Kind weint auch nach 3 Wochen Kita noch durchgehend! Hilfe!!!

    Hallo!


    Meine Kleine (2) geht seit 3 Wochen in die Krippe. Noch immer weint sie durchgehend in der Trennungsphase. Wenn ich da bzw. in Sichtweite bin spielt sie schön, aber sobald ich mich verabschiede weint sie und lässt sich dann auch nicht von den Erzieherinnen beruhigen oder ablenken. Und ja, die geben sich richtig Mühe! Die Trennungsphase dauert bei uns noch immer nur max. 20 Minuten und es wird und wird nicht besser...


    Anfangs sah ich es ja noch entspannt und dachte "das wird früher oder später schon", aber so langsam mache ich mir schon Gedanken. Vorallem, weil ich nun nur noch 1,5 Wochen Urlaub habe und meine Kleine dann unbedingt wenigstens den ganzen Vormittag über dort bleiben muss - also von 8 bis 11:30 Uhr wenigstens. Den Urlaub zu verlängern ist keine Option - mein AG war eh schon großzügig als er mir knapp 5 Wochen am Stück genehmigt hat.


    Habt ihr Tipps wie ich meiner Tochter die Trennung erleichtern kann? Sie nimmt immer ein Kuscheltier mit und wir haben auch ein kleines Abschiedsritual. Auch geht sie wahnsinnig gerne in die Krippe - nur will sie partout nicht ohne mich dort bleiben! Die Erzieherin meinte nun, dass ich sie einfach mal länger dort lassen soll - ca. 2 Stunden zuerst. Die Kleine würde dann vielleicht durchgehend weinen, aber manchmal geht es bei Kindern einfach nicht anders...


    Ein gutes Gefühl habe ich nicht dabei sie weinen zu lassen, aber was kann ich tun? Sie rausnehmen geht nicht und eine andere Kita gibt es hier nicht (wobei ich nicht glaube dass letzteres was ändern würde, da meine Tochter ja gerne hingeht und jeden Tag sogar richtig zum Gruppenraum rennt!)

  • 99 Antworten

    Wahrscheinlich werde ich jetzt von vielen gelyncht, aber manchmal hilft auch eine klare Ansage. Also mal mit dem Kind zu Hause sprechen. Am Nachmittag. Und da dann mal sagen, dass es so nicht geht und es als klare Ansage formulieren, dass du arbeiten musst und sie dort spielen kann, während du nicht da bist. 20 Minuten Trennungsphase sind nicht wirklich viel. Bei der Eingewöhnung meines Sohnes war es so, dass ich zuerst im Gruppenraum gesessen habe und ihn beobachtet habe. Ich habe nicht aktiv mit ihm Kontakt gehabt. Am nächsten Tag war es dann schon so, dass ich in den Nebenraum gegangen bin und habe dort mit den anderen Müttern Kaffee getrunken und gequatscht. Und er wusste, wo ich bin. Und dann kam die Phase, wo er 2 Stunden alleine dort blieb. Das haben wir dann langsam gesteigert.

    Dann schreibe ich mal die Gegenposition ;-)


    Bei uns war das auch so. Ganze drei oder vier Wochen lang. Dann hat es aufgehört. Schlagartig, ohne äußeren Anlass.

    Er hat seit dem Tag so gut wie gar nicht mehr geweint in der Kita. Er hatte wohl aufgegeben.


    Mit dem Wissen von heute würde ich darüber nachdenken, ob es vielleicht noch zu früh ist.

    Bei uns war es das. Das Kind unterdrückt bis heute seine Gefühle in der Öffentlichkeit und weint nicht.

    Manche Kinder verkraften den Start in die Kita gut, andere brauchen länger.

    Ich würde mit dem Wissen von heute den Job hinten anstellen und noch warten.


    Ich will nicht behaupten, dass es bei euch auch so ist.

    Das ist einfach nur unsere ganz persönliche Erfahrung.

    Puh, das hört sich hart an. Bei uns war es auch ein Kampf, wir hatten zum Glück aber mehr Zeit. Ganze sechs Wochen hat es gedauert bis mein Sohn alleine dort geblieben ist. Die KIta war auch absolut super. Es hat dann nochmal fast 6 Monate gedauert bis er merklich gerne dort hin ging. Mittlerweile (ein Jahr vor Einschulung) liebt er den Kindergarten heiß und innig.

    Ein Patentrezept gibt es tatsächlich nicht. Aber zumindest kann ich bestätigen dass Kinder auch nach langen Eingewöhnungsphasen durchaus super gerne in den Kindergarten gehen, dass muss demnach erstmal nichts heißen...

    Den Job hinten an stellen geht leider nicht. Da müsste ich kündigen und in meiner Branche gibt es nicht viele Alternativen, schon gar nicht hier in der Stadt.

    Ratlos23 schrieb:

    Puh, das hört sich hart an. Bei uns war es auch ein Kampf, wir hatten zum Glück aber mehr Zeit. Ganze sechs Wochen hat es gedauert bis mein Sohn alleine dort geblieben ist. Die KIta war auch absolut super. Es hat dann nochmal fast 6 Monate gedauert bis er merklich gerne dort hin ging.

    Meine Tochter geht sehr gerne hin und ab dem Kita-Einfang rennt sie schon begeistert zum Gruppenraum. Auch wenn ich dabei bin spielt sie dort ganz toll und zufrieden. Deshalb verstehe ich halt nicht warum sie in den Trennungsphasen nichts anderes macht als dastehen und zu weinen - wirklich: nichts anderes!


    Sie lernt aktuell auch alle paar Tage ein neues Wort. Auch isst und schläft sie schlechter (war schon 2-3 Tage vor dem Kita-Start so).Kann es sein, dass es ihr wegen der derzeitigen Entwicklungsphase so schwer fällt und es dann besser wird, wenn die "Phase" vorbei ist? Ich greife halt nach jedem Strohhalm...

