• Kleine Schweser ärgert ständig ihre große Schwester

    Ich habe ein Problem mit meiner jüngsten (4). Sie ärgert und provoziert bei jeder Gelegenheit ihre große Schwester (7). Man muss dazu sagen, dass beide charakterlich Grundverschieden sind. Die Große eher Prinzessin und Ladylike – die Kleine, eher ein Rabauke und Hans Dampf in allen Gassen. Was uns an den Rand der Verzweiflung bringt, dass die kleine…
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    Mal ein Bsp. : sie benahm sich beim Abendessen derart daneben, hat die Lebensmittel geworfen (was ein absolutes No Go ist). Wir haben 3x gedroht, wenn sie nicht aufhört, geht sie ohne weiteressen ins Bett. Gesagt, getan. Wir haben sie ins Bett gesteckt und was sagt sie? "Gut, ich bin sowieso müde :-p und macht ja die Tür zu!!! " und macht tatsächlich die Augen zu und pennt bis zum nächsten Morgen :-/

    Das finde ich nicht schlimm. Es muss ja nicht unbedingt eine Strafe sein, finde ich. Auch müsst ihr ihr ja nicht drohen – ich finde es viel besser, wenn es keine Drohungen gibt, sondern ganz klare Ansagen. Also eine klare Ansage, und wenn sie weitermacht, geht es eben ins Bett. Und wenn sie dann sagt, gut, sie sei sowieso müde, dann schläft sie eben, ihr habt eure Ruhe und könnt grinsend den Kopf über euren wilden kleinen Feger schütteln.
    Bei unserem Kleinen habe ich oft das Gefühl, dass er sich solche Ansage-plus-Konsequenz besonders in Zeiten abholt, wenn er ein bisschen durch den Wind ist. Eine Freundin hat mal gesagt, augenverdrehend, manchmal hätte sie das Gefühl, Kleinkinder wollten emotional gepuckt werden. Das fand ich ganz treffend, und es hat mir geholfen, wenn ich über das unverschämte Grinsen des eigentlich gerade gemaßregelten Kleinen wütend war ... geholfen hat mir, dass es zum einen ein Verlegenheitsgrinsen ist, zum anderen ein Grinsen, das sagt, dass er gerade familiäre Knöpfe bedient und das Ergebnis abgeholt hat, also alles unter Kontrolle hat ... und dass er froh darüber ist, dass seine Welt in einigen Punkten berechenbar ist und zuverlässig. Nee, er muss nicht traurig sein, wenn er beispielsweise ins Zimmer gehen soll, er muss das nicht als Strafe empfinden. Er soll nur wissen, dass mancher Unsinn hier geduldet wird, anderer aber eben nicht. Er soll sich damit auskennen und wissen, was wann passiert, damit er sich sicher fühlt und damit wir nicht ständig über dasselbe diskutieren müssen und ich irgendwann kreischend die Wände hochgehe. Leider werde ich, wenn ich gestresst bin, schnell ruppig und ungerecht, und das versuche ich zu vermeiden.
    Gehorchen zu müssen ist immer auch ein bisschen Demütigung. Ich finde es völlig in Ordnung, wenn ein Kind damit seinen eigenen Umgang findet, der diese Demütigung umwandelt. Der Kleine darf gern hocherhobenen Hauptes in sein Zimmer marschieren. In Ruhe darüber reden, was man weshalb gut findet und was nicht, kann man auch irgendwann später, wenn die Situation nicht akut ist.

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    Überhaupt zählt sie offensichtlich innerlich Punkte. Wann immer ich wütend werde (oder Papa) scheint sie einen Punkt auf ihrer Habenseite einzutragen...

    ja das scheint mir auch so, wobei ich ihr Fehlverhalten eigentlich konsequent mit Ignoranz quittiere. Das trifft sie....sie dreht dann richtig auf, brüllt, kreischt ...um dann ruhig zu werden und spätestens 15min später wieder fromm zu sein o:)


    Leider kann die Große noch nicht. Sie lässt sich ägern und aufziehen und springt auf jeden miesen Kommentar und jede blöde Aktion auf und dann schaukelt sich das hoch. :(v {:(


