Meine Tochter wurde sehr bestimmt vin unserer Nachbarin zurechtgewiesen, dass sie keine großen Steine auf die Straße schmeißen und schon gar nicht selbigen hinterher rennen dürfe.


    Ich bin ihr unglaublich dankbar, denn 1. hab ich nix davon mitgekriegt und es hätte ja durchaus etwas passieren können und 2. hat es sich bei ihr eingebrannt. Sie hat nie wieder so einen Scheiß gemacht. Zumindest nicht den selben... Und vor der Nachbarin jetzt ziemlichen Respekt.

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    Grundsätzlich stimme ich Dir da zu - allerdings weiß man ja nicht, ob es bei dem Kind mehr oder weniger die Regel war oder ein absoluter Ausnahmefall, mit dem die Eltern wirklich nicht gerechnet haben.

    Ich war ja -schweigend- dabei. die Eltern wirkten weder verwundert noch ratlos /hilflos, sondern routiniert und desinteressiert.


    Im Einkaufszentrum, auf dem Spielplatz etc--da muss man das halt als Außenstehender hinnehmen. In unserer Familie haben wir 2 Asperger-Kinder und sind recht abgehärtet. Aber ein besonderer Event, auf den andere Teilnehmer ggf. sogar gespart haben bzw zumindest es spürbar Geld kostet -- da war ich auch echt extrem genervt.die Ansagen hat niemand verstanden, alle hoffte nur, schnell aus diesem Bus rauszukommen..... ja, der Ausflug wurde einfach von dem non-stop-brüllenden Kind für alle versaut. Klar, da kann man sagen, da müssen alle durch und ist doch egal, aber dann braucht man sich nicht wundern, wieso Familien mit kleinen Kindern / mehreren Kindern schwerer Wohnungen finden bzw nicht in jedem Stadtteil und dass z.B. in Canada Wohnbereiche in Neubaugebieten entstehen, in denen nur Erwachsene wohnen. Bedenkt man dazu dieses gelegentlich vorkommende "was mein Kind kaputt macht, muss ich nicht zahlen", erst recht.

    Zitat

    Ich war ja -schweigend- dabei. die Eltern wirkten weder verwundert noch ratlos /hilflos, sondern routiniert und desinteressiert.

    Okay, das klingt schon sehr unangenehm. Wie haben die denn auf die Ansage reagiert (sorry, falls ich es überlesen habe)?

    Bööööse......


    Na, ich denke, eine sinnvolle Reaktion kann es in so einem Moment auch kaum geben. Die eine Mutter wollte mit ihrer Ansage ja wohl auch nur ihrem eigenen und dem kollektiven Ärger Luft machen über eine Situation, die einfach mal grad nicht zu ändern ist....es sei denn...die Löwen.....

    Xirain, mach dir nicht so einen Kopp. Handle einfach. Passt schon. Zurechtweisen geht immer, anfassen eher nicht (außer in Gefahrensituationen), aber kein Kind geht kaputt, wenn es mal von anderen Erwachsenen zu hören bekommt, dass es sich unmöglich benimmt. Und ich sage auch zu fremden Kindern "Mäuschen" oder "junger Mann" oder sowas, wo ist denn da das Problem? Man kann es auch übertreiben!


    Ein Satz wie dieser hier

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    Wenn du erzieherisch tätig werden willst dann werd Erzieherin, Lehrerin oder hab selber Kinder.

    ist ziemlich unverschämt. Bei indiskutablem Verhalten in der Öffentlichkeit erwarte ich selbstverständlich, dass auch andere Erwachsene erzieherisch tätig werden. Man muss keine eigenen Kinder haben, um da den gesunden Menschenverstand einzusetzen, häufig genug ist er ja den jeweiligen Eltern offensichtlich verloren gegangen, siehe die von fish beschriebene Tierparksituation.


