• Mein Sohn und die Schule

    Wir wissen derzeit nicht so recht, was wir mit unserem Sohn machen sollen. Vorab: Unsere beiden Jungs gehen auf's Gymnasium, der Große in die 7., der Kleine in die 6. Klasse. Es geht um den Kleinen, 11 Jahre alt. Bei ihm wussten wir nicht so recht auf welche Schule er gehen soll, hatten in Klasse 4 mehrfach Kontakt mit dem Beratungslehrer, und weil er…
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    ElafRemich0815 schrieb:

    Natürlich fiel mir auf der Realschule nicht alles in den Schoß. OK, manches schon. Man muss auf jeder Schule lernen, aber dort stellte sich auch ein Lernerfolg ein, der mir vorher so gut wie immer verwehrt war.

    Klar, auf der Realschule muss man auch lernen. Und auch da gibt es bestimmt Lehrer, die man nicht mag, oder Zeug, das man nicht lernen mag.

    wintersonne 01 schrieb:

    und solche Konseuenzen, die ihn jucken - also nachmittags im Freizeitbereich was streichen

    ? klingt hart, aber es muss ihn interessieren, dass es läuft , manchmal geht Motivation auch um die Ecke ;-) was wäre mit einer Belohnung ... aber lanfristig ...

    Dieses Kind zu "bestrafen", ist halt wirklich schwierig. Wenn man ihm sagt, die Playstation ist jetzt erstmal gestrichen, juckt ihn das tatsächlich einfach nicht. Wenn das Handy mal ein paar Tage weg ist, auch nicht. Das nimmt er tatsächlich einfach so hin. Rausgehen soll er ja, und ansonsten? Und eine längerfristige Belohnung fällt mir echt nicht ein.

    wintersonne 01 schrieb:

    Leider kenne ich Bsp. wo das die ganze Schulzeit so gelaufen ist , sehr kluges Kind ...runter vom Gymnasium , Regelschule sich so ohne was zu machen geraade so durchgekommen, 3 Lehren abgebrochen , liegt nur noch auf dem Sofa rum. Hin und wieder mal Aushilfsjob.

    Das ist dann halt wirklich blöd! Sowas möchte ich für meinen Sohn auf keinen Fall.

    Paritu schrieb:

    Und ich habe in meiner Umgebung (privat und beruflich) genug Beispiele dafür, dass es eben kein Allheilmittel ist einfach vom Gymnasium runter zu gehen. Manchen tut das gut, aber viele haben dann auf der nächsten Schule exakt denselben Ärger weiterhin.

    Wenn man das halt vorher wüsste. ":/

    tiramisu01 schrieb:

    Mit corona sicherlich schwierig, aber vielleicht gibt es andere Methoden, um diese Erkenntnis zu erarbeiten, dass ein paar Dinge einfach notwendiges Übel sind. Blöd scheint er ja nicht zu sein.

    Nein, blöd ist er sicher nicht. Und dass man für viele Dinge was tun muss, weiß er grundsätzlich auch. Er hat eine Weile E-Gitarre gelernt. Irgendwann hatte er aber keinen Bock mehr zu üben, wurde nicht mehr besser, hat im Prinzip nur noch im Unterricht gespielt. Davon haben wir ihn dann mit Ansage abgemeldet, dafür war es mir zu teuer. Er wusste er würde abgemeldet werden wenn er nicht übt. Hat er halt trotzdem nicht getan.

    EdenRose schrieb:

    Daran das Tests geschrieben werden, hab ich mich meist erst kurz vorher wieder erinnert.

    Mein Sohn hat im letzten Schuljahr tatsächlich mal einen "Überraschungstest" geschrieben, weil er irgendwie nicht mitbekommen hat, dass der angekündigt worden war.

    EdenRose schrieb:

    Wenn mir was Spaß gemacht hat oder ich den Lehrer toll fand, war ich fleißig. Wenn mich was nicht interessiert hat, war ich faul und stur. Ich hatte gerade in Mathe und Physik öfter 4 oder 5 auf dem Zeugnis.

    So in der Art ist es wohl bei meinem Sohn auch. Ich habe halt wirklich Bedenken, weil der Stoff ja speziell in Mathe aufeinander aufbaut, dass er dann irgendwann gar nichts mehr versteht.

    EdenRose schrieb:

    Ich bin halt eine Chaotin, aber eben nicht dumm. Deswegen bin ich froh, dass man mich nicht vom Gymnasium runter genommen hat.

