Klasse springen ?

    Hallo,


    die Schule möchte das unser Sohn im zweiten Halbjahr von der 5 in die 6 Klasse springt.


    Wie helfe ich meinem Kind am besten und am schnellsten die Lücken zu füllen ?


    Vielen Dank!

  • 60 Antworten
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    lonalao schrieb:

    jetzt, in corona- zeiten?

    was sagt dein sohn dazu?

    Das war auch mein erster Gedanke.


    Würde ich im Moment nicht riskieren, ehrlich gesagt. Es ist doch gut, wenn es jetzt nicht schlimm ist, wenn kein Präsenzunterricht verpasst wird.

    Paritu schrieb:

    Würde ich im Moment nicht riskieren, ehrlich gesagt. Es ist doch gut, wenn es jetzt nicht schlimm ist, wenn kein Präsenzunterricht verpasst wird.

    das auch, zusätzlich finde ich es auch noch ungünstig, in so einer situation (noch dazu mitten im schuljahr) die klasse zu wechseln, wie soll da im moment die soziale integration ins neue klassengefüge stattfinden?

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    lonalao schrieb:
    Paritu schrieb:

    Würde ich im Moment nicht riskieren, ehrlich gesagt. Es ist doch gut, wenn es jetzt nicht schlimm ist, wenn kein Präsenzunterricht verpasst wird.

    das auch, zusätzlich finde ich es auch noch ungünstig, in so einer situation (noch dazu mitten im schuljahr) die klasse zu wechseln, wie soll da im moment die soziale integration ins neue klassengefüge stattfinden?

    Das wird hier allerdings in allen Schulen so gemacht - freiwilliges Zurückgehen oder Springen zum Halbjahreszeugnis.


    Hier heißt es eher "je schneller desto besser".


    Ich glaube nicht dass es einen Unterschied für die Integration macht ob ein neuer Schüler zum Halbjahr oder ganzen Jahr kommt.

    lonalao schrieb:

    jetzt, in corona- zeiten?

    was sagt dein sohn dazu?

    Ja!

    Er hat Angst aber freut sich auch.

    Laurali schrieb:

    Und warum willst du das?

    Was heißt ich ,wenn dann wir. Wir vertrauen der Schule die haben Erfahrung mit Springen.

    Laurali schrieb:

    Sorry ist noch ein bisschen früh, das will die Schule und nicht Du.

    Ist dein Kind denn so stark in der Schule?

    Wie schon geschrieben wir vertrauen der Schule.

    Paritu schrieb:
    lonalao schrieb:

    jetzt, in corona- zeiten?

    was sagt dein sohn dazu?

    Das war auch mein erster Gedanke.


    Würde ich im Moment nicht riskieren, ehrlich gesagt. Es ist doch gut, wenn es jetzt nicht schlimm ist, wenn kein Präsenzunterricht verpasst wird.

    Es ist kein Risiko wenn es nicht klappen sollte. Fängt er im Sommer nochmal regulär mit der 6 Klasse an.

    Der Distanzunterricht tut meinem gut. Er lernt zu Hause effektiver als in der Schule. Auch ist er aktuell deutlich entspannter.

    lonalao schrieb:
    Paritu schrieb:

    Würde ich im Moment nicht riskieren, ehrlich gesagt. Es ist doch gut, wenn es jetzt nicht schlimm ist, wenn kein Präsenzunterricht verpasst wird.

    das auch, zusätzlich finde ich es auch noch ungünstig, in so einer situation (noch dazu mitten im schuljahr) die klasse zu wechseln, wie soll da im moment die soziale integration ins neue klassengefüge stattfinden?

    Er war schon einige Male vor dem Lockdown in seiner neuen Klasse. Er fühlt sich dort sehr wohl. Sogar mehr als in seiner jetzigen Klasse.

    Unsere Tochter sollte auch eine Klasse überspringen. Nach langen Überlegungen haben wir uns dagegen entschieden. Sie war im Kindergarten mit die Jüngste und hat darunter teilweise gelitten. In der Grundschule war sie dann eine der Älteren in ihrer Klasse und man merkte, dass sie dadurch deutlich an Selbstbewusstsein usw. gewonnen hatte. Deshalb wollten wir ihr nicht antun mit Abstand die jüngste zu sein. Können beim überspringen mehrere Jahre sein. Dann hat man pubertierende Jugendliche in der Klasse und bei der eigenen Tochter dauert es noch 2 Jahre. Dies sollte man bedenken. War auf jeden Fall der Hauptgrund warum wir es nicht gemacht hatten.

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    Hallo,


    Springen würde ich nur machen, wenn mein Kind wirklich auf jeder Ebene herausragend weiter ist als alle anderen. Sowohl kognitiv als auch emotional!!!