    Ich pöble fremde Kinder an, ja. Ich wäre auch in der Safariparksituation deutlich geworden, allerdings wohl eher in Richtung Kind, die sind häufig sehr verblüfft, wenn ein fremder Erwachsener sie zurechtweist..."Wiewas? Ich bin gar nicht alleine auf der Welt? Man, das hätte mir aber auch mal jemand sagen können...". ;-D


    Erziehung besteht nicht exklusiv aus Eltern und Leuten, die das beruflich machen, erzogen wird ein Kind von seiner gesamten Umwelt. Und je eher es das lernt, umso besser.

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    Und ich sage auch zu fremden Kindern "Mäuschen" oder "junger Mann" oder sowas, wo ist denn da das Problem? Man kann es auch übertreiben!

    Naja einige scheinen das ja als übergriffig zu empfinden...nagut ich kanns halt sein lassen.


    ich find nur "Mäuschen" ansich nicht schlimm...ich finds aber eben auch bei mir selbst nicht schlimm, solang kein Klatscher auf dem Popo im Anschluss folgt. Das ist dann doch meinem Freund vorbehalten.


    Ich finde es deutlich schlimmer, wenn Kinder ungefiltert ihre Umwelt beleidigen, weil sie irgendwo Worte aufgeschnappt haben. Böse Worte mit F oder A.


    Ich würde niemals sagen "Lass das du kleines A..."


    Ich find einfach die Variante "Mäuschen, lässt du das bitte sein" sozialverträglicher...


    Das ist mein Empfinden, ich hab hier im Thread aber durchaus einige Personen verstehen können, wenn sie sagen, das ist nunmal übergriffig...


    Ich nutze das Mäuschen/Spatz ja auch eigentlich als "freundliches" sprachliches Mittel.


    Es klingt einfach viel sozialverträglicher für mich in meinem Kopf, wenn ich sage "Mäuschen, lass das bitte." statt "Lass das du...Kind"


    Aber da zerdenke ich wieder eine Sache, ich lass es sein, dann fühlt sich einfach niemand angegriffen.

    Zitat

    Erziehung besteht nicht exklusiv aus Eltern und Leuten, die das beruflich machen, erzogen wird ein Kind von seiner gesamten Umwelt. Und je eher es das lernt, umso besser.

    Ja aber mach das mal! Geh in ein Einkaufszentrum und sag einem Kind, dass dich fast umrennt "So geht das aber nicht"...die Blicke der Mütter....wie Pfeilspitzen.


    Klar es gibt auch mütter, die dann entschuldigend lächeln, es gibt beide Sachen, aber woher soll ich denn wissen, was die Mutter will.


    Als ich ein Kind war, wurde ich wie gesagt hauptsächlich von Eltern und Großeltern erzogen, aber wenn Frau S. von mir nicht gegrüßt worden ist, wusste meine Oma das bevor ich zuhause war "Das gehört sich so!".


    Oder wenn wir Mist gebaut haben...war es kleiner Mist, hat man uns machen lassen, es aber den Eltern "gepetzt" ;-D


    War es großer Mist, wie Feuer kokeln oder auf der Hauptstraße spielen, wurden wir schonmal ganz schön runtergeputzt. Und zuhause dann nochmal.


    Kinder nehmen die Welt deutlich anders war. Ich erinnere mich selbst daran, wie ich einmal als 8-9jährige über die Straße tänzelte in einem "Walzer" (oder was ich dafür hielt) und absolut nicht auf die Straße achtete, die ich gerade überquerte.


    Erst das Hupen eines Autos riss mich aus meiner "Fantasiewelt".


    Ich habe daraus gelernt, wurde auch vom Fahrer deutlich etwas angemeckert a la "Das ist gefährlich, mach das nicht nochmal!"


    Für mich war also gemeinschaftliche Erziehung normal...


    Heute muss man damit rechnen, dass einem jemand an die Kehle springt, wenn man dem armen kleinen Spatz (Pardon Kind.) auch nur sagt, dass es im Park wo Fahrradverbot ist, nunmal nicht Fahrrad fahren sollte.


