• Machtkampf mit Einnässen?

    Hallo liebe Muttis, ich habe ein schon länger andauerndes Problem mit meinem Sohn, 5 Jahre alt. Und zwar versuchen wir schon seit 1,5 Jahren, dass er auch nachts sauber wird. Meine Mutter hat leider auf eigene Faust und ohne Absprache einfach mal nachts die Windel weggelassen und er ist seitdem NUR BEI OMA UND OPA sauber. Zuhause hat es anfangs auch ab…
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    ich würde auch noch abwarten. meistens ist es den kindern peinlich wenn sie in die schule kommen und die klassenkammeraden bekommen etwas mit.


    allerdings könnte es auch sein, dass es grad wenn das große geschäft tagsüber in die hose geht, dass es hilft, wenn man das kind mal mit der hand die hose selber waschen lässt. aber nicht als strafe vermitteln, denn das würde ja wieder die negative aufmerksamkeit verstärken, sondern einfach ganz gelassen unter dem motto:


    ich weiss du kannst auf die toilette gehen wenn du willst und wenn das halt nicht willst, dann ist das deine entscheidung, aber dann mußt du mir eben beim waschen des maleurs helfen.


    das mal eine woche konsequent durchgezogen (das kind merkt mama und papa schimpfen nicht und ich muß den mist selber wegmachen) kann eventuell wunder wirken ;-)

    Zitat

    das mal eine woche konsequent durchgezogen (das kind merkt mama und papa schimpfen nicht und ich muß den mist selber wegmachen) kann eventuell wunder wirken

    :)^ Vielleicht sind den Kind die ständigen Diskussionen ums Einnässen, wofür es nichts kann, einfach auch zu viel und es macht deshalb das große Geschäft in die Hose. Ihr wird ja unterstellt, dass sie das Einnässen mit Absicht macht und sie kommt dann der Unterstellung mit dem Stuhlgang nach.

    Zitat

    ich weiss du kannst auf die toilette gehen wenn du willst und wenn das halt nicht willst, dann ist das deine entscheidung, aber dann mußt du mir eben beim waschen des maleurs helfen.


    das mal eine woche konsequent durchgezogen (das kind merkt mama und papa schimpfen nicht und ich muß den mist selber wegmachen) kann eventuell wunder wirken

    Das hat bei uns auch geholfen. Es ging zwar nie alles in die Hose, aber er hatte es eben zwei/drei mal nicht geschafft rechtzeitig zu gehen. Ich sollte dann den Hintern und den Schlüpfer waschen – hab ich aber nicht :=o ich habe meinem Sohn trockenes und feuchtes Papier hingelegt, hab ihm gesagt, hier hast du alles was du brauchst, versuch es bitte alleine. Ich bin dann aus dem Bad gegangen, mit dem Angebot, dass ich gern schaue,wenn er fertig ist, ob er auch wirklich alles wegbekommen hat. Das hat geklappt, auch das er seinen Schlüpfer selbst ausgespült hat.

    Zitat

    Ich denke nicht, dass es mit dem üblichen organischen Bettnässen zu vergleichen ist, sondern ein Machtkampf ist. Mein Sohn ist unheimlich clever, schreibt schon seit er 3,5 ist und spricht Englisch.

    Ein Machtkampf ist es mit Sicherheit nicht. Mir hat ein Arzt erklärt, dass Kinder, die geistig sehr weit sind, wie es bei deinem Sohn ja zu sein scheint, die körperliche Entwicklung "vernachlässigen". Sprich, das Trockenwerden steht erstmal hinten an.


    Wenn dein Sohn schon mit 3,5 gelesen hat und Englisch spricht, hilft vielleicht doch ein Psychologe weiter. Er kann dann feststellen, ob vielleicht eine Art Hochbegabung vorliegt.


    Sieh deinen Sohn nicht als Gegener, sondern versuche ihm zu helfen.


    Glaub mir, es ist auch für ihn nicht einfach! @:)

    Hallo – jetzt melde ich mich auch mal wieder zu Wort.


    Ich habe meinen Sohn auch schon seine Slips waschen lassen. Bzw. kam ich ins Bad wieder dazu (nachdem mal wieder ein Haufen in der Hose war) und er stand am Waschbecken und hat ganz vertieft den Slip ausgewaschen. War schon ne sehr komische Situation – also ohne Aufforderung etc.