    Das mit dem Abendessen und ohne Essen ins Bett, ist inzwischen mind. 1 Jahr her....das kam so auch nie wieder vor. :)^ Aber ich meine halt, so sind ihre Reaktionen auf manche unserer Konsequenzen und das macht mich irre. (vorallem isst sie wirklich gerne ;-) )


    Dass ich der Großen einen Schlüssel fürs Zimmer geb, wäre noch ne Alternative...wobei da ich schon wieder denke, dass die Große viel zu viel Angst hat, sie bekommt ihr Zimmer nicht wieder auf...oder die Kleine das wieder ausnutzt und ihre Schwester von außen einschließt ]:D


    Bisher sind alle Schlüssel , außer der im Bad konfisziert, wegen unbeabsichtigtem Einschließen ;-)

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    Eine Warnung (NIE mehr als EINE Warnung!) und dann hab ich das Essen abgeräumt, aber nicht wutschnaubend sondern mit einem Lächeln "Ok, du hast offenbar kein Hunger, dann räum ich das weg und du kannst aufstehen. Das nächste Mal kannst du einfach sagen das du satt bist."

    Total gut. Keiner verliert das Gesicht, niemand tobt rum, niemand wird verletzt.

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    Dass ich der Großen einen Schlüssel fürs Zimmer geb, wäre noch ne Alternative...wobei da ich schon wieder denke, dass die Große viel zu viel Angst hat, sie bekommt ihr Zimmer nicht wieder auf...oder die Kleine das wieder ausnutzt und ihre Schwester von außen einschließt ]:D

    Baut einfach innen einen Riegel an.

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    Aber ich meine halt, so sind ihre Reaktionen auf manche unserer Konsequenzen und das macht mich irre. (vorallem isst sie wirklich gerne ;-) )

    Warum macht Dich das irre? Hast Du das Gefühl, ihr nicht gewachsen zu sein, ein bisschen ausgeliefert? Oder was steckt dahinter?


    (Und ja, die Gefühle kenne ich auch gut ;-D )

    ok...ihr ermahnt für meinen geschmack zu oft und man muss auch nicht zuckersüß bleiben und geduldig und und und.


    sie weiß, dass das nicht gut ankommt, sie ist 4, sie weiß, dass ihre schwester das ärgert, dass ihr rumtanzen das miteinander stört und sie das nicht soll.


    1 mal ermahnen, konsequenz nennen und bei wiederholung klar durchziehen.


    wenn meiner wieder lachend aus dem zimmer rauskam – und das gab es zuhauf – gabs einen kräftigen anranzer, ich hab ihn in sein zimmer zurück gesetzt und im notfall auch die tür zugehalten oder aber so eindrucksvoll gefaucht, dass ihm klar war: da ist sie die grenze.


    wobei ich bei euch auch vorschlagen würde, der großen ihren zimmerschlüssel zu geben, so dass sie zu machen kann.


    und mach dich frei von dem gedanken, treffen zu wollen. das läuft dann auf 2 schreihälse, wut, tränen und eskalation aus. es muss sie doch nicht treffenm es soll nur in dem moment die situation ändern. ob sie dabei lacht oder nicht, ob sie in ihrem zimmer singt oder nicht, das kann euch doch egal sein. ihr seid erwachsen, ihr müsst euch davon nicht ärgern lassen.


    wenn sie am tisch hampelt – > weg vom tisch


    stört sie beim fernsehen die große – > ab ins zimmer


    wenn sie die große im zimmer stört und sie ärgert – > die große distanziert sich durch abschließen


    ziel ist, dass es wieder ruhig wird im raum/ dass die große ruhe haben kann, nicht, dass die kleine weint oder traurig ist.

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    Öh. Okay? Nicht ganz das Erziehungskonzept, das ich für sinnvoll halte, wenn man nicht später so einen nörgelnden, faulen Satansbraten an der Backe haben will, der sich für gar nix verantwortlich fühlt. Aber vielleicht will man ja genau das

    Jaja, genau das wird man später, wenn man nicht das Dienstmädchen der Eltern gewesen ist ;-D :p>

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    Ich halte es für eine ausgezeichnete Idee, dass Kinder und Jugendliche Aufgaben im Haushalt haben. Das dies nach dem Alter ausgerichtet sein sollten ist klar.