    Sehr beruhigend! Vielleicht ist das ja bei meinem Sohn auch so?

    hag-tysja schrieb:

    Das seine Leistung sich verschlechtern wird und dass diese Schulform ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Organisation fordert und viel Lernstoff bedeutet, ist doch eigentlich bekannt.


    Das können und sollen die Eltern nicht abfedern, indem sie ständig abtreiben und quasi die Hausaufgaben des Kinds machen.

    Weiß ich ja. Ich finde es bloß schrecklich schwierig, in quasi ins Verderben rennen zu lassen. Wenn ich weiß, dass er an Tag X was abgeben muss, und sehe, dass er praktisch nichts oder nur schludrig was macht, werde ich ganz kribbelig.

    hag-tysja schrieb:

    Da siehst du dann auch, ob seine Coolness und dieses unwillige Selbstbewusstsein echt sind oder Schutzverhalten, weil er längst überfordert ist und einfach auf diese Weise damit umgeht, eine Note nach der anderen zu verhauen.

    Dass er total überfordert ist, glaube ich eigentlich nicht. Seine Coolness ist seine Art. Und er ist halt einfach wirklich sehr selbstbewusst. Er benimmt sich schon recht pubertär, manchmal könnte man meinen, oder er meint, er sei mindestens 15.

    Ich gehörte in der Grundschule zu den guten Schülern - ohne viel Aufwand.

    Ich habe dann eine Realschule besucht und auch die gut abgeschlossen - ohne viel Aufwand. Das wäre am Gymi möglicherweise schief gelaufen. Realschule hatte auch den Vorteil, dass ich früher Schulschluss hatte und damit mehr Freizeit.

    Nach dem Realschulabschluss habe ich ein Fachgymnasium besucht. Da war der Arbeitseinsatz tatsächlich größer, aber auch die Motivation. Ich war älter und wollte Abi machen. Beim Studium das Gleiche. Ich wollte es und habe es dementsprechend durchgezogen. Allerdings wüsste ich von keinem meiner Kommilitonen, dass die im Semester mega viel getan hätten. Da wurde sich vor den Klausuren vorbereitet.

    Wobei zumindest für mich Vorbereitung und Interesse nicht zwangsläufig zusammenhängen. Die Fächer für die ich mich interessiert habe, funktionierten auch so. Vielleicht war es auch umgekehrt. Was so funktionierte war auch interessant.

    Zu Grundschulzeiten hatte ich einen Mitschüler, der hatte einen glatten 1er-Durchschnitt. Dementsprechend ging er zum Gymnasium. Er ist dann sitzengeblieben und hat die Klasse an der Realschule wiederholt und einen Realschulsabschluss gemacht.

    Ein Mitschüler aus der Realschule hatte auch nur fliegende Blätter und trotzdem gute Noten.

    Beim Studium hatte ich eine Kommilitonin, die hat sich von der Hauptschule bis zum Studium hochgearbeitet und das Studium auch abgeschlossen.

    Persönlich kenne ich jemand, der nach der 10. das Gymi abgebrochen hat, obwohl er es mit Fleiß geschafft hätte. Er hat eine Lehre gemacht und ist heute selbstständig.

    Das ist eben alles sehr individuell. Ich bin persönlich der Meinung, dass es im Zweifel mehr Sinn macht erstmal einen "niedrigeren" Abschluss zu machen. Den "höheren" Abschluss kann man immer noch draufsatteln, wenn man möchte. Möglicherweise ist dann die Motivation auch da und der Abschluss fällt möglicherweise sogar besser aus als wenn man sich jahrelang durchboxen musste. Möglicherweise sitzen durch den "einfacheren" Weg die Grundlagen auch besser und das angehängte Abi fällt dann leichter.

    Und als Erwachsener hast du noch viel mehr Dinge am Hals, die du durchziehen musst, ob du willst oder nicht. Das muss man sich vielleicht nicht schon als Kind antun.

    Ich habe jahrelang (!) das Gym meiner Kinder mit organisiert, mit ihnen gelernt, bin wieder mit in die Schule...

    und sobald ich sie etwas habe laufen lassen, ging nichts mehr. im nachhinein war das Blödsinn, weil unsere Beziehung immer mehr gelitten hat. Ein Kind ist zur Oberstufe in die FOS, das andere nach der 8. auf die Realschule, ab da war das Leben schön....


    Was Dein Sohn will, ist eh sekundär, ist doch klar, dass er auf seiner Schule bleiben will. Er kann das gar nicht entscheiden, dafür seid Ihr da, das habe ich bei uns und bei vielen vielen Bekannten und Freunden in ähnlichen Situationen gesehen. Kinder hängen immer an dem, was ihnen bekannt vorkommt auch, wenn es bessere Alternativen geben sollte.


