• Kind 6 Jahre und jeden Tag Terror um die Grundhygiene

    Unsere Tochter ist 6 1/2 Jahre alt, war schon immer sehr eigen, sehr selbstbewußt, manchmal schwierig....wir haben einen gut strukturierten Tagesablauf, heißt alles möglichst gleich und zu gleichen Zeit, Essen immer gemeinsam, ich bin zu Haus, sie wird jeden abend mit Geschichte ins Bett gebracht usw. also ganz normal... Hygiene war schon immer ein…
  • 391 Antworten

    EmilieA

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    Aber die logische Konsequenz wäre ein Sonnenbrand gewesen...

    Nein, wäre es nicht. Zumindest nicht als erzieherische logische Konsequenz. Klar, die logische Konsequenz von zu viel Sonne ist Sonnenbrand und von Nicht-waschen stinken. Die erzieherische logische Konsequenz lautet aber anders, nämlich: ohne Sonnencreme nicht in die Sonne, ergo kein Strand. Ohne waschen stinkst du, ergo kein Kuscheln.

    Gretchen

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    Und Trubel gibts auch nicht, sie geht ins Bad und ich erinnere sie was sie tun soll und frage ob allein oder mit Hilfe – dann rastet sie aus – ich gehe – mein Mann geht nach etwa 1/2 Stunde rein und versuchts – sie rastet wieder aus – wir warten bis sie von allein kommt und entweder nach Hilfe fragt oder es dann einer von uns zwangsweise macht ( was in Sachen Zähneputzen zwar mit Widerstand aber ohne jegliche Gewalt möglich ist ).

    Was macht sie denn in der halben Stunde? Ich würde auch nicht so ein Trara machen. Entweder sie geht ins Bad und macht die Sachen alleine oder es wird - nach einer gewissen Zeit - entweder für sie gemacht oder neben ihr ausgesessen.

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    sie liebt das schwimmbad, kuscheln, balgen mit Papa/Mama, in den Arm genommen werden...

    Konsequenz kein Kuscheln?

    This Twilight Garden

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    dennoch staune ich: eine 6jährige dienix süßes mag und nicht gerne tv guckt...

    Ich finde das weder ungewöhnlich noch schlecht.

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    Mit 4 war das alles noch ok...aber guckt mal ne tobende 6jährige an...kein Vergleich

    Das war für mich der Schlüsselsatz!

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    sie hat 5 Tage !! im Hotelzimmer gesessen während wir Spass hatten

    da schrillen bei mir die Alarmglocken, IHR HATTET TROTZDEM SPASS ? Für mich ist das nicht zu erklären.


    Dem kleinen Mädchen wurden nie Grenzen gesetzt. Dass du jetzt überfordert bist kann ich nachvollziehen. Patentrezept wirst du nicht bekommen.


    Meine 3 Söhne habe ich völlig "gewaltfrei" erzogen, es gab auch nie verbale Drohungen.


    Die Kunst der Erziehung besteht auch darin frühzeitig (durchaus liebevoll) Grenzen zu setzen.


    Nicht euer Mädchen gehört in Behandlung sondern ihr als Eltern!


    Mit deiner kleinen Tochter habe ich größtes Mitleid, als Eltern habt ihr frühzeitig den falschen Weg eingeschlagen.


    Auch wenn du mit heftigen Gegenargumenten kommst, Kinder versuchen immer wie weit sie gehen dürfen/können, es liegt an den Erwachsenen ob sie es zulassen oder nicht.

    Messaggio

    Zitat

    da schrillen bei mir die Alarmglocken, IHR HATTET TROTZDEM SPASS ? Für mich ist das nicht zu erklären.

    Halte mich für gefühlskalt, aber natürlich kann ich auch ohne (m)ein Kind Spaß haben, kann ich ertragen, wenn (m)ein Kind mich mal blöd findet und es aushalten, wenn (m)ein Kind lieber bockig ist als unseren Spaß zu teilen.

    Zitat

    da schrillen bei mir die Alarmglocken, IHR HATTET TROTZDEM SPASS ? Für mich ist das nicht zu erklären.

    Was hätte die Familie denn sonst machen sollen? Daneben sitzen mit Trauermine und den Familienurlaub in's Wasser fallen lassen?

    Für mich liest sich das wie der reinste Machtkampf.


    Es wundert mich, dass der Psychologe keine besseren Tipps auf Lager hatte. ":/

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    Dem kleinen Mädchen wurden nie Grenzen gesetzt.

    Woraus schließt du das? Allein aus dem jetzigen Verhalten der Tochter?

    Ich staune wirklich, dass du ihr noch jeden Abend eine Geschichte nach dem Badezimmerdrama vorliest. Das würde ich wirklich nur machen, wenn vorher alles einigermaßen gut geklappt hat.


    Und... ich würde mal selber eine Geschichte schreiben. Von einer kleinen durchgeknallten Sechsjährigen, die ihre Eltern sehr, sehr traurig macht... Bitte nicht missverstehen, aber du tust mr echt Leid. Vielleicht kannst du ja auf diesem Weg deinem Kind begreiflich machen, wie sehr sie mit ihrem Verhalten euer Familienleben belastet. :°_

    Wie wäre es mal mit lauten, durchsetzenden Worten? Das Kind bekommt keine Grenzen gesetzt, das ist der Grund. Daraus werden dann kleine Terroristen. Da gibt es nur einen Weg: lautstark Grenzen setzen mit Strafandrohung usw...das Kind muß merken, wer der Boss ist.

    naja das ist vielleicht einfach weils standard ist, aber ich glaub die TE hat sehr wohl das hier

    Zitat

    lautstark Grenzen setzen mit Strafandrohung usw...das Kind muß merken, wer der Boss ist.

    schon gemacht.