    Dass Kinder und Jugendliche mal zu Hause mithelfen müssen, wie z.B. den Tisch decken oder Geschirr abwaschen/abtrocknen oder ihr Zimmer in Ordnung halten, finde ich auch absolut okay. Aber nicht, dass sie wie selbstverständlich mit den Eltern den ganzen Haushalt schmeißen müssen! Und Marikas Posting liest sich so, als ob die Große ständig mit anpacken muss, wenn sie gerade nichts wichtigeres zu tun hat. Eigentlich muss eine Mutter in der Lage sein, gleichzeitig den Haushalt zu schmeißen und ein Kleinkind zu beschäftigen.


    Kinder sind nicht die Partner oder Dienstmädchen der Eltern! Sie müssen zur Schule, haben danach noch Schularbeiten zu erledigen, das nimmt schon sehr viel Zeit in Anspruch. Und danach haben sie ein Recht auf Freizeit!

    Eine frühere Freundin musste als Teenager (und wahrscheinlich auch schon als Kind) regelmäßig, neben der Schule und ihren Nebenjobs den gesamten Haushalt schmeißen, während ihre Mutter sich vergnügt - oder gearbeitet hat. Die Mutter war der Meinung, dass das ganz selbstverständlich wäre, da sie ihre Tochter ernähren und ankleiden würde und sie bei ihr wohnen würde. :-/ ;-D :|N


    Es ist doch selbstverständlich, dass man die eigenen Kinder ernährt und ankleidet, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten! %-| Sie wollte doch Kinder haben!

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    Aber ich meine halt, so sind ihre Reaktionen auf manche unserer Konsequenzen und das macht mich irre.

    Da halte ich es (inzwischen) wie hag-tysja und shojo. Das muss nicht treffen, es muss nicht weh tun, nicht strafen sondern einfach nur eine Grenze kommunizieren. Hat man den Anspruch treffen zu wollen um möglichst ein schnelles Ergebnis zu erziehlen läuft man Gefahr sich in einer Spirale wiederzufinden an deren Ende man entweder eigene Grenzen überschreitet oder kapituliert.


    Juna-May


    Zwischen Dienstmädchen und gar nichts tun gibt es aber schon ein zwei Abstufungen. Ich finde es ist einer zwölfjährigen durchaus zuzumuten regelmäßig Aufgaben im haushalt zu übernehmen. Es ist noch kein Teenie daran gestorben eine Spühle auszuräumen oder zu staubsaugen. Solange es die Freizeit nicht total beschneidet oder Verantwortung über tragen wird die nicht sbeim Kind zu suchen hat ist das alles im ramen. Nebenbei finde ich das auch für das Kind wichtig. Aufgaben zu haben gibt nämlich auch das Gefühl gebraucht zu werden, wichtig zu sein und zudem Selbstvertrauen weil man sieht das man etwas kann.

    ..ich bin tatsächlich ein wenig überrascht, wie sehr hier alles in Richtung Distanz, Rückzugsmöglichkeiten, Elternzeit mit dem Kind alleine usw. argumentieren. Vielleicht, weil ich es ganz anders kennen gelernt habe (und auch anders machen würde). Ich habe mit meiner 2,5 Jahre jüngeren Schwester die gesamte Kindheit das Zimmer geteilt, mein erstes eigenes Zimmer bekam ich erst mit 14. Meine Brüder teilten sich ebenfalls ein Zimmer.


    Natürlich haben sich meine Schwester und ich auch gestritten (es gibt wohl kein Kinderfoto, wo nicht mindestens eine eine Blessur hat), aber dennoch war unsere Beziehung immer sehr innig: ich hab mich gern um sie gekümmert und mochte auf der anderen Seite ihre "Bewunderung", sie fühlte sich immer sicher und geborgen und hatte einen Ansprechpartner.


    Als ich eingeschult wurde und sie noch in den Kindergarten ging, was haben wir nachher gemacht? Schule gespielt! Ich wollte ihr alles zeigen und sie wollte alles wissen.


