Mein Sohn (5) "mag" mich nicht

    Ich hab so oft das Gefühl, er lehnt mich ab, dabei stimmt es so wohl gar nicht, er sucht mein Nähe, sucht Streit mit seinem kleinerem Bruder (2,5), wann auch immer es um die Nähe geht. Wenn es darum geht, auf dem Schoß zu sitzen, schubsen sie sich gegenseitig weg und einer heult, meistens der jüngere. Ist der jüngere mal am Schlafen oder nicht da, kann der 5j aber auch keine Nähe annehmen.. auch nicht nachts im Schaf.. er nässt regelmäßig noch ein und wird dann um +-Mitternacht wach er sagt zu mir aber immer nur "geh weg".. später nachts kommt er aber zu mir ins Bett und kuschelt sich an mich.


    Ich mach mir Vorwürfe, dass ich ihn als Baby nicht oft genug körperliche Zuneigung gezeigt habe.. bei meinem jüngeren Sohn konnte ich das viel eher. Für mich selber war es ein Lernprozess.. ich kannte Zärtlichkeit in der Familie GAR nicht.


    Bei meinem jüngerem war es viel besser,der ist auch viel mehr "in den Arm" und da geht das alles auch viel leichter von der Hand. Dabei hab ich sei doch beide gleich lieb. Sie sind vom selben Vater, auch wenn zig Trennungen dazwischen waren (aber seit 3 Jahren konstant getrennt).


    Nur der ältere.. er lässt immer so ne Abwehr spüren. Auch bei normalen Dingen. Richtig Ohr wird er nur, wenn man ihm Sinn und Zweck des Lebens, Weltraum, Sonne; Mond usw erzählt.. und wenn er Fragen hat, die man "so" nicht beantworten kann, und das sind viele "Blöde Mama. Du weißt doch gar nichts"


    Erfahrungen? bitte keine Klugscheißer xD ich mach mir selbst so viel Gedanken..

  • 21 Antworten

    Erstens mit 5 distanzieren sich Kinder von die Eltern. Normale Entwicklungsschritt.


    Zweitens: meine älteren Sohn hat seine kleine Bruder ein Kissen ins Gesicht gedrückt, ihm mit Roller überfahren - Eifersucht. Gleiche Altersabstand wie deiner. Kuscheltyp war der Große nie.sohn Nr 2 kuschelt auch noch mit 14.


    Schwester kam alsder Große 5 war dazu "meine kleine Prinzessin". Er sang Lieder damit sie einschlieft. Sohn 2 war überhaupt nicht begeistert.


    Jetzt sind die Jungs Jugendliche und streiten sich nie. Mit ihre Schwester aber schon....


    2 Jungs oder 2 Mädchen sind immer schwierig und wenn du mehr Aufmerksamkeit der kleiner widmest.... Klar warum er eifersüchtig ist. Versuche ein Tag pro Woche einzurichten wo du einen Ausflug nur mit der Große machst. Kleiner bleibt beim Vater.

    Ich denke, da liegt ein großes Missverständnis vor: (Klein)Kinder müssen ihre Eltern nicht mögen. Bzw. wäre es das Ideal, wenn Eltern ihr Selbstbild nicht davon abhängig machen würden, wie sehr sie von ihren Kindern gemocht werden, denn der normale Regelfall ist umgekehrt: Kinder mögen ihre Eltern, die Erwachsenen sind aber nicht von der positiven Zuwendung der Kinder abhängig. Eltern-Sein bedeutet in meinen Augen nun mal nicht, dass man der beste Freund der Kinder ist. Will heißen: Freundschaft, Zuneigung der Kinder ect. sollten auf Elternseite "relativ" irrelevante Faktoren sein, genauso, wie ich im Arbeitsleben in erster Linie nicht nach Freunden, sondern nach einem Auskommen suche.


