• Kinder haben wieder geklaut und weiß nicht wer es war

    Hallo, meine Kinder haben Geld aus unseren Reserven geklaut. Bin mir zu 100% sicher, habe es aufgeschrieben, nachdem ich den verdacht hatte das schon mal Geld fehlte. Erst waren es 25€. Jetzt 100€. Ich bin stocksauer. Zumal der Zettel mit drin liegt, wieviel Geld dort drin liegt. Habe es nur gemerkt, weil es nicht da war wo ich es versteckt hatte,…
  • 168 Antworten

    Und man muss auch sehen, was 13-Jährige überhaupt machen können. Ich habe mal für ein halbes Jahr Prospekte ausgetragen. Da war ich einen Abend (Freitagabend, soviel zum schönen Wochenende!) beschäftigt, die 3-4 Prospekte zu sortieren und dann habe ich Samstag über 4 Stunden lang diese Prospekte ausgetragen mit 12 Kilo auf dem Rücken und dem linken Arm voller Prospekte, auf Inlineskates in Kieseinfahrten, Treppen hoch und runter, in einem Gebiet am anderen Ende des Ortes, und wenn der Rucksack leer war, musste ich nach Hause fahren und Nachschub holen, mind. 2 Mal an einem Samstag. Dafür bekam ich dann so um die 80 Euro im Monat. Bei mind. 4x4 Stunden austragen und mind. 4x2 Stunden Prospekte einlegen. Da kann man sich ja mal den Stundenlohn ausrechnen. Sowas ist pure Ausbeutung.


    Gereicht hat es dann auch meinen Eltern, als ICH Prospekte austragen sollte, auf denen stand, dass Rentner auf 400-Euro-Basis gesucht werden, die stichprobenartig kontrollieren, ob die Prospekte ordnungsgemäß eingeworfen werden. Das ist doch das Letzte...


    Also da sehe ich ganz klar die Eltern in der Pflicht, für ein angemessenes Taschengeld zu sorgen. Und die hier genannten Beträge sind dermaßen lächerlich. Gerade für einen 16jährigen Teenager... 30 Euro? Das ist ein Witz. In dem Alter kann man dann aber auch Nachhilfe geben oder andere Nebenjobs ausüben.

    Ja mea culpa die TE schreibt ja dass die Kinder ab 15 Uhr Freizeit haben sollen. Da geht ein Nebenjob natürlich nicht...


    Ich bin jetzt auch still, ich möchte nicht dass es in eine wieviel-Taschengeld-sollen-Kinder-bekommen-Diskussion ausartet.

    Das ist auch gut so, denn Geld von den eigenen Eltern zu stehlen geht gar nicht – egal wie hoch oder niedrig das Taschengeld ausfällt. Ich sehe hier aber von seiten der TE keine Bemühungen, an tiefer liegenden Problemen zu arbeiten oder diese überhaupt anzusprechen. Ginge es um Kinder im Alter von 4, 6 und 9 Jahren, wäre vielleicht noch was zu kitten, aber mit 13 und 16 ist der Zug definitiv abgefahren, um mit lächerlichen Strafen was an der Einstellung zu ändern.

    Zitat

    Mich irritiert das Wort ---wieder--- in der Überschrift


    ":/


    Babyysonnenschein

    Zitat

    stimmt. ist mir noch gar nicht aufgefallen...


    This Twilight Garden

    Steht im Eingangsbeitrag:

    Zitat

    ..., nachdem ich den verdacht hatte das schon mal Geld fehlte.


    Erst waren es 25€.


    Jetzt 100€.

    ;-)

    Ich finde es ziemlich schlimm, daß es bei fast jedem Problem, das Eltern hier im Erziehungsforum äußern, früher oder später der Pauschalvorwurf geäußert wird "da muß aber was gaaanz, ganz schief bei euch laufen, wenn eure Kinder nicht perfekt sind!" Wenn sie ADHS haben oder Autisten sind, dann ist es o.k. die Eltern sind unschuldig. Aber wenn die Kinder einfach bloß mal ungezogen sind, dann sind die Eltern schlecht und die Familie ist zerrüttet.


    Wart ihr als Kinder nie einfach mal frech, egoistisch, unbedacht, zu neugierig auf die Folgen einer möglichen Handlung...? Oder habt eure normalen (!) kindlichen Probleme auf ungeeignete Arten zu lösen versucht?