    Wenn es jetzt schon Stress zwischen euch gibt, würde ich mich ziemlich zurück ziehen, denn sonst geht das ewig so weiter.... evtl. muss er halt auch mal ne Klasse wiederholen...

    ich würde nur noch helfen, wenn er fragt (!) und wenn dann das Schuljahr zu Ende ist entscheiden, ob er auf dem Gym bleibt und wohl wiederholen muss oder wechselt.


    Übrigens ist es Quatsch, dass das Gym der einzige Weg zur

    Hochschulreife ist.

    Ich bin promoviert. habe also den höchsten formalen Bildungsabschluss, den es zu erreichen gibt und habe bis heute kein Abitur :) - meine Hochschulreife sind drei Blätter, die zusammen wirken, ich bin über Realschule, FOS; Berufsausbildung, Wechsel des Bundeslandes etc.. zu einem Uni-Studium gekommen.

    Abitur ist nur eine Möglichkeit, in ein Studium zu kommen - warum muss man sich 9 Jahre Stress im Gym antun?

    Das Gym sollte eh ein Nischenschule für besonders Begabte oder Interessierte sein.


    Übrigens merke ich an der Uni als Dozent bei den Fähigkeiten der Studenten keinen Unterschied, ob jemand vom Gym oder der FOS/BOS kommt.

    Früher mal, ja, aber mittlerweile nicht mehr.

    warum muss es denn das Gymnasium als Schulform sein, wenn es ihn doch offensichtlich auch nicht interessiert, was da gelehrt wird oder was er arbeiten muss?

    Das ist doch für ihn auch vertrödelte Zeit. Vielleicht wäre eine Realschule, die sich auf Technik oder Hauswirtschaft oder Kunst oder Sozialwesen oder whatever spezialisiert auch etwas, was ihn lieber in die Schule gehen lassen würde. Ist doch ziemlich viel Zeit, die er dort verbringt. Zudem wäre er dann mittags zu Hause.

    Das war bei einem meiner anderen Kinder das Argument für die Realschule - mittags nach Hause und dann Arbeit selbst einteilen können. Nicht in der Schule hocken bis 16 Uhr und dann immer noch zu Hause Vokabeln lernen müssen oder ähnliches. Einfach mal Feierabend, etwas, was für normale kids auf dem Gym eigentlich nie der Fall ist.

    Tory80 schrieb:

    Oh, Freizeit hat er reichlich. Es läuft so, dass er nach Hause kommt, kurz Hausaufgaben macht, und den restlichen Tag frei hat. Wir erwarten nicht, dass er jeden Tag nur lernt. Speziell vor Arbeiten halt.

    das würde in der Realschule auch gut machbar sein. Auf dem Gym kommt er damit langfristig nicht durch.

    melb1985 schrieb:

    Da war der Arbeitseinsatz tatsächlich größer, aber auch die Motivation. Ich war älter und wollte Abi machen. Beim Studium das Gleiche. Ich wollte es und habe es dementsprechend durchgezogen.

    Das stimmt, wenn man ein konkretes Ziel vor Augen hat, ist es nochmal was Anderes. Mein Sohn weiß bisher vor allem was er mal nicht machen möchte und mag dann auch dies und das gar nicht erst lernen, weil er es eh nie wieder braucht, meint er zumindest. Musik zum Beispiel. Und was mit Mathe möchte er auch mal nicht machen. ;-)

    melb1985 schrieb:

    Das ist eben alles sehr individuell. Ich bin persönlich der Meinung, dass es im Zweifel mehr Sinn macht erstmal einen "niedrigeren" Abschluss zu machen.

    Das kann aber auch in die Hose gehen. Ein Klassenkamerad meines Großen z.B. war in der Grundschule eher Mittelmaß, kam nach Rücksprache mit dem Beratungslehrer dann auf die Realschule. Dort war er kreuzunglücklich, hat sich komplett verweigert, schlechte Noten geschrieben. Trotz der Noten ist er nach der 5. Klasse aufs Gymi gewechselt und dort richtig aufgeblüht.

    criecharlie schrieb:

    Wenn es jetzt schon Stress zwischen euch gibt, würde ich mich ziemlich zurück ziehen, denn sonst geht das ewig so weiter.... evtl. muss er halt auch mal ne Klasse wiederholen...

    ich würde nur noch helfen, wenn er fragt (!) und wenn dann das Schuljahr zu Ende ist entscheiden, ob er auf dem Gym bleibt und wohl wiederholen muss oder wechselt.

