Können Kinder den Zauberwürfel lösen

    Hallo, glaubt ihr, das 10-jährige den Zauberwürfel ohne Anleitung lösen können ( und das mehrfach hintereinander) ? Klar mag es da das ein oder andere Kind geben, aber an der Schule meines Kindes gibt es da erstaunlich viele solcher Genies. Ich muss zugeben, mich stört diese Aufschneiderei, auf der anderen Seite will ich aber auch niemandem was falsches unterstellen, deshalb meine Frage. Ich fänd's nicht o.k., wenn mein Kind behaupten würde, er sei selbst auf die Lösung gekommen..


    Wie seht ihr das?


    Grüße, muchbirne

  • 34 Antworten

    Also ich kann den Zauberwürfel bis jetzt nicht lösen :=o Ich denke aber, dass das prinzipiell schon möglich ist, wenn man den Trick raushat. Das kann auch durchaus ein 10-Jähriger schaffen. Insbesondere wenn sich die Kinder länger damit beschäftigen.


    Aber ich denke, das Problem liegt eher hier:

    Zitat

    Ich muss zugeben, mich stört diese Aufschneiderei

    Was stört dich denn da genau? Ist dein Kind nach Hause gekommen und hat erzählt, dass alle diesen Würfel lösen können? Oder in welcher Art und Weise wird da aufgeschnitten?

    Zählt es nicht als "Lösen" wenn man es ohne Formel und Taktik, mit etwas Rumprobieren macht?


    Wenn der Würfel nicht sehr schlimm durcheinander war, habe ich das mit etwa 10 auch gekonnt. War nichts Besonderes.

    Ich konnte das ding auch als kind perfekt lösen! Meine Brüder (10 und 11,5Jahre älter als ich) sind da immer an mir verzweifelt... ;-D Weiß jetzt nicht5, was da dran so schlim sein soll! Wenn man es ein mal raus hat, dann ist das kein Problem.

    Mit den Lösungswegen beschäftigen sich Mathematiker – also ich käme nicht mal so eben auf die Lösung. Klar, wenn man einen Weg kennt ist es einfach – aber selbst auf diese Algorithmen kommen, und das dann auch noch mit 10 Jahren? Und sich diesen Algorithmus dann auch noch so merken, das man jeden Würfel wieder hinbekommt? Glaub ich eher nicht. Mich stört einfach dieses Getue " Wie, du kannst das nicht?" (Ein Mathematiker der sich mit dem Ding beschäftigen wäre nicht so arrogant). Die Kinder erzählen auch gerne mal von Liedern, die sie 'komponiert' hätten, und mich stört dieses sich mit fremden Federn zu schmücken einfach, vor allem wenn mein Kind dann so voll naiver Bewunderung ist oder sich halt klein und dumm fühlt, weil andere das so leicht können..

    Zitat

    Die Kinder erzählen auch gerne mal von Liedern, die sie 'komponiert' hätten, und mich stört dieses sich mit fremden Federn zu schmücken einfach,

    Gut, kann ich verstehen. Aber anstatt dich jetzt ewig mit der Frage zu beschäftigen, ob die anderen Kinder das tatsächlich können, solltest du deinen Sohn ein bisschen ermutigen, auf die Fähigkeiten der anderen nichts zu geben. Er hat doch mit ganz großer Sicherheit auch welche. Es muss ja nicht jeder alles können und nur weil die anderen diesen Zauberwürfel lösen können, heißt das noch gar nichts.

    Ich meine mit 'lösen' nicht, eine Anleitung zu verstehen und den Würfel dann wieder richtig zu drehen, sondern einen total verdrehten Würfel ohne Anleitung richtig zu drehen und dieses dann immer wiederholen zu können. Wer das im Grundschulalter schafft gehört meiner Meinung nach in ein Förderprogramm für Hochbegabte! Ich bin über die vielen Genies an unserer Grundschule erstaunt.

    Natürlich hat das nicht jedes Kind alleine herausgefunden, wie der Würfel richtig gedreht werden muss. Vllt. ist irgendwann mal ein Kind drauf gekommen oder hat es vllt. gesagt bekommen und es den anderen gezeigt. Oder einer konnte es und die anderen waren so begeistert, dass sie sich das zu Hause haben zeigen lassen.


    Ich versteh ja, dass dich das ärgert, dass dein Kind nun als "doof" dasteht, nur weil er das nicht kann. Aber was hast du davon, zu wissen, ob die Kinder da selber drauf gekommen sind oder nicht. Das ist doch vollkommen irrelvant. Bestärke lieber deinen Sohn.

    Zitat

    Ich fänd's nicht o.k., wenn mein Kind behaupten würde, er sei selbst auf die Lösung gekommen..

    also man muss ja unterscheiden zwischen algorithmus verstehen&anwenden und algorithmus selber entwickeln. letzteres ist ja (seeeeehhhrrr) viel schwerer. also ich kann beim zauberwürfel nur eine seite lösen, aber könnte mir mit vielleicht einer stunde arbeit den beginner-algorithmus aus dem netz aneignen und vielleicht auch danach einem kind erklären. ":/


    ich kann mich übrigens nicht daran erinnern, dass bei uns jemand den würfel wirklich konnte. oder ich hab die rubick-nerds ignoriert 8-)

    Bei uns gibt's schon zwei, drei, die den gelöst haben, und ich glaube auch, dass es ohne Anleitung geklappt hat... Ich würd das sicher nicht hinkriegen, vielleicht mit ganz, ganz viel Zeit (vielleicht krieg ich's bis zur Rente hin, wenn ich heute anfange ;-D ). Wahrscheinlich würd ich's aus Verdruss ohne Anleitung probieren, weil mir das mit Anleitung wohl zu blöd wäre... ??"Anleitungen? Ich drück so lang auf die Knöpfe, bis es klappt..."?? ;-D

    Zitat

    Ich meine mit 'lösen' nicht, eine Anleitung zu verstehen und den Würfel dann wieder richtig zu drehen, sondern einen total verdrehten Würfel ohne Anleitung richtig zu drehen und dieses dann immer wiederholen zu können. Wer das im Grundschulalter schafft gehört meiner Meinung nach in ein Förderprogramm für Hochbegabte! Ich bin über die vielen Genies an unserer Grundschule erstaunt.

    Ich höre auch oft Leute sagen, ihre Kinder könnten perfekt Klavier spielen oder perfekt Englisch sprechen. Am Ende spielen sie ein kleines Menuett oder können ein paar Wörter mehr als die Eltern. Man muss schon etwas mehr wissen, um zu erkennen, wie wenig man eigentlich weiß.