Machtkampf mit Einnässen?

    Hallo liebe Muttis,


    ich habe ein schon länger andauerndes Problem mit meinem Sohn, 5 Jahre alt.


    Und zwar versuchen wir schon seit 1,5 Jahren, dass er auch nachts sauber wird.


    Meine Mutter hat leider auf eigene Faust und ohne Absprache einfach mal nachts die Windel weggelassen und er ist seitdem NUR BEI OMA UND OPA sauber. Zuhause hat es anfangs auch ab und an geklappt, meist aber nur in Verbindung mit Versprechungen oder Listen, auf denen dann ein Punkt ausgemalt werden durfte und er nach 20 mal Ausmalen eben eine Kleinigkeit bekommen hat.


    Inzwischen ist er aber soweit, dass er richtige Bäche ins Bett macht, es ist tropfnass. Mein Mann geht 2 mal pro Nacht mit ihm aufs Klo, aber es ist immer wieder was drin.


    Eine Klingelhose haben wir auch schon probiert, was wir aber wieder gelassen haben, da mein Sohn schnell schwitzt und die Hose dabei immer geklingelt hat von der Wärme.


    Inzwischen ist es so, dass er auch tagsüber wieder in die Hose macht (also sein Geschäft) und das belastet unsere Familie inzwischen sehr.


    Das Haus stinkt nach Pipi ziemlich penedrant, weil ich nicht jeden Tag das komplette Bett waschen kann.


    Windeln will ich ihm allerdings keine mehr anziehen, da ich weiß, dass es auch ohne klappt.


    Das Thema einfach zu übergehen schaffen meine Nerven zwischenzeitlich nicht mehr. Dafür dauert es schon zu lang.


    Ich denke nicht, dass es mit dem üblichen organischen Bettnässen zu vergleichen ist, sondern ein Machtkampf ist. Mein Sohn ist unheimlich clever, schreibt schon seit er 3,5 ist und spricht Englisch.


    Ich weiß mir nicht zu helfen – was haltet Ihr von Coaching bzw. Psychologen? Hat jemand damit Erfahrungen gemacht?


    Danke.

  • 30 Antworten

    hallo,


    ich habe dasselbe problem wie du.....


    mein sohn wird im august 6 und ist nachts noch nicht trocken.mein arzt hat mir gesagtdas kann von einem auf den anderen tag sein das er trocken ist nur man solle die kinder nicht drängen denn unter druck würde es wohl garnicht klappen.mittlerweile habe wir ihn auch wieder windeln angezogen weil man sonst mit dem waschen nicht hinterher kommt.hast du schon mit deinem kinderarzt gesprochen oder mal die blase untersuchen lassen.?


    *:)

    Hallo,


    ich hab schon einige Male mit dem Kinderarzt gesprochen und er meinte, er hätte noch Zeit, ich sollte den Winter abwarten (das sagte er mir im letzten Oktober).


    Ich frage mich nur, warum er bei meinen Eltern trocken ist und zuhause nicht.


    Ich nehme es langsam persönlich. Im Ernst. Mich belastet das sehr (sicher merkt er das dann auch) und ich werde ziemlich nervös, wenn es um dieses Thema geht.


    Ich denke, er will uns damit ärgern bzw. zeigen, dass er am längeren Hebel sitzt.


    Das hört sich für Außenstehende sicher hart an, aber ich kenn meinen Sohn ja schließlich am besten und bin mir sicher, dass es eine Art Machtkampf sein soll.

    ich glaube eher das er weiß das ihr es quasi vom ihm verlangt und er sich damit unter druck gesetzt fühlt.ich denke wird bei uns wird genauso sein...du kannst ja auch ma ne 2. meinung von nem anderen arzt holen...ich werde das auch tun wenn sich bis zum herbst nichts ändern sollte.....

    Wenn du schon selber sagst, daß es ein Machtkampf ist, dann nimm dich da raus. Mit einem 5jährigen läßt man sich nicht auf sowas ein. Windeln und gut.


    Wenn er das mistig findet, erkläre ihm, daß du keine Lust hast, ständig zu waschen. Keine langen Debatten, keine Diskussionen. Wenn er meint, daß er groß genug ist, um ohne Windel zu schlafen, dann wird er es dir sagen.


    Was ich meine: mach' kein ganz großes Kino draus, kein immer wieder auftauchendes Thema.