    Ich denke, dass ich bei ihm organische Probleme eigentlich ausschliessen kann.


    Der Opa ist halt recht streng und ich denke, dass er dort schon aus Respekt nicht ins Bett macht. Dort darf er eben immer im grossen Bett zwischen Oma und Opa schlafen, wenn er nichts ins Bett macht.


    Naja – das mit dem Verhauen ist jetzt nicht eine Möglichkeit, die ich in Betracht nehme.


    Vielleicht nochmals zu uns, bzw. unserer Familienzusammenstellung. Ich bin mit meinem Mann verheiratet, meinen Sohn habe ich aus erster Ehe mitgebracht. Wir haben inzwischen noch Nachwuchs bekommen, ist 8 Monate alt.


    Es gab nie Probleme zwischen den beiden.


    Ich denke schon, dass ich Geduld habe. Aber ich frage mich nach 1,5 Jahren, wie lange diese Geduld noch Bestand haben soll/kann... ???

    shera,ist bei uns genauso wie bei euch.mein ältester ist auch aus ner früheren beziehung, mein freund und ich heiraten jetzt im sep und unsere gemeinsamer sohn ist jetzt 10 mon alt.....wie gesagt er wird bald 6.

    Bei uns ging das bis zur Einschulung.


    Dann war schlagartig Ruhe.


    Übrigens, selbe Konstellation. Kind aus erster Beziehung, in der "neuen" Ehe ist dann noch ein Kind dazu gekommen.

    Zitat

    Bzw. kam ich ins Bad wieder dazu (nachdem mal wieder ein Haufen in der Hose war) und er stand am Waschbecken und hat ganz vertieft den Slip ausgewaschen. War schon ne sehr komische Situation – also ohne Aufforderung etc.

    dann ist es kein machtkampf. denn dann hätte er ja nichts davon den slip freiwillig zu waschen.


    ich denke es könnte eine form von enkopresis sein. google das mal, da könnten evtl. ein paar gespräche mit einem kinderpsychologen sinnvoll sein wenn du dir unsicher bist @:)

    Ja, das glaub ich auch. vllt ist es ratsam mal einen Therapeuten zu fragen. Wie gesagt, von Machtkampf würde ich auf keinen Fall ausgehen.


    Und :

    Zitat

    Mein Sohn ist unheimlich clever, schreibt schon seit er 3,5 ist und spricht Englisch.

    das, solltest du nicht vergleichend ranziehen. Es ist schön, wenn er das schon kann und zeigt, das er Interesse und auch schon den nötigen Kopf dafür hat, doch auch nur durch entsprechende Animation. Also nicht in den Trott verfallen zu sagen, wenn du doch das kannst, warum kannst du dann nicht deine Ausscheidungen besser koordinieren.


    Mein Sohn kann auch schon was länger "schreiben" aber eigentlich kann er seinen Namen und das Übliche Oma, Opa etc nur malen. Tauchen die Buchstaben im anderen Zusammenhang auf, kann er sie eben noch nicht auseinanderhalten. Und das muss er ja auch nicht, die Schule geht noch lang genug ;-)

    Warum schließt hier eigentlich beinahe jeder kategorisch aus, dass es sich um ein Machtspiel handeln könnte?


    Kinder haben meist nur bei genau zwei Dingen die Möglichkeit, im weitesten Sinne "Macht" über die Eltern ausüben zu können: Bei der Nahrungsaufnahme und beim Trockenwerden. Bei diesen beiden Dingen sind Eltern absolut hilflos, weil sie ihr Kind eben weder zwingen noch erpressen können.


    Dass es auch andere Gründe geben mag ist selbstverständlich klar.


    Shera, gibt es denn Gründe, warum du von einem Machtspiel ausgehst? Andere Situationen im Alltag, aus denen du die Vermutung ableitest?