    Rückzugsmöglichkeiten? Im besten Falle: Rücksichtsnahme. Um alleine zu sein, musste man schon eine günstige Gelegenheit nutzen und mal alleine rausgehen oder sich im wenig genutzen Wohnzimmer (wir hatten eine viel mehr genutzte Wohnküche) verstecken. Aber man hat sich – vielleicht auch durch das geteilte Zimmer – immer als Team empfunden.


    Mit den Brüdern war das nicht so intensiv. Die waren ja das andere Lager (im anderen Zimmer). Dieses Phänomen kennt man doch auch aus älteren Jahren. Zimmergenossen werden Verbündete. Die anderen sind dann die Anderen. Aber Menschen (und vorallem Kinder) sind ja soziale Wesen. Abgrenzung erfolgt auf anderen Ebenen und mit anderen Mitteln – und eben auch nur bei Bedarf. Jeden auf sich allein zu stellen, die Unterschiede und Grenzen betonen – da kann ne ganze Menge Einsamkeit aufkommen.


    Die zwei Töchter meines Bruders (secheinhalb und vier) teilen sich ebenfalls ein (wirklich kleines) Zimmer. Mit der Einschulung der Großen wollen sie es ggf. ändern (ich bin ja mal gespannt). Die beiden sind sehr unterschiedlich, ähnlich, wie hier beschrieben: die Große eher Typ Prinzessin, die Kleine Typ Rabauke. Ja, sie streiten auch. Aber das ist immer sehr schnell vorbei. Die meiste Zeit ist ihnen beiden die Aufmerksamkeit der Schwester sehr wichtig. Bei ungewöhnlichen Situationen wird z.B. immer zuerst auf die Schwester geguckt, geschaut, was sie macht. Es ist ein unfassbar tiefes Vertrauen zwischen den beiden.


    Auch, wenn das anscheinend viele hier anders sehen: ich denke, mit der (künstlichen) Trennung, mit "Einzel"-Bespaßung etc. handelt man womöglich gegen die Bedürfnisse der Kinder.

    meinst du nicht, du interpretierst da ein wenig zu viel in meine aussage rein?


    es geht an normalen schultagen in erster linie um den zeitraum nach dem abendessen, damit ich die küche schnell fertig machen kann. ich vergaß auch zu erwähnen, dass es auch durchaus noch eine dritte wahlmöglichkeit gibt. diese lautet: mama macht alles, braucht dann aber dementsprechend länger und da der fernseher erst angemacht werden darf, wenn das kleine kind im bett ist fällt dann halt fernsehn flach. als gute dienstbeflissene mutter könnte ich natürlich auch erst das kleine kind ins bett bringen und die küche machen während das große sich vor dem fernseher entspannt ]:D

    @ L.vanPelt

    das deckt sich eigentlich recht stak mit meinen erfahrungen hier. zickenkrieg egal in welcher konstellation gibt es meistens, wenn wenig miteinander unternommen wurde. nach gemeinsamen unternehmungen ist die bindung wesentlich belastbarer.

    @ 73Juna-May83

    Ich stimme deiner Ironie nicht zu. Leider sieht man heute sehr viele Jugendliche und junge Erwachsene die garnichts können. wortwörtlich. Mutti hats immer gemacht. Ich finde es erschreckend wenn Junge menschen nicht kochen können, oder Wäsche waschen. Meine Mutter hat mir langsam alle Hausarbeiten erklärt und mir immer mehr "aufgebürded" da wir beide arbeiten und wie beide dafür verantwortlich sein sollten das unser zuhause schön ist. Sie hat alle Hausarbeiten die es gibt aufgeschrieben und wir konnten uns dann welche aussuchen nacheinander, für die wir dan verantwortlich waren. Ich war zum beispiel fürs Kochen, Einkaufen, Fensterputzen und die Küchenreinigung vernatwortlich Ich fand das fair weil wir ja wie gesagt beide arbeiteten ( ich in der Schule sie im Beruf)


    Als ich auszog konnte ich all diese Dinge zumindestens ausreichender Qualität machen während andere Studenten heillos überfordert waren.


