist in einem Alter, indem es immer mehr kann und deshalb auch immer mehr Aufgaben selber erledigen soll. Es hat in dieser Phase ein stark ausgeprägtes Bedürfnis nach Selbstbestimmung. Die Frage ist hier, wie das in der Familie verwirklicht wird, bzw. wie dieses Bedürfnis besser befriedigt werden kann. Was und wieviel darf das Kind alleine entscheiden? Ich denke auch gar nicht, dass es sich hier um Machtspiele handelt. Es geht dem Mädchen primär darum, auch etwas selbst bestimmen zu können. Die Eltern bestimmen über so vieles. Sie möchte auch mehr bestimmen und lebt das jetzt mit der Weigerung Körperhygiene zu betreiben, aus. Da kann sie selber bestimmen, da können sich die Eltern schlecht einmischen. Dieses Bedürfnis ist so groß, dass andere Bedürfnisse dafür in den Hintergrund treten. Ich denke, das hier der Ansatzpunkt liegt. Man muss mit ihr zusammen überlegen, in welchen Bereichen sie bestimmen kann und in welchen das nicht möglich ist.


    Ich würde mir in diesem Fall Hilfe bei einer Erziehungsberatungsstelle suchen. Diese ist kostenlos und die Mitarbeiter sind auf diese und ähnliche Probleme spezialisiert. Ein möglicher weiter Schritt wäre der Besuch bei einem Psychotherapeuten, aber das sind Dinge, die man auch wunderbar mit den Beratern der EB besprechen kann.

    Mir fällt gerade ein, dass mein Sohn sich sehr lange geweigert hat Fahrstuhl zu fahren, auch sehr extrem, da war wirklich nichts zu machen ( das war am Berliner Hauptbahnhof mit viel Gepäck gar nicht witzig).


    Er meinte später, der Grund war, dass ihm eine Freundin mal erzählt hatte wie sie im Fahrstuh stecken geblieben war.


    Das kann gut sein, ich dachte immer an ein anderes Erlebnis – als er noch klein war, sind wir mal in einen vollgekotzten Fahrstuhl gestiegen und ich musste mich beinah selbst erbrechen und war ziemlich geschockt.


    Also, wenn sie ansonsten ja eher kooperativ und angenehm ist, vielleicht gab es ein traumatisches Erlebnis bei der Körperpflege – das kann ja vieles sein, brennen, ziepen, widerlicher Geschmack.


    Ich erinnere mich, als Kind regelrecht Panik vor bitterer Medizin gehabt zu haben.


    Naja, mit dem Fahrstuhl das hat einige Jahre gedauert, jetzt ist wieder alles normal..

    Unordentlichkeit entsteh meistens durch eine überforderung, du musst eingreiffen bevor das chaos überhand annimmt . Aufgaben sollten für Kinder zu bewältigen sein. Viele Eltern meinen das geht automatisch stimmt nicht, manche lernen das nicht von heute auf morgen. Auch das zusammen aufräumen und leichtere aufräumen und ein System im Kinderzimmer hilft Kindern.


    Spielzeug sollte auch für Kinder übersichtlich sein.


    Bei mir war es Spiegelbild der inneren Seele- weil es mir sehr schlecht ging- Probleme schule und Eltern. Die nötige Freizeit habe ich da nur als kompensation gebraucht und nicht zum aufräumen.


    Auh da weiss jedes Kind es ist ärger vorprogramiert........gerade das rumgeschreie und der hysterische Tonfall hatte bei mir dann noch nen negativeren Effekt.


    Klar orndungsliebe wird nie gleich sein, denoch ne gewisse grundordnung kann man jedem Kind beibringen.

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    Mir fällt gerade ein, dass mein Sohn sich sehr lange geweigert hat Fahrstuhl zu fahren, auch sehr extrem, da war wirklich nichts zu machen ( das war am Berliner Hauptbahnhof mit viel Gepäck gar nicht witzig).

    Ist es dein Ernst,dass du Fahrstuhlfahren mit der Körperhygiene vergleichst ":/ ?


    Erstrere ist nicht notwendig,kann man ohne dem leben. Aber Körperhygiene sollte man jeden Tag betreiben. Und nicht

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    Da kann sie selber bestimmen, da können sich die Eltern schlecht einmischen.

    Sie kann ja noch so kooperativ und "angenehm" sein (letztere bezweile ich,denn so ein stures Kind ist kann schon sehr anstregend sein), wenn sie sich tagelang nicht wäscht und Zähne putzt, hat nen dementsprechenden Gestank %-|. Folgendessen wird sie-früher oder später- in der Schule von anderen Kindern ausgegrenzt,denn wer möchte schon eine Freundin mit Mundgeruch/Körpergeruch :-/ ?