    Das sind gemeinverträgliche Regeln...bei Rot über die Ampel gehen finden Eltern auch "scheiße", wenn ein Kind daneben ist, warum soll ich dann Abstriche machen und es ignorieren, wenn ein Kind mit dem Fahrrad durch einen Park rast, wo Fahrradverbot ist.... ???


    Allgemein wie soll ein Kind Verbote lernen, wenn doch immer wieder Ausnahmen gemacht werden "Ach hier darfst du fahren, aber vorsichtig..."...muss ich das hinnehmen?


    Bin ich einfach zu pingelig? Vielleicht...


    Bausche ich die Situation auf? Vielleicht....


    Bin ich unsicher, was ich im Umgang mit fremden Kindern noch darf? Auf jeden Fall.

    Zitat

    Naja einige scheinen das ja als übergriffig zu empfinden...

    Jaja. Alles wird von irgendwem als "übergriffig" empfunden. In dem Fall find ichs ordentlich neurotisch, wenn da jemand ernsthaft ein Fass aufmacht, und es ist mir echt komplett egal, man kann nicht auf jede Albernheit Rücksicht nehmen. Ich erinnere mich auch daran, dass Fremde mich mitunter auf eine Art angesprochen haben (Süße, Mäuschen, Engelchen), die mir nicht gepasst hat - ich war so ein kleines Ding mit blonden Korkenzieherlocken und riesigen blauen Augen, entsprechend musste ich das Gemüt eines Hunnen entwickeln, um nicht "süß" gefunden zu werden, denn das wollte ich auf gar keinen Fall. Bin ich dran gestorben, wenn mich jemand so genannt hat? Nö.

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    Ja aber mach das mal! Geh in ein Einkaufszentrum und sag einem Kind, dass dich fast umrennt "So geht das aber nicht"...die Blicke der Mütter....wie Pfeilspitzen.


    Klar es gibt auch mütter, die dann entschuldigend lächeln, es gibt beide Sachen, aber woher soll ich denn wissen, was die Mutter will.

    Die Mütter, die Dich dafür angiften, sind bekloppt. Fertig. Siehe oben: Man kann nicht auf jede Albernheit Rücksicht nehmen.

    Zitat

    Das sind gemeinverträgliche Regeln...bei Rot über die Ampel gehen finden Eltern auch "scheiße", wenn ein Kind daneben ist, warum soll ich dann Abstriche machen und es ignorieren, wenn ein Kind mit dem Fahrrad durch einen Park rast, wo Fahrradverbot ist.... ???

    Ich finde diese ganzen Verbote reichlich irrwitzig und beachte sie auch nicht alle. Grundlage der meisten Verbote ist, dass sich viele Leute rücksichtslos benehmen und deshalb etwas für alle verboten wird. Entsprechend kacke ich Leute nicht an, die zwar gegen ein Verbot verstoßen, sich aber rücksichtsvoll benehmen und niemanden gefährden. Beispielsweise würde ich ein mich fast umrasendes Kind, dem das ganz egal zu sein scheint, auf jeden Fall zusammenpfeifen, ob Verbot oder nicht, hingegen würde ich ein einfach nur friedlich in einem Park radfahrendes Kind, das aufpasst, auf gar keinen Fall anpfeifen, ob nun in diesem bescheuerten Park Fahrverbot herrscht oder nicht. Letzteres hat in meinen Augen auch eine ganz scheußliche Blockwart-Mentalität.

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    Allgemein wie soll ein Kind Verbote lernen, wenn doch immer wieder Ausnahmen gemacht werden "Ach hier darfst du fahren, aber vorsichtig..."...muss ich das hinnehmen?

    Was konkret hast Du denn gegen vorsichtig und rücksichtsvoll fahrende Kinder oder große Leute einzuwenden?

    Hallo Xirain,


    ich finde nicht, dass Du Situationen aufbauschst, aber ich bin bei Gauloise - nicht zuviel denken, einfach eher handeln.


    Ich bin 34, auch kinderlos und komme auch hin und wieder in Situationen wie Du sie beschreibst.


