• Kind 6 Jahre und jeden Tag Terror um die Grundhygiene

    Unsere Tochter ist 6 1/2 Jahre alt, war schon immer sehr eigen, sehr selbstbewußt, manchmal schwierig....wir haben einen gut strukturierten Tagesablauf, heißt alles möglichst gleich und zu gleichen Zeit, Essen immer gemeinsam, ich bin zu Haus, sie wird jeden abend mit Geschichte ins Bett gebracht usw. also ganz normal... Hygiene war schon immer ein…
  • 391 Antworten
    Zitat

    Du engangierst dir jemanden.

    ;-D okay, noch mehr theater um eine scheinbare selbstverständlichkeit machen?. ne.


    lass sie in ihrem gestank sitzen. soll sie doch. mein gott, sie wird nicht dran sterben. so what, dann stinkt sie eben. sie wird schon irgendwann aufhören. wenn sie merkt, dass es keinen meher interessiert ob sie sich wäscht, dann ist auch gut.


    wie habt ihr es denn geschafft, sie von der windel wegzubekommen? und die flasche nimmt sie inzwischen wohl auch nocht mehr? alles hat seine zeit – werdet lockerer :)z

    Saida :)^ Ja, mit dem Unterschied, dass eine Infusion was ungeheuer spannendes ist und man das selten bekommt....und im Spital die Schwester darf sie auch nicht duschen.


    Twighlight,


    ja, wie gesagt eigentlich hört sich auf mich und nein ist nein...die Laken hat sie akzeptiert.


    Ja, die Windel wollte sich auch nicht weglassen und Nuckelflasche ist nicht ganz richtig, sie wollte nicht essen – hat bis 2 Jahre nur von Milch ernährt. Ja, stur war sie shon immer...da kann kommen wer will

    Zitat

    heute hat sie mir bei der blossen freundlichen Erinnerung sich bitte die Zähne zu putzen ins Gesicht geschlagen.

    Zitat

    .würde dann höchstens ein spinnst du kommen und ein du machst dich über mich lustig, du bist gemein...

    Zitat

    ich hatt oft genug ein blaues Auge oder Nasenbluten, weil da ein Bein oder Fuss getreten hat

    :-o da kann ich überhaupt nichts mehr dazu sagen. Sehr verhaltensspeziell!


    Gretchen, ja ich habe normale Kinder..............wie du mir geantwortet hast.

    Noch eins für schlaue Kinder. Wenn man das Ergebnis nicht verrät, bleibt es spannender.


    http://www.labbe.de/zzzebra/index.asp?themaid=240&titelid=3485

    Oh. Klar. Dann hier noch mal ein Link mit derselben Anleitung, nur ohne 3z. ;-)


    http://www.welt.de/welt_print/article3788603/Boot-mit-Seifenantrieb.html

    Also ersteinmal muss ich sagen, dass ich Deine Tochter ganz schön toll finde (und ich glaube, Du eigentlich auch ;-) )


    Mir kommt es so vor, als wenn es ihr sehr stark um Selbstbestimmung geht, sie gleichzeitig aber (noch) Schwierigkeiten hat, dann auch entsprechend die Verantwortung zu übernehmen.


    Ich denke, man kann bei ihr nicht von einem "normalen Kind" ausgehen, daher helfen wohl auch "normale" Mittel und Wege nicht.


    Ihr habt ja auch versucht, ihrem Forscherdrang entgegen zu kommen (Erklärung des Ekzems beim Arzt) – wahrscheinlich machte das das Ganze wohl aber eher noch spannender, als dass es sie abschreckte. Daher glaub' ich, dass sie Bakerien, Pilze etc., die sich auf der Haut bilden unter dem Mikroskop zu beobachten, wohl auch eher spannend findet.


    Da alles andere ja offenkundig nicht hilft, wäre mein Rat, sie erstmal so zu akzeptieren, wie sie ist. Sämtliche Versuche, sie "Einzunorden" arten in Machtkämpfe aus, die sie ja letztendlich sogar durch ihre Sturheit gewinnt. Und ich glaube, ab einem gewissen Moment geht's dann auch nicht mehr um das inhaltliche (Waschen, Sonnencreme, etc.), sondern nur noch darum, "keinen Boden zu verlieren" – und das um jeden Preis.


