• Kleine Schweser ärgert ständig ihre große Schwester

    Ich habe ein Problem mit meiner jüngsten (4). Sie ärgert und provoziert bei jeder Gelegenheit ihre große Schwester (7). Man muss dazu sagen, dass beide charakterlich Grundverschieden sind. Die Große eher Prinzessin und Ladylike – die Kleine, eher ein Rabauke und Hans Dampf in allen Gassen. Was uns an den Rand der Verzweiflung bringt, dass die kleine…
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    aber ich denke schon, dass dieses "erzwungene miteinander-beschäftigen" sehr zum insgesamten familienfrieden beiträgt, eben auch, weil das kleine kind auch aufmerksamkeit vom großen einfordert

    Mit Wahlmöglichkeit: prima. Bei uns war es so, dass unsere Eltern das Miteinanderspielen quasi ganz uns überlassen haben, was darin resultierte, dass meine kleine Schwester ständig ankam und ums Verrecken nicht wegging. Bis ich sie dann irgendwann schwer beleidigt oder gehauen habe, um meine Ruhe zu haben. Sie großes Geheul angestimmt, ich bekam Ärger (aber danach hatte ich Ruhe. Herrlich!). Sie war derart penetrant, dass ich mir wirklich nicht zu helfen wusste, ich hatte nur die Wahl, sie entweder zu ertragen oder sie unter Gewaltanwendung nach draußen zu befördern. War sehr schrecklich, für uns beide. Man muss es als Eltern im Auge behalten und so dosieren, dass die Kinder klarkommen. Die kleine Cousine, die meinem Cousin und mir aufs Auge gedrückt wurde ("Ihr nehmt sie mit!"), obwohl wir sie wirklich gar nicht gebrauchen konnten, weil einfach noch viel zu klein und auch nicht richtig veranlagt für die üblen Ideen, die uns umtrieben, haben wir immer an einen Baum gebunden und haben sie auf dem Rückweg wieder mitgenommen. Uns war nicht klar, wie entsetzlich das für sie war. Damit will ich nicht sagen, dass man großen Geschwistern die kleinen unbedingt und immer ersparen sollte, aber man sollte dringend schauen, um welche konkreten Bedürfnisse es gerade geht.

    Zitat

    Aber ich würde die Erlaubnis zum scharfen verbalen Angriff geben, möglichst ohne zu heftige Beleidigungen.

    Hilft genau gar nichts bei so einem kleinen Ungeheuer. Ich schiebe noch ein müdes "Hahahaha, nette Idee" hinterher. Ganz ehrlich – solche frechen kleinen Kröten sind der ultimative Alptraum für die größeren Geschwister. Ich bin meine Schwester damals wirklich nur losgeworden, indem ich ihr eine runtergehauen habe. Das sollte ich nicht, weshalb ich es immer erst anders versucht habe, es steigerte sich, wurde immer aufgeladener, irgendwann Explosion. Ihr genau einmal eine Ansage zu machen und ihr danach sofort eine zu kleben wäre vermutlich deutlich besser gewesen. Das Ganze belastet unsere Beziehung heute noch immer ein bisschen – es hat lange gedauert, bis wir uns einigermaßen sortiert hatten, und immer noch reagiere ich im Vergleich zu anderen sehr viel schneller gereizt auf sie, während sie sich unverhältnismäßig schnell irgendwie bedroht oder beschimpft fühlt. Im Promillebereich inzwischen, aber immer noch – und ich denke, auch für immer – ein Thema. Dabei haben wir uns immer sehr liebgehabt und sind uns auch heute noch sehr wichtig, wir haben oft auch gern miteinander gespielt, aber es wurde mitunter trotzdem sehr übel.


