• Kinder haben wieder geklaut und weiß nicht wer es war

    Hallo, meine Kinder haben Geld aus unseren Reserven geklaut. Bin mir zu 100% sicher, habe es aufgeschrieben, nachdem ich den verdacht hatte das schon mal Geld fehlte. Erst waren es 25€. Jetzt 100€. Ich bin stocksauer. Zumal der Zettel mit drin liegt, wieviel Geld dort drin liegt. Habe es nur gemerkt, weil es nicht da war wo ich es versteckt hatte,…
  • 168 Antworten
    Zitat

    Habe hier öfters mal 6-9 Kinder im Haus.

    Und davon war es keines?


    Was macht dich so sicher, dass es einer von deinen Kids war?

    Einerseits bist Du stinksauer wegen dem Diebstahl und andererseits verteidigst Du sofort Deine Kinder. Mmm, ":/ :-/


    Keiner hier meint es böse. Und als ich von Hilfe im Haushalt sprach, da sprach ich nicht von ellenlangen Arbeiten, sondern von Hilfe, wie ich es persönlich ganz normal und auch richtig finde. Selbst da fühlst Du Dich gleich wieder angegriffen und missverstanden.


    Du scheinst mir eine Mutter zu sein, die vielleicht mal laut wird und ev. gewisse Dinge androht, diese dann aber wohl nicht wirklich umsetzt, was dann Deine Kinder ja erst recht motiviert, Dich nicht ernst zu nehmen. Fehler sollten immer Konsequenzen haben, die dann aber auch umgesetzt werden, denn sonst ist das alles nur Makulatur und Du drehst Dich im Kreis.


    Gerade Teenager , in dem Alter Deiner Kinder lassen sich dann immer weniger sagen.


    Sprich mit Ihnen und drohe nicht nur mit ev. Konsequenzen, sondern zieh das dann auch durch. Das schrieb ich ja bereits, wie auch andere.


    Du kennst Deine Kinder schliesslich am besten und weißt genau, wo es ihnen am meisten "weh tut", wenn es um eine angemessene Strafe geht. Das können wir ja nicht wissen, aber Du schon!

    Zitat

    (...) müssen sie also nicht vor sich hin vegetieren und sich von den Schulkameraden auslachen lassen... %-|

    Schön, dass wir mit übertriebenen Formulierungen und total erwachsenen Augenroll-Smilies auf einer gesunden Ebene diskutieren können! :)^ *:)


    -


    Liebe TE, du sagst du fragst hier nicht nach Erziehungstipps, sondern nach Strafen. Darf ich dich mal darauf aufmerksam machen, wie ätzend das ist? Strafen scheinst DU doch bei deinem Vater schon genug bekommen zu haben, wie wäre es das Problem für und mit deine/ deinen Kindern anders anzugehen?

    Zitat

    Möchte ja nicht wissen wie es bei anderen von euch hier aussieht zu Hause. Ich kenne andere Menschen, die zig Probleme mit den haben, wobei es bei uns um ganz kleine Dinge geht handelnt.

    Na wenn das so ist, dann ist es ja gut und garnicht so schlimm, oder?


    Was soll man denn noch vorschlagen, ausser mit allen dreien ein ernstes Wort reden, Sie zur Vernunft bringen, nochmals klarstellen wie lange man für einhundert Euro arbeiten muss, zuerst an die Vernunft und Ehrlichkeit appelieren und wenn das nichts bringt, dann eben damit "bestrafen", wo Du genau weißt, dass sie das mächtig nervt und auch richtig sauer macht.


    Damit meine ich keineswegs körperliche Gewalt und auch kein anderer hier meinte das so.


    Und wenn Du Dir jetzt innerlich denkst, reden oder Konsequenzen bringen ja sowieso nichts, dann habe ich damit auf Deine Erziehung im allgemeinen geredet und nur dann, bzw. deshalb, denn dann wird es tatsächlich relativ schwer, woran dann aber nicht die Kinder, sondern Deine/ Eure Erziehung Ihren Anteil daran haben. Mehr meinte ich damit nicht, sorry, dass Du das offensichtlich falsch verstehst.