    Daher wäre mein Vorschlag, mit ihr tatsächlich so zu reden, wie ihr es mit einem deutlich älteren Kind (oder gar einem Erwachsenen) tun würdet. Große Sorgen, sie zu überfordern, musst Du Dir wohl nicht machen. Verlagert das Thema von "Dinge, die nunmal zu tun sind (..aus den und den Gründen)" auf "Kooperation". Die erste Argumentationsebene, ist ja doch eine sehr einfache.. Da geht es um Konsequenzen (nicht zu verwechseln mit Konsequenz!). Das hat sie aber schon längst durchdrungen. Sogar soweit, dass sie es in Frage stellt ("Kann man jemanden nicht einfach trotzdem akzeptieren, obwohl er sich nicht wäscht?").


    Sprich' mit ihr über Gesellschaft, über Zusammenleben, über Erwartungen und Rollen. Und zwar nicht in dem Sinne des Belehrens, sondern philosophiere mit ihr darüber!


    Sie möchte selber entscheiden. Sie hält sich für kompetent genug, diese Dinge eigenständig zu handhaben. Ich glaube sogar, sie hält sich für klüger als euch, ihr seid also keine Autorität bezüglich dieser Entscheidungen, sondern einfach nur die, die sie zwingen wollen und damit (für sie) gegen ihr Gefühl der Selbstbestimmung verstoßen.


    Jeder Versuch, ihr Grenzen zu setzen, geht daneben. Das akzeptiert sie – schon aus Prinzip – nicht.


    Was ihr aber könnt, sind eure Grenzen setzen: "Du darfst selbstverständlich ungewaschen sein, aber ich möchte dann nicht kuscheln, ich mag das nicht". Und das nicht in dem Sinne von:"Haha! Konsequenz! Strafe! Liebesentzug!" Da seid ihr dann wieder in der Machtkampfebene. Sondern eher in dem Sinne, dass ihr eigentlich sehr gerne kuscheln würdet, dies aber nur mit Kooperation von ihrer Seite her möglich ist, ihr aber akzeptiert, wenn sie das nicht möchte. Ich vermute, sie ist in der Lage, diesen komplexeren Ansatz "Kooperation" zu durchdringen, so, dass sie sich selbst als respektierten, handelnden Akteur empfinden kann und nicht als genötigtes Kind.


    Ich würd' da auch gar nicht theatralisch irgendwas draufsetzen, das durchschaut sie doch sowieso und ist für sie noch mehr ein Grund, sich auf diese Spielchen von eurer Seite nicht einzulassen.


    ..Nun, das ist das, was mir dazu einfallen würde. Aus dem Kampf austeigen. Denn den gewinnt sie entweder sowieso, sie hat einfach den längeren Atem, oder ihr müsstet sie "brechen". Das kann ja aber auch nicht Ziel sein. :)*


    Ach, und zum Badewannenspielzeug: ich glaube, es gibt Experimentier-Sets von Kosmos, die für den Einsatz in der Badewanne gedacht sind. Ansonsten kann sie aber bestimmt auch mit Polly Pocket eine Wasser-Phantasie-Landschaft bauen. Bis auf Bücher kann man doch alles in die Wanne nehmen, gibt ja sogar inzwischen Kuschelfische.

    Finde ich einen super Ansatz L.van Pelt.


    Bei einer Erwachsenen, allerdings mit minderer Intelligenz, und einem extremen Hygieneproblem, das dadurch das verstärkt wurde, dass sie von ihrer Betreuerin immer zum Waschen/ Duschen/ Baden gezwungen wurde, hat auch Mädels-Wellness ganz gut geholfen. Also mehr "Wir machen uns einen netten Tag im Bad" mit Haare frisieren etc., aber dafür ist der Terrorzwerg wohl noch zu klein.


    Und eine Frage: kennst deine Tochter "andere Lebenswelten"?


    Wie wäre es mal mit einem Ausflug in die Suppenküche o.ä.? Da siehst sie Menschen, die oft entweder nicht auf ihre Hygiene achten können oder auch nicht wollen... Könnte für ein Kinda us einer normalen Familie auch ein heilsamer Schock sein. Ich weiss noch wie schockiert ich als Kind war, als ich im Winter die Frostbeueln auch den Füßen eines Obdachlosen in offenen Schuhen in der Innenstadt gesehen habe :-o , meine Mama sagt, danach wollte ich mich nie wieder zu dünn anziehen ]:D