    Vielleicht als Beispiel: Das Kind freut sich, wenn es Eis essen darf. Klar, wer nicht? Das bedeutet aber nicht, dass man dem Kind etwas Gutes tut, wenn man Konflikten aus dem Weg geht und das Kind fortan mit Eis ernährt.

    Kinder sind unterschiedlich im Nähebedürfnis. Das solltest du unbedingt akzeptieren. Bei mir war es die Tochter, die weniger "kuschelig" war.


    Wenn er eingepullert hat und sagt: geh weg.... es ist ihm sicher unangehm...lass ihn dann, lass es ihn selbst beseitigen, wenn er das will. Er kann es doch allein in die Waschmaschine legen.

    Zitat

    Blöde Mama. Du weißt doch gar nichts"

    Das ist doof, wenn er das mehrmals sagt. Mach ihm klar, dass jeder Dinge weiß und andere nicht. Am Beispiel verschiedener Berufe klappt das vielleicht. (und blöde Mama hat er nicht zu sagen, das ist ein Erziehungsprozess.)


    Seine Fragen kannst du aber ernst nehmen, indem ihr in die Bücherei geht und schaut, ob es dort Antworten auf seine Fragen gibt.


    Als mein Sohn 5 war, war es mit den Fagen ähnlich... er sagte dann immer : das hat Papa aber anders erklärt. 1. habe ich dann immer voher gefragt: was hat Papa erklärt und 2. drauf geachtet, dass ich ihm Dinge gezeigt habe, die ich besser wusste. Bei uns hat sich dann herausgebildet, dass der Papa für Technik zuständig war und ich für Natur (Pflanzen, Tiere etc.)

    Lass den 5 Jährigen mal überprüfen. Geh zum Kinderarzt und lasse dir eine Überweisung für ein Sozialpädiatrisches Zentrum geben. Dort würde ich den IQ überprüfen und andere psychologische Tests machen lassen.

    ...Achso..und lass ihn mal bei youtube Videos über das Weltall anschauen oder was ihn halt interessiert. Dann bekommt er seine Fragen beantwortet.


    Könnte gut sein, dass sein Verhalten ein Ausdruck von Unterforderung ist...

    Ich finde dieses Abgrenzungsbedürfnis bzw. Nähe-/Abstoßungswechselspiel deutet auf eine Problem hin. Nicht dass ich Ahnung davon hätte, aber das kommt mir so vor, als ob der Junge einer Spannungsquelle ausgesetzt ist, die schädlich ist. Oder eine Störung in der Vertrauensbildung.


    Zu sehr würde ich kein Drama da draus machen, aber ich finde es irritierend und man sollte vorsichtig ergründen, ob Gegen- oder Korrektionsmaßnahmen erforderlich sind.


    Kann sein er hat irgendeine Frustration im Kindergarten, oder vielleicht doch vormalige zu unsichere oder wechselhafte, nicht kalkulierbare Zuwendung? Ich kenne mich damit nicht aus.


    Was mir gut gefällt, ist der kleine Abenteurer im Jungen, der die Welt erforschen wird. Hier ist ein ggroßes Potenzial für die zukünftige Entwicklung, und alle Informationen über den Globus, die Kontinente, Vulkanismus, Plattentektonix, den Ozean, die Hochgebirge und Urwälder und die Astronomie und Geschichte kann man hier gerne bereitstellen und wird gerne genommen.


    Später Reiseberichte des goldenen Zeitalters der Entdeckungen, Afrika, die Pole, die Nordwestpassage, die Südsee, Mt. Everest, etc.


    Und alles was mit Natur zu tun hat: Angeln, Zelten, Feuermachen, Wanderungen planen, vielleicht mit auf die Jagd gehen, Skifahren, Bergwandern, Scheiße schippen auf dem Bauernhof, Staudamm bauen, etc., etc.