    Hat er vielleicht vor irgendwas Angst oder so? Also ich meine irgendwelche Psychischen Probleme, die er bei deinen Eltern nicht hat? Ich will dich nicht angreifen oder so @:)

    Dein Problem kannte ich auch... Unser zweiter Sohn hatte das gleiche Problem, auch wir waren uns nicht sicher ob das ganze ein körperliches oder seelisches Problem sei. Machtprobe schlossen wir aus. Die Klingelhose brachte gar nichts, alle erwachten davon inkl. den Nachbarn - nur Sohnemann schlief seelenruhig weiter. Die Kinderärztin überwies uns in die Kinderklinik. Schlussendlich die Diagnose: kleine Blasse fürs Alter, trainieren am Tage mit noch 15 Minuten warten bis aufs Klo gehen. Und wir mussten ihn einige Nächte um 10 und um 2 Uhr wecken und den Urin messen. Jedes Mal war die Blase voll, obwohl er nichts getrunken hatte. Ihm fehlte ganz einfach noch die "Reife" den Urin in der Nacht zu konzentrieren. Ein Hormon-Problem! Wir haben mit 7 Jahren probiert ihm das Hormon per Nasenspray jeden Abend zuzuführen. Hat 3 Monate super geklappt (welch ein Erfolgserlebnis). Leider waren wir nach dem Absetzen wieder bei den nassen Nächten... Aber immerhin, wenn er auswärts schlief, konnte er den Spray verwenden und musste keine Angst haben, dass es passiert... In der Kinderklinik haben sie uns gesagt, dass wir damit rechnen dürfen, dass unser Sohn es lernt mit Einsetzen der Pubertät - und tatsächlich mit 12 Jahren klappte es. Aber auch heute noch muss er oft nachts aufs Klo. Uebrigens sein Vater auch, die Grossmutter und ihre Schwester haben auch ihr Leben lang jede Nacht mal raus gemusst. Es ist anscheinend vererblich.


    Lass das doch mal abklären - als wir die Diagnose hatten, blieben wir viel ruhiger. Und Sohnemann hat morgens die Bettwäsche allein in die Waschmaschine gesteckt, so war es ihm auch nicht mehr peinlich. Und es passierte auch nicht mehr jede Nacht.


    Viel Glück und gute Nerven :)^

    Hallo sherah999 ich kann Danny nur zustimmen, auf keinen Fall drängeln. Mein Sohn ist auch 6, er war bereits trocken und fing wieder an einzunässen. Wir sind damals umgezogen und er bekam ein sehr viel gößeres Kinderzimmer als er vorher hatte, wahrscheinlich lag es daran. Bei meinen Eltern ist er auch meist trocken aber z H eben nicht immer. Wir waren beim Arzt und haben die Blase bzw den Urin untersuchen lassen, war aber alles in Ordnung. Unsere KÄ sagte uns auch, dass es von Heute auf Morgen wieder aufhören kann. Da ich auch mit dem waschen nicht hinterher kam und mich DAS vor Allem stresste, habe ich mit meinem Sohn vereinbart, dass er Pyjamahosen trägt – das sind KEINE Windeln! Er besteht drauf :) Sehen aus wie Windelhosen und lassen sich wie Schlüpfer anziehen, haben coole Motive und er schläft damit sogar bei Freunden und hat keine Angst mehr, dass er ausgelacht werden könnte. Wir haben auch einen Kalender, in dem er selber aufmalt, bei Nässe eine Träne und bei Trocken eine Sonne. Wir haben auch beibehalten, wenn er fünf Sonnen hintereinander hat, dann kann er sich (im Rahmen ) etwas aussuchen. Kino, kl. Spielzeug oder ähnliches. Ich thematisiere es so gut wie gar nicht mehr,das stresst nur uns beide. Er kommt von ganz alleine und ist stolz, wenn er nur noch eine Sonne braucht und weist mich darauf hin. Ich würde auf keinen Fall davon ausgehen, dass dein Sohn einen Machtkampf führt, das darfst du gar nicht denken. Manche Kinder sind nun mal sehr sensibel und ich betrachte solche Dinge als klare Aussage. Ich bin gerade wieder SS und mein großer fing plötzlich wieder an, am Tag mehr als nun mal einen Tropfen, sogar Stuhl im Schlüpfer zu haben. Das ist kein Machtkampf, das ist Stress und Angst, dem man geduldig und liebevoll begegnen muss. Spätestens beim Stuhl in der Hose habe ich mich gefragt, WAS hat er ? Unsere KÄ und ich sind der Meinung, dass es bei uns daran liegt, dass er großer Bruder wird. Er feud sich drauf und redet viel vom Baby in meinem Bauch, er war auch mit beim Ultraschall und hat es im "Fernsehen" gesehen – dennoch scheint es in ihm etwas auszulösen – er selbst kann es nicht benennen und ich will nicht spekulieren und ihn vllt noch irgendwas einreden. Hinzukommt, dass er dieses Jahr in die Schule kommt und ohnehin alle zu ihm sagen, du wirst jetzt ein großer und "dann gehts anders rum" und all die Sprüche, ich denke, dass so viele Einflüsse schon etwas bewirken. Vllt gab es ja bei euch auch eine Veränderung oder es steht eine an, vllt reagiert Dein Sohn darauf genauso sensibel. Ich kann nur sagen, dass es bei uns stressfreier läuft, seit wir die Hosen anziehen (also mein Sohn). Das Bett bleibt trocken, er zieht sie selbständig an und aus, fürht fleißig seinen Kalender und neuerdings kommt er sogar von ganz allein und sagt, er möchte es gern ohne probieren. Auch wenn ich die Befürchtung habe, dass ich am Folgetag das Bett waschen kann unterstütze ich ihn und sage ihm, klar, gern, wenn Du das möchtest, dann probieren wir es. Es klappt natürlich nicht immer, auch nicht, wenn ich ihn noch mal raus hole,