    Nein, wenn mir ein Kind Geld stehlen würde, würde ich NICHT als erstes denken, ich habe etwas Grundlegendes falsch gemacht und in unserer Familie gibt es keine Vertrauensbasis. Ich würde als erstes (ggf. nach Verrauchen der ersten Wut) denken, da hat das Kind wohl eine schlechte Idee gehabt und ich will erfahren, was zu diesem Vorfall geführt hat.

    @ devilindisguise

    :)^


    Das hab ich mich gerade bei diesem Thread auch schon gefragt. Vor allem führt es dazu, dass Mütter die ähnliches zu berichten hätten gar nichts mehr dazu sagen.

    Zitat

    da hat das Kind wohl eine schlechte Idee gehabt und ich will erfahren, was zu diesem Vorfall geführt hat.

    Falls du (u.a.) meinen Beitrag meinst dann lege das Gewicht eben nicht auf "Vertrauen" sondern auf "warum wurde geklaut"


    Aber ein Gespräch zwischen Mutter/Eltern und Kinder/ern findest du auch wichtig ?

    Zitat

    Oder habt eure normalen (!) kindlichen Probleme auf ungeeignete Arten zu lösen versucht?

    Die eigenen Eltern beklauen ist kein normales kindliches Problem. Egal aus welchem Grund das passiert ist, es deutet darauf hin, dass mit dem Vertrauensverhältnis etwas nicht passt und ich persönlich würde das sowohl aus elterlicher Sicht als auch aus der des Kindes aufgeklärt wissen.


    Diebstahl innerhalb der Familie hat für mich nichts mehr mit "kritisieren nur weil die Kinder nicht perfekt sind" zu tun, aber die Beurteilung dessen liegt natürlich bei jedem selbst. (Wie auch die Äußerung dazu. ;-) )


    Wir können aber natürlich auch den Schmusekuschelkurs fahren und alle sagen, dass das ja gar nicht schlimm ist und quasi jedem passiert, nur das macht das den Sinn eines Forums kaputt, meinst du nicht?


    Wenn Eltern sich in einem anonymen Forum dann nicht mehr trauen zu antworten, weil sie gleiches oder ähnliches erlebt haben, dann finde ich das wirklich schwach. ":/

    Zitat

    Egal aus welchem Grund das passiert ist, es deutet darauf hin, dass mit dem Vertrauensverhältnis etwas nicht passt

    Beantworte mir doch mal bitte, wieso da grundsätzlich ein Vertrauensproblem sein muss. Ich hatte als Kind ganz viele blöde Ideen, das hatte aber mit Vertrauen nie was zu tun.

    @ Choupette_Finnian

    Das ist nun mal der bequemere Weg oder der einzig machbare Weg heute.


    Es werden oft keine Konsequenzen mehr gezogen weil die Eltern sich schlicht nicht mehr vor ihren Kindern behaupten können.


    Es gibt zwar "Regeln" aber halten sich die süßen Kleinen nicht daran stehen die Eltern machtlos daneben

    Weihnachtssternchen:

    Zitat

    Beantworte mir doch mal bitte, wieso da grundsätzlich ein Vertrauensproblem sein muss.

    "Grundsätzlich" habe ich nicht geschrieben, aber müsste ich schätzen, würde ich auf 80-90% der Fälle tippen. Ist natürlich nur eine laienhafte Schätzung von mir, abers ums mal zu verdeutlichen reichts hoffe ich. :-)


    Ich nenne mal die beiden wahrscheinlichsten Varianten:


    1. Das Kind (resp. die Kinder) haben ein Problem mit dem ihnen zugeteilten Taschengeld oder meinen sie hätten zu wenig "Zeug" (Klamotten, Elektronikartikel usw.),


    2. das Kind wird erpresst oder bekommt das Geld abgenommen oder ähnliches.


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    In beiden Fällen denke ich, dass ab einem gewissen Alter (und die beiden größeren zähle ich auf jeden Fall dazu, das kleinste mit 10 Jahren – wars doch? – aber eigentlich auch) die Vertrauensbasis zu den Eltern so groß sein sollte, dass das Kind darüber reden kann. Vor allem im 2. Fall, aber auch im ersten.


    Wenn das Kind das dritte Smartphone innerhalbe eines Jahres will, kann ich selbstverständlich nachvollziehen, dass die Eltern ihm einen Vogel zeigen (innerlich) und nicht auf den Wunsch eingehen. Mittlerweile leben wir aber in einer Zeit, in der Statusartikel bis zu einem gewissen Grad üblich und notwendig (jap!) sind und in meinen Augen sollten auch Eltern nicht einfach die Augen davor verschließen. Ich betone aber nochmal, dass natürlich nicht jeder "Scheiß" gekauft werden muss, weil "XY hat das ja auch".