    Mein Sohn sollte auch springen, er kam in die erste Klasse und war in fast sämtlichen Lernbereichen schon auf Zweitklassniveau - konnte Lesen und in Rechnen hatte er sogar schon den Bereich der negativen Zahlen erschlossen. Beim Schreiben langweilten ihn die ganzen "Vorubungen" und er wurde besser sobald es "anspruchsvoller" wurde.


    Er sollte springen... Aber ich habe es gelassen, weil ich skeptisch war, ob das eine gute Idee war. Der Jüngste zu sein kann hart sein, und er ist emotional eher "jung" gewesen.


    Ich kenne einen jungen Mann, der sowohl in der Grundschule als auch im Gymnasium gesprungen ist - und nachher als Kind zwischen deutlich älteren Schülern saß und trotz toller Noten richtig unglücklich war. Er sagt im Nachhinein, er wäre besser nicht gesprungen, einfach weil er noch in einer ganz anderen "Phase" des Lebens war. Er saß dann zwischen 17 bis 20jährigen in einer Klasse und war 15, eher kindlich.


    So richtig auffällig wurde das erst in der Pubertät, nicht vorher.


    Diese emotionale Seite sollte man auch bedenken.


    Lg


    Paritu

    Es gibt, aber auch Kinder die fühlen sich unter Gleichaltrigen oder Jüngeren unwohl weil sie geistig einfach weiter sind als die eigene Altersgruppe. Ich hatte in der Verwandtschaft so jemand und der ist auch gesprungen und war froh, inzwischen hat er auch studiert. Ich würde da auf die Schule und mein Bauchgefühl hören. Unterforderung kann genauso schaden wie Überforderung.

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    AliceHargreaves schrieb:

    Es gibt, aber auch Kinder die fühlen sich unter Gleichaltrigen oder Jüngeren unwohl weil sie geistig einfach weiter sind als die eigene Altersgruppe. Ich hatte in der Verwandtschaft so jemand und der ist auch gesprungen und war froh, inzwischen hat er auch studiert. Ich würde da auf die Schule und mein Bauchgefühl hören. Unterforderung kann genauso schaden wie Überforderung.

    Ich habe in der Familie auch Menschen im Bereich der Höchstbegabung (IQ über 145)


    Es gibt durchaus die Kinder, denen kognitiv im Normalbereich liegende Gleichaltrige zu langweilig sind - eindeutig.


    (Der von mir beschriebene Junge war auch ursprünglich einer davon!)


    Es geht mir allerdings vor allem darum, nicht aus den Augen zu verlieren das ein Kind nur weil es kognitiv weiter ist, emotional eben keineswegs weiter sein muss.


    Bei einem mir bekannten Mädchen (IQ war, nach Angaben des Klinikpsychologen der Höchste, den er in 30 Jahren getestet hatte) war ein Wechsel vom normalen auf ein altsprachliches Gymnasium die Rettung, auf dem viele Gleichaltrige mit Hochbegabung sind und auf dem sie zwei Jahre Latein nachlernen musste.


    Es muss nicht immer Springen das Richtige sein.

    Paritu schrieb:

    Ich glaube nicht dass es einen Unterschied für die Integration macht ob ein neuer Schüler zum Halbjahr oder ganzen Jahr kommt.

    ich meinte das auch eher im anbetracht dessen, daß lockdown ist und wahrscheinlich auch noch eine zeitlang andauert- mitten im "home- scooling" denke ich, ist so eine integration dann schwieriger.

    Moosglöckchen schrieb:

    Wir vertrauen der Schule die haben Erfahrung mit Springen.

    dann würde ich die ausgangsfrage

    Moosglöckchen schrieb:

    Wie helfe ich meinem Kind am besten und am schnellsten die Lücken zu füllen ?

    auch an die pädagoginnen der schule richten.


    ich finde es halt unter home-scooling bedingungen besonders schwer, weil das erkennen und aufholen der lücken dann voll und ganz auf die eltern zurückfällt... unter "normalen" bedingungen kann die klassenlehrerin wohl besser erkennen, wo es welche lücken gibt und evtl. spezielle aufgaben dazu geben, aber ob diese einschätzung und das gezielte drauf eingehen bei home-scooling ebenso gut geht, würde ich einfach bezeifeln...

    AliceHargreaves schrieb:

    Es gibt, aber auch Kinder die fühlen sich unter Gleichaltrigen oder Jüngeren unwohl weil sie geistig einfach weiter sind als die eigene Altersgruppe.

    Aber das gilt doch erst recht unter Erwachsenen, und denen kann man nicht mehr einfach "davon springen"! ]:D


    Macht es denn gar keinen Sinn auch mit weniger Hochbegabten zusammen zu sein? Meine Schwester war und ist in der Schule offensichtlich unterfordert. Aber sie hilft anderen, und hat vor allem sehr viel zusätzliche Zeit in der sie ihren Interessen nachgehen kann. :)z


    In der Schweiz kennt man dieses Überspringen von Klassen kaum. Wer den andern voraus ist geniesst es :)^

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