• Kind mit ADS in der Schule von Lehrer ausgegrenzt?

    Guten Abend, meine Freundin hat mir heute erzählt, dass ihr Sohn (er ist Erstklässler und hat ADS) nun von der Klassenlehrerin von dem Schulausflug kommende Woche ausgeschlossen wurde. Ich war nun einerseits empört über dieses offensichtliche Ausgerenzen und andererseits kann ich es auch nachvollziehen. Er ist sehr schwierig im Umgang, wobei es in der…
  • 85 Antworten

    Wird sie.denn nicht in die Therapie mit eingebunden? Es ist für deine Freundin als Mutter ja äußerst wie sie lernt mit seiner Erkrankung/Verhaltensstörung umzugehen. Und den Kleinen mit Ritalin vollzustopfen ist ja auch nicht das Wahre. Hoffe er lernt wie er seine impulsiven Gefühle anders auslebt als in Aggressionen und Gewalt.

    Zitat

    Ich kann's verstehen das man es sich gut überlegt ob man ein Kind mit Ads/ADHS mit auf einen Ausflug mitnimmt. Diese Kinder neigen zu unkontrollierbaren Wutausbrüchen sich selbst und anderen Kindern und Erwachsenen gegenüber. Und das von jetzt auf Gleich. Da kommt man überhaupt nicht mehr zum Kind durch.

    das kenne ich von meinem überhaupt nicht,


    der hatte nicht einmal eine trotzphase als kleinkind :=o


    auch sein diagnostizierter freund nicht.


    immer gut drauf, alle beide, freundlich, zugänglich.


    beiden macht(e) eher das struktur- und wahrnehmungsproblem zu schaffen.

    Zitat

    Und den Kleinen mit Ritalin vollzustopfen ist ja auch nicht das Wahre. Hoffe er lernt wie er seine impulsiven Gefühle anders auslebt als in Aggressionen und Gewalt.

    immer dieses "vollstopfen".


    meiner nimmt morgens eine tablette mit kakao und wenn er das immer hört mi dem vollstopfen, denkt e rallmähmlich, er macht was falsch.... >:(


    ohne ritalin können die meisten adhsler gar nicht lernen, ihre "gefühle anders auszuleben" – wieso nimmt man ihnen das als hilfe denn weg? :-(


    meiner wäre NICHT regelbeschulbar bei einem iq wie einstein.


    ist doch schade um solche kinder, wenn man ihnen die medis nur aus prinzipienreiterei vorenthält. mache ich mit einem diabetiker doch auch nicht.

    Zitat

    mache ich mit einem diabetiker doch auch nicht

    Der Unterschied ist dass bei einem Diabetiker nichts anderes als Insulin hilft, bei ADHD gibt es durchaus noch Alternative die ihre Wirksamkeit auch bewiesen haben.

    Nicht alle AD(H)S Kinder sind gleich. Der Sohn meiner Freundin ist schon ziemlich aggressiv oft. Und er hat keine Geduld. Wenn etwas nicht klappt, wird er sofort sauer und schmeisst alles durch die Gegend. Auch unter Einnahme dieses Medikamentes. In der Schule ist er richtig gut und die Hausaufgaben klappen wohl auch besser seit der Einnahme. Aber es ist immer noch unglaublich schwierig mit ihm. Bin mir gar nicht so sicher, dass er tatsächlich ADS oder ob noch etwas anderes dahinter steckt.

    Zitat

    bei ADHD gibt es durchaus noch Alternative die ihre Wirksamkeit auch bewiesen haben.

    woher nehmt ihr nur alle Eure Weisheiten? Hast du ein AD(H)S Kind zuhause? Welche Alternative kannst du denn anbieten?

    Zitat

    bei ADHD gibt es durchaus noch Alternative die ihre Wirksamkeit auch bewiesen haben.

    die kombination macht es.


    echte alternativen zu ritalin gibt es nicht,


    weil diese kinder nämlich neurologisch einen mangel haben, der kompensiert werden muß.


    erst dann sind sie in der lage, passend zu lernen.

    das funktioniert so.


    mit dem medikament kann er s ich selbst richtig ERkennen.


    bis er aber vom kopf her und in folge vom verhalten umschaltet,


    das dauert eine weile ..... gib ihm zeit unter dem medikament, wie gesgagt, so 8 wochen hat es bei unserem schon gedauert. sie müssen erst die unterschiede und die vorteile, die sie daraus haben, erkennen. dann läuft es besser.