    Meine Eltern hätten sich an den Kopf gefasst, wenn sie Geld vor uns hätten verstecken müssen. Vor allem ab einem Alter von 13 aufwärts. Oder gar wegsperren... bei uns war es normal, dass Geldbeutel offen auf dem Schränkchen vor dem Spiegel herumlagen. Nein, also das kann es echt nicht sein, da ist was nicht ganz angekommen bei der Erziehung. Kollektivstrafen finde ich das allerletzte, da werden die Kinder, die nichts getan haben, so dermaßen in ihrem Vertrauen erschüttert und lernen, dass es sowieso keinen Unterschied macht, ob man sich den Regeln entsprechend verhält oder gleich macht, was man will. Ich glaube der Zeitpunkt ist verpasst, wenn die Kinder nicht mit 13 oder älter gelernt haben, das Geld der Eltern in Ruhe zu lassen.


    Ich würde jeden solange in die Mangel nehmen, bis ein Geständnis kommt, und dann würde ich Privilegien wegnehmen und Aufgaben geben, dass es richtig richtig weh tut. Und dann würde ich sagen: Ab jetzt sperre ich mein Geld nicht mehr weg, sondern VERTRAUE dir, dass das nicht mehr vorkommt. Wetten, das Kind wird dieses Vertrauen nicht enttäuschen wollen?

    Wenn wirklich nicht raus zu kriegen ist wer es war werden eben alle 3 bestraft mit dem Hinweis das sie sich jetzt bei dem bedanken können der es genommen hat und sie sich nicht bei dir ausjammern brauchen wegen der Strafe.


    Wirkt manchmal Wunder ;-)

    Zum Thema "Bestrafen" bin ich nicht sicher, was hier richtig wäre. Wenn derjenige nicht auszumachen ist, müssen wohl alle bestraft werden, da man den Vorfall bei einem solch hohen Betrag auch nicht unter den Teppich kehren sollte, bzw. Diebstahl im Allgemeinen nicht. Aber richtig toll finde ich es auch nicht, wenn alle den Kopf hinhalten müssen. Der einzige Vorteil daran wäre wohl, dass sich die Geschwister aufgrund der Ungerechtigkeit dann u.U. gegenseitig "erziehen", so dass es möglicherweise nicht nochmal zu so etwas kommen wird ... also, ich weiß auch nicht so recht.


    Warum ich aber eigentlich schreibe: Wir hatten vor vielen Jahren einen ähnlichen Fall in der Verwandtschaft, immer verschwand Geld und zwar aus dem Portemonnaie des Vaters. Dieser dachte eine ganze Zeit lang, es würde ihm auf der Arbeit gestohlen werden, da er den Zeitpunkt des Diebstahls lange Zeit nicht mitbekam, also immer erst am nächsten Tag nach der Arbeit bemerkte, das Geld fehlte und sich natürlich auch nicht vorstellen konnte, dass es daheim jemand sein könnte. Irgendwann kam dann heraus, dass es die Tochter war und nach langem hin und her war dann klar, warum: sie wollte dadurch die Aufmerksamkeit der Eltern erregen, weil sie sich vernachlässigt gefühlt hatte. Sie hatte Probleme, die ihre Eltern wohl nicht mitbekommen hatten und fühlte sich alleine. Das Ganze zog sich über ca. ein halbes Jahr hin, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Also vielleicht wäre es schon wichtig herauszufinden, warum das geschehen ist, wobei es natürlich noch tausend andere Gründe dafür geben kanm, nur fiel mir die Geschichte durch diesen Faden gerade wieder ein.

    Ich bin sehr erstaunt, wie sehr hier Kollektivstrafen, also Strafen für alle, für gut und richtig befunden werden. Wie sollen die Kinder da je ein gutes Rechtsempfinden entwickeln können, wenn Unschuldige für etwas bestraft werden, das sie ja überhaupt nicht "verbrochen" haben? Gewiss! Eine/r hat gestohlen, aber drei werden bestraft! Es ist damit sicher, dass zwei Unschuldige sanktioniert werden! In mir sträubt sich alles, das auch nur zu denken!!