    Ja, Stress gibt es, und ja, das tut uns beiden nicht gut.

    Und trotzdem finde ich es wirklich schwierig, ihn nicht zu drängen wenn ich merke, dass er zu wenig tut. Wahrscheinlich blöd.

    criecharlie schrieb:

    Übrigens ist es Quatsch, dass das Gym der einzige Weg zur

    Hochschulreife ist.

    Ja, das weiß ich auch. Es ist halt der direkte Weg, aber natürlich nicht der einzige. Mein Mann hatte auch zuerst einen Hauptschulabschluss und hätte dann später über Aus- und Weiterbildung an einer FH studieren können.

    criecharlie schrieb:

    warum muss es denn das Gymnasium als Schulform sein, wenn es ihn doch offensichtlich auch nicht interessiert, was da gelehrt wird oder was er arbeiten muss?

    Er wollte gerne auf diese Schule, fand es cool, was der große Bruder lernt. Auch sind seine besten Freunde in seiner Klasse. Und sowohl seine Klassenlehrerin als auch der Beratungslehrer fanden ihn Gymi-geeignet.

    criecharlie schrieb:

    Ist doch ziemlich viel Zeit, die er dort verbringt. Zudem wäre er dann mittags zu Hause.

    Och, er ist jetzt auch meistens mittags zu Hause. Er hat einen festen Nachmittag pro Woche Mittagsschule, und einen weiteren alle zwei Wochen. Ansonsten ist um 13 Uhr Schulschluss.

    Zitat

    Wenn man das halt vorher wüsste.

    Vielleicht könnt ihr ja die Familie des Freundes mal fragen, der auf die Realschule gewechselt hat. Wie ist es für ihn gelaufen? Fühlt er sich nun besser?


    Ich kann von einem Jungen aus der Verwandtschaft berichten. Seine Mutter hat immer viel mit ihm gelernt, ihn motiviert, ihn organisiert.

    So kam er mit Gymnasialempfehlung aufs Gymnasium.

    Dort wurde es zunehmend schwieriger. Der Junge verweigerte mehr und mehr die Hilfestellung, blockierte, schrieb schlechter werdende Noten.

    Die Mutter konnte auch, gerade bei Fremdsprachen und Mathe nicht mehr so gut unterstützen. Anfang der sechsten Klasse hat sie dann ein Ultimatum gestellt.

    Wenn er bleiben will, dann aus eigenem Antrieb. Bekommt er den Hintern nicht von alleine hoch, dann Schulwechsel.

    Und oh Wunder, er hat es geschafft. Es ist nicht alles toll, es ist mittelmäßig. Er ist jetzt in der 8. Klasse und wurschtelt sich alleine durch. Mit mittelmäßigen Noten. Er wollt dort bleiben und hat es auch geschafft. Aber aus eigenem Antrieb.


    Diese Mutter hätte Ernst gemacht und ihn runter genommen. So gut kenne ich sie und ihr Sohn wusste das auch genau.

    Zitat

    Weiß ich ja. Ich finde es bloß schrecklich schwierig, in quasi ins Verderben rennen zu lassen. Wenn ich weiß, dass er an Tag X was abgeben muss, und sehe, dass er praktisch nichts oder nur schludrig was macht, werde ich ganz kribbelig.

    Aber wie lange möchtest du das noch machen? Bis er mit 18 das Abi hat, dann noch im Studium?


    Ich habe eine Menge Schüler im Praktikum und Azubis betreut. Und ich sage mal so: Man merkt deutlich, wer gelernt hat, dass schon irgendwer ihre Aufgaben mit übernimmt.


    Als Schüler ist so ein Flug auf die Nase nicht so schlimm. Eine Klasse wiederholen, runter von der Schule, ein schlechter Abschluss. Das kann man alles mit Eigeninitiative kitten.


    Wenn dann aber plötzlich der erste Job kommt und dann kommt das böse Erwachen, weil plötzlich nicht mehr Mama die Leistung für einen erbringt, das ist scheiße.


    Zur Pubertät: Meiner ist ein paar Jahre älter, das wird nicht leichter und der Bock auf Schule nimmt da auch nicht gerade zu. Aber der Einfluss der Eltern, was richtig und gesund ist. Und das ist wohl, was du als pubertär betrachtest, die wollen nicht mehr überwacht werden und den Tag über gesagt bekommen, was noch zu tun ist. Und deswegen blocken sie die Einmischung ab.


    Ich schließe mich dem Rat an, die "Unterstützung" nicht mehr aufzudrängen" und ihn in die Position zu versetzen, selbst Verantwortung für seinen Job zu übernehmen.