    Siehe Urlaub, Schwimmbad, Kiga... alles sehr voller Konsequenz und die Kleine interessiert es offensichtlich herzlich wenig.


    Der Tipp mit der Konsequenz mag in 98% klappen, in 2% leider nicht und dann liegts nicht an den Eltern die es falsch machen sondern am "Individuum Kind".... der Intelekt scheint mir jedenfalls sehr ausgeprägt bei der Kleinen


    Da jetzt ohne weiteres Wissen über die Mutter herzufallen find ich bisschen blöd.

    Zitat

    Das ist einfach nur beeindruckend. Eine Kind zwischen 2-3 hat elterliches Handeln und Grenzen erkannt und verbalisiert! Das ist...wow.

    Und u.a. deshalb glaube ich, dass Ihr Euch einen Psychologen suchen solltet, der auf hochbegabte Kinder und Jugendliche spezialisiert ist. Da *koennte* die Ursache liegen.


    Habe ich es ueberlesen, oder hatte die TE nicht darauf geantwortet, woher der Spruch "jeder Mensch ist eben anders" etc. kam?

    Zitat

    Das Kind bekommt keine Grenzen gesetzt, das ist der Grund

    Ihr wurden doch ständig Grenzen gesetzt, nur interessiert sie das eben nicht. Strafandrohungen? Schön, dann verzichtet sie eben aufs Schwimmen und was auch immer. Das Kind saß lieber 5 Tage alleine im Hotelzimmer, statt sich einfach einzucremen. Womit soll man ihr denn noch "drohen", wie noch Grenzen setzen? Einfach nur lauter werden, wird sie wohl kaum interessieren.

    Ich hab fast den Eindruck Patentrezepte helfen hier wenig – weil das Kind eben sehr speziell ist. Rezepte die für die Masse der Kinder gut sind, mögen bei wenigen einzelnen Spezialfällen versagen.


    Die Tochter eines Bekannten hatte im Teenageralter das Gleiche mit Zähneputzen. Wollte einfach nicht. Und da hat man als Eltern noch weniger Handhabe. Gleichzeitig muss man sich von allen Seiten anhören man solle sein Kind besser erziehen, mal endlich durchgreifen, sie nicht so verkommen lassen, ... Bei ihr war es übrigens AD(H?)S, und Medikamente haben letztlich bei ihr ne regelrechte 180 Grad-Wende vollzogen. Aber ohne Medikamente... die Eltern waren ziemlich verzweifelt. Das laugt aus.

    Zitat

    [..] bis sie von allein kommt und entweder nach Hilfe fragt oder es dann einer von uns zwangsweise macht ( was in Sachen Zähneputzen zwar mit Widerstand aber ohne jegliche Gewalt möglich ist ).

    Ich weiß nicht, vielleicht ist das zwangsweise zähneputzen das ihr macht einfach das Beste was machbar ist. Bei dieser einen speziellen Person in ihrem jetzigen Alter. Wer weiß wie sie in ein paar Jahren ist? Ich würde dann aber zumindest dafür sorgen dass ihr spezielles Verhalten die Familie nicht in Stress bringt. Das heißt zwangsweises putzen so frühzeitig ansetzen dass ihr ohne Gehetze alle easy und mit Zeitpuffer aus dem Haus kommt. Was weiß ich, klare Ansage an beide Kinder dass alle (auch die Erwachsenen) künftig bis 7:15 Uhr (als Beispiel) ihre Zähne putzen, um Stress zu vermeiden. Was bei der Tochter hieße, dass dann eben um 7:10 Uhr zwangsweise geputzt wird.


    Sobald es nicht mehr ums Milchgebiss geht und Kosten auf euch zuzukommen drohen, würde ich das Taschengeld der Madame stattdessen auf ein "Zahnarztsparbuch" einzahlen. Das Geld könnt ihr dann benützen, wenn Töchterchen teurere Zahnarztbehandlungen benötigt, die aus ihrer Weigerung heraus nötig werden. Das wird ihr Verhalten wohl nicht ändern, aber zumindest werden so die Folgekosten für euch geringer.

    Bei dem Spruch "Jeder Mensch ist eben anders" würde ich ansetzen. Und ihr erklären, daß es "Anders-Sein" gibt, das problemlos akzeptiert wird, "Anders-Sein", für das man sich auch mal auf die Hinterbeine stellen muß, damit es akzeptiert wird...und "Anders-Sein", das eben nicht akzeptiert wird.


    Wie eben Schmutzig-sein und stinken. Daß sie das schon im ersten 2-Wochen-Versuch sehr einsam gemacht hat, weil eben niemand bereit ist, sich mit jemanden abzugeben, der so stinkt. Erzähl ihr von mir aus vom Obdachlosen in der Straßenbahn, der so müffelte, daß sich um ihn ein Ring von leeren Sitzplätzen bildete, sowas.


    Mach ihr klar, daß Sich-nicht-waschen und stinken einen zum Ausgestoßenen macht, und daß niemand mehr was mit "so jemandem" zu tun haben will. Trag ruhig ein bißchen dick auf, der Zweck heiligt die Mittel! ]:D