    Vor ein paar Monaten sind mein Freund und ich eine längere Strecke mit dem ICE gefahren, hatten extra das Ruheabteil gebucht. Neben uns am Gang kam dann eine Frau (vom Alter her eher nicht die Mutter, vielleicht Tante oder junge Oma) mit einem ~8jähringen Jungen. Es wurde lautstark "Mensch ärgere Dich nicht", "Kniffel" und Gameboy-Spiele mit Musik gespielt. Irgendwann fragte ich wirklich sehr freundlich, ob sie beiden ein wenig leiser sein/würfeln könnten / Musik leiser stellen weil ja Ruheabteil und wir uns weder auf Lesen noch aufs Schlafen konzentrieren könnten. Giftiger Blick der Frau, ich solle mich um meine eigenen Sachen kümmern und fragte in die Runde, ob sich noch jemand gestört fühlen würde. Manche trauten sich nicht, zeigten uns aber versteckt den Daumen hoch. Andere - die Mehrzahl - begehrte auf, dass wir das arme Kind doch in Ruhe lassen sollten. Das hat dann durch Zufall ein gerade hereinkommender Zugbegleiter mitbekommen, der total überfordert war und sagte, er könne und wolle dem Kind nicht den Mund verbieten (sagte doch keiner?!) und wenn es uns nicht passen würde, könnten wir ja in ein anderes Abteil wechseln. >:(


    Ich finde das zeigt ganz deutlich die gespaltenen Meinungen und dass man einfach in der Regel am besten nix sagen darf weil Schelte. Haben jedenalls die Welt nicht verstanden. Wir waren wirklich superfreundlich und wollten ja nicht, dass die Flüstern oder so. Aber Kniffel und Gameboy-Spiele mit echt lauter Musik? Ich weiss nicht. Ein ander mal saß ein Typ hinter uns, der permanent geschäftlich telefonierte.. da haben dann andere Fahrgäste Bambule gemacht und ihn zum Telefonieren auf den Zwischengang draussen geschickt.


    Zu Deinen Situationen, IKEA: würde zu dem Kind freundlich sagen "Rutschst Du bitte mal, würde gerne meine Sachen einpacken". Wenn keine Reaktion kommt, würd ich direkt die Mutter ansprechen, fertig.


    In der Strasse würd ich wohl auch anhalten und sagen, dass das so nicht geht und ob bewusst war, was da hätte passieren können.


    Mir fällt das oft auf, dass viele Kinder heutzutage einfach Narrenfreiheit haben. Im Restaurant saßen mein Bruder und ich halt am Tisch und haben gemalt. Nie im Leben wäre uns eingefallen, aufzustehen und einfach zickzack durch den Laden zu fetzen oder auf den Bänken und Stühlen zu turnen. Es wird von den Eltern einfach geduldet. Meine Freundin erklärte mir mal, dass das Resignation sei. Eltern wären enfach froh, auch mal ihre Ruhe zu haben und würden einfach drüber hinweg schauen, was die Kids machen. Im Freundeskreis nehm ich mir da durchaus raus, mal was zu sagen oder den Kindern auch mal den Kochlöffel wegzunehmen wenn sie wahllos auf Töpfe einschlagen und die Mutter mich schon anschreien muss, dass ich sie verstehen kann, was sie offenbar nicht stört %-| Oder wenn das Kind immer während einer Konversazion plärrt "Mama, Mama, Mama.. Mamaaaaaaaaaaaaa, Maaaaaaaaaaaaamamamamaaaa". Dann sage ich auch freundlich, dass ich mich gerade mit der Mama unterhalte. Verstehe nicht, warum da so selten von Seiten der Eltern eingegriffen wird, das ist auch Erziehung und manchmal kann ich mich nur wundern, sage aber natürlich nix.