    Geholfen hat es, wenn wir in einem einigermaßen festen Rahmen was zusammen gemacht haben und ich wusste, wann ich zuverlässig Ruhe habe. Das habe ich dringend gebraucht, so wie meine Schwester die gemeinsame Zeit gebraucht hat, in der sie nicht das lästige Übel war, sondern meine kleine Schwester, geliebt und willkommen. Wenn wir zwei Kinder hätten, würde ich entsprechend versuchen, für beides Raum zu schaffen, erst mit viel eigenem Einsatz, aus dem ich mich zusehends wieder rausziehen würde, sobald es stabiler wird. Klare, glasklare Regeln. Und selbstverständlich ist das Zimmer der Großen ihr Reich, ihr Rückzugsort. Wenn die Tür zu ist, hat die Kleine es nicht zu betreten (bei gemeinsamem Zimmer müsste man einen anderen Raum schaffen, jeder braucht einen ort, wo er in Ruhe gelassen wird). Setzt sie sich darüber hinweg, würde ich sie umgehend in ihr Zimmer befördern, auch ganz knallhart, da gibt es keine Diskussion.

    Mir bricht gerade echt der Schweiß aus – ich glaube, ich habe gerade den wahren Grund ausfindig gemacht, weshalb unser Kleiner ein Einzelkind bleiben wird. Neben der Babyzeit, klar. Aber das noch mal durchexerzieren, wenn auch in einer anderen Rolle ... nee. No fucking way. Nur über meine verdammte Leiche. Flamechen, ich hoffe, ihr bekommt das bald sortiert, das klingt wirklich sehr anstrengend und ätzend.

    shojo


    Genau so eine Sitation hatte ich auch vor Augen. Die Kleine will gerne etwas machen, die Große will nicht und die Kleine fordert das ziemlich ungeschickt ein. Wegen des geringeren Altersunterschiedes als bei Marika Stern würde ich in diesem Fall versuchen einen geschützten Ramen zu schaffen in dem beide zusammen spielen und Spaß haben, mit mir als Moderatorin. Dann hat die Kleine es hinterher leichter sich an bestimmte Regeln zu halten, einfach weil ihr Bedürfnis nicht gänzlich ungestillt bleibt.

    Hängt sicher viel mit dem Alter der Kinder und dem jeweiligen Naturell ab. (Und vom Platz, Erreichbarkeit anderer Kinder...blabla) Ich kann mich nicht daran erinnern sonderlich viel mit meinem Bruder gemacht zu haben oder das wir uns sonderlich viel geärgert/gestört haben. :-/ Bei meiner Nichte und meinem Neffen ist das anders. Die machen schon viel zusammen und man merkt schon, dass es da inzwischen schon auseinander geht. Für den Kleinen ist das schon blöder, weil seine Schwester will halt nicht mehr so wie früher...

    @ marikastern:

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    weil ich es für nicht gerade fair halte, wenn ich die komplette hausarbeit und die kinderaufsicht mache, während das große kind nichts macht. ich stell sie immer vor die wahl, entweder zu helfen oder zu spielen.

    Sei mir nicht böse, aber das ist beides deine Aufgabe, nicht die, deiner ältesten Tochter! Du bist erwachsen, du wolltest 2 Kinder haben und die Verantwortung dafür übernehmen. Deine – wie alt ist sie jetzt? – 12?jährige Tochter hat ein Recht darauf, ihre Jugend auszuleben und wenn sie halt mal nichts macht, während du etwas machen musst, dann ist das eben so. Du bist die Mutter, sie noch ein Kind bzw. Teeni. Gut, dass sie mal mit anpackt und hilft – okay. Das darf aber nicht zur Regel werden!

    Zitat

    Deine – wie alt ist sie jetzt? – 12?jährige Tochter hat ein Recht darauf, ihre Jugend auszuleben und wenn sie halt mal nichts macht, während du etwas machen musst, dann ist das eben so. Du bist die Mutter, sie noch ein Kind bzw. Teeni. Gut, dass sie mal mit anpackt und hilft – okay. Das darf aber nicht zur Regel werden!