    Aus meiner Erinnerung ist die Vergesellschaftung, Zivilisation, Kindergarten, Schule, die Gruppe eine Quelle der Frustration gewesen (warum auch immer). Also wenn ich ein Elternteil wäre dann würde ich versuchen naturnahe Reize zu setzen, und auch zukünftig alle handwerklichen Fähigkeiten aufbauen, die Spass machen, evtl. Gartenbau, Holzmachen, Reparieren, Renovieren, etc.

    Zitat

    Nähe-/Abstoßungswechselspiel deutet auf eine Problem hin. Nicht dass ich Ahnung davon hätte, aber das kommt mir so vor, als ob der Junge einer Spannungsquelle ausgesetzt ist, die schädlich ist. Oder eine Störung in der Vertrauensbildung.

    entschuldige , darf ich fragen , ob du Kinder hast?


    Ich halte Nähe- / Abstoßverhalten für völlig normal. Kind reagiert noch ganz frei, wie ihm gerade zu Mute ist.


    Es gibt wenig Kinder die immer Nähe wollen oder immer nur wegstoßen. (letzteres wäre auffällig)...aber ein Wechseln nicht!

    der junge is 5.. seit 3 jahren seid ihr wirklich getrennt. wie viel hat er von dem theater vorher mitbekommen?


    ich hab den eindruck, daß da der hund begraben liegt. urvertrauen in die eltern kaputt..

    Wenn dein Sohn Distanz und Nähe im Wechsel braucht und es auch deutlich machen kann, dann bleibt eigentlich nur, dir zu deinem Kind zu gratulieren, dass sich ganz altersangemessen und sich seiner selbst bewusst um seine Bedürfnisse kümmert. Toll. Das du dich abgelehnt fühlst, ist ein Problem. Und zwar deins, wo du es auch lassen solltest. Dein Kind hat da eigentlich gar nichts mit zu tun.

    Ich finde das auch total normal und zu deiner Angst in Bezug auf die Nähe und den schwierigeren Start kann ich nur sagen: bei uns ist es die Kleine, der ich viel eher Nähe geben konnte, die gerade mit 2,5 in der "geh weg du doofe Mama" Phase ist. Das hat damit nicht zwingend was zu tun, oft ist das einfach ein Ausdruck von Frust. Gerade beim Einpullern würde ich ihn einfach mal am Tag zur Seite nehmen und ihn fragen was da helfen könnte, wie er es dann am liebsten hätte und so zusammen einen Weg finden.


    Bei den Fragen würde ich klar machen das man nicht dumm ist nur weil man gerade etwas nicht weiß, niemand auf der Welt weiß jemals alles und das ist ganz in Ordnung so. Wäre anders ja auch langweilig weil man dann nichts Neues mehr lernen könnte. Wichtig ist nur, dass man weiß wo man was Neues lernen kann. Ich würde ihn keinesfalls einfach vor ein Youtube video setzen sondern zusammen mit ihm das spannende Rätsel lösen. Schreibt doch die Fragen zusammen auf eine Liste und geht einmal die Woche zusammen in die Bücherei. Da könnt ihr dann beide was Neues lernen und habt noch etwas das euch verbindet, wo Nähe herrscht, in einem Bereich der ihm Freude bereitet.

    @ Birkenzweig

    Zitat

    ich hab den eindruck, daß da der hund begraben liegt. urvertrauen in die eltern kaputt..

    :-o


    %-| geht es nicht noch ein bisschen dramatischer? %-| Urvertraueb kaputt = Kind kaputt und nun?


    Was soll denn die TE mit solchen Texten anfangen? Sich Vorwürfe machen? Nein nicht jedes Trennungskind trägt einen nicht wiedergutzumachenden Schaden davon.

    Zitat

    "Blöde Mama. Du weißt doch gar nichts"

    ist eine Grenz-Überschreitung.


    Leider ist auf diesem Forum ein zwanghaftes Vehalten zu beobachten, solche Unmöglichkeiten nicht nur zu entschuldigen, sondern nich zu verklären. Deshalb sage ich dazu nichts weiter als mein"solche Unmöglichkeit"