    Bei Fremden komm es auf die Situation drauf an ob ich, wenn, direkt was zum Kind sage oder die Eltern drauf hinweise. Das Beispiel im Tierpark - wenn ein Kind meint, es muss mit der Hand ans Aquarium schlagen und die Eltern das nicht mitbekommen oder das einfach so akzeptieren, dann erkläre ich dem Kind sehr wohl, dass es das nicht machen darf und warum. Würde schauen, dass die Eltern das mitbekommen. Reaktionen im negativen Sinne wären mir in dem Fall

    egal. Im Urlaub bekam ich mal mit wie ein Junge den Eindruck machte, die Robben am Strand gleich mit einem Stock schlagen zu wollen.. es war ein Naturschutzgebiet, seltene Neuseelandrobben und da kommt eine Horde Kinder mit 3 Betreuern die eben NICHT vermittelten, wie wertvoll das war und dass man die Tiere in Ruhe lassen und Abstand halten muss um das zu schützen. Die quatschten nur und ließen die Kinder machen. Als ich das mit dem Stock sah, war ich absolut in "Hab-Acht-Stellung" und bereit, loszusprinten. Da hätt ich den Stock aber auch aus den Händen gerissen, ins Gebüsch geworden und geschimpft. Geht gar nicht.


    Hoffentlich ging das nun nicht am Thema vorbei. Wollte eigentlich nur sagen, dass "Einmischen" für mich situationsabhängig ist. In der Regel roll ich aber nur mit den Augen und denk mir meinen Teil. ;-)


    Noch was zum Alter: Bei Teenagern würd ich wohl grad noch was sagen aber bei älteren... weiss nicht. Bin ehrlich gesagt vorsichtig, das kann mit viel Pech auch übel ausgehen wenn man an die Falschen gerät.

    Das ist...schwer zu erklären, ich glaube da spielt mein kleiner innerer Blockwart-Spießer mit.


    Ich meine einfach, dass über die Ampel bei rot gehen auch nicht immer gefährlich ist. Trotzdem sagt man Kindern "Das darfst du nicht" zu Recht.


    Wenn dann jemand über rot drüber läuft (hat wohl jeder schon gemacht), gerade im Beisein von Kindern, ist man pikiert und redet von Vorbildfunktion, die nicht erfüllt worden ist.


    Und das Fahrradverbot im Park halte ich in dem Fall eben genauso für eine Regel, wie das rot über die Ampel gehen.


    Ich mein in den meisten Parks ist es erlaubt, aber zBsp wohne ich halt an einem Klinikum, dort ist ein mittelgroßer Park. Paar Wege, viel Wiese...dort ist Fahrradverbot und ob nun jung oder alt, man könnte einfach die 50m drumherum fahren...oder schieben... dort gehen Leute mit Gehbeeinträchtigungen sich von ihrem Krankenhauszimmer erholen...ich finds einfach dreist, da rumzukurven. Es gibt in der Umgebung nur 500m weiter einen Park wo Radfahren erlaubt ist und viele Spielmöglichkeiten sind.


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    Vor ein paar Monaten sind mein Freund und ich eine längere Strecke mit dem ICE gefahren, hatten extra das Ruheabteil gebucht. Neben uns am Gang kam dann eine Frau (vom Alter her eher nicht die Mutter, vielleicht Tante oder junge Oma) mit einem ~8jähringen Jungen. Es wurde lautstark "Mensch ärgere Dich nicht", "Kniffel" und Gameboy-Spiele mit Musik gespielt. Irgendwann fragte ich wirklich sehr freundlich, ob sie beiden ein wenig leiser sein/würfeln könnten / Musik leiser stellen weil ja Ruheabteil und wir uns weder auf Lesen noch aufs Schlafen konzentrieren könnten. Giftiger Blick der Frau, ich solle mich um meine eigenen Sachen kümmern und fragte in die Runde, ob sich noch jemand gestört fühlen würde. Manche trauten sich nicht, zeigten uns aber versteckt den Daumen hoch. Andere - die Mehrzahl - begehrte auf, dass wir das arme Kind doch in Ruhe lassen sollten. Das hat dann durch Zufall ein gerade hereinkommender Zugbegleiter mitbekommen, der total überfordert war und sagte, er könne und wolle dem Kind nicht den Mund verbieten (sagte doch keiner?!) und wenn es uns nicht passen würde, könnten wir ja in ein anderes Abteil wechseln. >:(

    Da hätte ich sowohl beim busy Businessmann als auch bei der "Familie" etwas gesagt...