    Öh. Okay? Nicht ganz das Erziehungskonzept, das ich für sinnvoll halte, wenn man nicht später so einen nörgelnden, faulen Satansbraten an der Backe haben will, der sich für gar nix verantwortlich fühlt. Aber vielleicht will man ja genau das?

    73Juna-May83

    Zitat

    Das darf aber nicht zur Regel werden!

    Ich halte es für eine ausgezeichnete Idee, dass Kinder und Jugendliche Aufgaben im Haushalt haben. Das dies nach dem Alter ausgerichtet sein sollten ist klar.

    Ich glaube yuna wollte damit sagen dass sie.es falsch findet Geschwister durch Erpressung zum gemeinsamen Spielen zu zwingen, nur damit man selbst in Ruhe und völlig ungestört den Abwasch oder so machen kann. Normale Pflichten die man im Haushalt erledigen muss gibt es denke ich mal in jeder Familie. Leider ist es doch offenbar recht häufig der Fall das ältere Geschwister aber viel größere Pflichten und Verantwortung aufgebrummt bekommen sobald sich irgendwie Arbeit und eigentlich elterliche Pflichten abgeben lassen. Einmal bis zweimal pro Woche 2 Stunden Baby sitten okay, 3-4 mal pro Woche 2 Stunden und mehr Baby sitten, absolutes No Go. Nur mal so als Beispiel.

    Oh ihr habt so viel geschrieben... :)^ :)_ ich werde mal versuchen, auf alles einzugehen und die offenen Fragen zu beantworten.


    Wir waren bis eben im Indoorsoielplatz (mit noch 2 Kindern)und es hat wunderbar geklappt. Kein Streit, keine Zickereien. Na immerhin wissen sie sich in der Öffentlichkeit zu benehmen :[] :=o


    Also zum Thema Aufmerksamkeit: ja da haben wir uns auch schin Gedanken drum gemacht, aber wir finden eigentlich nicht, dass da einer bevorteilt oder benachteiligt wird. Was unbewusst bei ihr ankommt, weiß ich natürlich nicht :-/ aber wir versuchen schon, alles gerecht auf beide aufzuteilen...(auch was die Zeit angeht).


    Durch die Schichtarbeit haben wir halt schon weniger Zeit als Familie gemeinsam, sodass wir die gemeinsame Zeit dann auch wirklich gemeinsam verbringen (Fahrradtour, Ausflüge, Schwimmbad, Kino....) Auch versuchen wir, regelmäßige Spielabende zu machen. Aber dann eben alle zusammen.


    Wenn ich unter der Woche frei habe und es sind KEINE Ferien, mach ich es so, dass ich die Große in die Schule schicke und dann gleich nach Schulschluss abhole und die Kleine den ganzen Tag zu Hause lasse. Dh. an den Tagen hat die Kleine mich komplett den Vormittag für sich alleine...wobei ich da natürlich auch Einkäufe und Hausarbeiten mache (der Mist macht sich ja leider nicht alleine %-| ) Aber wir spielen auch bewusst was zusammen (Puppenhaus oder wir spielen Kindergarten oder fahre Fahrrad). Da ist sie auch lammfromm. Ganz lieb, hört und gibt mir keinerlei Grund zum meckern.


    Sobald ich ihre Schwester dann mittags geholt hab, geht das Theater los :(v


    Wie reagiert die große Schwester?


    Sie ist ihr köperlich natürlich überlegen und wir lassen sie das auch bis zu einem gewissen Grad untereinander regeln, nur 1. haut die GRoße dann manchmal echt derbe zu :-o :-X (was aber nicht lange vorhält ":/ ) und 2. ist die Kleine oft wirklich so widerlich provokant, dass es selbst mir in den Fingern juckt :-X


    Es ist einfach nervig.


    Wie gesagt,wir haben dann schon alle Varianten durch (lieb reden, schimpfen, ablenken...)


    Spielen sie oft miteinander?


