• Kind will nicht mehr in Kindergarten gehen

    Meine Tochter wird in November 4 Jahre alt und seit einige Wochen will sie nicht mehr in den Kindergarten gehen. Sie geht seit Juni letztes Jahr in der Kita. Die Angewöhnungsphase verlief super, eigentlich viel zu gut, mit dem großen Bruder war damals ganz anders. Nach 6 Wochen kam der ersten Umbruch und sie wollte von einem Tag zum anderen nicht mehr…
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    Abends schon weinen, nachts unruhig sein und ständig schreien, so wie es die TE beschreibt, ist für mich etwas anderes als ein Kind, das nur bockig ist und seine Grenzen testet. Daher würde ich wirklich nachforschen, ob und was vorgefallen sein könnte und den Erzieherinnen dabei nur begrenzt vertrauen.

    Ich hab mit meiner Tochter viel wegen dem Kindergarten gesprochen. Es scheint schon so, dass sie ihre Stammerziehrin sehr vermisst, mit der neue scheint sie nicht so gut klar zu kommen. Sie ist auch nicht so verständnisvoll wie die andere😧

    Meine Tochter ist sensibel und die ganze Veränderungen in letzter Zeit machen sie total unsicher.

    Ich werde sie morgen wieder, nach eine Woche Pause ,hinbringen. Mir bleibt keine Wahl, ich muss arbeiten. Mal schauen dann wie es klappt.

    Ich hab gestern meine Tochter wieder in der Kita gebracht. Es war die Hölle, sie hat über eine Stunde geschrien und in der Gruppe hat es auch nicht gut geklappt.:-(

    Ich hab auch gleich mit zwei Erzieherinnen gesprochen. Sie sind beide der Meinung, dass meine Tochter mit so vielen Kindern, es sind 25 Kinder in der Gruppe und nur 3 Erzieherinnen, total überfordert ist. In Juni als noch durch Corona bedient nur wenige Kinder dort waren, war sie ganz glücklich und ist voll aufgeblütet.

    Sie haben mich empfohlen nach einen integrativen Kindergarten auszuschauen. Da sind die Gruppe kleiner und die haben mehrere Möglichkeiten. Allerdings gibt es bei uns nur einen solchen Kindergarten und die Plätze dort sind extrem begehrt. :°(

    Sie haben die Vermutung geäußert, dass meine Tochter einige autistische Züge hat und aus dem Grund mit so vielen Kindern, Geräusche, Eindrücke... nicht klar kommt.

    Ich bin total traurig, dass sie dort so unglücklich ist.

    Nächste Woche hab ich einen Beratungstermin mal sehen, ob die mir helfen können.

    Ich drücke dich mal aus der Ferne ganz fest! Lass dich nicht entmutigen! Ich finde, die Erzieher machen es sich zu einfach. Mit deinem Kind ist bestimmt alles in Ordnung, es ist eben evtl sensibler als andere, das ist meins auch. Und bei all den unsensiblen Menschen da draußen ist es doch schön, wenn man ein solches Kind hat. Das bedeutet zwar in manchen Situationen etwas mehr Anstrengung, aber das wird, ganz sicher.

    Was ich machen würde (weil ich es auch schon machen musste): Suche das Gespräch mit der Kindergartenleitung und der neuen Bezugserzieherin. Sag ihnen, dass dein Kind nicht glücklich ist, sie ihre alte Erzieherin vermisst und sich schwer tut. Es ist auch die Aufgabe des Kindergartens sich um solche Dinge zu kümmern! Zu einem Wechsel zu raten ist für sie natürlich bequemer. Aber lass dich da bloß nicht verunsichern!

    Also fordere den Kindergarten auf, ein Konzept zu erarbeiten, wie es gelingen kann, dass deine Tochter wieder gut ankommt. Immerhin hat es ja schon mal geklappt.

    Sorry, ich noch mal. Ich habe es damals so gemacht und erst als ich auf den Tisch gehauen habe, sind alle mal aufgewacht und es wurde überlegt, was man tun kann, um es meinem Kind leichter zu machen. Und welch Wunder, da war einiges möglich (ohne großen Aufwand).

    Es kann doch nicht sein, dass der Kindergarten sagt "Sorry, irgendwie scheint ihre Tochter autistische Züge zu haben, gehen sie woanders mit ihr hin"!!! Das ist doch ein Witz. Geh mit ihr zum Arzt, lass sie untersuchen, ob da was dran ist.

    Und 9 bis 14.30 Uhr ist nun wirklich kein Ganztag. Ich denke nicht, dass das Problem daran liegt. Und ja... Kinder brauchen Regelmäßigkeit. Aber regelmäßig kann auch sein, wenn sie jeden Dienstag und Donnerstag schon um 12 abgeholt werden. Es kann halt nur nicht jeden Tag anders sein.

