Kind und Trennung

    Hallo Forum


    ich stehe im Moment vor dem Scherbenhaufen unserer Ehe.

    Mein Mann hat mir vor einigen Wochen gesagt, dass er mich nicht mehr liebt.

    Unser Kind liebt er aber umso mehr, deshalb hat er vorgeschlagen weiterhin zusammen zu leben in Form einer Eltern-WG. Ehrlich gesagt konnte ich mir das nie vorstellen, aber ich würde es zumindest probieren damit unser Kind weiterhin eine Familie hat.


    Nun ist die Frage: wie sagt man sowas dem Kind? Sie ist 10 Jahre alt, sehr sensibel und liebt uns beide gleichermaßen. Das weiß ich.

    Wird sie verstehen, dass wir weiterhin zusammen wohnen, aber kein Paar mehr sind? Wie erklärt man sowas?

    Hat einer von Euch schon Erfahrungen gemacht mit dieser Situation und könnte mir ein paar Tipps geben?

    Danke

  • 10 Antworten

    Sorry, es ändert sich unser Verhältnis zueinander. Wir küssen uns nicht mehr, kuscheln nicht mehr. Das merken Kinder sehr genau. Außerdem möchte ich doch irgendwie darauf vorbereiten, falls es nicht klappt und wir uns doch auch räumlich trennen müssen.

    Hallo!

    Heutzutage gibt es ja viele Beziehungs/Elternmodelle. Meine Frage an dich: kannst du dir denn wirklich vorstellen, dieses Elternmodell zu leben? Vlt. spielt es auch eine Rolle, warum ihr euch getrennt habt. Gibt es noch Gefühle, Probleme, Unausgesprochenes.....?

    Das Umschalten auf die reine Elternebene stelle ich mir persönlich schwierig vor.

    Wie ist das Verhältnis zu deinem (Ex-) Mann? Wenn es auf der Beziehungsebene Probleme o.ä. gibt, kann das Zusammenleben, auch wenn es dem Kind zuliebe ist, eine Herausforderung darstellen. Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft!

    Alias 973899 schrieb:

    Wir küssen uns nicht mehr, kuscheln nicht mehr.

    Und das habt ihr vor einer Woche noch alles ganz normal gemacht? Glaube ich iwie nicht.

    Verhueter schrieb:
    Alias 973899 schrieb:

    Wir küssen uns nicht mehr, kuscheln nicht mehr.

    Und das habt ihr vor einer Woche noch alles ganz normal gemacht? Glaube ich iwie nicht.

    Und trotzdem wird sich durch die Entscheidung zur Trennung zwischen den Eltern etwas auch für das Kind spürbares verändern.

    Ich halte es für enorm wichtig das Kind darüber zu informieren.


    Je nach Wohnsitution wird ja vielleicht auch die Zimmeraufteilung verändert. Kein Elternschlafzimmer mehr, jeder Elternteil richtet sich ein eigenes als solches erkennbares Zimmer ein, kein gemeinsamer Kleiderschrank, die Eltern gehen vielleicht getrennt von einander aus (mehr als vorher und mit einer anderen Konotation). Nichts vorspielen, was nicht mehr ist und authentisch sein, ist da wichtiger und langfristig zielführender als das Kind im ungewissen zu lassen. Vorrausgesetzt die Eltern sind sich ihrere Entscheidung über den weiteren Weg sicher und hsben das miteinander geklärt.


    Wie man das optimaler Weise erklärt und gestaltet, weiß ich leider nicht. Vielleicht habt ihr die Möglichkeit euch da beraten zu lassen.

    Alias 973899 schrieb:

    Nun ist die Frage: wie sagt man sowas dem Kind? Sie ist 10 Jahre alt, sehr sensibel und liebt uns beide gleichermaßen. Das weiß ich.

    Das Wichtigste ist für das Kind, dass es beiden Elternteilen gut geht. Und sie miteinander -irgendwie- klarkommen.

    Mit einer Trennung an sich kann auch ein sehr sensibles Kind gut umgehen. Kinder sind weitaus stärker als man glaubt, wenn man sie ernst nimmt. Und dazu muß man nicht jegliches "Leid" von ihnen fernhalten.


    Aber auch deshalb schließe ich mich den anderen Fragen an:

    Kannst Du wirklich damit leben, in einem Haushalt mit Deinem nun ExMann? Du wolltest die Trennung nicht, Du liebst ihn noch - das ist ein sehr großes Ungleichgewicht und nur einem Übermenschen (auf Seiten des Verlassenen) gelingt es damit authentisch locker umzugehen.


    Trennt Euch auch räumlich, redet altersgerecht mit Eurer Tochter darüber. Und Du darfst ihr auch ruhig zeigen wenn es Dir nicht gut geht (merkt sie ja so oder so), Du darfst sie nur nicht mit reinziehen. Zwischen die Fronten bringen. Es ist ein Balanceakt, aber machbar. Sorg(t) dafür, dass es keine Fronten gibt.

    grundsätzlich find ich die Idee toll, aber wollt ihr denn nicht auch mal wieder die Möglichkeit haben, euch neu zu verlieben und einen anderen Partner zu haben?


    Euer Modell geht so lange gut, bis ein anderer Partner(in) ins Spiel kommt.


    Ich würde von daher auch mit offenen Karten spielen und eine räumliche Trennung vollziehen. Einfach "euch" Zuliebe, nicht dem Kind zuliebe.

    Danke für eure Antworten.

    Ihr habt Recht, ich weiß noch nicht ob ich das kann und ob es klappt. Es ist sozusagen ein Versuch, trennen können wir uns immer noch.

    Ich werde sicher leiden, tue ich ja auch schon seit einiger Zeit.

    Ja, davor war alles "normal". Wir hatten Sex, wir haben gekuschelt und Zeit miteinander verbracht. Mein Mann hat mir wohl so einiges vorgespielt. Ob eine Andere im Spiel ist habe ich noch nicht herausgefunden.

    Ich weiß, dass dieser Plan für Außenstehende total bekloppt klingt, aber probieren würde ich es gerne. Sonst verliert unser Kind auch noch sein Zuhause und das bricht mir das Herz.

    Alias 973899 schrieb:

    Es ist sozusagen ein Versuch, trennen können wir uns immer noch.

    Ihr seid doch schon getrennt.

    Sorry, aber ist so :°_

    Alias 973899 schrieb:

    Ich weiß, dass dieser Plan für Außenstehende total bekloppt klingt,

    Nein, das tut er gar nicht. So etwas funktioniert aber nur dann, wenn Beide dasselbe wollen. Das ist aber bei Euch nicht so.

    Alias 973899 schrieb:

    Sonst verliert unser Kind auch noch sein Zuhause und das bricht mir das Herz.

    Das sind Plattitüden.

    Dein Kind verliert sein zu Hause nur dann, wenn es sich nicht mehr geborgen und sicher fühlt. Das hat nur wenig damit zu tun ob es ein anderes Wohnumfeld ist.