    Als Elternteil bist du nicht nur fürs Aua-küssen verantwortlich

    Ich glaube, dass man dem Ding vielleicht seinen Lauf lassen muss. Wir haben nur einen kleinen Einblick. Vielleicht braucht sie etwas mehr Zeit mit euch alleine. Auf jeden Fall wünsche ich euch viel Geduld.

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    Ich finde es ist einer zwölfjährigen durchaus zuzumuten regelmäßig Aufgaben im haushalt zu übernehmen.

    Nö, nicht, wenn es täglich mehrere Aufgaben sind. Mal am Wochenende oder in den Ferien ist okay, aber nicht täglich. Die sind heutzutage schon so durch die Schule belastet, da muss man sie nicht noch mit zusätzlichen Aufgaben zu Hause belangen. Das sind keine kleinen Erwachsenen!

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    Solange es die Freizeit nicht total beschneidet oder Verantwortung über tragen wird die nicht sbeim Kind zu suchen hat ist das alles im ramen.

    Wird es aber ja in diesem Fall. Es ist nicht die Aufgabe der großen Tochter regelmäßig den Babysitter zu spielen und regelmäßig im Haushalt mitzuhelfen, wenn sie eigentlich Freizeit hat. Und Marika scheint sie ja regelmäßig einzuspannen, um sich selber zu entlasten, da sie es nicht einsieht, arbeiten zu müssen, während die Große sich ausruht. Sie stellt die "Große" auf die gleiche Ebene wie sie (jedenfalls in Puncto Arbeit) und das finde ich bedenklich, weil sie da anscheinend auch nicht die Einzige ist.


    Kinder haben Rechte und Bedürfnisse, nicht nur Pflichten! Auch wenn sie noch nicht 18 sind!


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    Nebenbei finde ich das auch für das Kind wichtig. Aufgaben zu haben gibt nämlich auch das Gefühl gebraucht zu werden, wichtig zu sein und zudem Selbstvertrauen weil man sieht das man etwas kann.

    Ich glaube nicht, dass Kinder im Haushalt helfen müssen, um Selbstvertrauen aufzubauen! Da gibt es viele andere Möglichkeiten, wie z.b. in der Schule, beim spielen oder im Sportverein, wo sie sich beweisen und entwickeln können.


    Es ist vor allem vorteilhaft und praktisch für die Eltern, wenn Kinder zu Hause Aufgaben übernehmen, da erstere dann mehr Zeit für sich haben! ]:D

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    Dass Kinder und Jugendliche mal zu Hause mithelfen müssen, wie z.B. den Tisch decken oder Geschirr abwaschen/abtrocknen oder ihr Zimmer in Ordnung halten, finde ich auch absolut okay. Aber nicht, dass sie wie selbstverständlich mit den Eltern den ganzen Haushalt schmeißen müssen! Und Marikas Posting liest sich so, als ob die Große ständig mit anpacken muss, wenn sie gerade nichts wichtigeres zu tun hat. Eigentlich muss eine Mutter in der Lage sein, gleichzeitig den Haushalt zu schmeißen und ein Kleinkind zu beschäftigen.


    Kinder sind nicht die Partner oder Dienstmädchen der Eltern! Sie müssen zur Schule, haben danach noch Schularbeiten zu erledigen, das nimmt schon sehr viel Zeit in Anspruch. Und danach haben sie ein Recht auf Freizeit!

    und wie sollen Kinder lernen und verstehen, dass eine Familie nur mit Zutun von allen Mitgliedern funktioniert? Dass ihr Beitrag wertvoll für die Gemeinschaft ist? Das ist echt ein großer Fehler in der heutigen Zeit, dass die Eltern sich zu den Dienstmädchen der Kinder machen. Mit dem Ergebnis, dass die Kinder es nicht zu schätzen wissen, irgendwann der Meinung sind, Mama macht sich zum Deppen und räumt allen hinterher.


    Die Mithilfe ist enorm wichtig für das Selbstbewußtsein des Kindes. Und das nicht-Mithelfen dressiert man ihnen ja an, denn denkt mal an die Kleinkind-Zeit zurück: wie oft wollte das Kindchen sich einbringen und wie oft wurde gesagt; dafür bist du noch zu klein, das macht Mama schnell selbst blabla