    Ja, sie spielen auch oft miteinander und es funktioniert auch mal 1,2h echt gut...aber dann gehts wieder los. Zumindest ist die Stänkerei so arg und oft, dass es mich (oder uns als Eltern) wirklich an die Grenzen treibt und wir sagen "SO gehts nicht weiter".


    Ich habe selbst ne Große Schwester (auch 4 Jahre älter) und wir haben auch gestritten und uns gehauen, aber ich glaube, SO mies war ich nicht

    Heute lieben wir uns x:) x:)


    Es ist ja auch nicht so, dass sie sich hassen. An den Wochenenden wollen sie unbedingt zusammen schlafen, sodass wir die Couch im Gästezimmer ausklappen müssen und die dann dort nächtigen (da gibts auch nen TV und die dürfen vom Bett aus DVD gucken- ja unpädagogisch {:( aber da sind sie sich einig und es funktioniert).


    Aber kaum ist die Nacht vorbei- gehts gezanke wieder los. Unter der Woche gibts das nicht, da muss jeder in seinem Bett schlafen.


    Ich glaube, die hassen und die lieben sich. :-/ :-/


    Ob die Kleine um Aufmerksamkeit von ihrer Schwester buhlt?


    Hm...die Große ist von Natur aus sehr liebevoll und geduldig, nur wenn sie permanent geärgert und provoziert wird, hat sie natürlich keine Lust, was mit ihr zu machen. Ist ja auch verständlich.


    Also irgendwie selbst schuld, wenn sie keine Aufmerksamkeit bekommt und ich denke, sie weiß das auch ganz genau. Ich verstehet'halt nur nicht, warum sie so derart "böse" sein muss. Keiner lebt ihr das so vor.


    Was das "ins Zimmer schicken" angeht: haben wir natürlich auch schon probiert. Entweder kommt sie prompt wieder raus und es wird ein "ätsch du kannst mich mal" Spiel...(einschließen wäre die einzigste Möglichkeit und das kommt NICHT in Frage!) oder aber sie lässt die Coole raushängen und bleibt dann eben drinnen und singt extra laut...damit wir auch ja alle mitbekommen, dass sie das nicht anhebt %:| Damit kann ich aber gut leben.


    Wenn ich sie zu hause so erlebe, könnte man meinen, sie wäre hyperaktiv, aber eben nur, wenn ihre Schwester da ist. Im Kindergarten und wenn sie alleine ist oder wenn wir bei Freunden sind oder Kinder zu Besuch sind, funktioniert es.


    Hoffe, ich habe jetzt nix vergessen.


    Die Große ist übrigens 7 und nicht 12 und ich sehe sie nicht in der Pflicht, ihre Schwester zu bespaßen, aber ich würde es begrüßen,wenn sie sich einfach verstehen würden. Ich habe der Großen noch nie die Verantwortung über die Kleine gegeben. Ich sage lediglich " Bitte vetragt euch doch" %-|


    Ach so...wie schimpfe ich...wie rede ich nett. Ich bitte sie 10x lieb. Ich bitte sie 2,3x lieb und freundlich. Je nach Gefühlslage (nach der Nachtschicht sind meine Nerven leider oft sehr begrenzt) kann ich auch echt böse und laut werden. Das funktioniert dann gefühlte 5 min – dann kommt die nächste Aktion.


    Manchmal ertappe ich mich schon dabei, wie ich sie halb anflehe, dass sie doch bitte bitte aufhören soll, weil es mich einfach nervt und zehrt. Aber wenn alles lieb und brüllen nicht hilft...was bleibt mir dann noch?


    Ich sage meiner Großen dann auch immer, sie soll die Aktionen ignorieren, mit Ignoranz straft man sie doch am meisten ....jedoch möchte ich sie auch nicht in die Rolle des "schwarzen Schafes " drücken, was dauernd ignoriert wird. Und die Große ist dann doch noch nicht groß genug, um die Ignoranz durchzuziehen.Meistens springt sie genau auf das an, was der Kleine Terrorzwerg versucht. ]:D

    Hört sich an als hättet Ihr alles versucht, außer Ihr Grenzen aufzuzeigen.