    Auch und gerade für Kinder gilt eine Unschuldsvermutung, die besagt, das Übeltaten nachgewiesen werden müssen, und dass nur der Schuldige bestraft werden darf.


    Bestraft werden?? Ich weise nochmals auf meinen ersten Post hin, wo ich schrieb, dass es sehr viel erfolgversprechender sei, die Gründe herauszufinden anstatt Strafen auszuhecken!!


    Auch die Hoffnung, dass die Kinder das schon unter sich regeln würden, halte ich für extrem abwegig! Verantwortlichkeiten werden verschoben. Die Eltern haben die Erziehungspflicht! Nicht die Geschwister!! Die Geschwister haben mit dem Diebstahl nix zu tun. (Es sei denn, es wäre gemeinschaftlich begangen, wovon hier aber noch nie die Rede war.) Weshalb wird den Geschwistern die Last auferlegt, den Übeltäter zu ermitteln und gar zu verpetzen? "Der grösste Schuft im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant."


    Probleme soll der lösen, der sie hat!! Die Mutter hat das Problem, dass Geld verschwunden ist. Also soll sie das Rätsel lösen. Die Geschwister haben damit nix zu tun – also sollen sie gefälligst rausgehalten werden von diesem Zwist!


    Ich kann nur verwundert den Kopf schütteln über Erziehungsmethoden, die ich seit Jahrzehnten für ausgestorben hielt!

    Grundsätzlich bin ich schon bei Dir Wolfgang, aber machst Du es Dir nicht auch ein wenig zu leicht damit?


    Versetze Dich mal in diese Situation, wo Du selber von einem Deiner Kinder beklaut wirst und das mehrfach, wo alle sagen, ICH WAR ES NICHT!


    Der eine Früher, der andere später, aber sicher reicht es jedem einmal, wenn Geld gestohlen wird, und keiner will es gewesen sein.


    Natürlich ist das in erster Linie das Problem der Mutter, aber wie bitteschön soill denn nun das Problem angegangen werden?


    Und bitte, dieser Vergleich mit Es gilt die Unschuldsvermutung solange das Gegenteil bewiesen ist, finde ich ja vor Gericht sicher nicht schlecht, aber wir sind ja nicht vor Gericht!


    Am besten, man sagt den Kindern noch, ok, da ihr es ja alle nicht wart, gilt für Euch die Unschuldsvermutung und deshalb belassen wir es dabei.


    Ja genau, das wird sicher Wirkung zeigen und es wird niemals mehr einen Diebstahl geben %-| :-o

    Ich sage doch keineswegs, dass man die Sache unter den Tisch kehren soll. Ganz im Gegenteil. Bitte lies meinen ersten Post!


    Natürlich kann man sich in einer "Familienkonferenz" zusammensetzen und das Ganze besprechen: Einer klaut Geld – was sind die Folgen für alle? Wer könnte es gewesen sein? Wer hat es nötig? Wie steht es um das Vertrauen in der Familie? Wie schlecht fühlt sich die Mutter dabei? usw. usf. Das muss auch keineswegs ein gemütlicher Kaffeeklatsch werden.


    Damit mache ich es mir auch nicht einfach, sondern das kann weit schwieriger werden als pauschal zu sagen: "Wenn sich keiner meldet, so werden eben alle bestraft!" Das wäre doch der'einfache Weg!


    Auch klar, dass wir hier nicht vor dem Strafgericht sind, doch nochmals die Frage: Wie sonst sollen die Kinder Gerechtigkeit lernen?

    Eigentlich kann es einem ja schon zu denken geben, dass überhaupt danach gefragt wird, was man in der Situation jetzt tun soll.


    Gibt es sowas wie Gespräche bei euch überhaupt mal? Bei uns gab es das öfters, auch während der gemeinsamen Mahlzeiten wurde ab und zu mal was durchgekaut.


    Ich habe auch schon Geld von meinen Eltern genommen, aber das lag dann am selben Abend wieder dort oder ich habs im Vorbeigehen noch schnell gesagt.