    Es ist natürlich eine andere Sache wenn die Eltern finanziell so schlecht stehen, dass das nicht drin ist. Aber auch da denke ich, dass Kommunikation und Vertrauen in den allermeisten Fällen hilft und "ausreicht".


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    Was du ansprichst, dass man als Kind einfach mal Blödsinn gemacht hat, das sehe ich genauso. Würde ein Fünfjähriger einen Hunderter aus Mamas Geldbörse mopsen um sie zu ärgern oder zu necken, stimme ich dir zu. Er kann das Geld nicht ausgeben und wirds auch nicht brauchen. Dem kann man noch mit erhobenen Zeigefinger kommen und sagen "Du du du!", da sehe ich auch keine Problematik in der Vertrauensbasis.


    Macht das allerdings ein Zehnjähriger oder noch älter, dann sage ich, dass da etwas schiefgelaufen ist – und zwar ohne den bösen bösen Eltern irgendwelche Schuld in die Schuhe zu schieben. Niemand ist perfekt. Aber ehrlich gesagt finde ich die Aktion hier im geschilderten Fall schon krass. Die Kinder tun sich (bereits zum zweiten Mal) zusammen und bestehlen die Eltern, decken einander anschließend, und seitens der Eltern wird irgendwie nicht wirklich viel gemacht außer nem Ausflug gestrichen.


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    ak-gs


    Möglich, dass es das ist. Wäre traurig, weil die, die es immer ausbaden müssen sind die Kinder.

    Eventuell will sich das Kind aber auch etwas kaufen das weit über seinem Budget liegt und über das es nicht mit den Eltern reden will weil es ihm peinlich ist? Gute Unterwäsche zum Beispiel, gerade wenn man etwas üppiger ausgestattet ist und sie dann nicht total unmöglich aussehen soll wird das teurer. Nun fände ich es aber auch nicht so ungewöhnlich wenn nicht jeder Teenie mit seiner Mutter Reizwäsche kaufen gehen will, auch bei normal gutem Vertrauen. ;-)

    @ Choupette_Finnian

    Ich stimme deinem Beitrag voll zu bis auf zwei Punkte:

    Zitat

    Wenn das Kind das dritte Smartphone innerhalbe eines Jahres will, kann ich selbstverständlich nachvollziehen, dass die Eltern ihm einen Vogel zeigen (innerlich) und nicht auf den Wunsch eingehen. Mittlerweile leben wir aber in einer Zeit, in der Statusartikel bis zu einem gewissen Grad üblich und notwendig (jap!) sind und in meinen Augen sollten auch Eltern nicht einfach die Augen davor verschließen.

    Ob solche Statusartikel für Kinder wichtig sind, ist ihnen anerzogen. Sprich: wenn sie es von daheim lernen, dass man viel Geld für eine Marke ausgibt und nicht für den eigentlichen Wert, dann haben sie schon genug Selbstbewusstsein um sich zu behaupten. Ich hab in einer Diskussionsrunde meines Sohnes und seinen Freunden letztes Mal den Satz gehört "Ich seh überhaupt nicht ein, dass man das 4-fache für den Namen ausgeben soll". Die Kids sind 14.

    Zitat

    Die Kinder tun sich (bereits zum zweiten Mal) zusammen und bestehlen die Eltern, decken einander anschließend, und seitens der Eltern wird irgendwie nicht wirklich viel gemacht außer nem Ausflug gestrichen.

    Wenn der Ausflug für die Kinder wichtig war, dann kann das schon eine (in den Augen der Kinder) harte Strafe sein und ob die TE nicht weiter viel gemacht hat, das wissen wir ja nicht.


    Ich glaub einfach, die Kinder bekommen zu wenig Taschengeld. Also wenns den Eltern irgendwie möglich ist, sollten sie das aufstocken. Ist jetzt aber natürlich auch schwierig wenn sie bereits stehlen, nicht, dass sie sich auch noch belohnt fühlen.

    @ danae87

    Daran glaub ich nicht, immerhin sind es Jungs und die laufen ja nicht mit Reizwäsche herum. Schon gar nicht in dem Alter. Und wenn doch, dann wäre da echt Klärungsbedarf ;-)