    Ich habe noch nicht von Strafen gehört, ich vermute sie macht das aus Spaß am Ärgern UND wegen der Aufmerksamkeit die sie von euch bekommt. Sagt ihr dass sie bestraft wird wenn sie das nächste mal das Schild ignoriert und haltet wuch auch daran. Bedenkt das die Kleine sich nicht generft fühlen würde würde Ihr das selbe passieren, wenn die Große ständig reinkommen würde da Kinder ihres Altersein anderes Verständniss von spaß und demenstprechend von Ruhe und dem Alleinsein haben, sie meint es unter umständen nicht böse und kann sich nicht vorstellen warum das andren so hart auf den sack geht. Trotzdem muss ein respektvoller Umgang durchgesetzt werden und dafür braucht sie liebevolle Strenge.

    und mit Bestrafen meine ich nicht aufs Zimmer schicken und dann lächelnd mit dem Kopf schütteln wenn sie wieder rauskommt, Ihr tut der Kleinen keinen Gefallen wenn sie machen darf was sie will, und nicht der Großen und auch nicht euch selbst.


    -Konfisziert geliebte Spielsachen und gebt sie nach genau einem Tag zurück nicht "das bekommst du wieder wenn du lieb bist" das ist sie dann nämlich in 2 minuten und 10 minuten später geht der Ärger wieder los.


    -Konfisziert beim nächsten mal mehr oder für eine längere Zeit.


    -Verteilt an alle einen Pudding außer an sie weil sie sich nicht benimmt. Das klingt jetzt ein bischen hart aber sie muss verstehen das Ihr Vehalten anderen wehtut und das dies Konsequenzen hat.


    -Gebt beiden eine Tafel mit Sternchen Und für jeden Tag den sie nett waren bekommt ein Kind ein Sternchen wenn 10 Sternchen zusammen sind dürfen sie sich was wünschen ( wie einen Film zusammen schauen oder zusammen was besonderes spielen oder das lieblingsessen gekocht bekommen). Wenn die große nach 5 tagen schon 3 sternchen gesammelt hat und die Kleine immernoch Null hat visualisiert dies unter Umständen Ihr Fehlverhalten.


    Es gibt noch 100 mehr Tips wie diese schaut einfach mal was wirkt aber jetzt mal Taten und keine Worte mehr.


    Viel Erfolg.

    Zitat

    Ach so...wie schimpfe ich...wie rede ich nett. Ich bitte sie 10x lieb. Ich bitte sie 2,3x lieb und freundlich. Je nach Gefühlslage (nach der Nachtschicht sind meine Nerven leider oft sehr begrenzt) kann ich auch echt böse und laut werden. Das funktioniert dann gefühlte 5 min – dann kommt die nächste Aktion.

    10x lieb bitten ist natürlich 9-10x zu viel, wenn ihr durchaus schon klar ist, dass sie das nicht tun soll. Ich glaube, an ihrer Stelle würde ich auch ausprobieren, ob ihr da noch irgendeine Idee habt, wie ihr das durchsetzen könnt, was ihr verlangt, oder ob ihr da wirklich ganz ratlos seid.

    Zitat

    Manchmal ertappe ich mich schon dabei, wie ich sie halb anflehe, dass sie doch bitte bitte aufhören soll, weil es mich einfach nervt und zehrt. Aber wenn alles lieb und brüllen nicht hilft...was bleibt mir dann noch?