    Es ist eben ein Ruheabteil, man bucht es um Ruhe zu haben.


    Wenn jemand mal 5Minuten anruft "Hey bin dann und dann da"...hey kein Problem!


    Ich hatte mal 2 busy Businessmänner im Ruheabteil, hat der eine aufgehört, hat der andre angefangen zu telefonieren. Das war für mich ultrastressig.


    Zumal, am Gameboy kann man Kopfhörer anschließen! Oder den Ton ausmachen.


    Ich danke euch für die vielen Meinungen auf jeden Fall, auch wenn sie doch stark auseinander gehen :)

    In der Regel mische ich mich auch ein wenn Kinder sich daneben benehmen und deren Eltern das nicht interessiert. Ich mache mir auch nicht die Mühe und frage vorher die Eltern ob das ok ist wenn ich die Kleinen zurecht weise. Ich mag zwar selbst keine Kinder haben, aber ich habe jahrelang die schlecht erzogenen Kinder meiner Tanten zurecht weisen und zum Teil miterziehen müssen, ich gabe da keinerlei Skrupel.


    Erst letztens habe ich auf den Bus gewartet und ein Junge im Buggy hat seine Umwelt zusammen geschrien indem er sich einen Kreischwettbewerb mit seiner Schwester geliefert hat.


    Ich habe den Jungen angesprochen und gefragt ob er sich nicht auch leiser mit ihr sprechen kann. Spontane Ruhe vor Verblüffung. Der Vater bedankte sich bei mir weil er meinte es wäre oft wirkungsvoller wenn fremde Leute sich einmischen würden. Die Schwester des Jungen war auch sofort ruhig.

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    Ja aber mach das mal! Geh in ein Einkaufszentrum und sag einem Kind, dass dich fast umrennt "So geht das aber nicht"...die Blicke der Mütter....wie Pfeilspitzen.


    Klar es gibt auch mütter, die dann entschuldigend lächeln, es gibt beide Sachen, aber woher soll ich denn wissen, was die Mutter will.

    Ist doch wurscht? Es geht doch an der Stelle darum was DU willst, nämlich berechtigerweise nicht umgerannt werden. Also setz durch was du willst.


    Ansonsten finde ich dich wirklich ein wenig verbissen, in Bezug auf Regeln. Nehmen wir die Ampel. Kindern bringt man natürlich bei, dass die in jedem Fall bei rot stehen bleiben müssen, einfach weil sie den Verkehr nicht abschätzen können, wie du selbst bemerkt hast. Wenn dann ein Erwachsener neben mir mit Kind einfach über die rote Ampel rennt, dann gab es einen vernünftigen Grund das nicht zu tun, auch wenn ich mich eher darauf beschränke meinen Kindern mitzuteilen das es auch dumme Erwachsene gibt die eine Ampel nicht lesen können. Ich hab da auch schonmal jemanden zusammengefaltet. Mitten in der Nacht oder wenn ich ohne Kinder unterwegs bin, beziehugnsweise keine Kinder in Sichtweite, dann finde ich es völlig in Ordnung wenn andere oder ich bei rot und leerer Straße über die Ampel gehen, einfach weil es in dem Moment keinen vernünftigen Grund gibt sich an die Regeln zu halten.


    Also kurz: sieht mir ein Kind zu, gibt es einen vernünftigen Grund nicht bei rot rüberzugehen, ohne kind und Verkehr, kein vernünftiger Grund, also Regel obsolet.


    Und beim Park ist das auch so. Regeln werden da befolgt wo sie Sinn machen, nicht einfach nur weil sie da sind.