    Wie gesagt,wenn sie sich nicht ändert,wird sie als Erwachsene Frau ebenso schwierig mit soziale Kontakten haben.Mir fällt jetzt dazu hier ein anderer Faden ein:


    http://www.med1.de/Forum/Sexualitaet/680576/

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    Auch das zusammen aufräumen und leichtere aufräumen und ein System im Kinderzimmer hilft Kindern.


    Spielzeug sollte auch für Kinder übersichtlich sein.

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    Klar orndungsliebe wird nie gleich sein, denoch ne gewisse grundordnung kann man jedem Kind beibringen.


    neurodlüge

    :)z :)^ :)^ :)^

    Die Vorschläge, mit dem Kind einen Psychotherapeuten aufzusuchen, stehe ich gespalten gegenüber. Das Kind scheint nicht dumm zu sein und ich denke, wenn es zu einer Therapie genötigt wird, ist es für sie ein Zeichen, dass ihre Eltern nicht mehr weiter wissen und hilflos sind. Das ist für sie nur eine Bestätigung dafür, dass sie mit ihrer Machtdemonstration erreicht hat, was sie wollte. Ich denke, da wird sich die Kleine erst recht noch einen Spaß daraus machen. Wenn, dann würde ich ohne dem Kind zum Therapeuten gehen und um Rat fragen.


    Ich habe die Beiträge hier auch nur überflogen und den Tipp, dem Kind auch keine neue Bettwäsche zur Verfügung zu stellen fand ich auch ganz gut. Ich würde es auch noch weiter treiben: Keine Fingernägel mehr schneiden, wenn sie das möchte, ebenso keine Haare schneiden und auch nicht die Ohren säubern. Soll sie doch auch eine Weile keine Zähne putzen. soll sie doch ein Loch bekommen. Vielleicht muss sie tatsächlich erst mal fühlen, um zu merken, wie wichtig eine Grundhygiene doch ist.


    Am abend soll sie ruhig auch mal eine schöne Geschichte zum Lesen bekommen. Ich würde ihr mal "Der Struwwelpeter" vorlesen – jeden Abend.

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    Ist es dein Ernst,dass du Fahrstuhlfahren mit der Körperhygiene vergleichst ":/ ?

    Natürlch nicht, ich hatte das auch schon vergessen und es hat ja unser Leben auch nicht so sehr beeinflusst.


    Ich wollte nur illustrieren, dass es kleine Geschehnisse oder Erlebnisse gibt, die eine enorme Auswirkung auf Kinder haben können, und zu völlig überzogenen und irrationalen Verhaltensweisen führen können.

    Ich finde die vorgeschlagene Idee einen Kompromiss zu finden gut.


    Das Mädel hat sich so in die Sturheit hineingesteigert, dass sie quasi nicht mehr zurück kann, ohne in ihren eigenen Augen "das Gesicht zu verlieren".


    Würde mich in einer ruhigen Minute mit ihr zusammensetzen und den Kompromiss formulieren: nicht täglich duschen, aber jeden 2. Tag. (Dann hat sie einen Tag ihren Willen und am nächsten Tag die Mutter ihren Willen durchgesetzt).


    Beim Zähneputzen zB morgens nur mit Mundwasser spülen, abends dafür dann richtig putzen

    @ redbaby

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    Wie gesagt,wenn sie sich nicht ändert,wird sie als Erwachsene Frau ebenso schwierig mit soziale Kontakten haben.

    Man kann das doch gar nicht auf das Erwachsenenleben übertragen..


    Ich habe mich als Kind einr Phase lang geweigert, Besteck zu benutzen. Habe also (bis auf Suppe) alles mit den Fingern gegessen. Ich erinnere mich daran, dass ich es schön fand, die Lebensmittel zu "fühlen" bevor ich sie aß, auch machte es mir Spaß, jede Erbse einzeln aufzunehmen. Das Gefühl von Besteck im Mund, was zu groß für meinen kleinen Mund war und somit oft auch gegen Zähne stieß, fand ich massiv unangenehm, auch Klappern und Schrammen von Besteck auf Tellern finde heute noch unangenehm. Ich habe das Essen für mich persönlich zelebriert, war in meiner eigenen Welt (in der es kein Besteck gab :-D ) und wollte damit gewiss niemanden ärgern, Machtspielchen spielen oder sonstwas. Das war etwas was ich wollte, das war mein Ich.


    Meine Mutter hat mich gewähren lassen, mit dem Deal, dass das nur zu Hause geht und nicht, wenn wir auswärts essen.


    Natürlich mag ich heute immer noch gerne Fingerfood, Obst, Gemüsesticks,.., aber in der Regel nutze ich schon Besteck, habe mir für meinen eigenen Haushalt sogar ein ganz besonders schickes von Zwilling ausgesucht, eins für die Ewigkeit. ;-)

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    Die Vorschläge, mit dem Kind einen Psychotherapeuten aufzusuchen, stehe ich gespalten gegenüber.

    @ Arkasha,

    Parvati


    Sie hatten doch schon 6 Sitzungen beim Psychotherapeuten.