• Kind mit ADS in der Schule von Lehrer ausgegrenzt?

    Guten Abend, meine Freundin hat mir heute erzählt, dass ihr Sohn (er ist Erstklässler und hat ADS) nun von der Klassenlehrerin von dem Schulausflug kommende Woche ausgeschlossen wurde. Ich war nun einerseits empört über dieses offensichtliche Ausgerenzen und andererseits kann ich es auch nachvollziehen. Er ist sehr schwierig im Umgang, wobei es in der…
  • 85 Antworten

    unserer bekommt medikinet retardiert,


    wir hatten mal concerta und auhc ritalin la probiert,


    aber die wirkung war für den vormittag in der schule einfach nicht ausreichend.


    das ist individuell.


    und klar muß man parallel therapie machen, ohne geht es kaum.

    bei dem Jungen ist es anders. Da reicht das Medikinet Retard (richtig so?) nicht mehr für die Schule aus. Und er ist an drei Tagen bereits vor 12 Uhr schon wieder zuhause. Ich weiß auch nicht, warum es bei ihm schwieriger ist als bei anderen. Zumindest scheint es so. Bin da echt überfragt und meine Freundin noch mehr.

    von der zeit her müßte es reichen.


    evtl. ist es zu niedrig bzw. der anschub braucht zu lang.


    die meisten kombinieren retard mit schnellwirkend niedrig dosiert.

    Meine Freundin war heute in Schule und hat mit der Klassenlehrerin gesprochen. Sie hat ihr gesagt, dass sie es nachvollziehen kann, weil die KL die Verantwortung hat an dem Tag. Aber dass sie sich eine andere Vorgehensweise gewünscht hätte.

    Zwischenstand:


    seit 3 Wochen ist der Kleine nun in stationärer Behandlung. Er wird die restlichen Sommerferien auch noch dort sein und wir alle hoffen, dass es weiterhin etwas bringen wird. Jedenfalls sind nun beide etwas zur Ruhe gekommen und das war wichtig.

    Zitat

    Einfach oft eben auch aus Hilflosigkeit bzw Unfähigkeit der Lehrer eben mit auffälligen Kindern umzugehen. Es fehlen Schulungen meiner Meinung nach, damit die lehrer lernen, vernünftig mit diesen Kindern umzugehen...

    Ich kann die Probleme der Lehrer nachvollziehen- sie haben eben nicht nur 3 oder 4 Kinder zu betreuen, sondern Klassen von teilweise >25 Kindern. Da ist das mit individueller Betreuung sehr schwierig.


    Als Vater vieler Kinder und als Beteiligter in mehreren Elternräten kann ich aus eigenem Erleben bestätigen, dass es oft offenbar keine ADS ist, die den Kindern bescheinigt wird, sondern oft sind es tatsächlich schwerwiegende Erziehungsfehler und Erziehungsmängel durch die Eltern. Zudem muss auch ein ADS-Kind zuverlässig handeln und sich den Anweisungen der Lehrer unterordnen können- wenn das nicht gegeben ist, ist gerade für die betreffende Lehrkraft das Risiko zu groß, dass es zu sehr schwerwiegenden Zwischenfällen während eines Klassenausfluges kommen kann. Letztendlich sind die Eltern dafür verantwortlich, dass sich Kinder halbwegs regelgerecht verhalten können (auch mit ADS- ADS ist keine Rechtfertigung für Fehlverhalten- es macht nur deutlich, dass es dem Kind schwerer fällt).


    Meines Wissens nach wird den Lehrern schon mitgeteilt, wie der Umgang mit ADS-Kindern zu handhaben ist (und den meisten Lehrern scheint das auch klar zu sein). Das Problem fängt ja schon damit an, dass offensichtlich oft schon Eltern mit einem einzelnen ADS-Kind überfordert sind- wie soll das dann ein Lehrer erst mit zusätzlichen 25 Kindern bewältigen?


    Auch wenn es einem ADS-Kind wesentlich schwerer fällt, sich regelgerecht zu verhalten, so kann es das dennoch erlernen (das ist aufwändiger und dauert länger als bei gesunden Kindern). Aber ADS als Mittel für Sonderbehandlungen zu nutzen, halte ich auch für das ADS-Kind für falsch- wie sol es denn lernen, wenn aus seinem Fehlverhalten keine Konsequenzen folgen?

    @ sensibelman

    Zitat

    Auch wenn es einem ADS-Kind wesentlich schwerer fällt, sich regelgerecht zu verhalten, so kann es das dennoch erlernen (das ist aufwändiger und dauert länger als bei gesunden Kindern). Aber ADS als Mittel für Sonderbehandlungen zu nutzen, halte ich auch für das ADS-Kind für falsch- wie sol es denn lernen, wenn aus seinem Fehlverhalten keine Konsequenzen folgen?

    das stimmt, eine Sonderbehandlung sollte dieses Kind nicht erfahren, aber eben nach Möglichkeit auch keinen sozialen Ausgrenzungen. Letzteres lässt sich ja nun mal leider nicht immer vermeiden. Siehe Ausflug.


    In unserem speziellen Fall sieht man nach 3 Wochen erste kleine Schritte, aber auch diese sind ganz wichtig und zu würdigen. :)^

    Zitat

    das stimmt, eine Sonderbehandlung sollte dieses Kind nicht erfahren, aber eben nach Möglichkeit auch keinen sozialen Ausgrenzungen.

    Ich sehe da keine soziale Ausgrenzung. Wenn ein Kind wegen Masern zu Hause bleiben muss, würde ich auch nicht von sozialer Ausgrenzung sprechen.

    in der klasse meines ältesten war auch ein Kind mit ads,schon in der ersten elternversammlung nach Schulbeginn legte die Klassenlehrerin klare regeln für Klassenfahrten und ausflüge fest.


    1.eine Begleitperson extra für den jungen,bevorzugt Elternteil aber nicht zwingend.


    2.das betreffende Kind und seine Begleitperson hatten extra fahrkahrten(halt gruppentarif aber extra ausgedruckt)


    auf diese weise konnte er immer mit und es bestand nie die Gefahr das die Sicherheit der übrigen klasse leiden konnte und im notfall konnte immer die reissleine gezogen werden und die beiden sind halt vorzeitig nach hause gefahren(ist einmal passiert als sie zu einer besichtigung waren und aufgrund seines verhaltens die ganze klasse nichts mitbekommen hat und sich schon massiver Unmut in der klasse breitmachte.


    das System funktionierte bei uns sehr gut und wurde dann von der nachfolgenden Klassenlehrerin übernommen.

    @ Andy160471

    das klingt super. Leider wurde zu diesem Thema in der Schule überhaupt nichts besprochen. Aber ich denke, nach dem Klinikaufenthalt dürfte sich einiges ändern, da die alle zusammen arbeiten für den Jungen. :)^

    @ mond+sterne

    die Ausgrenzung war eher allgemeiner Natur und nicht nur auf den Vorfall mit dem Ausflug bezogen.