    Zitat

    Welche Alternative kannst du denn anbieten?

    Meine Güte Zwergelf, mein Hinweis bezog auf den für mich unpassenden Vergleich dass Diabetikern nicht die Medikamente vorenthalten werden.


    Andere wirksame Behandlungen neben oder sogar anstelle Methylfenidat sind Kognitive Verhaltenstherapie oder verschiedene Entspannungstechniken, eventuell auch Emotion-Focused Therapie (hier steht der Beweis noch aus. Bisher an zu kleinen Stichproben vorgenommn). Zu allen Quellen findest du haufenweise wissenschaftliche Literatur. Und ja, ich weiss es: die Statistik sagt nichts über das Individuum aus. Mache ich ja auch nicht, ich weise nur darauf hin dass Medikamente bei ADHD nicht den gleichen Stellenwert haben wie bei Diabetes.


    Ausserdem ist Ritalin ein kurzwirkendes Methylfenidat, zu bevorzugen ist das langwirksame Concerta. Wird hierzulande aber viel weniger verschrieben.

    Er nimmt das Medikament schon länger als 8 Wochen und es scheint, es wird schlimmer als vorher. Das ist das komische. Daher finde ich es ganz gut, dass sie ihn aufnehmen in der Klinik. Da haben sie ganz andere Möglichkeiten und finden vielleicht heraus, was da alles im Argen liegt.

    Zitat

    es wird schlimmer als vorher. Das ist das komische

    das Medikament gehört zur Gruppe der Amphetamine und gehört zu den Stimulantia. Komisch dass nicht einjeder davon ruhig wird.

    Doch, er wird schon ruhiger und sortierter dadurch. Er ist auch seitdem in der Schule viel besser und ruhiger. Aber dennoch ist er immer noch auffällig manchmal genauso schwierig wie ohne Einnahme. Und das versteht meine Freundin nicht.

    Warum wurde meiner Freundin nichts zu Concerta gesagt? Hat das einen besonderen Grund? Vielleicht hätte das besser zu dem Jungen gepasst? Manchmal ist zu beobachten, dass die Wirkung bereits nach der Schule am Mittag irgendwie nachlässt. Ich werde mich mal diesbezüglich belesen.

    @ Peeklee

    für betroffene eltern + kinder IST mph so wichtig wie für andere diabetis-medis. man stirbt einen sozialen tod, über lange zeit und wenn es dumm kommt, auch einen physischen, siehe meine ausführungen bzw. man erlebt unglaublich, lebensqualitätraubende Einschränkungen.

    @ zwergelf

    nur, weil er mph nimmt, ist er ja kein anderer mensch.


    erziehen und leiten muß man ihn trotzdem.


    das mph nimmt nicht automatisch alles andere ab. die kids werden einsichtiger und mehr in der lage, passend zu agieren, aber das muß immer noch von ihnen selbst heraus kommen bzw. von außen durch die eltern angestoßen werden.


    das mph legt nicht alle schalter um....


    und wenn es in der schule besser klappt, ist das doch schon ein erfolg, oder?

    Das ist auf jeden Fall ein Erfolg mit der Schule. Meine Freundin überlegt immer noch hin und her, ob sie ihn tatsächlich aufnehmen lassen soll. Lieber würde sie das alleine in den Griff bekommen, aber ihr fehlt die Kraft. Vielleicht sollte man bei ihm Concerta ausprobieren, wenn es anders im Körper abgegeben wird und dadurch eine längere Wirkzeit hat? Oder Verhaltenstherapie oder oder oder. Aber wenn er schon einen Schraubenzieher nach seiner Mutter wirft, dann muss dringend etwas geschehen. Die beiden tun mir so schrecklich leid.