    Noch bin ich nicht lange von daheim weg und ich hätte da bestimmt nicht mitgemacht bei der "Kollektivstrafe". Da hätten wir unserem Bruder oder auch meine Brüder mir ganz schön die Hölle heiß gemacht. ;-)


    Ich kann das sozusagen noch aus jüngster Erfahrung berichten ;-D Ist ja noch nicht lange her, wo ich die Beine unter den elterlichen Tisch gestreckt hab.


    Für mich hört sich das auch so an, als hätten deine Kinder wenig Regeln und dass ihnen viel durchgelassen wird.


    Bei uns war klar: Müll, Spülmaschine, Wäsche und so Kram, dass können auch wir mal machen. Seit ich 15 war hab ich meine Wäsche freiwillig gewaschen, weil meine Mutter manchmal einfach nicht dazu kam. Außerdem musste bei uns jeder mal das Bad putzen, jede Woche war ein anderer dran. Die Küche hat von uns auch jeder des öfteren mal aufgeräumt.


    Und ich hatte einen Schnitt von 1,3 im Abschlusszeugnis, also so ganz auf die schieße Bahn bin ich deshalb nicht geraten ;-D Hatte noch Zeit für Verein und andere Hobbys, Freunde und Computerspiele ;-) Wenn ein Kind vllt schwer lernt, versteh ich es noch halbwegs, wenn das nicht jeden Tag was im Haushalt tut, aber spätestens mit 15/16 stand Spülmaschine ausräumen an der Tagesordnung! Natürlich hat man uns auch manchmal 10x darauf hinweisen, die Vorzeigekinder waren wir bestimmt nicht.


    Wenn du deine Kinder sowieso nur verteidigst, warum schreibst du hier? Das Problem liegt nicht bei den Kids, das war schon vorher, sonst wärs nicht soweit gekommen.

    btw:


    Auch wenn die TE sicher ist, dass die Kohle gestohlen wurde, so habe ich es bei mir selbst schon mehrfach erlebt, dass ich 100 % sicher war, dass irgend etwas an einem bestimmten Platz sein sollte. Es war aber nicht dort. Klar, dass mir als erstes der Gedanke "Diebstahl" durch den Kopf schoss, doch am nächsten Tag oder übernächsten Tag klärte sich das alles meist als harmlose Schusseligkeit von mir oder einem anderen auf. |-o |-o


    Noch halte ich es für zweifelhaft, dass es sich bei dem Fadenthema tatsächlich um Diebstahl handelt. Vielleicht gibt es ja auch andere Erklärungen.

    Zitat

    Natürlich ist das in erster Linie das Problem der Mutter, aber wie bitteschön soill denn nun das Problem angegangen werden?


    Crank1

    Das frage ich mich eben auch. ":/


    Auch wenn ich sonst das kollektive Bestrafen nicht gut finde, wird einem hier u.U. nichts anderes übrig bleiben und man kann nicht bestreiten, dass es durchaus einen (positiven) Effekt haben könnte.


    Im Übrigen wegen des möglichem Vetrauensbruchs und der Unschuldsvermutung: wenn ich zurückdenke, hätte ich das Bestrafen aller nicht meinen Eltern übel genommen, sondern ausschließlich dem wirklichen Dieb. Das heißt, ich hätte es jetzt nicht wirklich tragisch gefunden, auch bestraft zu werden, nur hätte ich zugesehen, dass der Schuldige das in Zukunft sein lässt, aber ohne ihn zu verpetzen. Aber wie andere Kinder das empfinden, kann man natürlich nicht wissen.

    Zitat

    Das frage ich mich eben auch.

    Für diejenigen, die meine ausführlicheren Texte nicht verstanden haben, fasse ich es nochmals kurz zusammen:


    Für mich gibt es ein Gerechtigkeitsprinzip, das lautet:


    Es darf nur und ausschliesslich derjenige bestraft werden, dessen Fehlverhalten bewiesen ist


    Daran gibt es für mich nix zu rütteln oder einzuschränken.