    Das klingt gut! :)^ Aber eine Sache fände ich jetzt – wenn ich mich in die Lage versetze – schwierig. Z.B. Zähneputzen ist aus meiner Sicht ein absolutes muss. Ich würde in höchster Toleranz maximal 1x Zähneputzen (bei morgens und abends) ausfallen lassen. Da versteh ich keinen Spaß. Das Nichtputzen kann irreperabele Schäden verursachen. Da darf das Kind schlicht nicht selbst entscheiden, finde ich. Dazu ist sie mit 6 tatsächlich noch zu jung. Und die Selbstbestimmung der Körperpflege hat eben auch gesundheitlich und gesellschaftlich ihre Grenzen... ":/ Ich finde, dass die Eltern schon einen extrem langen Atem haben, wenn sie es schaffen 1 Woche komplett auf Körperhygiene verzichten zu lassen. Das würde ich niemals aushalten!


    Es kann doch nicht die Lösung sein, dass Kinder einfach selbst bestimmen, was sie so alles tun und lassen wollen. Nur in gewissem Maß! Die kleine darf auch keinen Alkohol trinken oder bis nachts auf dem Spielplatz bleiben oder den ganzen Tag fernsehen oder im Internet mit fremden Männern chatten. – Um es mal auf die Spitze zu treiben.


    Aber wo's anfängt und aufhört müssen die Eltern entscheiden. Ich denke auch, dass die Kleine sich neue Reibungspunkte suchen wird, wenn die alten nicht mehr ziehen. Irgendwo muss auch mal schluss sein.


    Ein gewisses Maß an "brechen" ist vielleicht unumgänglich, um in unserer Gesellschaft klar zu kommen. ":/

    L.vanPelt

    Cool, andere Worte für gleiches Vorgehen. ;-)


    Das hier

    Zitat

    Was ihr aber könnt, sind eure Grenzen setzen: "Du darfst selbstverständlich ungewaschen sein, aber ich möchte dann nicht kuscheln, ich mag das nicht". Und das nicht in dem Sinne von:"Haha! Konsequenz! Strafe! Liebesentzug!" Da seid ihr dann wieder in der Machtkampfebene. Sondern eher in dem Sinne, dass ihr eigentlich sehr gerne kuscheln würdet, dies aber nur mit Kooperation von ihrer Seite her möglich ist, ihr aber akzeptiert, wenn sie das nicht möchte.

    war von meiner Seite als Konsequenz gemeint. Nicht als maßregelnde und nicht als strafende, sondern als eine logische aus dem von dir angeführten Grund: ich mag nicht mit einer stinkenden Person kuscheln. Ich persönlich gehe bei solchem Konsequenzen-setzen immer von mir aus und ich bin eine extrem ausgeglichene, liebenswürdige und ignorante Person, so dass die von mir angekündigten oder durchgezogenen Konsequenzen eigentlich nie Strafcharakter haben, sondern "ganz nebenbei" auf (bestmöglicher) Augenhöhe und sogar verständnisvoll laufen. Und weil ich nicht immer über den Tellerrand gucke, gehe ich oft davon aus, dass das die meisten so halten. My fault.

    Zitat

    Du engangierst dir jemanden. Am besten jemanden, der die entsprechende Austrahlung hat. Ne Erzieherin o.ä. (vielleicht kennst du jemanden?). Dann noch nen Kittel an, dass es noch autoritärer wirkt. Und die kommt dann die nächsten 2-3 Mal vorbei zum Duschen und Zähneputzen. Die restliche Familie geht währenddessen spazieren (ist nicht greifbar).

    das klingt fürchterlich, wirklich.


    auch eine fast siebenjährige kann man damit noch schwerstens traumatisieren


    und...

    @ te

    ...aufs kind setzen und dann die zahnbürste gegen ihren willen in ihren mund stopfen


    übrigens auch.

    Was man nicht alles tut, wenn man nicht mehr weiter weiß...


    Hätte mir damals jemand gesagt, ich würde mal meine 2 jährige mit Gummibärchen bestechen in's Auto einzusteigen, hätte ich ihm den Vogel gezeigt. ;-D


    Aber wenn man dann mal drin steckt... Und irgendwann ist noch die größte Geduld erschöpft und man kann einfach nimmer. Ich kann mich da sehr gut reinversetzten, dass sich die TE zum Zähneputzen auf's Kind gesetzt hat. Objektiv betrachtet klingt das ja immer alles schlimm, aber man ist letztlich auch nur ein Mensch.