    In der Grundschule lernen die doch schon Stück für Stück, dass ein schlechter Vortrag halt eine schlechte Note bedeutet, dass eine vergessene Hausaufgabe eine 6 sein kann und dass man sich Faulheit leisten können muss.


    Und so geht es immer weiter.

    ich kenne so viele Eltern (!), die vor der gleichen Entscheidung standen oder stehen. Und allen wurde aus der Erfahrung der anderen gesagt:

    lass das Kind nach einer Einführungszeit von ein oder zwei Jahren selbst kommen, wenn es Hilfe braucht.


    Keiner (!) der mir bekannten Eltern hat diesen Rat befolgt, sondern sie und ihre kids haben sich jahrelang aufgerieben, bis es halt nicht mehr ging, das Kind dann doch wechseln musste oder die Beziehung in die Brüche ging.


    Und Du wirst es auch nicht anders machen. Ist so.

    Tory80 schrieb:

    ann auch dies und das gar nicht erst lernen, weil er es eh nie wieder braucht, meint er zumindest. Musik zum Beispiel. Und was mit Mathe möchte er auch mal nicht machen. ;-)

    insgesamt erscheint er mich doch etwas überfordert. wenn es ihm nur nicht schwer fallen würde, würde er es halt lernen und gut ist.

    aber so redet er sich ständig ein, weil er sagt:

    ich hätte ja gekonnt, wenn ich gewollt hätte. aber ich wollte nicht.

    criecharlie schrieb:
    Tory80 schrieb:

    ann auch dies und das gar nicht erst lernen, weil er es eh nie wieder braucht, meint er zumindest. Musik zum Beispiel. Und was mit Mathe möchte er auch mal nicht machen. ;-)

    insgesamt erscheint er mich doch etwas überfordert. wenn es ihm nur nicht schwer fallen würde, würde er es halt lernen und gut ist.

    aber so redet er sich ständig ein, weil er sagt:

    ich hätte ja gekonnt, wenn ich gewollt hätte. aber ich wollte nicht.

    Ne, ich hab auch nie gelernt und mir fiel es nicht schwer. Mit Überforderung hat das nicht immer was zu tun. Bis heute interessiert mich sowas wie BWL einen Dreck. Im Fernstudium hab ich bestimmt 5x das eine „bwl Heftchen“ gelesen und irgendwie wusste ich am Ende nicht wirklich was drin steht, weil es mir einfach furchtbar angeödet hat.

    criecharlie schrieb:

    Zudem wäre er dann mittags zu Hause.

    Das war bei einem meiner anderen Kinder das Argument für die Realschule - mittags nach Hause und dann Arbeit selbst einteilen können. Nicht in der Schule hocken bis 16 Uhr und dann immer noch zu Hause Vokabeln lernen müssen oder ähnliches. Einfach mal Feierabend, etwas, was für normale kids auf dem Gym eigentlich nie der Fall ist.

    Das ist hier umgedreht. Die Realschule hat ab Klasse 5 dreimal die Woche Ganztagsunterricht, das Gymnasium vermeidet das in der Sek 1 solange es mit der Stundentafel passt (mein Sohn, 7. Klasse Gymnasium hat jetzt alle zwei Wochen einmal nachmittags sonst immer nur bis 13:10.)Für uns war auch das ein Argument gegen die Gesamtschule oder Realschule - auf dem Gymnasium hat er früher Schluss, was er auch braucht.

    Tiramisu


    das meinte ich so nicht;

    ich meinte, dass man halt begabt ist, dann muss es einen nicht interessieren, sondern dann bekommt man es halt auch so hin.

    oder dass man halt "normal" ist und eigentlich lernen müsste, sonst bekommt man schlechte noten. wenn man aber keine lust hat, kann man sich einreden, dass man ja besser sein könnte, aber man will nicht...

    Weißt du was? Du hast ja Recht, mit allem, absolut. Ich schätze, ich muss da wirklich an mir arbeiten. Natürlich muss er irgendwann alleine klarkommen können.

    Vielleicht doch?

    criecharlie schrieb:

    insgesamt erscheint er mich doch etwas überfordert. wenn es ihm nur nicht schwer fallen würde, würde er es halt lernen und gut ist.

    aber so redet er sich ständig ein, weil er sagt:

    ich hätte ja gekonnt, wenn ich gewollt hätte. aber ich wollte nicht.

    Nein, er könnte es schon lernen, wenn er wollte. Blöd ist er nicht, wirklich nicht. Es fehlt im wirklich "nur" an der Lust.