    und ich wasche fleißig Betten :)D – ich stelle ihm dann am nächsten Abend frei, ob er es noch mal probieren möchte aber meist bevorzugt er dann seine Hosen. Ich bin überzeugt, dass unsere Jungs das schaffen. Du wirst sehen (und ich auch :)z ) plötzlich hört das auf. Wir dürfen nur nicht die Geduld verlieren.

    Und das hier

    Zitat

    Wir haben auch einen Kalender, in dem er selber aufmalt, bei Nässe eine Träne und bei Trocken eine Sonne. Wir haben auch beibehalten, wenn er fünf Sonnen hintereinander hat, dann kann er sich (im Rahmen ) etwas aussuchen. Kino, kl. Spielzeug oder ähnliches. Ich thematisiere es so gut wie gar nicht mehr,das stresst nur uns beide.

    paßt nicht zusammen.


    Hier wird sehr wohl thematisiert; und das mindestens einmal täglich. Ich sage nach wie vor: je weniger Zauber man um die ganze Geschichte macht, desto eher wird sich das erledigt haben.

    Ich kann mich zwar nicht mehr gut dran erinnern, aber bei mir war das wohl tatsächlich eine Art Kampf zwischen meiner Mutter un mir. Ich bin dann beim Kinderpsychologen gelandet.. Wäre vielleicht mal ne Idee? Also mehr im Sinne von zusammensetzen und eine konstruktive Strategie erarbeiten, nicht von Pathologisieren.

    Hallo sherah999 ich kann Danny nur zustimmen, auf keinen Fall drängeln. Mein Sohn ist auch 6, er war bereits trocken und fing wieder an einzunässen. Wir sind damals umgezogen und er bekam ein sehr viel gößeres Kinderzimmer als er vorher hatte, wahrscheinlich lag es daran. Bei meinen Eltern ist er auch meist trocken aber z H eben nicht immer. Wir waren beim Arzt und haben die Blase bzw den Urin untersuchen lassen, war aber alles in Ordnung. Unsere KÄ sagte uns auch, dass es von Heute auf Morgen wieder aufhören kann. Da ich auch mit dem waschen nicht hinterher kam und mich DAS vor Allem stresste, habe ich mit meinem Sohn vereinbart, dass er Pyjamahosen trägt – das sind KEINE Windeln! Er besteht drauf :) Sehen aus wie Windelhosen und lassen sich wie Schlüpfer anziehen, haben coole Motive und er schläft damit sogar bei Freunden und hat keine Angst mehr, dass er ausgelacht werden könnte. Wir haben auch einen Kalender, in dem er selber aufmalt, bei Nässe eine Träne und bei Trocken eine Sonne. Wir haben auch beibehalten, wenn er fünf Sonnen hintereinander hat, dann kann er sich (im Rahmen ) etwas aussuchen. Kino, kl. Spielzeug oder ähnliches. Ich thematisiere es so gut wie gar nicht mehr,das stresst nur uns beide. Er kommt von ganz alleine und ist stolz, wenn er nur noch eine Sonne braucht und weist mich darauf hin. Ich würde auf keinen Fall davon ausgehen, dass dein Sohn einen Machtkampf führt, das darfst du gar nicht denken. Manche Kinder sind nun mal sehr sensibel und ich betrachte solche Dinge als klare Aussage. Ich bin gerade wieder SS und mein großer fing plötzlich wieder an, am Tag mehr als nun mal einen Tropfen, sogar Stuhl im Schlüpfer zu haben. Das ist kein Machtkampf, das ist Stress und Angst, dem man geduldig und liebevoll begegnen muss. Spätestens beim Stuhl in der Hose habe ich mich gefragt, WAS hat er ? Unsere KÄ und ich sind der Meinung, dass es bei uns daran liegt, dass er großer Bruder wird. Er feud sich drauf und redet viel vom Baby in meinem Bauch, er war auch mit beim Ultraschall und hat es im "Fernsehen" gesehen – dennoch scheint es in ihm etwas auszulösen – er selbst kann es nicht benennen und ich will nicht spekulieren und ihn vllt noch irgendwas einreden. Hinzukommt, dass er dieses Jahr in die Schule kommt und ohnehin alle zu ihm sagen, du wirst jetzt ein großer und "dann gehts anders rum" und all die Sprüche, ich denke, dass so viele Einflüsse schon etwas bewirken. Vllt gab es ja bei euch auch eine Veränderung oder es steht eine an, vllt reagiert Dein Sohn darauf genauso sensibel. Ich kann nur sagen, dass es bei uns stressfreier läuft, seit wir die Hosen anziehen (also mein Sohn). Das Bett bleibt trocken, er zieht sie selbständig an und aus, fürht fleißig seinen Kalender und neuerdings kommt er sogar von ganz allein und sagt, er möchte es gern ohne probieren. Auch wenn ich die Befürchtung habe, dass ich am Folgetag das Bett waschen kann unterstütze ich ihn und sage ihm, klar, gern, wenn Du das möchtest, dann probieren wir es. Es klappt natürlich nicht immer, auch nicht, wenn ich ihn noch mal raus hole,


