Kind sagt nicht mehr gute Nacht

    Hallo, unser Kleiner (4) sagt seit einiger Zeit nicht mehr gute Nacht zum Papa. Normalerweise gibt er uns beiden ein Küsschen, wir drücken uns und sagen halt gute Nacht, hab dich lieb usw, allerdings macht er das jetzt nur noch bei mir. Es fing an,dass er nur ab und zu mal gute Nacht gesagt hat,bis es immer weniger wurde und jetzt gar nicht mehr. ":/ es heißt immer nur "morgen wieder". Geändert hat sich sonst gar nix,das Ritual war immer gleich, Papa schimpft auch nicht auf ihn oder sonst was. Das macht vorallem ihn natürlich traurig,ich versteh es absolut nicht und wenn man fragt,warum er das nicht mehr macht sagt er auch nix. Ist das eine Phase? Habt ihr eine Idee, was man machen kann?

  • 35 Antworten

    Egal wie alt jemand ist, wenn man plötzlich jemanden nicht mehr grüsst , verabschiedet, küsst etc. dann muss irgendwas vorgefallen sein, dass Dein Kleiner sich so verhält.


    Kinder wissen oft nicht ,wie sie mit gewissen Dingen umgehen sollen und eben deshalb ieber schweigen. Frag den kleinen mal in aller Ruhe, ganz ohne Druck, wenn ihr alleine seid. Wenn er nicht will, dann blos nicht drängen, sondern immer wieder einmal vorsichtig nachfragen, Verständniss zeigen und auch Geduld beweisen.


    Früher oder später erzählt er es Dir, solange er auch genug Vertaruen zu Dir hat.

    Kein Stress – darauf eingehen, wie er es sagt. Der kann noch keinen Grund sagen, warum er einen anderen Spruch sagt. Vielleicht erklärt er mal ganz zufällig, warum ihm diese Worte jetzt besser gefallen. Das Alter ist eine Phase, in der sich das Verhältnis zu den Eltern ändert. Dazu gehören auch die Rituale zur Nacht.


    Papa sollte sich fragen, warum ihn diese Veränderung traurig macht.

    Crank, er sagt auch hallo zum papa, kuschelt und spielt mit ihm usw. Es ist nur das Gute Nacht sagen, was plötzlich wegfällt.


    Aug, ich verstehe nicht ganz, was du meinst. Welche Wörter gefallen ihm besser? Er sagt zur Nacht gar nix mehr zum Papa, ausser, dass er eben morgen gute Nacht sagt (was dann aber auch nicht passiert). Ich hoffe wirklich, es ist nur eine Phase. Sein Papa fühlt sich dadurch nicht mehr geliebt (er ist der Stiefvater, mein Sohn kennt ihn aber mittlerweile fast ein dreiviertel Jahr (seitdem lebt mein Partner auch bei uns, Damian hat ihn sehr schnell von selbst Papa genannt und ihn schnell als Bezugsperson angenommen, viel mehr als seinen Erzeuger). Es gab nie irgendwelche Probleme ":/

    Ich bin immer da ;-)


    Da er sich aber sonst ganz normal verhält und auch mit ihm allein spielt, denke ich, dass das klappen würde. Mein Partner bringt ihn auch in den Kindergarten, ohne dass es Probleme gibt, oder holt ihn auch mal ohne mich ab. Alles kein Problem, nur das Gute Nacht sagen

    Du sagst, dass es der Stiefvater ist und Dein Sohn und er sich sehr gut verstehen. Es könnte sein, dass der Kleine "testen" will, ob der Stiefvater ihn auch ganz doll liebhat, wenn er sich "böse" aufführt. Er könnte vielleicht sagen: -Du sagst mir nicht mehr Gutnacht. Ich hab' Dich trotzdem sehr lieb.


    Je nachdem, wie innig die Beziehung zwischen den beiden geworden ist, könnte er auch sagen, dass ihn das traurig macht.