    Ich würde mich nach einer Tagesmutter umsehen.


    Und auf jeden Fall mit dem Chef sprechen und um unbezahlten Urlaub bitten, bis alles geregelt ist.

    Wurde deine Tochter vorher schon regelmäßig von Oma oder jemand anderem stundenweise betreut und du warst nicht anwesend? Oder ist es jetzt in der Kita das erste Mal?

    Hi,


    Bei meinen beiden Kindern dauerte die Eingewöhnung um die 6 Wochen :/


    Beim ersten Kind in der Kita, da haben sie ihn irgendwann einfach länger da gelassen, obwohl er viel geweint hat. Er weinte dann morgens bei Verabschiedung und mittags beim Schlafen gehen noch monatelang.


    Beim zweiten Kind hat die Tagesmutter erstmal nur sehr kurze Trennungsphasen gemacht, da waren wir nach zwei Wochen erst bei 5 Minuten! Irgendwann ging es dann, und die Erhöhung von 2 auf 3-4 Stunden war einfacher.


    Letzendlich waren beide Kids glücklich und wurden in Vollzeit betreut.


    Einen Durchbruch brachte bei uns, dass ich nach 2 Wochen arbeiten gegangen bin und der Papa die Eingewöhnung übernommen hat.


    Wünsche euch viel Erfolg!! Es wird auf jeden Fall besser, nur manche Kinder brauchen da mehr Zeit!

    Hallo,


    Ich würde mich auch nach einer Tagesmutter umsehen, die der Kleinen vielleicht eher das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben könnte...


    Aber - auch wenn es gerade nicht en vogue ist, das zu sagen - ich glaube aber auch, das manche Kinder früher, manche später reif genug sind für die Kita.


    Ich war erst mit vier soweit, mein Sohn mit 2.


    Insgesamt finde ich wichtig zu sehen, dass man mit "klaren Ansagen" gerade wenn es um Trennungssituationen geht, auch emotional viel kaputtmachen kann.


    Und ja, im Zweifel würde ich (!!!) dann tatsächlich den Job sausen lassen - das ist echt hart und ich schreibe das nicht leichthin.


    Aber wenn sie sich nirgendwo so eingewöhnt, dass sie zufrieden spielen kann, braucht sie dich wahrscheinlich noch bzw die Geborgenheit die du für sie darstellst.


    Ja. Jetzt werde ich gelyncht, aber ich weiß auch heute noch wie furchtbar unsicher und verlassen ich mich mit 3 beim ersten Eingewohnungsversuch gefuhlt habe und was fur Welten besser es dann ein Jahr später fur mich war.


    Daher habe ich da eine klare Meinung zu.


    Was ich auch mit Kind zuhause immer wieder machen würde : in Spielgruppen gehen, so möglich. Mal mit anderen spielen, mal kurz fur ein paar Minuten bei der Mama einer Spielkameradin bleiben....

    Nochmal: den Job sausen zu lassen ist keine Option! Ich bin alleinerziehend und habe 2 Kinder. Wovon soll ich die ernähren und versorgen? Von Hartz4 und Kindergeld? Einen anderen/neuen Job finde ich hier in der Gegend wohl nicht , also wäre es doch totaler Wahnsinn den Job sausen zu lassen! Vielleicht halten mich manche nun für eine Rabenmutter, aber meine Kleine MUSS in die Kita gehen. Und wenn es mit Geweine ist!


    Ja, meine Tochter ist auch vorher schon von den Großeltern und 1-2 anderen Personen fremdbetreut worden. Deshalb glaube ich auch nicht, dass sie nur noch nicht "reif" für die Kita ist. Ich kann mir eher vorstellen, dass vielleicht die Vertrauensbasis zu den Erzieherinnen noch fehlt?!

    Mehr Zeit geben. Hat bei uns auch länger gedauert. Und ggf kann die Oma die Eingewöhnung übernehmen? Ich habe selbst mein Kind und die ganze Eingewöhnung blockiert - rückblickend.

    Ansonsten könntest du mit einem Stift ein kleines Symbol bei deinem Kind auf die Hand malen, bei dir auch, und erklären, dass es da draufdrücken kann, wenn es die Mama zu sehr vermisst. Und dass es euch dann verbindet und du das auch machen kannst etc.

    Wenn du vermutest dass das Vertrauen fehlt würde ich die Trennungen kürzen bzw. erstmal 1 Woche keine machen.

    Spielt sie mit den Pädagogen? Oder nur allein? Vielleicht fehlt noch eine Vertrauensbasis.

    Smilli2 schrieb:

    Mehr Zeit geben. Hat bei uns auch länger gedauert. Und ggf kann die Oma die Eingewöhnung übernehmen? Ich habe selbst mein Kind und die ganze Eingewöhnung blockiert - rückblickend.

    Ansonsten könntest du mit einem Stift ein kleines Symbol bei deinem Kind auf die Hand malen, bei dir auch, und erklären, dass es da draufdrücken kann, wenn es die Mama zu sehr vermisst. Und dass es euch dann verbindet und du das auch machen kannst etc.

    Ja, die Oma könnte dann schon nach meinem Urlaub die Eingewöhnung übernehmen.


    Ich glaube ich probiere es einfach mal so: morgen bleibe ich die ganze Zeit mit im Gruppenraum, aber völlig inaktiv damit die Erzieherinnen mit ihr "arbeiten" können. D.h. ich lasse mich von meiner Kleinen auch nicht irgendwohin "mitziehen" zum spielen o.ä.

    Am Montag versuchen wir es nach einer kurzen Aufwärmphase nochmal mit einer Trennung. Was haltet ihr davon?