    und ich wasche fleißig Betten :)D – ich stelle ihm dann am nächsten Abend frei, ob er es noch mal probieren möchte aber meist bevorzugt er dann seine Hosen. Ich bin überzeugt, dass unsere Jungs das schaffen. Du wirst sehen (und ich auch :)z ) plötzlich hört das auf. Wir dürfen nur nicht die Geduld verlieren.

    Zitat

    gauloise

    nein, wir thematisieren nicht.


    Ich meine das im Sinne: das Kind jeden Tag fragen warum und ob es nicht mal dies oder jenes probieren mag all die kleinen Spielchen, die man sich als Erwachsener pseudoclever überlegt und damit ausschließlich Druck erzeugt und das Gegenteil erreicht. Alles, was das Kind von allein will – dazu gehört bei uns, dass er den Kalender malt – lass ich ihn machen. Dabei muss er niemanden Rede und Antwort stehen und es wird ihm auch nicht zum X-ten mal gesagt, wie unangenehm es ist, ständig SEINEN dreck weg zu machen... was übrigens auch (grundsetzlich) nicht zu unserer Kommunikation gehört, dass ich meinem Kind vorwerfe, welch arbeit es mir macht.


    Ich kann von einem Kind, dessen Kopf noch lange nicht so "verseucht" ist, wie der von uns erwachsenen wohl kaum erwarten, dass es im Tiefschlaf! einen Machtkampf gegen mich für führt.


    Ja unsere Kinder sind clever und kleine schlaue Wesen und sie wissen, wie sie uns kriegen, aber einem fünf/sechs Jährigen Machtkämpfe zu "unterstellen" :|N


    Grenzverschiebungen, ja, die sind ja auch wichtig für die Entwicklung und geschehen im ganz anderen Kontext.


    Ich denke Liebe und Geduld führt am Ende immer mehr zum "Erfolg" als Prügel und Strafe a la 80er Jahre Prügelerziehung.

    Zitat

    [Zitat aus einem zwischenzeitlich gelöschten Beitrag]

    Ich habe auch immer bekommen, wenn ich so fest und so entspannt geschlafen habe und nicht mitbekommen habe, dass ich ins Bett mache. Ich litt unter dieser Unterstellung, dass ich das als Machtkampf tun würde.


    Ich schlafe zur Zeit 5 – 7 Stunden und muss mindestens einmal raus.


    Bei der Oma war das Bett auch immer trocken, weil ich da nicht so fest und nicht so entspannt geschlafen habe.


    Ich würde zu einer Gummiunterlage im Bett und eine zweite Bettdecke raten und alles nasses sofort zu waschen. Ich finde es nicht gut, wenn es nach Urin riecht. Dem Kind ist das nämlich peinlich. Freunde wird es dann wohl nicht mit nach Hause bringen.