    Mach dich nicht fertig und gehe die Sache ruhig an! Such dir Unterstützung.

    Entschuldigung, dass ich jetzt erst wieder schreibe, aber der Stress ist momentan zu groß.

    Mit dem Autismus ist leider möglich, meinen Mann ist auch Asperger Autist und möglicherweise könnte sie es geerbt haben:°(

    Einige Zeichen sind schon da, aber wie weit es normal ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Bin keine Experte dafür.

    Allerdings könnte auch sein, dass die Erzieherinnen besonders darauf achten und einiges falsch deuten, weil ich gleich bei dem Elterngespräch erwähnt habe, dass meinen Mann Autist ist. Ich weiß es nicht, wie man das macht, es ist falsch:-(

    Fest steht es auf jeden Fall, dass meine Tochter leidet und ich auch mit. Ich stehe kurz davor zu kündigen, weil ich den Stress nicht mehr aushalte. Meine Tochter schreiend in die Kita zu bringen, nachdem ich Zuhause einen Stunde lang gekämpft habe, sie überhaupt soweit zu bekommen. Und dann gleich arbeiten und so zu tun als wäre nichts gewesen.

    Das Schlimme ist, dass sie schon abends anfängt. Sie wiederholt tausend mal, dass sie nicht in Kindergarten will und schlafen gehen, will sie auch nicht mehr, denn sie weiß, dass sie am Morgen wieder in die Kita gehen muss.

    Ich hab sie wieder auf halbtags zurück gestellt, aber das hilft in Moment auch nicht weiter:°(

    Die Diagnose Asperger Autismus ist ab demnächst hinfällig. Sie wird gestrichen aus dem Diagnosespektrum, weil es einfach gewisse Schwachstellen gab. Lass deine Tochter halt untersuchen und mutmaße nicht, weil die Erzieherinnen was meinen und dein Mann eine (bald) nicht mehr vorhandene Diagnose trägt.

    PS:

    kruskal_wallis schrieb:

    Die Diagnose Asperger Autismus ist ab demnächst hinfällig. Sie wird gestrichen aus dem Diagnosespektrum, weil es einfach gewisse Schwachstellen gab. Lass deine Tochter halt untersuchen und mutmaße nicht, weil die Erzieherinnen was meinen und dein Mann eine (bald) nicht mehr vorhandene Diagnose trägt.

    So ist die Aussage aber auch nicht richtig!!


    Es gibt zwar die Bezeichnung nicht mehr - das stimmt. Die "Erkrankung" selbst gibt es aber noch - nur unter einer anderen Bezeichnung. Man unterscheidet nicht mehr die einzelnen Unterformen > sondern spricht von der Autismus-Spektrum-Störung.


    https://www.neurologen-und-psy…oerung-ass/stoerungsbild/


    Bekannt sind nun (aufgrun der Tatsache, dass man es früher gelernt hat), einfach noch die alten Bezeichnungen.

    Wobei nach dem neuen ICD-11 ja auch unterschiedliche Schweregrade in den einzelnen Aspekten unterschieden werden, es gibt aber eben keinen eigenen Namen mehr dafür.

    Die Bezeichnung ändern, finde ich ok.

    Aber zu sagen, dass diese Krankheit nicht mehr gibt, finde ich schon heftig. Wer mit einem Asperger Autist lebt, weiß genau wie viele Einschränkungen tagtäglich zu bewältigen gibt

    Abendstern33 schrieb:

    Die Bezeichnung ändern, finde ich ok.

    Aber zu sagen, dass diese Krankheit nicht mehr gibt, finde ich schon heftig. Wer mit einem Asperger Autist lebt, weiß genau wie viele Einschränkungen tagtäglich zu bewältigen gibt

    :)_

    :)^


    Es wird jetzt wohl mehr nach den Hauptmerkmalen unterschieden - gestörte soziale Interaktion, beeinträchtigte Kommunikation und Sprache sowie wiederholte stereotype Verhaltensweisen und Interessen.


    Zum einen ist das gar nicht so schlecht - denn durch die bisher bekannten Autismusformen gab es nur diese als Diagnose. Mischformen und Besonderheiten konnten nicht wirklich berücksichtigt werden.

    Das ist jetzt zwar mit dem neuen ICD11 möglich - mehr zu differentieren. Andererseits war die alte Klassifizierung für "Laien" etwas besser verständlich - weil ja grob bekannt war/ist, was ist ein Asperger, ein frühkindlicher Artist.

    :)^:)z


    Ich finde es schon gut auch "grobe" Unterteilung weiter möglich zu haben...


    Es ist für die meisten Laien (wozu ich im Normalfall auch Erzieher, Lehrer usw zählen würde) einfach wichtig auch knapp eine Vorstellung von der Ausprägung zu bekommen.


    Und "er liegt im Spektrum" kann ja alles sein, von fast nicht auffällig bis zu spricht nicht und kann kaum interagieren.