    Konsequenzen. Nur ist ja die Frage, auch Deine: welche ganz konkret? Wenn ich den Kleinen ins Zimmer schicke, halte ich notfalls die Tür zu. Nur glaube ich, dass da alle Kinder unterschiedlich sind und die Großen ebenso. Der Kleine tobt dann eine Weile und regelt sich runter, dann ist er wieder ganz vergnügt, er braucht die Auszeit mitunter und nimmt sie sich auch selbst, mitsamt geschlossener Zimmertür. Einmal habe ich ihn in sein Zimmer zu schicken versucht, weil ich selbst genervt und doof war, das wurde ein Drama, weil er zu Recht nicht verstanden hat, was das soll, und weil weniger er sich hätte runterregeln müssen, sondern ich. Es muss passen, man muss dahinterstehen, sonst sind alle Maßnahmen halbgares Zeug.
    Das mit dem Wiederrauskommen – na ja, klar. Sie ist aufgedreht und probiert es aus, hm? Ich glaube, dass ihr, was immer ihr tut, einen langen Atem braucht, weil das ganze jetzt schon so eingerastet ist, das löst sich nicht auf einen Schlag, wenn ihr nur die richtige Handhabe findet, den richtigen Trick. Solange ihr ratlos und überfordert und auch ein bisschen erschrocken seid, dreht sie wahrscheinlich immer wieder so auf.


    So richtig hilfreich ist das nicht, hm? Ich glaube aber schon, dass ganz viel mit reinspielt, wie es innerlich in Dir aussieht und auch in den anderen beteiligten "Großen". Wer gerade sehr unsicher ist, setzt meist einfach keine überzeugenden Grenzen. Und dann klappt das, was bei einem anderen womöglich klappen würde, bei einem selbst nicht, obwohl es der Handlung nach dasselbe ist.

    Was mal noch gut wäre zu wissen, zeigt die Kleine das Verhalten schon ihr Leben lang oder ist das noch relativ neu? Wenn es noch neu ist, könntest du in etwa den Zeitpunkt eingrenzen wo es angefangen hat?


    Mir ist spontan eingefallen das die Kleine vielleicht nicht so gut damit klar kommt das ihre Schwester durch die Schule und andere Verpflichtungen nicht mehr so viel Zeit mit ihr verbringen kann.

    shojo

    Zitat

    Solange ihr ratlos und überfordert

    das trifft es auf den Punkt. Wir sind ratlos und wirklich mit der Situation überfordert. :-/

    Zitat

    Das mit dem Wiederrauskommen – na ja, klar. Sie ist aufgedreht und probiert es aus,

    ja genau das tut sie und sie grinst dabei so, dass ich mir jedesmal denke "du kleines böses Luder" ]:D :-/


    Happy Banana

    Zitat

    Was mal noch gut wäre zu wissen, zeigt die Kleine das Verhalten schon ihr Leben lang oder ist das noch relativ neu? Wenn es noch neu ist, könntest du in etwa den Zeitpunkt eingrenzen wo es angefangen hat?

    wenn ich so drüber nachdenke ":/ ":/ hm nein eigentlich kann ich es nicht genau sagen.


    Sie sind beide so grundverschieden. Sie war schon "immer" so ein aufgewecktes Kind. Im Gegensatz zur Großen.


    Die Große ist eher schüchtern und ruhig, die Kleine das komplette Gegenteil. Aber das ist ja auch OK so. Wann das mit dem "stänkern" und provozieren anfing, kann ich wirklich nicht festmachen. Ob es mit der Schule zusammenhängt? Hm...


    Eigentlich gehts ihr ja besser, seit die Große in der Schule ist. So ist sie wochentags immer mal mit mir alleine. Als beide im Kiga waren (also letztes Jahr noch), waren immer beide zu Hause, wenn ich frei hatte.


    Was mich immer so irritiert ist, dass andere das gar nicht verstehen können, wenn ich sage, wie sie zu Hause ist. Im Kiga staunen sie, sogar meine Mutti- bei der ist und schläft sie gerne mal, spricht nur in höchsten Tönen von ihr....solange sie alleine ist. Kaum sind beide bei ihr, dreht sie frei.