    Ich würde es vorläufig übrigens ebenso versuchen wie hier bereits vorgeschlagen: Windeln an und fertig. ;-)

    ist doch erstaunlich, wenn ein kind in einer emotional belastenden situation nicht extremer reagiert als damit, ins bett zu pinkeln :)^


    damit das so bleibt, solltet ihr darauf achten, dieses ventil nicht noch als zusätzlichen belastenden faktor zu handhaben.


    was um gottes willen spricht denn gegen windeln??? ":/

    Zitat

    Mein Sohn ist unheimlich clever, schreibt schon seit er 3,5 ist und spricht Englisch.

    Ich halte es übrigens für durchaus möglich, dass er eine ganz normale Intelligenz hat. Kinder lernen leicht, besonders Sprachen, wenn man sie darin unterrichtet. Viele Kinder wachsen zweisprachig auf. Man kann auch Kindern das Schreiben viel eher bei bringen, als sie zur Schule gehen. Ich finde das aber falsch. Auch das Englisch lernen. Das gehört ganz klar in die Schule, im Kindergartenalter sollte man andere Dinge erlernen. sherah999 vielleicht überforderst Du Deinen Sohn auch mit diesen Dingen.

    Gegen Windeln an sich sprech ich nicht – ich würde es eben nicht so abtun:Windeln an und gut.


    Wir haben auch wieder, wie beschrieben, Windelhosen an, das ist für alle beteiligten am stressfreisten. Doch kann und muss man mit einem Kind in diesem Alter darüber reden. Wir haben gemeinsam die Entscheidung getroffen und mein Sohn (6 J.) hat es verstanden.

    Zitat

    Warum schließt hier eigentlich beinahe jeder kategorisch aus, dass es sich um ein Machtspiel handeln könnte?

    Ich persönlich schließe das in diesem Bezug aus, weil meiner Meinung nach hier nicht dahinter steht Mama & Papa ärgern zu wollen und zu können. Das sitzt tiefer. Es geht nicht darum, dass das Kind sagt, ich will Eis, Mama sagt nein und Kind sagt : ich will aber trotzdem! Hier geh ich mit, dass getestet wird, wie konsequent ist Mama/Papa, und das Kind versucht, seine Grenzen zu erweitern. Wenn aber das Kind (wieder) anfängt in die Hosen zu kacken und nachts ein zu nässen, dann würd ich eben nicht von Grenzerweiterung im Sinne von Machtkampf reden.

    Mir kam eben noch ein Gedanke. Ihr habt doch ein Baby und das bekommt sicherlich mehrmals am Tag die Windeln gewechselt. Weißt du, ein Kind merkt schon während der Schwangerschaft, dass der permanente Zugriff auf Mama, wie es ihn ja vorher sicherlich hatte, eingeschränkt ist. Nun, da das Baby da ist, ist die emotionale Belastung und der Mama"entzug" greifbar und ständig vorhanden. Vllt denkt (unbewusst) dein Sohn eben, wenn ich einmache, dann habe ICH die ungeteilte Aufmerksamkeit von Mama – so oder so, sie muss sich um MICH kümmern. Ob postiv oder negativ...


    Nicht das ich unterstellen würde, du kümmerst dich nicht um deinen Sohn, das liegt mir fern. Aber manchmal reichen eben kleinste Veränderungen. Verbringt ihr denn auch manchmal Zeit zu zweit? Nur du und Dein Sohn – vllt so wie vor dem Baby?


    Wie handhabt ihr das denn sonst ? Ist er der große, muss Verständnis zeigen, rücksicht nehmen, warten?


    Wie gesagt, ich will dich damit nicht angreifen, das sind nur die Dinge, die uns jetzt schon von Außen begegnen. Von sämtlichen Seiten kommt an meinen Sohn gerichtet: wenn das Baby dann da ist, bist DU der große Bruder (das ist ja noch okay), dann musst DU der Mama helfen (nein, das muss er nicht!) oder "sowas kannst DU dann aber nicht mehr machen, wenn das Baby da ist" (warum nicht?!) Die Einflüsse und Erwartungen von Außen sind manchmal recht groß – es gilt aber nicht alle zu erfüllen!

    eben. wieder einnässen (genauso wie andere rückschritte ins babyschema) ist bei geschwisterkindern in dem alter jetzt wirklich kein besonders selten auftretendes symptom.


    je nachdem, wie man darauf reagiert, verstärkt man es dann, weil man durch seine reaktion genau in diselbe kerbe haut. das ist wohl leider hier der fall.