    Das ihn das traurig macht sagen wir, interessiert den Zwerg nur nicht :-X


    Und es wird ihm auch sehr oft von uns gesagt, dass wir ihn lieb haben, er sagt es auch von selbst zu uns beiden und wenn es ins Bett geht und mein Mann sagt ihm das, reagiert ihr entweder gar niht, oder erwidert es. Ganz schlimm ist es, wenn er bockig ist. dann sind wir doof und er hasst uns...gut, das sagt sicher jedes Kind mal, da mach ich mir keine Sorgen, weil es meist nicht lange dauert, bis er uns wieder liebt ;-D

    Ja, schon...aber...wohin?Ich bin da irgendwie vorsichtig, Damian ist so ein sensibelchen. Und ein Abend wird sicher nicht viel bringen^^

    Zitat

    Sein Papa fühlt sich dadurch nicht mehr geliebt

    Das Problem haben wir hier auch – dass der Kerl sich sehr zurückgewiesen fühlt, wenn der Kleine sehr klar meine Gesellschaft vorzieht. Wenn ich ihn ins Bett bringen soll und nicht sein Papa, das ist das häufigste Thema, ansonsten ist es recht ausgewogen. Aber auch beim Sesamstraßegucken wird immer mir der Platz in der Mitte liebevoll mit Kissen vorbereitet, nie dem Kerl. Ich denke immer, Mann, stell dich nicht so an – habe da ja aber auch leicht reden, weil ich es nie erlebt habe und mich auch einfach nicht schnell zurückgesetzt fühle.


    Trotzdem. Das ist eher ein Austesten als ein bewusstes Zurückweisen. Bei uns ist es immer kurz vor dem Krankwerden besonders stark, wenn der Kleine wieder ein bisschen mehr "Baby" ist, und wenn er gerade viel austestet. Ich denke oft, wie Grauamsel, es ist auch die Suche nach Sicherheit ("Kann ich ihn zurückweisen und werde trotzdem noch ganz sicher und unverbrüchlich geliebt?") und manchmal ein bisschen ganz schlichte Frechheit. Mit "Na, dann sag einfach ich dir gute Nacht – schlaf schön, ich hab dich lieb!" kommt der Kerl hier ganz weit, und ich bringe dann ein zufriedenes Kind ins Bett. Ist er beleidigt, wird der Kleine ganz unsicher und bockig.


    Wie auch immer. Es ist ganz stinknormal. Ich höre das von fast allen Eltern drei- und vierjähriger Kinder bei uns im Kindergarten, bei manchen wird der Vater vorgezogen, bei den meisten die Mutter, und besonders gern manifestiert es sich beim Insbettbringen. Falls Dein Mann da gelassen reagieren kann, Anni, ist schon ganz viel gewonnen. Es ist keine persönliche Ablehnung gegen Deinen Mann als Mensch, sondern ein bisschen Schattenboxen und Rumprobieren mit Deinem Mann als Funktionsträger – als Vater nämlich.

    Weia. Nun laßt mal die Kirche im Dorf. 4jährige neigen altersbedingt zu völlig irrationalem Verhalten. Das macht er jetzt gerade so, in zwei Wochen brüllt er dich an und nur Papa darf. Nix, worüber man sich irgendwelche Gedanken machen müßte.

    Gauloise, da bin ich gespannt, ob das irgendwann kommt ;-D


    Mich wundert es eben so sehr, weil er von seinem erzeuger fast nur Abweisung erfahren und deshalb immer eine männliche Bezugsperson gesucht hat. Jetzt hat er diese (schneller akzeptiert als von mir erwartet und dann sowas). Aber gut, was ihr schreibt beruhigt mich schon sehr. Wir werden es mal testen, dass er ihn ins Bett bringt (sonst bringe IMMER ich ihn ins Bett, das ist also schon eine Umstellung). Danke euch @:)