    Konsequenzen: drohen wir schon an und ziehen das angedrohte auch durch. Ich zumindest. Beim Papa ist das schon anders. Aber der droht auch mit Dingen, die ihr völlig schnuppe sind. %-| Irgendwie versteht er es noch nicht, was ihr wirklich wichtig ist.


    Spielzeug Entzug tut ihr weniger weh, weil sie so vielseitig ist und kein bestimmtes Lieblingsspielzeug hat.


    Bei der Großen wäre Monster High Verbot ein wirkendes Mittel, aber wenn ich der Kleinen ihre Barbie oder die LegoBausteine wegnehmen würde, würde sie müde lächeln und eben malen oder basteln.


    Mal ein Bsp. : sie benahm sich beim Abendessen derart daneben, hat die Lebensmittel geworfen (was ein absolutes No Go ist). Wir haben 3x gedroht, wenn sie nicht aufhört, geht sie ohne weiteressen ins Bett. Gesagt, getan. Wir haben sie ins Bett gesteckt und was sagt sie? "Gut, ich bin sowieso müde :-p und macht ja die Tür zu!!! " und macht tatsächlich die Augen zu und pennt bis zum nächsten Morgen :-/


    Ein guter Tipp ist die Idee mit den Sternchen :)^ :)^ das werd ich auf jeden Fall probieren. Danke @:)

    Du, ich hab auch so ein kleines provokantes Biest zu Hause. Kann dich gut verstehen. ;-D ;-D


    Es hilft sich von dem Anspruch frei zu machen das es sie sofort treffen muss. Als meine raus hatte das es mich am meisten ärgert wenn meine Maßnahme sie nicht ärgert hat sie das gnadenlos ausgespielt. Überhaupt zählt sie offensichtlich innerlich Punkte. Wann immer ich wütend werde (oder Papa) scheint sie einen Punkt auf ihrer Habenseite einzutragen...


    Nehmen wir dein Beispiel:

    Zitat

    Mal ein Bsp. : sie benahm sich beim Abendessen derart daneben, hat die Lebensmittel geworfen (was ein absolutes No Go ist). Wir haben 3x gedroht, wenn sie nicht aufhört, geht sie ohne weiteressen ins Bett. Gesagt, getan. Wir haben sie ins Bett gesteckt und was sagt sie? "Gut, ich bin sowieso müde :-p und macht ja die Tür zu!!! " und macht tatsächlich die Augen zu und pennt bis zum nächsten Morgen :-/

    Kann es sein das sie eigentlich ins Bett wollte und sich mit der verbalen Kommunikation noch etwas schwer tut? Das ihre Runterwerf-Aktion eine bescheuerte Art von Kommunikation ist? Meine hat das auch mal ein Weilchen gemacht. Eine Warnung (NIE mehr als EINE Warnung!) und dann hab ich das Essen abgeräumt, aber nicht wutschnaubend sondern mit einem Lächeln "Ok, du hast offenbar kein Hunger, dann räum ich das weg und du kannst aufstehen. Das nächste Mal kannst du einfach sagen das du satt bist." Klare Linie, man spart sich die Energie eines Wutanfalls der eh keinen Eindruck hinterlässt und sie hat im zweifelsfall Hunger.


    Bei dem heater zwischen den Kindern würde ich folgendes System fahren: Die Große sagt ganz klar ob und wenn wann sie heute noch vor hat mit ihr zu spielen, aber nur wenn die Kleine nun Ruhe gibt. Ansonsten findet sie sie so ekelig das sie gar nicht mehr mit ihr spielen mag. Wenn dann der Moment kommt (und er wird vorraussichtlich schnell kommen) in dem Madame weiter nervt gibt es wahlweise die Möglichkeit die Kleine in ihrem Zimmer einzubunkern oder der Großen die Möglichkeit zu geben sich einzuschließen. Letzteres würde ich vorziehen weil die Große sich da alleine wehren kann.